Paukenschlag von Asus: Diese Ursache steckt hinter dem Smartphone-Stopp 2026

Asus legt 2026 eine Smartphone-Pause ein. Zenfone- und ROG-Modelle entfallen – die Ursache liegt im Markt- und Kostendruck.

4 Min lesen

Der Jahresbeginn 2026 sorgt in der Tech-Branche für eine Überraschung. Asus hat offiziell bestätigt, dass im laufenden Jahr keine neuen Smartphones erscheinen werden. Weder neue Zenfone-Modelle noch Geräte aus der ROG-Phone-Reihe sind geplant, die monrose.de berichtet mit inside-digital.de.

Für viele Beobachter kommt dieser Schritt unerwartet, da Asus zuletzt zumindest einzelne neue Modelle vorgestellt hatte. Dennoch spricht das Unternehmen nicht von einem vollständigen Ausstieg, sondern von einer strategischen Pause.

Keine neuen Zenfone- und ROG-Phones im Jahr 2026

Asus informierte Mobilfunkanbieter und Geschäftspartner frühzeitig über die Entscheidung. Damit steht fest, dass es 2026 weder ein Zenfone 13 noch ein ROG Phone 10 geben wird. Bereits in den vergangenen Jahren hatte Asus seine Smartphone-Neuvorstellungen deutlich reduziert. Die Modellzyklen wurden länger, die Auswahl überschaubarer. Der nun angekündigte komplette Stopp markiert jedoch eine neue Dimension.

Die Ursache: Hoher Wettbewerbs- und Kostendruck

Offiziell nennt Asus keine konkrete Begründung für den Schritt. Branchenexperten sehen jedoch den zunehmenden Wettbewerbsdruck als zentrale Ursache. Hersteller aus China und Südkorea dominieren den Markt mit hoher Modellvielfalt und aggressiver Preisgestaltung. Für Nischenprodukte wie kompakte Zenfones oder spezialisierte Gaming-Smartphones steigen die Entwicklungs- und Marketingkosten kontinuierlich. Gleichzeitig schrumpfen die Margen spürbar.

Statt weiter in einen umkämpften Smartphone-Markt zu investieren, richtet Asus seinen Fokus neu aus. Künftig sollen Ressourcen verstärkt in andere Geschäftsbereiche fließen. Dazu zählen insbesondere PCs, Notebooks und Gaming-Hardware. Auch Netzwerkprodukte und Komponenten gelten als strategisch wichtiger. In diesen Segmenten erzielt Asus stabilere Umsätze und höhere Gewinnspannen.

Für Nutzer aktueller Asus-Smartphones bringt die Entscheidung zunächst keine direkten Nachteile. Asus betont, dass Wartung, Garantieleistungen und Software-Updates weiterhin angeboten werden. Der Smartphone-Bereich bleibt organisatorisch bestehen. Es handelt sich laut Unternehmen nicht um einen abrupten Rückzug, sondern um eine zeitlich begrenzte Pause. Besitzer eines Zenfone 12 Ultra oder eines ROG Phone 9 sollen weiterhin unterstützt werden.

Bedeutung für Zenfone- und ROG-Fans

Für Fans der Marke ist 2026 dennoch ein Einschnitt. Besonders die Zenfone-Serie galt als Alternative für Nutzer, die kompakte High-End-Smartphones bevorzugen. Auch die ROG-Phones hatten sich im Gaming-Segment eine treue Anhängerschaft aufgebaut. Ohne neue Modelle müssen sich Interessenten nach Alternativen umsehen. Das schwächt die Sichtbarkeit der Marke im Smartphone-Markt zusätzlich.

Der Schritt von Asus ist kein Einzelfall. Der globale Smartphone-Markt befindet sich seit Jahren in einer Konsolidierungsphase. Innovationen fallen kleiner aus, Austauschzyklen werden länger. Gleichzeitig steigen regulatorische Anforderungen und Produktionskosten. Viele Hersteller prüfen daher kritisch, welche Produktlinien langfristig rentabel sind. Asus reagiert mit der Pause auf diese strukturellen Veränderungen.

Offene Zukunft nach 2026

Ob Asus 2027 mit neuen Smartphones zurückkehrt, bleibt offen. Branchenkenner sprechen von einer bewussten Auszeit, warnen jedoch vor den Risiken eines längeren Rückzugs. Einmal verlorene Marktanteile lassen sich nur schwer zurückgewinnen. Auch das Vertrauen der Kunden könnte leiden. Dennoch hält sich Asus diese Option ausdrücklich offen.

Das Jahr 2026 wird für Asus zu einem Übergangsjahr. Die Entscheidung sendet ein klares Signal an den Markt. Wachstum und Profitabilität haben Vorrang vor Präsenz in jedem Segment. Für die Branche ist der Schritt ein weiteres Zeichen für den steigenden Druck im Smartphone-Geschäft. Ob Asus langfristig zurückkehrt oder sich endgültig neu positioniert, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.