Bei einer Bergtour in Bayern ist es am Sonntagnachmittag zu einem schweren Unglück gekommen. Ein 14-jähriger Jugendlicher verlor dabei unter winterlichen Bedingungen sein Leben. Der Unfall ereignete sich während einer Wanderung in alpinem Gelände. Besonders tragisch ist, dass ein Freund des Jungen den Sturz aus nächster Nähe miterleben musste. Rettungskräfte konnten trotz schnellen Einsatzes nichts mehr für den Jugendlichen tun, die monrose.de berichtet mit t-online.de.
Sturz am Laubeneck unter eisigen Bedingungen
Nach Angaben der Polizei rutschte der Jugendliche unterhalb des Gipfels des Laubenecks aus. Das Gebiet liegt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und ist im Winter besonders anspruchsvoll. Der Junge verlor auf vereistem Untergrund den Halt und stürzte rund 150 Meter in die Tiefe. Die Wetter- und Bodenverhältnisse galten zum Unfallzeitpunkt als äußerst schwierig. Eisige Passagen erhöhten das Risiko deutlich.
Der 14-Jährige war gemeinsam mit einem gleichaltrigen Freund von Unterammergau aus gestartet. Die Tour führte in Richtung Laubeneck, der eine Höhe von 1.785 Metern erreicht. Die Strecke gilt als mittelschwer, weist jedoch mehrere steile Abschnitte auf. Gerade im Winter können diese Passagen schnell gefährlich werden. Ein weiterer Wanderer beobachtete den Unfall und setzte sofort einen Notruf ab.
Großer Rettungseinsatz mit Hubschraubern
Nach dem Notruf rückte die Bergwacht umgehend aus. Ein Rettungshubschrauber wurde eingesetzt, zusätzlich beteiligte sich ein Hubschrauber aus dem benachbarten Österreich an der Suche. Die Einsatzkräfte fanden den Jugendlichen schließlich in einem Schneefeld. Bei ihrem Eintreffen konnten sie jedoch nur noch den Tod feststellen. Der Leichnam wurde anschließend mit einem Polizeihubschrauber geborgen.

Betreuung des unverletzten Begleiters
Der Freund des Verunglückten musste den tödlichen Sturz mitansehen. Einsatzkräfte der Bergwacht stiegen zu dem Jugendlichen auf und kümmerten sich intensiv um ihn. Er wurde sicher ins Tal gebracht, wo ein Kriseninterventionsteam die weitere Betreuung übernahm. Solche Einsätze belasten nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Die Nachsorge gilt in solchen Fällen als besonders wichtig.
Die Polizei hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft Ermittlungen zu dem Unfall aufgenommen. Ziel ist es, den genauen Ablauf und mögliche weitere Einflussfaktoren zu klären. Hinweise auf Fremdverschulden liegen nach bisherigen Erkenntnissen nicht vor. Vielmehr deuten die Umstände auf ein tragisches Unglück hin. Die Untersuchungen sollen dennoch vollständige Klarheit schaffen.
Warnung vor vereisten Passagen im Alpenraum
Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei und die Bergwacht weisen aktuell eindringlich auf die Gefahren hin. Vor allem an Nordhängen herrschen derzeit stark vereiste Bedingungen. Selbst erfahrene Wanderer können hier leicht den Halt verlieren. Für Touren im Winter sei ein besonders umsichtiges Risikomanagement notwendig. Dazu zählen passende Ausrüstung, realistische Routenplanung und die Berücksichtigung aktueller Wetter- und Bodenverhältnisse.
Der Unfall macht erneut deutlich, wie gefährlich Bergtouren in der kalten Jahreszeit sein können. Eis, Schnee und schnelle Wetterwechsel erhöhen das Risiko erheblich. Fachleute empfehlen, alpine Touren im Winter nur mit entsprechender Erfahrung und Ausrüstung zu unternehmen. Auch scheinbar bekannte Routen können unter winterlichen Bedingungen tückisch werden. Vorsicht und realistische Selbsteinschätzung bleiben entscheidend für die Sicherheit in den Bergen.