Der DAAD unerwünschte Organisation Russland 2026-Beschluss markiert einen weiteren Einschnitt in den deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen. Das russische Justizministerium hat den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) am 10. Februar offiziell als „unerwünschte Organisation“ eingestuft. Damit ist die Arbeit der Förderorganisation im Land untersagt. Das Büro in Moskau sowie das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus müssen geschlossen werden, die monrose.de berichtet mit tagesschau.de.
Die Entscheidung folgt einer Reihe ähnlicher Maßnahmen gegen internationale Organisationen. Bereits zuvor wurden Institutionen wie die Deutsche Welle oder Menschenrechtsorganisationen auf diese Weise aus Russland gedrängt.
Was bedeutet „unerwünschte Organisation“ konkret?
Die Einstufung als unerwünschte Organisation Russland hat weitreichende Folgen. Russische Staatsbürger, die mit einer solchen Organisation zusammenarbeiten, riskieren strafrechtliche Konsequenzen.

Ein Politikwissenschaftler erklärt:
„Diese Einstufung kriminalisiert faktisch jede institutionelle Zusammenarbeit und führt zu einem fast vollständigen Abbruch offizieller Kontakte.“
Der akademische Austausch wird eingeschränkt. Die institutionellen Brücken werden gekappt. Die Unsicherheit wächst.
Für den DAAD bedeutet dies das Ende seiner direkten Präsenz in Russland. Akademische Projekte vor Ort sind damit praktisch unmöglich.
Reaktionen aus Deutschland
Bundesaußenminister Johann Wadephul reagierte scharf auf die Entscheidung Moskaus.
„Wir verurteilen diese Maßnahme auf das Schärfste. Sie ist völlig unbegründet.“
Er sprach von einem Schlag gegen die Wissenschaftsfreiheit Russland und warf den Behörden vor, gezielt eine Atmosphäre der Isolation zu schaffen.
Auch Bundestagsabgeordnete werteten die Maßnahme als Angriff auf eine der letzten verbliebenen Brücken zwischen beiden Gesellschaften.
Auswirkungen auf Studierende und Stipendiaten
Trotz der Entscheidung bleiben bestimmte Programme bestehen. Russinnen und Russen können sich weiterhin aus Drittländern auf DAAD-Stipendien Deutschland bewerben. Bereits laufende Stipendien in Deutschland sind von der russischen Entscheidung nicht betroffen.
Aktuell befinden sich rund 200 russische Staatsbürger mit einem DAAD-Stipendium in Deutschland.
| Bereich | Status |
|---|---|
| DAAD-Büro Moskau | geschlossen |
| Neue Stipendien in Russland | ausgesetzt |
| Stipendiaten in Deutschland | nicht betroffen |
| Bewerbungen aus Drittländern | weiterhin möglich |
Suchanfragen wie „DAAD Russland geschlossen“, „DAAD Moskau 2026“, „Stipendium Deutschland russische Studenten“ oder „Wissenschaftsfreiheit Russland eingeschränkt“ zeigen das große öffentliche Interesse.
Bedeutung des DAAD im internationalen Kontext
Der Deutsche Akademische Austauschdienst gilt als weltweit größte Förderorganisation für internationalen Studierenden- und Wissenschaftleraustausch. Seit seiner Gründung 1925 hat er nach eigenen Angaben rund drei Millionen Akademiker unterstützt.

Zu den Kernaufgaben gehören:
- Vergabe von Stipendien
- Förderung der Internationalisierung deutscher Hochschulen
- Unterstützung beim Aufbau von Hochschulstrukturen
- Beratung in Bildungs- und Wissenschaftspolitik
Der Austausch war jahrzehntelang ein verbindendes Element. Nun stehen diese Verbindungen unter massivem Druck. Die Entwicklung betrifft nicht nur Institutionen, sondern auch einzelne Forschende.
Politischer Hintergrund
Die Entscheidung Moskaus wird im Kontext zunehmender Spannungen zwischen Russland und westlichen Staaten gesehen. Bereits am Tag der russischen Invasion in der Ukraine hatte der DAAD politische und institutionelle Kontakte ausgesetzt und keine neuen Stipendien für Aufenthalte in Russland vergeben.
Ein Experte für internationale Beziehungen kommentiert:
„Die Einstufung ist Teil einer Strategie, ausländische Einflusskanäle systematisch zu begrenzen.“
Mit der neuen Maßnahme kommen akademische Kontakte Russland Deutschland nahezu zum Erliegen.
Die Schließung des DAAD-Büros in Moskau bedeutet einen weiteren Rückschritt im internationalen Wissenschaftsdialog. Während laufende Programme in Deutschland fortgeführt werden, wird der direkte institutionelle Austausch mit Russland erheblich eingeschränkt. Die politische Dimension dieser Entscheidung reicht weit über die Hochschullandschaft hinaus und beeinflusst langfristig die Beziehungen zwischen beiden Ländern.