Deutschland erlebt am Wochenende einen ungewöhnlichen Wetterumschwung. Eine kräftige Kaltfront sorgt dafür, dass in vielen Regionen plötzlich wieder Schneefall möglich wird – und das mitten im Frühling, die monrose.de berichtet mit focus.de.
Besonders in höheren Lagen sowie in den Alpenregionen könnten die Niederschläge deutlich stärker ausfallen. Meteorologen sprechen von einem überraschenden Wetterphänomen, das vor allem am Samstag sichtbar werden dürfte.
Der bekannte Meteorologe Jan Schenk erklärte in einer Wetteranalyse, dass zunächst eine Regenfront durch Deutschland zieht. Erst danach sinkt die Schneefallgrenze, wodurch Regen in Schnee übergehen kann.
„In der Nacht zum Samstag sehen wir, wie der Regen langsam in Schneefall übergeht – etwa ab 500 bis 600 Metern Höhe“, erklärte Wetterexperte Jan Schenk.
Für viele Menschen wirkt dieses Wetter ungewöhnlich, weil sich der Frühling bereits bemerkbar gemacht hatte. Doch solche Rückschläge sind im März nicht völlig ungewöhnlich.
Schneefall zieht von den Mittelgebirgen Richtung Süden
Die ersten Regionen, die vom Schneefall in Deutschland betroffen sein könnten, liegen in den Mittelgebirgen. Dazu zählen unter anderem Eifel, Bergisches Land und Westerwald.
Im Verlauf des Samstags verlagert sich das Niederschlagsgebiet weiter nach Süden. Besonders entlang der Alpen kann sich die Situation deutlich verschärfen.

„Am Samstagmorgen erreicht der Schneefall die Alpen und dort kann es den ganzen Tag weiter schneien“, erklärt Schenk.
Diese Entwicklung überrascht selbst Meteorologen, denn normalerweise steigen die Temperaturen im März bereits deutlich an.
Bis zu 30 Zentimeter Schnee in den Alpen möglich
Während der Schnee in vielen Regionen schnell wieder schmelzen könnte, sieht die Lage in den Alpen anders aus. Dort rechnen Wettermodelle mit deutlich größeren Mengen.
Die möglichen Schneemengen im Überblick:
- Mittelgebirge: leichter Schneefall möglich
- Süddeutschland: zeitweise Schneeregen
- Alpenrand: teilweise kräftiger Schneefall
- Allgäu und Garmisch-Partenkirchen: mögliche Schneedecke
- höhere Lagen der Alpen: bis zu 30 Zentimeter Neuschnee
Diese Mengen sind für diese Jahreszeit durchaus bemerkenswert.
„Wenn man sich die möglichen Schneemengen anschaut, denkt man zunächst: Wir sind doch schon im Frühling“, sagte Schenk.
Doch Wetterexperten betonen, dass solche kurzfristigen Kälteeinbrüche in Mitteleuropa immer wieder auftreten können.
Überblick der Wetterentwicklung in Deutschland
Die Entwicklung der kommenden Tage zeigt einen schnellen Wechsel zwischen Regen, Schnee und wieder steigenden Temperaturen.
| Zeitraum | Wetterlage | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Freitag | Regenfront | Beginn der Kaltfront |
| Nacht zu Samstag | Schneefallgrenze sinkt | Schnee ab ca. 500 m |
| Samstag | Schneefall im Süden | Alpen besonders betroffen |
| Sonntag | mildere Temperaturen | Schnee schmilzt vielerorts |
Dieser schnelle Wechsel macht die Wetterlage besonders dynamisch.
Gefahr durch überfrierende Nässe
Neben dem Schneefall warnen Meteorologen auch vor einem anderen Risiko: überfrierende Nässe auf Straßen.
Wenn Temperaturen nachts wieder sinken, kann nasser Schnee oder Regen zu Glätte führen.
Das betrifft vor allem:
- Bergregionen
- Landstraßen
- Brücken und höhere Straßenlagen
- frühe Morgenstunden
„Autofahrer sollten besonders nachts und am frühen Morgen vorsichtig sein“, warnen Wetterexperten.
Gerade in Regionen mit wechselnden Temperaturen kann sich die Situation schnell ändern.
Warum der Schnee vielerorts schnell wieder verschwindet
Trotz der möglichen Schneefälle erwarten Meteorologen nicht überall eine dauerhafte Schneedecke. Der Grund liegt in mehreren Faktoren.

Die wichtigsten Gründe dafür sind:
- relativ hohe Temperaturen
- nasser Schnee
- Wind, der die Schneedecke schnell abbaut
Besonders in tieferen Regionen wird der Schnee deshalb vermutlich nur kurzfristig liegen bleiben.
Drei Faktoren spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Die Temperaturen sind bereits relativ hoch.
Dadurch kann sich vielerorts keine stabile Schneedecke bilden.
Frühling macht kurze Pause in Deutschland
Der erwartete Wintereinbruch im Frühling zeigt einmal mehr, wie schnell sich das Wetter in Mitteleuropa verändern kann.
Während viele Regionen bereits milde Temperaturen erlebt haben, bringt die aktuelle Kaltfront noch einmal Schnee und winterliche Bedingungen.
Besonders in höheren Lagen und in den Alpen könnte der Schneefall deutlich sichtbar werden. In anderen Teilen Deutschlands dürfte das winterliche Intermezzo dagegen nur kurz dauern, bevor sich das Frühlingswetter wieder durchsetzt.