Samsung verteilt One UI 9 inzwischen auf weitere Galaxy-Smartphones und bringt dabei neben den großen Systemänderungen auch einige kleinere Funktionen mit. Eine davon dürfte vor allem für Nutzer interessant sein, die beim Surfen, Streamen oder Herunterladen von Dateien schnell sehen möchten, wie stark die aktuelle Verbindung ausgelastet ist, die monrose.de berichtet mit gamestar.de.
Mit wenigen Einstellungen lässt sich die Netzwerkgeschwindigkeit anzeigen. Die aktuellen Download- und Upload-Werte erscheinen anschließend direkt in der Statusleiste und verändern sich laufend, während Daten übertragen werden.
Die Funktion ist nicht komplett neu und dürfte Besitzern von Xiaomi- oder Poco-Smartphones bekannt vorkommen. Samsung integriert sie mit One UI 9 nun ebenfalls in seine umfangreiche Anpassungsumgebung.
One UI 9 bringt Netzgeschwindigkeit direkt in die Statusleiste
Die Anzeige befindet sich nach der Aktivierung im oberen Bereich des Bildschirms. Dort erscheint sie neben den Symbolen für WLAN oder Mobilfunk und informiert darüber, wie schnell gerade Daten übertragen werden.

Je nach Geschwindigkeit kann die Anzeige Werte in Kilobyte oder Megabyte pro Sekunde ausgeben. Beim Öffnen einer Webseite kann die Zahl zunächst niedrig sein, während sie bei einem größeren Download deutlich ansteigt.
Das macht die Funktion vor allem dann praktisch, wenn eine Internetverbindung ungewöhnlich langsam wirkt. Statt nur auf das WLAN- oder Mobilfunksymbol zu schauen, lässt sich unmittelbar erkennen, ob tatsächlich Daten übertragen werden.
„Die Netzwerkanzeige liefert einen schnellen Überblick darüber, wie stark die Verbindung im jeweiligen Moment genutzt wird.“
Dabei handelt es sich nicht um einen vollständigen Geschwindigkeitstest. Die angezeigte Zahl beschreibt den aktuellen Datenverkehr und nicht die maximale Leistung des Internetanschlusses.
So aktiviert ihr die Netzwerkgeschwindigkeit mit One UI 9
Samsung versteckt die Option nicht direkt in den normalen Systemeinstellungen. Für die Aktivierung wird die kostenlose Samsung-App Good Lock benötigt.
Good Lock dient als Plattform für zusätzliche Module, mit denen sich zahlreiche Bereiche der Galaxy-Oberfläche verändern lassen. Für die Netzwerkanzeige ist insbesondere das Modul QuickStar relevant.
Die Einrichtung lässt sich in wenigen Schritten erledigen:
- Good Lock auf dem Galaxy-Smartphone öffnen.
- Im Bereich „Apps“ nach QuickStar suchen.
- Das QuickStar-Modul aktivieren.
- Den Punkt „Visibility of Indicator Icons“ öffnen.
- Die Option „Network Speed“ einschalten.
- Anschließend die Statusleiste überprüfen.
Nach der Aktivierung sollte die aktuelle Geschwindigkeit unmittelbar oben auf dem Bildschirm erscheinen. Je nach Gerätemodell und verwendeter One-UI-Version können einzelne Bezeichnungen geringfügig abweichen.
Welche Werte zeigt die neue Anzeige?
Die Funktion informiert über den aktuellen Datenfluss. Während ein Smartphone beispielsweise eine große Datei herunterlädt, steigt die Download-Anzeige entsprechend an.
Beim Hochladen von Bildern oder Videos kann dagegen die Upload-Geschwindigkeit stärker sichtbar werden. Sobald kaum Daten übertragen werden, sinkt der angezeigte Wert wieder.
| Nutzung | Typische Anzeige |
|---|---|
| Webseiten öffnen | kurze Schwankungen |
| Video-Streaming | relativ gleichmäßiger Datenverkehr |
| Große Downloads | deutlich höhere Download-Werte |
| Fotos hochladen | stärkere Upload-Aktivität |
| Keine aktive Übertragung | sehr niedrige oder kaum sichtbare Werte |
Die Zahlen können sich innerhalb weniger Sekunden verändern. Das liegt daran, dass Smartphones nicht dauerhaft mit maximaler Geschwindigkeit Daten übertragen.
Ein niedriger Wert bedeutet deshalb nicht automatisch, dass WLAN oder Mobilfunk schlecht funktioniert.
Wenn eine Webseite gerade vollständig geladen wurde, gibt es beispielsweise kaum noch Datenverkehr. Die Anzeige fällt dann ab, obwohl die Internetverbindung grundsätzlich schnell sein kann.
Warum Samsung Good Lock dafür verwendet
Good Lock ist keine gewöhnliche Einstellungserweiterung, sondern eine offizielle Samsung-App für zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten. Der Hersteller bündelt darin verschiedene Module, die Funktionen der Galaxy-Oberfläche verändern oder ergänzen.
QuickStar konzentriert sich auf die Statusleiste und die dort angezeigten Symbole. Dadurch lassen sich unter anderem bestimmte Indikatoren ein- oder ausblenden.
Die Good Lock App kann allerdings deutlich mehr als nur die Netzwerkgeschwindigkeit anzeigen. Je nach unterstütztem Gerät und One-UI-Version stehen weitere Module für die Anpassung der Oberfläche zur Verfügung.
Dazu gehören beispielsweise Optionen für Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen und verschiedene Anzeigeelemente. Auch zusätzliche Gesten und andere Personalisierungen sind Teil des Good-Lock-Ökosystems.
„Good Lock richtet sich vor allem an Galaxy-Nutzer, die mehr Kontrolle über das Aussehen und Verhalten der One-UI-Oberfläche wünschen.“
Für die meisten Nutzer ist die Installation nicht zwingend notwendig. Wer allerdings häufig Einstellungen an der Benutzeroberfläche verändert, findet dort deutlich mehr Möglichkeiten als in den klassischen Systemeinstellungen.
Netzwerkgeschwindigkeit ist kein Internet-Speedtest
Bei der neuen Anzeige sollte eine wichtige Einschränkung berücksichtigt werden. Die Zahl in der Statusleiste zeigt nicht an, wie schnell der eigene Internetanschluss theoretisch ist.
Stattdessen wird der tatsächliche Datenverkehr des Smartphones in diesem Moment dargestellt. Wenn gerade kein Video geladen, keine Datei übertragen und keine Webseite aktualisiert wird, kann der Wert entsprechend niedrig sein.
Das unterscheidet die Funktion von einem klassischen Geschwindigkeitstest. Bei einem Speedtest wird die Verbindung gezielt belastet, um Download- und Upload-Leistung unter definierten Bedingungen zu messen.
Die One-UI-Anzeige arbeitet dagegen im Hintergrund und zeigt, was gerade tatsächlich übertragen wird.
Für die Alltagssituation ist genau das praktisch. Wer beispielsweise wissen möchte, ob eine App gerade große Datenmengen herunterlädt, kann dies direkt an der Statusleiste erkennen.
Samsung übernimmt damit eine bekannte Android-Funktion
Die permanente Anzeige der Netzwerkgeschwindigkeit ist bei einigen Android-Herstellern bereits seit Jahren bekannt. Besonders Xiaomi und Poco bieten entsprechende Möglichkeiten auf ihren Geräten an.
Samsung verfolgt mit One UI traditionell einen etwas anderen Ansatz. Viele zusätzliche Funktionen sind über Good Lock verfügbar, statt direkt in den normalen Systemeinstellungen aufzutauchen.
Das hat einen Vorteil: Nutzer können selbst entscheiden, welche Erweiterungen sie aktivieren möchten. Gleichzeitig ist die Funktion für Personen, die Good Lock bisher nicht verwendet haben, weniger offensichtlich.
Wer die Option nicht direkt in den Einstellungen findet, muss deshalb nicht davon ausgehen, dass das eigene Galaxy-Smartphone die Funktion nicht unterstützt.

Für wen lohnt sich die Anzeige besonders?
Im Alltag braucht nicht jeder Nutzer eine permanente Geschwindigkeitsanzeige. Für bestimmte Situationen kann sie aber überraschend nützlich sein.
Besonders interessant ist sie für Menschen, die häufig zwischen WLAN und Mobilfunk wechseln oder unterwegs die Qualität einer Verbindung beobachten möchten. Auch bei größeren Downloads lässt sich damit schnell erkennen, ob tatsächlich Daten übertragen werden.
Praktisch kann die Anzeige unter anderem sein für:
- Nutzer mit begrenztem mobilen Datenvolumen;
- Personen, die häufig große Dateien herunterladen;
- Nutzer, die Probleme mit langsamen Verbindungen untersuchen;
- Menschen, die WLAN und Mobilfunk miteinander vergleichen möchten;
- technisch interessierte Galaxy-Besitzer.
Bei einer instabilen Verbindung kann die Anzeige außerdem einen Hinweis darauf geben, ob die Datenübertragung tatsächlich schwankt oder lediglich eine einzelne App langsam reagiert.
One UI 9 wird schrittweise auf weitere Galaxy-Geräte verteilt
Die Netzwerkgeschwindigkeitsanzeige ist nur eine der kleineren Neuerungen innerhalb des größeren One-UI-9-Updates. Samsung verteilt die neue Software nicht gleichzeitig auf alle unterstützten Smartphones.
Die Galaxy-S26-Serie gehört zu den ersten Geräten, die mit der aktuellen Softwaregeneration versorgt werden. Danach folgen weitere Modelle aus der Galaxy-S- sowie der Fold- und Flip-Reihe.
Bei älteren kompatiblen Geräten kann die Verfügbarkeit zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Auch einzelne Good-Lock-Funktionen können davon abhängen, welche One-UI-Version und welches Galaxy-Modell verwendet werden.
Wer prüfen möchte, ob das Update bereits verfügbar ist, findet die entsprechende Funktion direkt in den Systemeinstellungen unter „Software-Update“.
Was Nutzer bei der Aktivierung beachten sollten
Good Lock ist kostenlos erhältlich, allerdings stehen nicht sämtliche Funktionen auf jedem Galaxy-Modell identisch zur Verfügung. Samsung passt die Module an unterschiedliche One-UI-Versionen und Geräte an.
Auch die Bezeichnungen innerhalb der App können sich mit neuen Versionen verändern. Falls QuickStar nicht sofort sichtbar ist, lohnt sich zunächst ein Blick auf den aktuellen Stand von Good Lock und den installierten Modulen.
Die Anzeige selbst benötigt keine dauerhafte manuelle Aktualisierung. Nach der Aktivierung läuft sie automatisch und passt den Wert an den aktuellen Datenverkehr an.
„Die Statusleiste wird damit zu einem kleinen Kontrollzentrum für die aktuelle Datenübertragung.“
Wer möglichst wenig Informationen auf dem Bildschirm haben möchte, kann die Funktion jederzeit wieder deaktivieren. Das gilt auch für andere Indikatoren, die über QuickStar angepasst werden.
Eine kleine Funktion mit praktischem Nutzen
Samsung macht mit One UI 9 nicht nur große Änderungen am Betriebssystem. Gerade solche kleinen Erweiterungen können den Alltag angenehmer machen, weil Informationen dort erscheinen, wo sie ohnehin gebraucht werden.
Die Anzeige der Netzwerkgeschwindigkeit ist dafür ein gutes Beispiel. Sie ersetzt keinen professionellen Internettest, kann aber innerhalb weniger Sekunden zeigen, ob das Smartphone gerade Daten herunterlädt oder hochlädt.
Für Galaxy-Nutzer, die ihre Statusleiste ohnehin individuell gestalten möchten, ist QuickStar damit ein interessanter Bestandteil von One UI 9.
Die Funktion ist schnell eingerichtet und lässt sich ebenso schnell wieder abschalten. Wer regelmäßig mit langsamen Verbindungen zu kämpfen hat, bekommt damit zumindest einen zusätzlichen Hinweis darauf, was auf dem Smartphone gerade passiert.
Mit der neuen One-UI-Version wird die Galaxy-Oberfläche damit an einer kleinen, aber sichtbaren Stelle informativer. Besonders praktisch ist, dass die Anzeige nicht erst über ein separates Menü geöffnet werden muss, sondern direkt neben den bekannten Netzwerk- und Systemsymbolen erscheint.