Mit einem solchen Moment hatten weder Susan Schmidt noch die Investoren der „Höhle der Löwen“ gerechnet. Simon Werner und seine langjährige Partnerin waren in die Gründershow gekommen, um ihr Produkt Ajambow vorzustellen und die Investoren von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Doch während des Pitches änderte sich die Stimmung plötzlich komplett, die monrose.de berichtet mit bild.de.
Der 55-jährige Simon Werner unterbrach die geschäftliche Präsentation und sprach stattdessen über die gemeinsame Geschichte mit Susan. Nach 33 Jahren Beziehung hatte er offenbar noch eine wichtige Frage offen. Vor laufenden Kameras ging er vor seiner Partnerin auf die Knie und machte ihr einen Heiratsantrag.
Susan Schmidt war sichtlich gerührt. Lange musste sie über die Frage nicht nachdenken und antwortete mit Ja. Damit wurde aus einem gewöhnlichen Gründer-Pitch ein persönlicher Moment, über den anschließend auch die Löwen sprachen.

Das Paar aus Borsdorf in Sachsen war eigentlich wegen seines Produkts in der Sendung. Ajambow ist ein Sport- und Therapiebogen, der teilweise mit Wasser gefüllt wird und bei Bewegungen wechselnde Impulse erzeugt. Die Idee dahinter ist, den Körper auf unterschiedliche Weise zu fordern und damit unter anderem Rückenbeschwerden und Verspannungen entgegenzuwirken.
Doch an diesem Tag sollte nicht nur das Produkt für Aufmerksamkeit sorgen.
Simon Werner überrascht Susan nach 33 gemeinsamen Jahren
Simon Werner und Susan Schmidt sind seit 33 Jahren ein Paar. Diese lange gemeinsame Zeit wurde zum Ausgangspunkt für den ungewöhnlichen Moment während der Sendung.
Während des Gesprächs mit den Investoren erklärte Simon, dass sie bereits zahlreiche gemeinsame Projekte begonnen und abgeschlossen hätten. Eine Sache sei allerdings noch offen. Kurz darauf folgte der Antrag.
„Susan, willst du meine Frau werden?“
Die Frage kam für Susan offensichtlich unerwartet. Statt einer langen Reaktion folgte ein klares Ja. Anschließend küsste sich das Paar vor den Kameras.
Für eine TV-Sendung, in der normalerweise Unternehmensbewertungen, Beteiligungen und Verkaufspreise im Mittelpunkt stehen, war die Szene ungewöhnlich. Der emotionale Moment entstand direkt aus der persönlichen Geschichte der beiden Gründer.
Auch während der Präsentation war bereits zu erkennen gewesen, wie vertraut Simon und Susan miteinander umgehen. Die beiden hielten sich während des Gesprächs teilweise an den Händen. Einer der Investoren sprach später genau diese Nähe an.
Der Antrag war nicht der eigentliche Grund, weshalb das Paar vor den Löwen stand. Trotzdem wurde er schnell zum emotionalen Höhepunkt des gesamten Auftritts.
Die Löwen reagieren auf den überraschenden Antrag
Auch die Investoren konnten sich dem besonderen Moment nicht entziehen. Ralf Dümmel bemerkte bereits während des Pitches, dass zwischen den beiden eine besondere Verbindung besteht.
Er bezeichnete es als deutlich spürbar, dass Simon und Susan füreinander brennen. Besonders fiel ihm auf, wie die beiden auch während des geschäftlichen Gesprächs miteinander umgingen.
Nach dem Antrag war die Reaktion der Löwen entsprechend emotional. Carsten Maschmeyer bezeichnete die Verlobung sinngemäß als den noch besseren Deal und stellte sie über jedes mögliche Investment.
Damit bekam der Begriff „Deal“ in diesem Pitch plötzlich eine völlig andere Bedeutung.
Die Reaktionen der Investoren reichten von Überraschung bis Begeisterung:
- Ralf Dümmel lobte die sichtbare Verbundenheit des Paares.
- Carsten Maschmeyer bezeichnete die Verlobung als besonders wichtigen Deal.
- Janna Ensthaler zeigte sich sichtlich gerührt.
- Judith Williams reagierte begeistert auf den überraschenden Moment.
- Die übrigen Investoren erlebten einen Pitch, der plötzlich weit über das Geschäftliche hinausging.
Die Situation blieb trotzdem mit der eigentlichen Präsentation verbunden. Denn Simon und Susan waren weiterhin mit ihrem Produkt Ajambow in der Sendung.
Ajambow sollte eigentlich im Mittelpunkt stehen
Bevor der Heiratsantrag die Aufmerksamkeit auf sich zog, ging es um eine Geschäftsidee aus dem Sport- und Therapiebereich. Das Gründerpaar präsentierte Ajambow als einen Bogen, der teilweise mit Wasser gefüllt wird.
Durch die Bewegung des Wassers entstehen wechselnde Impulse. Der Körper muss darauf reagieren und seine Bewegungen entsprechend anpassen. Nach Angaben der Gründer kann das Training unter anderem bei Rückenschmerzen und Verspannungen eingesetzt werden.
Damit wollten Simon Werner und Susan Schmidt die Investoren von einem Produkt überzeugen, das Sport und therapeutische Anwendungen miteinander verbindet.
Der geschäftliche Teil des Auftritts geriet durch den Antrag zwar für einige Minuten in den Hintergrund. Am Ende blieb jedoch nicht nur die persönliche Geschichte des Paares im Gedächtnis, sondern auch der Name des Produkts.
Für Gründer ist ein Auftritt in der „Höhle der Löwen“ normalerweise eine Mischung aus Produktpräsentation, Verhandlung und persönlicher Überzeugungsarbeit. Die beiden Sachsen bekamen dagegen etwas, womit sich kein Pitch-Skript planen lässt.
Kein Investment für Ajambow, aber ein persönlicher Erfolg
Geschäftlich endete der Auftritt nicht mit einem Investment. Für Ajambow kam in dieser Folge kein Deal mit einem der anwesenden Investoren zustande.
Das änderte allerdings nichts daran, dass der Auftritt für Simon Werner und Susan Schmidt außergewöhnlich verlief. Der Antrag machte die Sendung für das Paar zu einem Ereignis, das weit über die mögliche Finanzierung ihres Unternehmens hinausgeht.
Für die Investoren war die Situation ebenfalls ungewöhnlich. Sie waren gekommen, um eine Geschäftsidee zu bewerten, und wurden plötzlich Zeugen eines persönlichen Versprechens.
„Ich bin total geflasht.“
Mit diesen Worten reagierte Judith Williams auf den emotionalen Moment. Die Aussage zeigte, dass der Antrag auch bei den erfahrenen TV-Investoren Eindruck hinterließ.
Dabei ist ein Heiratsantrag während eines Gründer-Pitches keineswegs völlig ohne Vorgeschichte. Bereits 2017 hatte es bei „Die Höhle der Löwen“ einen bekannten Antrag vor laufenden Kameras gegeben. Damals machte Gründer Oliver Rokitta seiner Freundin Nadine nach der Präsentation seines Produkts „Rostschreck“ einen Heiratsantrag.
Warum der Moment im Fernsehen besonders auffällt
Die „Höhle der Löwen“ ist vor allem für harte Verhandlungen bekannt. Gründer präsentieren Produkte, nennen Umsatzzahlen und Unternehmensbewertungen und hoffen anschließend auf ein Angebot der Investoren.
Bei Simon Werner und Susan Schmidt verschob sich der Schwerpunkt für einen Moment vollständig.
Nach 33 gemeinsamen Jahren entschied sich Simon dafür, die Bühne der Sendung für eine sehr persönliche Frage zu nutzen. Für Susan war die Situation offenbar überraschend, für die Zuschauer entstand dadurch ein völlig anderer Spannungsbogen als bei einem klassischen Unternehmens-Pitch.
Aus einer Präsentation über ein Trainingsgerät wurde innerhalb weniger Sekunden eine persönliche Liebesgeschichte. Genau dieser Kontrast machte die Szene so auffällig.
Hinzu kommt, dass beide Gründer nicht nur beruflich miteinander verbunden sind. Ihre Beziehung und ihre gemeinsamen Projekte sind eng miteinander verknüpft. Der Antrag passte deshalb unmittelbar in die Geschichte, die sie mit ihrem Unternehmen und ihrer gemeinsamen Arbeit präsentierten.
Höhle der Löwen zeigt seltene Mischung aus Geschäft und Privatleben
Der Auftritt von Simon Werner und Susan Schmidt zeigt eine Seite der Sendung, die bei einem normalen Pitch kaum im Mittelpunkt steht. Gründer erscheinen dort nicht nur als Unternehmer, sondern bringen häufig auch ihre persönliche Geschichte mit.
Bei dem Paar aus Sachsen waren diese beiden Bereiche besonders eng miteinander verbunden. Die gemeinsame Arbeit an Ajambow stand zunächst im Vordergrund, bevor Simon die persönliche Überraschung einleitete.
Die Investoren griffen den Moment anschließend ebenfalls auf. Statt ausschließlich über Unternehmenszahlen zu sprechen, reagierten sie auf die Beziehung der beiden Gründer.

Für Susan Schmidt hatte der Auftritt am Ende eine doppelte Bedeutung. Sie verließ die Sendung ohne Investment, aber mit einem Heiratsantrag nach 33 Jahren Beziehung.
Für Simon Werner dürfte der Pitch ebenfalls anders geendet haben, als er ursprünglich geplant war. Sein wichtigster „Deal“ des Tages war kein Geschäft mit einem Investor, sondern die Antwort seiner langjährigen Partnerin.
Ein Antrag, den die Löwen nicht vergessen dürften
Der Auftritt von Simon Werner und Susan Schmidt wird vor allem wegen des unerwarteten Heiratsantrags in Erinnerung bleiben. Ajambow konnte zwar keinen Investor überzeugen, doch die persönliche Überraschung gelang.
Nach 33 Jahren Beziehung sagte Susan Ja. Die Löwen reagierten gerührt und teilweise begeistert, während aus einem gewöhnlichen Unternehmens-Pitch ein ungewöhnlicher TV-Moment wurde.
Am Ende blieb deshalb nicht der fehlende Investment-Deal als wichtigste Nachricht zurück. Entscheidend war die Frage, die Simon Werner seiner Partnerin nach 33 gemeinsamen Jahren stellte, und ihre kurze, aber eindeutige Antwort: Ja.