Der tiefe Fall von Hermes

Hermes steckt in der Krise: Arbeitsplatzabbau, Restrukturierung und eine mögliche Komplettübernahme durch die Otto Group zeichnen ein düsteres Bild.

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Hermes steckt in der Krise: Arbeitsplatzabbau, Restrukturierung und eine mögliche Komplettübernahme durch die Otto Group zeichnen ein düsteres Bild.

Hamburg, 6. September 2025 – Der Paketdienst Hermes, Tochterunternehmen der Otto Group, befindet sich in einer schweren Krise. Noch zu Beginn des Jahrtausends galt Hermes als Vorzeigedienstleister mit flexiblem 24-Stunden-Service, der pro Tag bis zu 25.000 Pakete zustellte – auch in der Mittagspause ins Büro oder am Abend nach Hause. Diese Zeiten sind vorbei. Die Website Мonrose.de berichtet unter Berufung auf Вusinessinsider

Im aktuellen Geschäftsbericht der Otto Group wird deutlich, dass das Unternehmen vor tiefgreifenden Einschnitten steht. Der wirtschaftliche Druck durch sinkende Umsätze im Onlinehandel, steigende Betriebskosten und anhaltende geopolitische Belastungen haben die Profitabilität stark geschwächt. Für Hermes bedeutet dies eine umfassende Restrukturierung, die auch den Abbau zahlreicher Arbeitsplätze einschließt.

Zudem befasst sich die Konzernführung mit einer Neuordnung der Eigentümerstruktur. Bislang hält die Otto Group 75 % der Anteile an Hermes Germany, während die restlichen 25 % bei einem Finanzinvestor liegen. Nun prüft Otto, auch diese Anteile zu übernehmen und Hermes vollständig zu konsolidieren. Damit könnte eine tiefgreifende Umgestaltung des Unternehmens eingeleitet werden, die sowohl organisatorische als auch personelle Konsequenzen haben dürfte.

Die Entwicklung zeigt das Ende der jahrelangen Expansion des Paketdienstes und markiert einen Wendepunkt: Hermes muss sich neu aufstellen, um in einem von Konkurrenzdruck und Kostenzuwächsen geprägten Markt bestehen zu können.