Deutschland steht vor einer außergewöhnlich heftigen Wetterlage. Meteorologen warnen vor einem starken Schneesturm, der sich in den kommenden Stunden über dem Atlantik formiert und rasch auf Mitteleuropa zusteuert, die monrose.de berichtet mit focus.de.
Bereits ab Donnerstag sollen die ersten Regionen im Süden und Südwesten von Schneefällen und zunehmendem Wind betroffen sein. Die Wetterlage entwickelt sich ungewöhnlich schnell und birgt erhebliche Risiken. Experten sprechen von einer Situation, die im Winter nur selten in dieser Intensität auftritt.
Besonders alarmierend ist die Geschwindigkeit, mit der sich das Sturmtief verstärkt. Innerhalb von nur 24 Stunden kann der Luftdruck drastisch abfallen. Diese explosive Entwicklung gilt als klares Warnsignal für schwere Stürme. Die Kombination aus Schnee, Wind und Eis macht die Lage besonders gefährlich für Verkehr und Infrastruktur.
Was einen Bombenzyklon so gefährlich macht
Bei dem angekündigten Wetterereignis handelt es sich um einen sogenannten Bombenzyklon. Dieser Begriff beschreibt ein Sturmtief, dessen Kerndruck extrem schnell sinkt. Ein solcher Prozess führt zu sehr starken Winden und intensiven Niederschlägen. In Europa treten diese Wetterlagen seltener auf als über dem Atlantik, können aber massive Schäden verursachen.

Für Deutschland bedeutet das eine Mischung aus starkem Schneefall und orkanartigen Böen. Besonders in exponierten Lagen sind Windgeschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde möglich. In höheren Regionen und an der Küste können sogar Orkanböen auftreten. Gleichzeitig wird die Schneedecke durch den Wind stark verweht, was die Situation zusätzlich verschärft.
Schnee und Sturm treffen verschiedene Regionen unterschiedlich
Ab Donnerstag werden zunächst der Süden und Südwesten Deutschlands von Schneefällen erfasst. Dort setzt der Niederschlag früh ein, während der Wind spürbar zunimmt. In der Nacht breitet sich das Unwetter weiter aus und erreicht auch den Norden und Osten des Landes. Besonders zwischen Hamburg und Berlin rechnen Meteorologen mit erheblichen Schneemengen.
In diesen Regionen können innerhalb kurzer Zeit bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen. Durch den starken Wind entstehen hohe Schneeverwehungen, die Straßen und Schienen blockieren können. Der Bahnverkehr gilt als besonders gefährdet, da Weichen und Gleise schnell zuschneien. Auch Autobahnen könnten zeitweise unpassierbar werden.
Blitzeis erhöht die Unfallgefahr erheblich
Neben Schnee und Sturm bringt der Bombenzyklon ein weiteres Risiko mit sich. Warme Luftmassen treffen auf den kalten Boden und verwandeln Schnee stellenweise in Regen. Dieser gefriert beim Aufprall sofort und führt zu gefährlichem Blitzeis. Besonders im Westen und Süden Deutschlands kann es bereits in der Nacht zu Freitag zu spiegelglatten Straßen kommen.
Diese Wetterlage gilt als besonders tückisch, da Glatteis oft überraschend auftritt. Selbst geräumte Straßen können innerhalb weniger Minuten wieder unbefahrbar werden. Meteorologen rechnen am Freitagmorgen mit einer großflächigen Glatteislage. Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer sind gleichermaßen gefährdet.
Auswirkungen auf Alltag und Verkehr
Die Kombination aus Sturm, Schnee und Eis wird den Alltag vieler Menschen erheblich beeinträchtigen. Behörden raten dazu, am Freitagvormittag möglichst zu Hause zu bleiben. Nicht notwendige Fahrten sollten vermieden werden, da sich die Wetterlage schnell verschärfen kann. Auch der öffentliche Nahverkehr muss mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.
Besonders kritisch ist die Situation für Pendler und den Güterverkehr. Lkw könnten auf glatten Straßen liegen bleiben, während umgestürzte Bäume Bahnstrecken blockieren. Flughäfen müssen sich ebenfalls auf Einschränkungen einstellen. Start- und Landebahnen könnten zeitweise gesperrt werden.
Wie lange das Unwetter anhält
Der Höhepunkt des Schneesturms wird am Freitag erwartet. Im Laufe des Tages bleibt der Wind stark, während Schneefall und Blitzeis vielerorts andauern. Erst in der Nacht zum Samstag soll sich das Sturmtief langsam abschwächen. Ganz entspannt wird die Lage jedoch noch nicht sein.
Am Samstag ziehen weiterhin Schneeschauer durch das Land, vor allem im Norden und in den Mittelgebirgen. In den Alpen kann es nochmals kräftig schneien. Erst ab Sonntag rechnen Meteorologen mit einer spürbaren Beruhigung des Wetters. Dann sollen die Temperaturen langsam steigen, auch wenn Schnee und Eis noch präsent bleiben.
Warum Vorsicht jetzt besonders wichtig ist
Die bevorstehende Wetterlage zählt zu den gefährlichsten Winterereignissen der letzten Jahre. Die schnelle Entwicklung des Bombenzyklons lässt wenig Zeit für Vorbereitung. Wer die Möglichkeit hat, sollte frühzeitig Vorsichtsmaßnahmen treffen und Warnungen der Behörden beachten. Schon kleine Unachtsamkeiten können bei Glatteis schwere Folgen haben.
Experten betonen, dass nicht einzelne Phänomene das Risiko ausmachen, sondern ihre Kombination. Sturm, Schnee und Blitzeis verstärken sich gegenseitig. Gerade diese Mischung macht den kommenden Schneesturm so gefährlich. Deutschland steht damit vor einem ernsthaften Winterereignis, das Aufmerksamkeit und Umsicht erfordert.