Škoda Peaq im Überblick: Technische Daten, Preis und lohnt sich der Kauf in Deutschland?

Der Škoda Peaq ist das größte SUV der Marke und bietet optional sieben Sitze, bis zu 642 Kilometer Reichweite und drei Antriebsvarianten. Die Preise in Deutschland beginnen bei 49.900 Euro.

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Škoda Peaq im Überblick: Technische Daten, Preis und lohnt sich der Kauf in Deutschland?

Der neue Škoda Peaq 2026 übernimmt die Spitzenposition im Modellprogramm des tschechischen Herstellers. Mit 4,87 Metern Länge, fast drei Metern Radstand und bis zu sieben Sitzplätzen ist der elektrische SUV größer als alle bisherigen Škoda-Modelle. In Deutschland startet er als Peaq 60 Selection bei 49.900 Euro, während der reichweitenstärkere Peaq 90 mindestens 57.900 Euro kostet, die  monrose.de berichtet mit bild.de.

Vor allem Familien und Vielfahrer dürften auf die Kombination aus großem Innenraum und hoher Reichweite schauen. Der Peaq 90 kommt laut WLTP auf bis zu 642 Kilometer und lädt seine große Batterie unter optimalen Bedingungen in 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Damit zielt Škoda nicht auf einen sportlichen Elektro-SUV, sondern auf ein komfortables Langstreckenauto mit viel Platz.

Škoda Peaq im Überblick: Technische Daten, Preis und lohnt sich der Kauf in Deutschland?
Škoda Peaq im Überblick: Technische Daten, Preis und lohnt sich der Kauf in Deutschland?

Der Peaq versucht nicht, seine Größe zu verstecken. Er nutzt sie vor allem für Raum, Komfort und Reichweite. Gerade auf langen Strecken wird diese Ausrichtung wichtiger als maximale Sportlichkeit.

Škoda Peaq Preis in Deutschland beginnt bei 49.900 Euro

Der Škoda Peaq Preis startet in Deutschland bei 49.900 Euro für den Peaq 60 in der Ausstattung Selection. Diese Variante nutzt einen Elektromotor mit 150 kW beziehungsweise 204 PS und Hinterradantrieb. Die Nettokapazität des Akkus beträgt 59 kWh, die WLTP-Reichweite liegt je nach Ausstattung und Bedingungen zwischen 389 und 456 Kilometern.

Deutlich teurer ist der Peaq 90 Selection. Für ihn verlangt Škoda mindestens 57.900 Euro. Dafür gibt es 210 kW beziehungsweise 286 PS, Hinterradantrieb und die größere Batterie mit 86 kWh nutzbarer Kapazität.

Noch darüber positioniert sich der Peaq 90x mit Allradantrieb und 220 kW beziehungsweise 299 PS. Seine Selection-Version kostet laut deutscher Preisliste ab 60.400 Euro. Wer Sportline bevorzugt, zahlt je nach Antrieb zwischen 54.800 und 65.300 Euro.

ModellLeistungAntriebReichweitePreis ab
Peaq 60 Selection204 PSHeckbis 456 km49.900 €
Peaq 90 Selection286 PSHeckbis 642 km57.900 €
Peaq 90x Selection299 PSAllradbis 609 km60.400 €
Peaq 60 Sportline204 PSHeckbis 450 km54.800 €

Damit liegt der Peaq klar oberhalb der kompakteren Elektro-SUV von Škoda. Käufer bezahlen allerdings nicht nur für mehr Akkukapazität, sondern auch für ein Fahrzeug mit ungewöhnlich großem Innenraum und einer optionalen dritten Sitzreihe.

Bis zu 642 Kilometer Reichweite mit dem Peaq 90

Der Peaq wird mit zwei Batteriegrößen und drei Antriebsversionen angeboten. Der kleinere Akku besitzt 63 kWh Bruttokapazität beziehungsweise 59 kWh netto. Im Peaq 60 reicht das für maximal 456 Kilometer nach WLTP.

Der Škoda Peaq 90 bekommt dagegen eine 91-kWh-Batterie mit 86 kWh nutzbarer Kapazität. Sie ist die bislang größte Batterie in einem elektrischen Serienmodell der Marke. Die Heckantriebsversion schafft bis zu 642 Kilometer, während der stärkere Peaq 90x mit Allradantrieb maximal 609 Kilometer erreicht.

Das sind die wichtigsten technischen Daten:

  • Peaq 60 mit 204 PS und Hinterradantrieb
  • Peaq 90 mit 286 PS und Hinterradantrieb
  • Peaq 90x mit 299 PS und Allradantrieb
  • maximal 642 Kilometer WLTP-Reichweite
  • bis zu 199 kW DC-Ladeleistung
  • bis zu 2.000 Kilogramm Anhängelast
  • bidirektionales Laden bei allen Antriebsvarianten

„Unser neues Flaggschiff hebt Raumangebot und Alltagstauglichkeit auf ein neues Niveau“, beschreibt Škoda-Vertriebsvorstand Martin Jahn die Positionierung des neuen Modells sinngemäß.

Laden in 28 Minuten und bis zu 199 kW Leistung

Beim Schnellladen erreicht der kleinere Peaq 60 bis zu 160 kW. Unter passenden Bedingungen steigt der Akkustand in 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent.

Peaq 90 und Peaq 90x können mit maximal 199 kW Gleichstrom laden. Für den gleichen Ladehub nennt Škoda 28 Minuten. An einer AC-Ladestation sind bei allen Varianten 11 kW möglich.

Die Unterschiede bei der Ladezeit fallen damit trotz deutlich größerer Batterie überraschend gering aus. Für Langstrecken ist insbesondere der Peaq 90 interessant, weil er die höchste Reichweite mit der maximalen Ladeleistung verbindet.

Eine große Batterie allein macht noch kein überzeugendes Reiseauto. Entscheidend sind auch Ladeleistung, Verbrauch und Komfort. Genau bei dieser Kombination will sich der Peaq 90 positionieren.

Eine weitere Besonderheit ist das bidirektionale Laden. Der Peaq kann gespeicherte Energie für externe Verbraucher bereitstellen. Abhängig von der passenden Infrastruktur ist auch die Versorgung eines Gebäudes aus der Fahrzeugbatterie vorgesehen.

Fast 4,90 Meter lang und bis zu 935 Liter Kofferraum

Mit 4,87 Metern Länge ist der Peaq das größte SUV in der Geschichte von Škoda. Der Radstand erreicht nahezu drei Meter. Dadurch steht vor allem in der zweiten Sitzreihe viel Platz zur Verfügung, zusätzlich lässt sich das Fahrzeug mit einer dritten Reihe und insgesamt sieben Sitzplätzen bestellen.

Besonders interessant wird das Auto als Fünfsitzer. In dieser Konfiguration fasst der Škoda Peaq Kofferraum bis zu 935 Liter. Damit orientiert sich der Peaq klar an Familien, die Kinder, Gepäck oder größere Gegenstände regelmäßig gemeinsam transportieren müssen.

Auch konstruktiv unterscheidet sich das Modell von bisherigen Škoda-SUV. Es nutzt die weiterentwickelte MEB+-Architektur des Volkswagen-Konzerns. Ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,249 soll trotz der großen Karosserie helfen, den Energiebedarf auf langen Strecken zu begrenzen. Erstmals bei Škoda kommen außerdem bündig versenkte Türgriffe zum Einsatz.

Für große Elektro-SUV bleibt die Aerodynamik ein entscheidender Faktor. Ein niedriger Luftwiderstand wirkt sich vor allem bei Autobahngeschwindigkeit direkt auf Verbrauch und Reichweite aus.

Peaq 90 fährt komfortabler als seine Größe erwarten lässt

Mit rund 2,4 Tonnen Gewicht gehört der Peaq nicht zu den Leichtgewichten. Trotzdem beschleunigt die 286 PS starke Heckantriebsversion in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht maximal 180 km/h. Der Peaq 60 benötigt 8,4 Sekunden und ist auf 160 km/h begrenzt.

Beim Fahren fällt auf, dass der große Elektro-SUV nicht schwerfälliger wirken muss, als seine Abmessungen vermuten lassen. Die direkte Lenkung hilft auf kurvigen Straßen, während die Karosseriebewegungen für ein Fahrzeug dieser Größenklasse kontrolliert bleiben.

Seine eigentliche Stärke liegt jedoch beim Komfort. Mit adaptiver Dämpferregelung ist der Peaq klar auf lange Fahrten ausgerichtet. Unebenheiten werden gelassen verarbeitet, dazu passt die gute akustische Abschirmung des elektrischen Antriebs.

Ein Sportwagen im SUV-Format soll daraus nicht werden. Selbst die stärkeren Varianten setzen ihre Leistung eher souverän als aggressiv um. Das passt zu einem Modell, das Familien, Langstreckenfahrer und Nutzer mit hohem Platzbedarf ansprechen soll.

Rekuperation kann im Alltag gewöhnungsbedürftig sein

Der Peaq bietet unterschiedliche Möglichkeiten zur Energierückgewinnung. Im B-Modus verzögert das Fahrzeug deutlich, sobald das Fahrpedal entlastet wird. Zusätzlich kann die Assistenztechnik Verkehrssituationen berücksichtigen und die Geschwindigkeit beispielsweise vor Kurven, Kreuzungen oder Tempolimits reduzieren.

Das kann Energie sparen, hat aber einen Nebeneffekt. Wenn die automatische Verzögerung auf einer abwechslungsreichen Strecke häufig eingreift, kann der Fahrfluss unruhiger wirken.

Über Schaltwippen am Lenkrad lässt sich die Rekuperationsstärke beeinflussen. Damit kann der Fahrer entscheiden, ob das Auto stärker verzögern oder häufiger frei rollen soll.

Aus technischer Sicht ist die starke Rekuperation kein Nachteil an sich. Entscheidend ist, wie vorhersehbar die Eingriffe wirken und wie schnell sich die gewünschte Stärke an die jeweilige Strecke anpassen lässt.

Škoda bietet zudem Travel Assist 3.0 für den Peaq an. Das Assistenzpaket kombiniert mehrere Funktionen und kann unter anderem auf Verkehrssituationen reagieren. Zehn Airbags gehören laut Hersteller zur Sicherheitsausstattung.

Peaq 60 oder Peaq 90: Welche Version passt besser?

Beim Kauf dürfte die Entscheidung für viele Interessenten vor allem zwischen Peaq 60 und Peaq 90 fallen. Der Einstiegspreis unterscheidet sich um 8.000 Euro.

Škoda Peaq im Überblick: Technische Daten, Preis und lohnt sich der Kauf in Deutschland?
Škoda Peaq im Überblick: Technische Daten, Preis und lohnt sich der Kauf in Deutschland?

Der Peaq 60 dürfte für Fahrer interessant sein, die das große Platzangebot brauchen, aber überwiegend im regionalen Umfeld unterwegs sind. Bis zu 456 Kilometer WLTP-Reichweite reichen für viele Alltagsprofile aus, zugleich bleibt der Einstiegspreis knapp unter 50.000 Euro.

Der Peaq 90 eignet sich stärker für Langstrecken. Seine Vorteile sind eindeutig:

  1. Der nutzbare Akku wächst von 59 auf 86 kWh.
  2. Die maximale Reichweite steigt von 456 auf 642 Kilometer.
  3. Die DC-Ladeleistung erhöht sich von 160 auf 199 kW.
  4. Die Leistung steigt von 204 auf 286 PS.
  5. Tempo 100 wird statt in 8,4 bereits in 7,1 Sekunden erreicht.

Wer regelmäßig lange Autobahnfahrten absolviert, erhält mit dem Peaq 90 damit das ausgewogenere Paket. Wer dagegen hauptsächlich kurze und mittlere Distanzen fährt, kann mit dem Peaq 60 einen beträchtlichen Teil des Kaufpreises sparen.

Lohnt sich der Škoda Peaq in Deutschland?

Die Frage, ob sich der Škoda Peaq in Deutschland lohnt, hängt stark vom Einsatzzweck ab. Für einen einzelnen Pendler ist ein fast 4,90 Meter langes und mehr als zwei Tonnen schweres Elektro-SUV kaum die wirtschaftlichste Lösung. Für Familien mit hohem Platzbedarf sieht die Rechnung anders aus.

Der Peaq kombiniert bis zu sieben Sitze mit hoher Reichweite, schnellem DC-Laden und einem sehr großen Gepäckraum. Gerade der Peaq 90 kann dadurch klassische Langstreckenaufgaben übernehmen, bei denen kleinere Elektroautos häufiger Ladestopps benötigen würden.

Gegen den Kauf spricht in erster Linie der Preis. Bereits das Basismodell beginnt bei 49.900 Euro, der Peaq 90 bei 57.900 Euro. Mit Sportline, Allradantrieb und zusätzlichen Optionen bewegt sich das Fahrzeug schnell deutlich oberhalb von 60.000 Euro.

Dafür bekommt der Käufer ein Elektro-SUV, das seine Prioritäten klar setzt: viel Platz, hoher Reisekomfort und eine Reichweite von maximal 642 Kilometern. Der Peaq 60 hält den Einstiegspreis noch unter der Marke von 50.000 Euro, während der Peaq 90 mit dem größeren Akku die überzeugendere Wahl für häufige Langstrecken darstellt. Wer sieben Sitze und einen großen Kofferraum tatsächlich nutzt, findet im neuen Škoda eines der praktischeren Elektroangebote dieser Größenklasse.