HU vs AU 2026: Unterschied einfach erklärt

HU oder AU? Erfahren Sie, was die Hauptuntersuchung und Abgasuntersuchung unterscheidet, welche Kosten 2026 anfallen und worauf Autofahrer achten müssen.

17 Min lesen
HU vs AU 2026: Unterschied einfach erklärt

Die HU AU Unterschied-Frage sorgt auch 2026 für Verwirrung, obwohl beide Prüfungen bei einem normalen Pkw meist gemeinsam stattfinden. Die Hauptuntersuchung (HU) kontrolliert, ob ein Fahrzeug verkehrssicher und vorschriftsmäßig ist. Die Abgasuntersuchung (AU) konzentriert sich dagegen auf das Motormanagement und die Abgasreinigung. Wer den nächsten TÜV-Termin plant, sollte wissen, warum beide Prüfungen zusammengehören, weshalb die AU trotzdem gesondert bescheinigt werden kann und welche Kosten entstehen, die  monrose.de berichtet.

Der wichtigste Punkt vorweg: Seit dem 1. Januar 2010 ist die AU Bestandteil der HU. Sie ist damit keine vollständig unabhängige Pflichtprüfung mehr, auch wenn Werkstätten und Autofahrer die beiden Abkürzungen weiterhin getrennt verwenden.

Was bedeutet der Unterschied zwischen HU und AU?

HU steht für Hauptuntersuchung, AU für Abgasuntersuchung. Beide verfolgen unterschiedliche Ziele, ergänzen sich aber bei der technischen Kontrolle eines Fahrzeugs. Umgangssprachlich wird häufig von „TÜV“ gesprochen, obwohl damit nicht ausschließlich die Organisation TÜV gemeint ist, sondern meist die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung.

HU vs AU 2026: Unterschied einfach erklärt
HU vs AU 2026: Unterschied einfach erklärt

Die HU prüft den allgemeinen technischen Zustand des Fahrzeugs. Dazu gehören beispielsweise Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Reifen, Fahrwerk, Karosserie und sicherheitsrelevante Bauteile. Die AU untersucht dagegen, ob das Fahrzeug die geltenden Anforderungen an sein Abgasverhalten erfüllt und die dafür vorgesehenen Systeme ordnungsgemäß arbeiten.

MerkmalHauptuntersuchung (HU)Abgasuntersuchung (AU)
HauptzielVerkehrssicherheit und VorschriftsmäßigkeitKontrolle des Abgasverhaltens
PrüfumfangBremsen, Licht, Reifen, Fahrwerk und weitere BauteileAbgaswerte und relevante Motormanagementsysteme
Rechtliche EinordnungGesetzlich vorgeschriebene FahrzeuguntersuchungBestandteil der HU
DurchführungAnerkannte Prüfstelle oder berechtigte PrüfingenieureAnerkannte Prüfstelle oder entsprechend berechtigter Betrieb
ErgebnisGrundlage für die HU-PlaketteEigenständiger Nachweis innerhalb des Prüfverfahrens
Typischer TerminNach Fahrzeugart und vorgeschriebenem IntervallIn der Regel im Rahmen derselben HU

Der Unterschied wird besonders deutlich, wenn ein Auto technisch gut fährt, aber seine Abgaswerte nicht den Anforderungen entsprechen. Ein unauffälliger Motorlauf allein beweist nicht, dass die Abgasreinigung korrekt funktioniert. Umgekehrt kann ein Fahrzeug die AU bestehen und trotzdem wegen verschlissener Bremsen oder beschädigter Fahrwerksteile bei der HU durchfallen.

Die HU beurteilt den technischen Gesamtzustand des Fahrzeugs. Die AU konzentriert sich auf das Abgasverhalten und die zugehörigen Systeme.

Die beiden Prüfungen beantworten somit unterschiedliche Fragen. Zusammen ergeben sie ein umfassenderes Bild davon, ob ein Fahrzeug die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Warum die AU seit 2010 zur HU gehört

Bis Ende 2009 wurde die Abgasuntersuchung als separate Prüfung durchgeführt. Seit dem 1. Januar 2010 ist sie in die Hauptuntersuchung integriert. Dadurch wurden die Abläufe zusammengeführt, ohne dass die Kontrolle der Abgaswerte ihre eigenständige Bedeutung verloren hat.

Die AU kann weiterhin separat in einer dafür anerkannten Werkstatt stattfinden. Das ist beispielsweise praktisch, wenn vor dem eigentlichen HU-Termin ein Problem mit der Abgasreinigung behoben werden soll. Entscheidend ist, dass die Untersuchung den geltenden Vorgaben entspricht und der Nachweis bei der anschließenden HU noch gültig ist.

Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung regelt die Durchführung der Hauptuntersuchung und die Anforderungen an die beteiligten Prüfstellen. Die maßgeblichen Vorschriften finden sich in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung, insbesondere in den Bestimmungen zur HU.

Gibt es noch eine separate AU-Plakette?

Nein. Die frühere sechseckige AU-Plakette wurde abgeschafft. Heute gibt es bei bestandener HU die bekannte runde Prüfplakette am hinteren Kennzeichen. Sie zeigt den Monat und das Jahr an, in dem die nächste Hauptuntersuchung fällig wird.

Die AU wird weiterhin dokumentiert, erhält aber keine eigene Plakette am Kennzeichen. Das erklärt, warum manche Fahrzeughalter auf älteren Fotos oder Unterlagen noch zwei unterschiedliche Prüfzeichen sehen, während bei aktuellen Fahrzeugen nur die HU-Plakette vorhanden ist.

Für den nächsten Termin zählt deshalb nicht eine vermeintliche AU-Plakette, sondern der tatsächliche HU-Fälligkeitstermin und der ordnungsgemäße Nachweis der Abgasuntersuchung.

Was wird bei der HU und AU konkret geprüft?

Der Umfang der Hauptuntersuchung ist deutlich größer als der der Abgasuntersuchung. Bei der HU kontrollieren die Prüfingenieure zahlreiche sicherheitsrelevante Komponenten. Die AU richtet sich dagegen nach dem Motortyp und den jeweils geltenden Prüfverfahren.

HU vs AU 2026: Unterschied einfach erklärt
HU vs AU 2026: Unterschied einfach erklärt

Diese Bereiche umfasst die HU

Bei einem normalen Pkw stehen unter anderem folgende Komponenten auf dem Prüfprogramm:

  • Bremsanlage einschließlich Bremswirkung, Leitungen und Schläuchen
  • Beleuchtung, Blinker, Bremslichter und Kennzeichenbeleuchtung
  • Reifen, Felgen und sichtbare Beschädigungen
  • Lenkung, Fahrwerk und sicherheitsrelevante Bauteile
  • Karosserie, tragende Teile und mögliche Korrosionsschäden
  • Scheiben, Spiegel und Sichtverhältnisse
  • Abgasanlage und weitere relevante Fahrzeugkomponenten

Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Bauteil grundsätzlich vorhanden ist. Auch Zustand, Funktion und mögliche Sicherheitsrisiken spielen eine Rolle. Eine beschädigte Bremsleitung ist beispielsweise anders zu bewerten als eine defekte Kennzeichenleuchte.

Was kontrolliert die AU?

Die Abgasuntersuchung beim Auto prüft, ob das Abgasverhalten den geltenden Anforderungen entspricht. Je nach Fahrzeug werden Messungen am Auspuff durchgeführt und elektronische Daten des Motormanagements ausgewertet.

Zu den relevanten Punkten gehören:

  • Abgaswerte bei den vorgeschriebenen Betriebsbedingungen
  • Funktion und Zustand der Abgasreinigung
  • Relevante Fehler im Motormanagement
  • Vorgeschriebene Messungen entsprechend dem Fahrzeugtyp
  • Auffälligkeiten, die auf eine Störung der emissionsrelevanten Systeme hindeuten

Bei einem Benziner können andere Messverfahren zur Anwendung kommen als bei einem Dieselfahrzeug. Auch Baujahr, Abgasnorm und technische Ausstattung beeinflussen den Prüfablauf.

„Die AU ist seit 2010 Bestandteil der HU.“ Diese rechtliche Einordnung bedeutet nicht, dass bei der Hauptuntersuchung auf die Abgasprüfung verzichtet werden darf.

Ein häufiges Missverständnis betrifft die Motorkontrollleuchte. Leuchtet sie dauerhaft, sollte die Ursache vor dem Termin diagnostiziert werden. Ein bloßes Löschen des Fehlerspeichers ersetzt keine ordnungsgemäße Reparatur und garantiert kein bestandenes Prüfergebnis.

HU und AU 2026: Fristen für Pkw und andere Fahrzeuge

Für einen gewöhnlichen Pkw gilt in Deutschland grundsätzlich ein klarer Rhythmus. Die erste HU wird drei Jahre nach der Erstzulassung fällig, anschließend erfolgt die Untersuchung in der Regel alle zwei Jahre. Da die AU zur HU gehört, orientiert sich ihr regulärer Termin am selben Intervall.

Für andere Fahrzeugarten können abweichende Fristen gelten. Maßgeblich sind die Fahrzeugklasse, die Nutzung und gegebenenfalls besondere gesetzliche Vorgaben.

FahrzeugartTypisches HU-IntervallBesonderheit
Neuer PkwErste HU nach 3 JahrenDanach in der Regel alle 2 Jahre
Gebrauchter Pkw nach der ersten HUAlle 2 JahreAU grundsätzlich eingeschlossen
MotorradIn der Regel alle 2 JahrePrüfumfang abhängig von der Fahrzeugart
Pkw-AnhängerAbhängig von Fahrzeugklasse und ZulassungGewicht und Ausführung beachten
Bestimmte gewerblich genutzte FahrzeugeTeilweise kürzere IntervalleSondervorschriften können gelten

Diese Tabelle zeigt die typischen Intervalle, ersetzt jedoch nicht die Prüfung der individuellen Fahrzeugklasse. Insbesondere bei gewerblich genutzten Fahrzeugen und bestimmten Nutzfahrzeugen können andere Anforderungen gelten.

Wie lässt sich der HU-Termin ablesen?

Die runde HU-Plakette am hinteren Kennzeichen enthält zwei entscheidende Angaben. Die Zahl in der Mitte bezeichnet das Jahr, die Zahl am oberen Rand den Monat der nächsten fälligen Untersuchung.

Steht oben beispielsweise die Zahl 10 und in der Mitte 26, ist die HU im Oktober 2026 fällig. Die Untersuchung muss bis zum Ende dieses Monats erfolgen. Ab November ist der Termin überschritten.

Wer weitere Informationen zu Gebühren, Terminplanung und Vorbereitung benötigt, findet im Monrose-Ratgeber TÜV 2026: Kosten, Termine und Tipps ergänzende Hinweise.

Auch die Frist nach einer nicht bestandenen Untersuchung ist relevant. Bei erheblichen Mängeln muss das Fahrzeug grundsätzlich innerhalb eines Monats zur Nachprüfung vorgestellt werden. Bei als verkehrsunsicher eingestuften Fahrzeugen gelten strengere Konsequenzen, die eine Weiterfahrt ausschließen können.

Was kosten HU und AU im Jahr 2026?

Die HU AU Kosten 2026 hängen unter anderem vom Bundesland, der Fahrzeugklasse und der Prüforganisation ab. Für einen normalen Pkw mit Verbrennungsmotor liegt die kombinierte Untersuchung bei vielen Prüfstellen ungefähr im Bereich von 160 bis 166 Euro. Das ist ein Richtwert und kein bundesweit einheitlicher Festpreis.

Die Gebühren können sich regional unterscheiden. Auch zusätzliche Prüfungen, Reparaturen oder eine Nachuntersuchung verändern den Gesamtbetrag. Bei Elektroautos entfällt die klassische Abgasuntersuchung für Verbrennungsmotoren, die gesetzlich vorgeschriebene HU bleibt jedoch bestehen.

Beispiel für Gebühren bei TÜV SÜD

Die veröffentlichten Entgelte von TÜV SÜD für 2026 zeigen, wie sich die Kosten nach Fahrzeugart unterscheiden. In Baden-Württemberg kostet die HU für einen mehrspurigen Pkw bis 3,5 Tonnen 63,30 Euro, während die HU inklusive AU mit Abgasmessung am Auspuffendrohr mit 163 Euro ausgewiesen wird. Die tatsächlichen Preise hängen von der jeweiligen Prüfstelle und dem Bundesland ab.

Untersuchung bei TÜV SÜD in Baden-WürttembergGebühr 2026
HU für mehrspurige Kraftfahrzeuge bis 3,5 t63,30 €
HU inklusive AU für mehrspurige Kraftfahrzeuge bis 3,5 t163,00 €
HU inklusive AU für Motorräder75,10 €
HU für Motorräder47,40 €

Die Werte gelten laut veröffentlichtem Gebührenverzeichnis ab dem 1. Januar 2026. Sie sind ein konkretes regionales Beispiel und nicht auf jede Prüfstelle in Deutschland übertragbar.

Die offizielle Gebührenübersicht von TÜV SÜD für HU und AU 2026 enthält weitere Angaben nach Bundesland und Fahrzeugklasse.

Warum die Rechnung höher ausfallen kann

Die reine Prüfgebühr ist nicht mit den gesamten Kosten eines Werkstattbesuchs gleichzusetzen. Werden erhebliche Mängel festgestellt, kommen Reparaturkosten und gegebenenfalls Gebühren für die Nachprüfung hinzu.

Typische Kostentreiber sind:

  • verschlissene Bremsbeläge oder beschädigte Bremsscheiben
  • defekte Beleuchtung oder fehlerhafte elektrische Komponenten
  • beschädigte Reifen oder auffällige Fahrwerksteile
  • Störungen der Abgasreinigung
  • fehlende Nachweise für technische Umbauten

Wer die Kosten besser einschätzen möchte, sollte Prüfgebühr und mögliche Reparaturen getrennt betrachten. Bei einem älteren Fahrzeug kann eine notwendige Reparatur deutlich mehr kosten als die HU selbst.

So bereitet man das Auto auf HU und AU vor

Ein kurzer Fahrzeugcheck vor dem Termin kann unnötige Beanstandungen vermeiden. Dabei geht es nicht darum, eine professionelle Untersuchung zu ersetzen, sondern offensichtliche Mängel rechtzeitig zu erkennen.

Die folgende Reihenfolge hilft bei der Vorbereitung:

  1. Fälligkeit kontrollieren. Den Monat auf der HU-Plakette prüfen und rechtzeitig einen Termin vereinbaren.
  2. Beleuchtung testen. Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Bremslichter und Kennzeichenbeleuchtung kontrollieren.
  3. Reifen überprüfen. Auf ausreichende Profiltiefe, sichtbare Schäden und ungleichmäßigen Verschleiß achten.
  4. Warnleuchten ernst nehmen. Eine dauerhaft leuchtende Motorkontrollleuchte oder andere relevante Warnanzeigen vor dem Termin diagnostizieren lassen.
  5. Abgasanlage kontrollieren lassen. Bei ungewöhnlichem Geruch, auffälligem Rauch oder ungewöhnlichen Geräuschen sollte eine Werkstatt die Ursache untersuchen.
  6. Unterlagen bereitlegen. Die Zulassungsbescheinigung Teil I und gegebenenfalls vorhandene Nachweise über technische Änderungen mitnehmen.
  7. Bei Bedarf eine Werkstattprüfung vereinbaren. Besonders bei älteren Fahrzeugen kann eine gezielte Kontrolle von Bremsen, Fahrwerk und Abgasreinigung sinnvoll sein.

Eine gute Vorbereitung ersetzt keine HU, kann aber verhindern, dass vermeidbare Kleinigkeiten den Termin erschweren.

Für Fahrzeuge mit nachgerüsteten Felgen, einem geänderten Fahrwerk oder anderen technischen Umbauten sollten die erforderlichen Genehmigungen und Nachweise vorliegen. Fehlen Dokumente, können zusätzliche Prüfungen oder weiterer Aufwand entstehen.

Wer den Termin bereits verpasst hat, sollte nicht unnötig warten. Im Beitrag TÜV überzogen 2026: Welche Strafen drohen werden die Fristen und möglichen Folgen einer verspäteten Hauptuntersuchung näher erläutert.

Häufige Fehler beim Unterschied zwischen HU und AU

Die meisten Missverständnisse entstehen dadurch, dass beide Begriffe im Alltag unterschiedlich verwendet werden. Einige Autofahrer sprechen ausschließlich vom TÜV, andere buchen ausdrücklich HU und AU und vermuten deshalb, es handele sich immer um zwei getrennte Pflichttermine.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • HU und AU als vollständig getrennte Pflichttermine verstehen. Seit 2010 gehört die AU zur HU, kann aber unter bestimmten Voraussetzungen vorab separat durchgeführt werden.
  • Die AU-Plakette suchen. Eine separate AU-Plakette gibt es nicht mehr.
  • Eine bestandene AU mit einer bestandenen HU gleichsetzen. Gute Abgaswerte sagen nichts über den Zustand von Bremsen, Reifen oder Fahrwerk aus.
  • Die Kosten pauschal ansetzen. Die Gebühren hängen von Region, Prüfstelle und Fahrzeugklasse ab.
  • Warnleuchten ignorieren. Ein auffälliges Motormanagement kann bei der AU relevant werden.
  • Den Termin nach Ablauf der Plakette weiter verschieben. Eine überschrittene Frist kann zusätzliche Kosten und rechtliche Folgen verursachen.
  • Eine Nachprüfung zu spät organisieren. Bei erheblichen Mängeln gilt grundsätzlich eine Frist von einem Monat.

Bei einer nicht bestandenen HU sollte der Untersuchungsbericht sorgfältig gelesen werden. Er dokumentiert die festgestellten Mängel und zeigt, welche Reparaturen für die Nachprüfung erforderlich sind.

Der Ratgeber TÜV durchgefallen: Was nun? erläutert, welche Schritte nach einem negativen Prüfergebnis anstehen und weshalb die Mängelkategorie entscheidend ist.

Häufig gestellte Fragen zu HU und AU

Ist die AU 2026 noch eine separate Prüfung?

Die AU ist seit dem 1. Januar 2010 Bestandteil der HU. Sie kann weiterhin vorab bei einer anerkannten Werkstatt durchgeführt werden, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Der Nachweis muss zum Zeitpunkt der Hauptuntersuchung gültig sein.

Kann ein Auto die AU bestehen und trotzdem durch die HU fallen?

Ja. Die AU kontrolliert das Abgasverhalten und die relevanten emissionsbezogenen Systeme. Bei der HU werden zusätzlich zahlreiche sicherheitsrelevante Fahrzeugteile geprüft. Ein Auto mit einwandfreien Abgaswerten kann deshalb beispielsweise wegen erheblicher Bremsenmängel die HU nicht bestehen.

Wie lange ist eine separat durchgeführte AU gültig?

Nach den einschlägigen Vorgaben darf eine separat durchgeführte AU bei der anschließenden HU grundsätzlich nicht länger als zwei Monate zurückliegen. Die genauen Voraussetzungen richten sich nach den geltenden Prüfbestimmungen. Bei der Terminplanung sollte deshalb ausreichend Zeit zwischen AU und HU vermieden werden.

Was kostet HU inklusive AU 2026?

Bei vielen Prüfstellen kostet die kombinierte Untersuchung eines normalen Pkw mit Verbrennungsmotor ungefähr 160 bis 166 Euro. Die konkrete Gebühr hängt vom Bundesland, der Prüforganisation und dem Fahrzeug ab. Reparaturen und Nachprüfungen können zusätzliche Kosten verursachen.

Müssen Elektroautos ebenfalls zur HU?

Ja. Elektroautos unterliegen ebenfalls der Hauptuntersuchung. Kontrolliert werden unter anderem Bremsen, Reifen, Lenkung, Fahrwerk, Beleuchtung und weitere sicherheitsrelevante Komponenten. Eine klassische AU für den Verbrennungsmotor entfällt, weil ein Elektroauto keinen solchen Motor besitzt.

Was passiert, wenn die HU nicht bestanden wird?

Bei erheblichen Mängeln wird keine neue Prüfplakette erteilt. Das Fahrzeug muss repariert und grundsätzlich innerhalb eines Monats zur Nachprüfung vorgestellt werden. Wird es als verkehrsunsicher eingestuft, ist die Weiterfahrt auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt.

Für den nächsten Termin genügt es, zunächst den HU-Monat zu prüfen, offensichtliche Mängel beheben zu lassen und die erforderlichen Unterlagen bereitzulegen. Bei Auffälligkeiten an Motor oder Abgasanlage empfiehlt sich eine frühzeitige Diagnose, damit die AU nicht an einem vermeidbaren technischen Problem scheitert.