Stadtbahn Köln: KVB plant Fahrplan-Verbesserungen ab 2026

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Nach Monaten mit eingeschränkten Fahrplänen kündigen die Kölner Verkehrs-Betriebe für das Jahr 2026 spürbare Verbesserungen im Stadtbahnverkehr an. Mehrere stark genutzte Linien sollen wieder häufiger fahren und damit näher an den regulären Betrieb heranrücken, die monrose.de berichtet mit t-online.de.

Besonders Pendler und Fahrgäste im Einkaufs- und Freizeitverkehr sollen davon profitieren. Die Änderungen markieren einen weiteren Schritt zur Stabilisierung des Angebots im öffentlichen Nahverkehr. Gleichzeitig macht die KVB deutlich, dass nicht alle Einschränkungen sofort aufgehoben werden können.

In den vergangenen Jahren hatte das Verkehrsunternehmen den Betrieb mehrfach reduzieren müssen. Gründe dafür waren unter anderem Fahrzeugmangel, Wartungsbedarf und begrenzte personelle Ressourcen. Viele Fahrgäste beklagten längere Wartezeiten und unzuverlässige Taktungen. Mit dem neuen Fahrplan will die KVB nun gezielt gegensteuern. Ab Anfang Januar 2026 sollen erste Anpassungen greifen.

Linie 1: Dichter Takt am Samstagnachmittag geplant

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Stadtbahn-Linie 1. An Samstagnachmittagen soll sie zwischen den Haltestellen Brück Mauspfad und Moltkestraße wieder deutlich häufiger verkehren. Geplant ist ein Fünf-Minuten-Takt zwischen etwa 15 und 20 Uhr. Damit reagiert die KVB auf das hohe Fahrgastaufkommen während der klassischen Einkaufszeiten. Ziel ist es, überfüllte Bahnen zu vermeiden und den Komfort für Fahrgäste zu erhöhen.

Die Linie 1 gehört zu den am stärksten frequentierten Verbindungen im Kölner Stadtgebiet. Gerade an Wochenenden war die Nachfrage zuletzt höher als das Angebot. Durch die Taktverdichtung sollen Wartezeiten verkürzt und Anschlüsse zuverlässiger werden. Die Maßnahme gilt zunächst nur für den genannten Streckenabschnitt. Weitere Anpassungen bleiben jedoch möglich, falls zusätzliche Fahrzeuge verfügbar sind.

Linie 13: Rückkehr zum regulären Samstagsfahrplan

Auch auf der Linie 13 plant die KVB eine spürbare Verbesserung. Samstags sollen die Bahnen zwischen 9 und 19 Uhr wieder alle zehn Minuten fahren. Damit kehrt die Linie zu ihrem regulären Fahrplan zurück. Zuletzt mussten Fahrgäste hier mit einem 20-Minuten-Takt auskommen, was vor allem im Innenstadtbereich als problematisch galt. Die neue Regelung soll die Attraktivität der Linie deutlich steigern.

Die Linie 13 verbindet mehrere dicht besiedelte Stadtteile und ist besonders bei Ausflüglern und Pendlern beliebt. Ein dichterer Takt sorgt nicht nur für kürzere Wartezeiten, sondern auch für eine bessere Verteilung der Fahrgäste. Die KVB betont, dass diese Änderung ein wichtiger Baustein für die Normalisierung des Gesamtangebots ist. Weitere Verbesserungen hängen jedoch von der betrieblichen Lage ab.

Linie 17: Mehr Fahrten am Abend und am Wochenende

Für die Stadtbahn-Linie 17 sind gleich mehrere Anpassungen vorgesehen. Unter der Woche sollen die Bahnen von Montag bis Freitag zwischen 20 und 24 Uhr wieder im 15-Minuten-Takt fahren. Dies gilt zunächst für den Abschnitt zwischen Rodenkirchen und Severinsbrücke. Zusätzlich wird das Angebot auch am Wochenende ausgeweitet. Samstags soll die Linie zwischen 5 und 9 Uhr häufiger fahren, sonntags sogar den ganzen Tag im regulären Takt.

Besonders für Fahrgäste im Kölner Süden bedeutet das eine deutliche Entlastung. Abendliche Wartezeiten sollen verkürzt und die Anbindung an das Stadtzentrum verbessert werden. Die KVB spricht von einem wichtigen Schritt zurück zur Normalität. Dennoch bleibt der Betrieb auf bestimmten Teilstrecken vorerst eingeschränkt. Eine vollständige Rückkehr zum alten Fahrplan ist weiterhin abhängig von der Fahrzeugverfügbarkeit.

Linie 18: Fünf-Minuten-Takt auf stark frequentiertem Abschnitt

Auch die Linie 18 profitiert von den geplanten Änderungen. Samstags soll zwischen 9 und 20 Uhr wieder ein Fünf-Minuten-Takt eingeführt werden. Diese Verdichtung gilt für den Abschnitt zwischen Klettenbergpark und Reichenspergerplatz. Gerade auf diesem Teil der Strecke ist die Nachfrage besonders hoch. Die Maßnahme soll dazu beitragen, Überfüllungen zu vermeiden.

Die Linie 18 verbindet zentrale Bereiche der Stadt mit wichtigen Wohn- und Arbeitsgebieten. Eine höhere Taktfrequenz verbessert nicht nur den Komfort, sondern auch die Zuverlässigkeit im Gesamtnetz. Die KVB betont jedoch, dass es sich zunächst um eine gezielte Verbesserung handelt. Andere Abschnitte der Linie bleiben vorerst von Einschränkungen betroffen.

KVB: Weitere Verbesserungen abhängig von Fahrzeugverfügbarkeit

Trotz der angekündigten Fortschritte weist die KVB darauf hin, dass nicht alle Probleme sofort gelöst werden können. Auch nach dem Start der neuen Regelungen bleiben Einschränkungen auf mehreren Linien bestehen. Betroffen sind unter anderem die Linien 1, 7, 9, 15, 17 und 18. Die vollständige Rückkehr zum Regelfahrplan hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit und dem Zustand der Fahrzeuge ab.

Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben intensiv an der Modernisierung der Flotte. Neue Stadtbahnwagen sollen schrittweise in den Betrieb integriert werden. Erst dann können weitere Taktverdichtungen umgesetzt werden. Für Fahrgäste bedeutet das: 2026 bringt spürbare Verbesserungen, aber noch keinen vollständig normalen Betrieb. Die KVB stellt jedoch in Aussicht, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.