Ein schwerer Unfall beim Karneval in Mönchengladbach hat am Veilchendienstag für Bestürzung gesorgt. Eine 23-jährige Ordnerin geriet während des Straßenkarnevals unter einen Bus und wurde lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der Polizei ist ihr Zustand weiterhin kritisch. Der Vorfall ereignete sich während des größten Veilchendienstagszugs in NRW, an dem mehr als 80 Wagen beteiligt waren, die monrose.de berichtet mit tagesschau.de.
Die junge Frau war als sogenannte „Wagenengel“-Begleiterin im Einsatz und sollte den Bus absichern. Genau dabei kam es zu dem dramatischen Geschehen.

Unfallhergang weiterhin unklar
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag an der Ecke Bismarckstraße und Regentenstraße beim Abbiegen des Fahrzeugs. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Ermittler werten derzeit Spuren und Zeugenaussagen aus.
Eine Polizeisprecherin erklärte:
„Ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahmeteam hat alle Spuren gesichert. Zeugen werden befragt, die Auswertung läuft.“
Wie es genau zu dem Bus-Unfall beim Karnevalszug kam, ist noch nicht geklärt. Erste Meldungen, es habe sich um ein Kind gehandelt, bestätigten sich nicht.
Die Situation war dramatisch. Einsatzkräfte reagierten sofort. Dennoch bleibt die Ursache bislang ungeklärt.
Rettungseinsatz und Betreuung vor Ort
Die 23-Jährige musste laut Angaben des Zugleiters reanimiert werden. Feuerwehr und Rettungsdienst leisteten umgehend medizinische Erstversorgung und brachten sie in ein Krankenhaus in Mönchengladbach.
Auch der Busfahrer sowie Augenzeugen erhielten psychologische Betreuung. Seelsorger waren noch am selben Tag im Einsatz.
Ein Vertreter des Karnevalsverbandes sagte:
„Leider hat es sie getroffen, und das ist sehr, sehr tragisch.“
Auswirkungen auf den Veilchendienstagszug
Nach dem Unfall wurde der Karnevalsumzug in Mönchengladbach umgeleitet und früher beendet. Der Zug war dadurch etwa ein Drittel kürzer als geplant. Dennoch versuchte die Leitung, den Teilnehmenden einen würdigen Abschluss zu ermöglichen.
Der Veilchendienstagszug gilt als der größte Umzug in Nordrhein-Westfalen an diesem Tag. Neben klassischen Karnevalswagen nehmen auch zahlreiche Gruppen aus Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen teil.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Alter der Verletzten | 23 Jahre |
| Funktion im Zug | Wagenbegleiterin |
| Ort des Unfalls | Bismarckstraße / Regentenstraße |
| Zustand | Kritisch |
| Ermittlungen | Laufend |
Sicherheitskonzept im Fokus
Der Oberbürgermeister von Mönchengladbach betonte die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte. Nach ersten Einschätzungen habe das bestehende Sicherheitskonzept beim Karneval grundsätzlich funktioniert.
Dennoch wirft der Vorfall Fragen auf. Sicherheitsexperten betonen, dass bei Großveranstaltungen mit Fahrzeugen besondere Vorsicht geboten ist.
Ein Fachmann für Veranstaltungssicherheit erklärt:
„Auch bei umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen lassen sich Restrisiken nicht vollständig ausschließen.“

Wichtige Sicherheitsaspekte bei Karnevalsumzügen:
- Klare Absicherung der Fahrzeuge
- Geschulte Begleitpersonen
- Absperrungen entlang der Strecke
- Enge Abstimmung mit Polizei und Rettungsdiensten
- Schnelle Reaktionsfähigkeit im Notfall
Ermittlungen laufen weiter
Die Polizei prüft derzeit, ob es sich um ein Ausrutschen, einen technischen Defekt oder eine andere Ursache handelte. Konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor.
Der tragische Unfall beim Veilchendienstagszug in Mönchengladbach überschattet ein traditionsreiches Fest. Während die Ermittlungen andauern, hoffen viele Menschen in der Region auf eine Stabilisierung des Gesundheitszustands der jungen Frau. Die Ereignisse zeigen, wie schnell sich eine festliche Atmosphäre in einen Ernstfall verwandeln kann – und wie wichtig sorgfältige Sicherheitsstrukturen bei Großveranstaltungen sind.