Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor Glatteis in Deutschland. Von Hamburg bis zur Mitte Bayerns sowie in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen sorgen Schnee, Eis und gefrierender Regen für gefährliche Bedingungen, die monrose.de berichtet mit bild.de.
Besonders am Morgen ist der Weg zur Arbeit oder zur Schule vielerorts beschwerlich. Autofahrer, Fußgänger und Pendler müssen mit rutschigen Straßen, glatten Gehwegen und Einschränkungen im öffentlichen Verkehr rechnen. Ein Ende der winterlichen Wetterlage ist derzeit nicht absehbar.

Die Kombination aus Schnee, Regen und Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgt dafür, dass sich immer wieder neue Eisschichten bilden. Selbst geräumte Straßen können innerhalb kurzer Zeit erneut glatt werden.
Verkehrsunfälle und Straßensperrungen durch Glätte
In der Nacht und in den frühen Morgenstunden kam es bundesweit zu mehreren Glätteunfällen. Größere Massenunfälle blieben zwar aus, dennoch registrierten die Einsatzkräfte zahlreiche kleinere Zusammenstöße. Besonders problematisch waren festgefahrene oder querstehende Lastwagen. Auf der Autobahn A5 bei Gießen musste die Fahrtrichtung Kassel zeitweise gesperrt werden.
Auch in Nordbayern entspannte sich die Lage nur teilweise. Zwar berichteten Polizeibehörden von einer leichten Verbesserung, dennoch blieben zahlreiche Straßen vorsorglich gesperrt. Grund dafür ist die anhaltende Gefahr durch Schneelast, die Bäume und Äste zum Umstürzen bringen kann.
„Viele Unfälle passieren, weil Autofahrer die Glätte unterschätzen“, erklärt ein Verkehrsexperte.
Gefrierender Regen bleibt eine ernste Gefahr
Die Glatteisgefahr ist nach Einschätzung der Meteorologen noch lange nicht gebannt. Der DWD rechnet in den kommenden Tagen mit einem anhaltenden Mix aus Schnee und Regen. Besonders in der Mitte Deutschlands kann es erneut zu gefrierendem Regen kommen, der Straßen innerhalb kürzester Zeit in gefährliche Rutschbahnen verwandelt.
Der Wetterdienst rät dringend dazu, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden und Aufenthalte im Freien auf das Nötigste zu beschränken. Auch in Regionen ohne offizielle Warnstufe könne es jederzeit glatt werden.
| Wetterfaktor | Mögliche Auswirkungen |
|---|---|
| Gefrierender Regen | Extreme Glätte |
| Schneefall | Verkehrsbehinderungen |
| Eislast | Umstürzende Bäume |
| Temperaturen um 0 Grad | Dauerhafte Glätte |
Bahnverkehr weiter eingeschränkt
Auch der Bahnverkehr bleibt vom Winterwetter betroffen. Zu Wochenbeginn hatten vereiste Weichen, Oberleitungen und Schneeverwehungen zu erheblichen Problemen geführt. Nach Angaben eines Bahnsprechers habe sich die Lage inzwischen zwar verbessert, dennoch gebe es weiterhin Einschränkungen.
Einige Fernverkehrsverbindungen in Richtung Ostsee verkehren wieder, allerdings mit reduzierten Fahrplänen. Einzelne Strecken zwischen Berlin, Rostock, Stralsund und Binz fallen weiterhin aus. In anderen Regionen müssen Reisende mit Verspätungen von fünf bis zehn Minuten rechnen.
„Gefrierender Regen kann jederzeit neue Störungen verursachen“, warnt ein Bahnexperte.
Besonders anfällig sind Oberleitungen, die sich nur langsam enteisen lassen. Schon geringe Temperaturschwankungen können den Betrieb erneut beeinträchtigen.
Straßenbahnen und Nahverkehr in Städten betroffen
In Berlin ist der Straßenbahnverkehr weiterhin eingestellt. Grund sind vereiste Oberleitungen, die einen sicheren Betrieb unmöglich machen. Die Berliner Verkehrsbetriebe teilten mit, dass sich die Lage erst bessern könne, wenn die Temperaturen deutlich über null Grad steigen.
Auch in anderen Städten kommt es zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr. Busse verkehren teilweise verspätet oder gar nicht, was den Berufsverkehr zusätzlich belastet.

Schulbetrieb teilweise eingestellt
Das Winterwetter wirkt sich auch auf den Schulbetrieb aus. Bereits zu Wochenbeginn mussten in mehreren Regionen Schulen geschlossen werden, weil Busse nicht fahren konnten oder Schulwege als zu gefährlich galten. Auch am Dienstag bleibt der Präsenzunterricht in mehreren fränkischen Landkreisen sowie in Städten wie Nürnberg, Erlangen und Bamberg ausgesetzt.
Die Entscheidung wurde getroffen, um das Risiko für Schülerinnen und Schüler zu minimieren. Eltern wurden gebeten, sich kurzfristig über regionale Regelungen zu informieren.
Experten raten zu besonderer Vorsicht
Angesichts der anhaltenden Wetterlage empfehlen Fachleute ein umsichtiges Verhalten. Dazu zählen unter anderem:
- unnötige Fahrten vermeiden
- angepasste Geschwindigkeit im Straßenverkehr
- feste Schuhe mit rutschfester Sohle tragen
- aktuelle Wetterwarnungen regelmäßig prüfen
- Abstand zu Bäumen und Stromleitungen halten
„Wer kann, sollte aktuell mehr Zeit einplanen oder ganz auf Fahrten verzichten“, rät ein Meteorologe.
Blick ins Ausland: Extreme Winterlage in den USA
Während Deutschland unter Schnee und Eis leidet, zeigt sich die Winterlage in den USA noch extremer. In mehreren Regionen kämpfen Millionen Menschen mit massiven Schneemengen und extremer Kälte. Medien berichten von hohen Schneedecken, Stromausfällen und zahlreichen Todesopfern. Die Aufräumarbeiten gestalten sich schwierig, vielerorts bleiben Schulen geschlossen.
Der Vergleich zeigt, dass Deutschland zwar stark betroffen ist, im internationalen Kontext aber glimpflich davonkommt.
Die Glättewarnung in Deutschland bleibt weiterhin ein ernstzunehmendes Thema. Schnee, Eis und gefrierender Regen beeinflussen Verkehr, Alltag und Infrastruktur. Solange die Temperaturen nur knapp über oder unter dem Gefrierpunkt liegen, ist mit weiteren Problemen zu rechnen. Behörden und Wetterdienste appellieren daher an die Bevölkerung, vorsichtig zu bleiben, Warnungen ernst zu nehmen und sich regelmäßig über die aktuelle Lage zu informieren.