FRITZ!OS 8.50 kommt auf weitere Router: Diese Neuerungen bringt das Update

Die FRITZ!Box 5630 erhält das Update auf FRITZ!OS 8.50. Zu den Neuerungen gehören DNS-Filter gegen Werbung und Tracking, eine automatische Priorisierung zeitkritischer Daten sowie zusätzliche Funktionen für Smart Home und Telefonie. Weitere Router bekommen neue Labor-Versionen.

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FRITZ!OS 8.50 kommt auf weitere Router: Diese Neuerungen bringt das Update

Die FRITZ!Box 5630 erhält das Firmware-Update FRITZ!OS 8.50. Der Hersteller Fritz erweitert damit die Verfügbarkeit seiner aktuellen Router-Software, die unter anderem DNS-Filter gegen Werbung und Tracking sowie eine automatische Priorisierung zeitkritischer Netzwerkverbindungen bietet. Gleichzeitig bekommen weitere Modelle neue Labor-Versionen, mit denen zusätzliche Funktionen vor der allgemeinen Freigabe getestet werden, die  monrose.de berichtet mit heise.de.

Das Update ist vor allem für Haushalte interessant, in denen mehrere Geräte gleichzeitig auf das Internet zugreifen. Videostreams, Onlinespiele, Smartphones und Smart-Home-Komponenten konkurrieren dort um die verfügbare Bandbreite. Die neue Software soll bestimmte Aufgaben selbstständiger verwalten und die Bedienung des Heimnetzes vereinfachen.

FRITZ!Box 5630 erhält das Update auf FRITZ!OS 8.50

Mit der Freigabe für die FRITZ!Box 5630 erreicht FRITZ!OS 8.50 ein weiteres Router-Modell. Nach den veröffentlichten Update-Hinweisen entsprechen die Neuerungen weitgehend denen der FRITZ!Box 7690. Spezielle Funktionen, die ausschließlich für die 5630 entwickelt wurden, werden in den Hinweisen nicht hervorgehoben.

Die FRITZ!Box 5630 ist ein Router für Glasfaseranschlüsse. Die Aktualisierung bringt daher insbesondere für Nutzer Vorteile, die eine moderne Internetverbindung mit zahlreichen vernetzten Geräten verwenden und zusätzliche Funktionen für die Verwaltung ihres Heimnetzes nutzen möchten.

FRITZ!OS 8.50 kommt auf weitere Router: Diese Neuerungen bringt das Update
FRITZ!OS 8.50 kommt auf weitere Router: Diese Neuerungen bringt das Update

Die Installation lässt sich wie gewohnt über die Benutzeroberfläche des Routers starten. Diese ist normalerweise im Browser unter fritz.box oder über die lokale IP-Adresse 192.168.178.1 erreichbar. Voraussetzung ist, dass der Computer oder das Smartphone mit dem entsprechenden Heimnetz verbunden ist.

Wer die automatische Update-Funktion aktiviert hat, muss die Installation unter Umständen nicht manuell anstoßen. In diesem Fall kann der Router die neue Firmware selbstständig installieren, sobald sie für das Gerät bereitgestellt wird.

Ein Firmware-Update betrifft nicht nur die sichtbaren Funktionen eines Routers. Es kann auch die Verwaltung des Datenverkehrs, die Bedienung und die Zusammenarbeit mit anderen Geräten im Heimnetz verändern.

DNS-Filter in FRITZ!OS 8.50 sollen Werbung und Tracking reduzieren

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören Filterlisten für das Domain Name System, kurz DNS. Dieses System übersetzt Domainnamen wie die Adressen von Webseiten in technische Netzwerkadressen, über die Geräte die jeweiligen Server erreichen können.

Mit geeigneten Filterlisten lässt sich verhindern, dass Anfragen an bekannte Werbe- oder Trackingserver erfolgreich aufgelöst werden. Dadurch können bestimmte Werbeeinblendungen und Verbindungen zu Diensten zur Nachverfolgung von Nutzern unterbunden werden.

Der wesentliche Unterschied zu einem Werbeblocker, der nur in einem einzelnen Browser installiert ist, liegt im möglichen Einsatz auf Netzwerkebene. Wird die Filterfunktion am Router eingerichtet, können grundsätzlich mehrere Geräte davon profitieren, ohne dass auf jedem einzelnen Gerät eine eigene Erweiterung installiert werden muss.

Der Filter kann laut den Update-Informationen sowohl im regulären Heimnetz als auch im Gastnetz eingesetzt werden. Das betrifft WLAN-Verbindungen ebenso wie Geräte, die über ein Ethernet-Kabel angeschlossen sind.

Zu den möglichen Einsatzbereichen gehören:

  • Smartphones und Tablets im heimischen WLAN;
  • Computer und Laptops mit kabelgebundener oder drahtloser Verbindung;
  • Smart-TVs und andere vernetzte Unterhaltungselektronik;
  • Geräte im Gastnetz, sofern die entsprechenden Filter dort aktiviert sind.

Die tatsächliche Wirkung hängt von den verwendeten Filterlisten und den technischen Eigenschaften der jeweiligen Dienste ab. Nicht jede Werbung lässt sich auf diese Weise blockieren. Anzeigen, die über dieselben Domains wie die eigentlichen Inhalte ausgeliefert werden, können beispielsweise schwieriger zu filtern sein.

Ein DNS-Filter kann unerwünschte Verbindungen auf Netzwerkebene reduzieren. Er ersetzt jedoch keinen vollständigen Schutz vor Schadsoftware und blockiert nicht automatisch sämtliche Werbung im Internet.

Auch die Auswahl der Filterlisten spielt eine Rolle. Zu aggressive Regeln können dazu führen, dass einzelne Webseiten oder Funktionen nicht mehr richtig arbeiten. Wenn nach der Aktivierung bestimmte Dienste Probleme verursachen, sollten die Filterregeln überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Automatische Traffic-Priorisierung für Streams und Onlinespiele

Eine weitere wichtige Neuerung betrifft die Verwaltung des Netzwerkverkehrs. FRITZ!OS 8.50 soll zeitkritische Daten automatisch priorisieren, darunter Verbindungen für Livestreams und Onlinespiele. Damit soll die Nutzung des Internets stabiler bleiben, wenn mehrere Geräte gleichzeitig große Datenmengen übertragen.

Das Problem tritt häufig auf, wenn beispielsweise ein Computer umfangreiche Dateien herunterlädt, während auf einem anderen Gerät ein Spiel läuft oder ein Videostream angesehen wird. Die verfügbare Bandbreite kann dann stark ausgelastet sein. Bei interaktiven Anwendungen kommt es nicht allein auf die maximale Geschwindigkeit an, sondern auch auf kurze Reaktionszeiten und möglichst geringe Verzögerungen.

Durch die automatische Priorisierung soll der Router geeignete Datenströme bevorzugt behandeln. Nutzer müssen dafür nicht mehr zwingend für jedes einzelne Gerät eine eigene Prioritätsregel einrichten.

Das kann die Bedienung vereinfachen, insbesondere in Haushalten mit vielen vernetzten Geräten. Die Funktion ersetzt allerdings nicht die physikalischen Grenzen des Internetanschlusses. Ist die verfügbare Bandbreite dauerhaft zu gering oder liegt eine Störung beim Anbieter vor, kann auch eine Priorisierung nicht sämtliche Probleme beseitigen.

Eine intelligente Verkehrssteuerung ist vor allem dann hilfreich, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig um Netzwerkressourcen konkurrieren. Sie kann Verzögerungen reduzieren, garantiert aber weder eine bestimmte Übertragungsgeschwindigkeit noch eine unterbrechungsfreie Verbindung.

MyFRITZ!App zeigt den Routerzustand übersichtlicher an

Auch die MyFRITZ!App für Smartphones wird im Zusammenhang mit FRITZ!OS 8.50 erweitert. Geplant beziehungsweise in den beschriebenen Neuerungen enthalten ist eine Übersichtsseite, die den aktuellen Zustand der FRITZ!Box zusammenfasst.

Die App soll Hinweise, Empfehlungen und Warnungen anzeigen, wenn der Router die entsprechende Firmware verwendet. Dadurch können Nutzer wichtige Informationen über ihre Netzwerkumgebung leichter erkennen, ohne sich zunächst durch zahlreiche Menüs der Router-Oberfläche arbeiten zu müssen.

Eine zentrale Statusübersicht kann insbesondere für Personen hilfreich sein, die ihren Router nur gelegentlich konfigurieren. Statt einzelne Einstellungen regelmäßig manuell zu kontrollieren, erhalten sie Informationen über relevante Zustände und mögliche Handlungsbedarfe in einer zentralen Ansicht.

Welche Meldungen konkret erscheinen, hängt von den verfügbaren Funktionen, dem Router-Modell und der installierten Software ab. Die App ist dabei als Ergänzung zur eigentlichen Router-Verwaltung zu verstehen, nicht als Ersatz für sämtliche Konfigurationsmöglichkeiten.

Smart Home und FRITZ!Fon erhalten zusätzliche Funktionen

FRITZ!OS 8.50 bringt außerdem Verbesserungen für die Smart-Home-Umgebung des Herstellers. Routinen können künftig mit mehreren Auslösern gestartet werden. Damit lassen sich Automatisierungen flexibler gestalten, weil nicht mehr nur ein einzelnes Ereignis den Start einer Routine bestimmen muss.

FRITZ!OS 8.50 kommt auf weitere Router: Diese Neuerungen bringt das Update
FRITZ!OS 8.50 kommt auf weitere Router: Diese Neuerungen bringt das Update

Für Nutzer kann das beispielsweise bedeuten, dass eine Automatisierung verschiedene Bedingungen berücksichtigen kann, bevor eine Aktion ausgeführt wird. Wie komplex eine solche Regel tatsächlich gestaltet werden kann, hängt von den unterstützten Geräten und den jeweiligen Konfigurationsmöglichkeiten ab.

Zusätzliche Neuerungen betreffen die intelligenten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und 210. Diese erhalten eine Überlastschaltung, die bei entsprechender Überlastung eingreifen soll. Die konkrete Schutzwirkung richtet sich nach den technischen Spezifikationen des jeweiligen Geräts. Die Funktion ist daher kein Ersatz dafür, die zulässigen elektrischen Belastungsgrenzen einzuhalten.

Auch FRITZ!Fon bekommt neue Möglichkeiten. Ein vereinfachter Modus soll die Bedienung erleichtern. Unter anderem können Auswahltasten als Schnellwahltasten eingerichtet werden. Hinzu kommt eine SOS-Funktion, bei der das Telefon im Notfall nacheinander bis zu vier zuvor hinterlegte Rufnummern anwählen soll.

Die wichtigsten Ergänzungen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • Smart Home: Routinen können mehrere Auslöser berücksichtigen.
  • Intelligente Steckdosen: FRITZ!Smart Energy 200 und 210 erhalten eine Überlastschaltung.
  • FRITZ!Fon: Ein einfacher Bedienmodus und eine SOS-Anruffunktion erweitern die Nutzungsmöglichkeiten.
  • MyFRITZ!App: Eine neue Übersicht bündelt wichtige Informationen zum Routerzustand.

Die Verfügbarkeit einzelner Funktionen kann von den verwendeten Geräten und deren Softwareversionen abhängen. Nicht jede Neuerung muss deshalb auf sämtlichen FRITZ!-Produkten in identischer Form verfügbar sein.

Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten neue Labor-Versionen

Parallel zur Freigabe von FRITZ!OS 8.50 für die FRITZ!Box 5630 verteilt der Hersteller neue Vorabversionen seiner Router-Software. Die Labor-Firmware dient dazu, Funktionen und Änderungen vor der regulären Veröffentlichung zu testen.

Zu den Modellen, die erstmals eine Labor-Version aus der Reihe FRITZ!OS 8.40 erhalten, gehören laut den vorliegenden Angaben:

  • FRITZ!Box 7510;
  • FRITZ!Box 6860 5G;
  • FRITZ!Box 6860 5G v2.

Weitere Modelle, für die bereits frühere Labor-Versionen aus der Reihe 8.40 verfügbar waren, bekommen zusätzliche Testversionen. Dazu zählen mehrere aktuelle Kabelrouter:

Router-ModellUpdate-Status laut Bericht
FRITZ!Box 5630FRITZ!OS 8.50 freigegeben
FRITZ!Box 7510Neue Labor-Version aus der Reihe 8.40
FRITZ!Box 6860 5GNeue Labor-Version aus der Reihe 8.40
FRITZ!Box 6860 5G v2Neue Labor-Version aus der Reihe 8.40
FRITZ!Box 6690 ProWeitere Labor-Version
FRITZ!Box 6690Weitere Labor-Version
FRITZ!Box 6670Weitere Labor-Version
FRITZ!Box 6660Weitere Labor-Version

Die Veröffentlichung einer Labor-Version bedeutet nicht, dass die endgültige Firmware bereits verfügbar ist. Solche Testversionen können Fehler enthalten oder sich in einzelnen Funktionen noch von der späteren Ausgabe unterscheiden.

Dass mehrere Geräte aus der 8.40-Laborreihe weitere Aktualisierungen erhalten, deutet auf eine fortlaufende Vorbereitung der nächsten regulären Firmware hin. Ein verbindlicher Termin für die Freigabe von FRITZ!OS 8.50 auf jedem einzelnen Modell lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

So installieren Nutzer FRITZ!OS 8.50 auf ihrer FRITZ!Box

Bei einem regulären Firmware-Update erfolgt die Installation üblicherweise über die Benutzeroberfläche des Routers. Vor dem Start sollte geprüft werden, ob das Update für das konkrete Modell freigegeben wurde und ob die angezeigte Versionsnummer mit der vorgesehenen Aktualisierung übereinstimmt.

Die grundlegenden Schritte sind:

  1. Einen Browser auf einem Gerät öffnen, das mit dem Heimnetz verbunden ist.
  2. fritz.box oder die lokale Router-IP-Adresse 192.168.178.1 aufrufen.
  3. Die Router-Oberfläche öffnen und den Bereich für Updates beziehungsweise Firmware suchen.
  4. Prüfen, ob FRITZ!OS 8.50 für das Gerät angeboten wird.
  5. Die Installation entsprechend den angezeigten Hinweisen starten.

Während der Aktualisierung kann die Internetverbindung vorübergehend unterbrochen sein. Deshalb sollte das Update nicht unmittelbar vor einer wichtigen Videokonferenz, einem laufenden Online-Spiel oder einer anderen zeitkritischen Nutzung gestartet werden.

Wer Labor-Firmware installieren möchte, sollte zusätzlich berücksichtigen, dass es sich um Vorabversionen handelt. Für Geräte, auf die der Haushalt im Alltag angewiesen ist, kann es sinnvoll sein, zunächst die reguläre Firmware zu verwenden.

FRITZ!OS 8.50 erweitert die Funktionen des Heimnetzes

Mit der Freigabe für die FRITZ!Box 5630 baut Fritz die Verfügbarkeit von FRITZ!OS 8.50 weiter aus. DNS-Filter, automatische Traffic-Priorisierung, eine übersichtlichere MyFRITZ!App sowie zusätzliche Smart-Home- und Telefonfunktionen bilden die wichtigsten Neuerungen. Gleichzeitig liefern neue Labor-Versionen Hinweise darauf, dass weitere Router-Modelle auf die nächste reguläre Softwareversion vorbereitet werden.

Für Nutzer der FRITZ!Box 5630 ist vor allem interessant, dass sich bestimmte Aufgaben im Heimnetz einfacher automatisieren lassen. Werbeblocker auf DNS-Ebene können unerwünschte Verbindungen reduzieren, während die automatische Priorisierung zeitkritische Anwendungen bei hoher Netzwerkauslastung unterstützen soll. Ob und wann andere Router das finale Update erhalten, hängt von der weiteren Verteilung durch den Hersteller ab.