Der Smart #2 feiert sein Comeback als kompakter Elektro-Zweisitzer. Das neue Modell knüpft an die Tradition des Fortwo an und verbindet dessen besonders kurze Karosserie mit einer größeren Batterie, einer überarbeiteten Innenausstattung und moderner Ladetechnik. Auf dem Pariser Autosalon wurde das Fahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert. Der Verkaufsstart in Deutschland ist für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen, die monrose.de berichtet mit adac.de.
Mit einer Länge von nur 2,75 Metern bleibt der neue Smart #2 auf den Stadtverkehr zugeschnitten. Gleichzeitig verspricht der Hersteller technische Verbesserungen, die den elektrischen Kleinstwagen im Alltag vielseitiger machen sollen. Eine Batterie mit 35,8 kWh Kapazität soll nach WLTP bis zu 290 Kilometer Reichweite ermöglichen. Der Einstiegspreis liegt bei 19.990 Euro.
Der Smart #2 soll vor allem dort überzeugen, wo größere Autos an ihre Grenzen stoßen. Kurze Wege, enge Straßen und knappe Parkplätze gehören zu seinem bevorzugten Einsatzgebiet. Die technische Weiterentwicklung soll dafür sorgen, dass der kleine Stromer weniger Kompromisse verlangt als seine Vorgänger.
Smart #2 als Nachfolger des Fortwo
Seit 1998 steht der Smart Fortwo für ein ungewöhnliches Fahrzeugkonzept: zwei Sitzplätze, eine sehr kurze Karosserie und ein Wendekreis, der das Rangieren in engen Straßen erleichtert. Besonders in dicht bebauten Städten entwickelte sich das Modell zu einer Alternative für Menschen, die kein großes Auto benötigen, aber trotzdem unabhängig unterwegs sein möchten.
Nach einer zweijährigen Pause kehrt dieses Konzept nun unter einer neuen Modellbezeichnung zurück. Der Smart #2 soll die ursprüngliche Idee der Marke wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Während die größeren Modelle Smart #1, #3 und #5 unterschiedliche Fahrzeugklassen bedienen, konzentriert sich der Zweisitzer auf möglichst geringe Außenmaße und eine hohe Alltagstauglichkeit im urbanen Verkehr.

Optisch bleibt die Verwandtschaft zum Fortwo deutlich erkennbar. Die Karosserie erhält eine modernisierte Front, rundlich gestaltete Heckleuchten und einen insgesamt kräftigeren Auftritt. Kurze Überhänge vorne und hinten sorgen dafür, dass die Fahrzeuglänge nahezu vollständig dem nutzbaren Innenraum und den technischen Komponenten zugutekommt.
Der Smart #2 misst 2,75 Meter und ist damit lediglich fünf Zentimeter länger als sein Vorgänger. Diese geringe Zunahme dürfte im Alltag kaum ins Gewicht fallen. Bei der Parkplatzsuche zählt weiterhin jeder Zentimeter, insbesondere in dicht besiedelten deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln.
„Knuffig wie eh und je“: So beschreibt ADAC-Redakteur Jochen Wieler den Charakter des neuen Modells in seinem Fahrbericht.
Die Gestaltung bleibt damit bewusst eigenständig. Der Smart #2 soll nicht wie ein verkleinertes gewöhnliches Elektroauto wirken, sondern das kompakte Fortwo-Konzept in einer zeitgemäßen Form fortsetzen.
Innenraum des Smart #2 wird hochwertiger
Auch im Innenraum setzt Smart auf eine deutlich überarbeitete Gestaltung. Die früher teilweise einfache Materialanmutung soll einer wohnlicheren Atmosphäre weichen. Gepolsterte Oberflächen, Bezüge in Kunstlederoptik und alternative Stoffmaterialien verleihen dem Cockpit einen hochwertigeren Eindruck.
Zu den auffälligen Details gehören runde Lüftungsdüsen im Turbinenstil und ein schmales Display hinter dem Lenkrad. Es zeigt die wichtigsten Fahrinformationen an, während ein zentraler Touchscreen weitere Funktionen bündelt. Einige physische Tasten bleiben erhalten, was die Bedienung im Alltag erleichtern könnte.
Ob die Menüführung tatsächlich übersichtlicher ausfällt, lässt sich anhand der bislang beschriebenen Präsentationsversion noch nicht abschließend beurteilen. Gerade bei kleinen Stadtfahrzeugen ist eine intuitive Bedienung entscheidend, weil häufige kurze Fahrten und Rangiermanöver möglichst wenig Ablenkung verursachen sollten.
Die Sitze wurden ebenfalls überarbeitet. Nach den Eindrücken aus der Fahrzeugpräsentation bieten sie einen bequemeren Eindruck als bei früheren Generationen. Zwischen den Sitzen befinden sich praktische Ablagen. Da ein klassischer Mitteltunnel und ein herkömmlicher Schalthebel fehlen, wirkt der Bereich zwischen Fahrer und Beifahrer offener.
Ein kleines Auto muss nicht automatisch einen spartanischen Innenraum haben. Gerade bei einem Fahrzeug, das häufig im Berufsverkehr und für tägliche Besorgungen eingesetzt wird, zählen bequeme Sitze und gut erreichbare Bedienelemente. Entscheidend wird sein, wie überzeugend sich diese Details im regulären Fahrbetrieb bewähren.
Zweigeteilte Heckklappe bleibt erhalten
Ein charakteristisches Merkmal des Fortwo kehrt beim Smart #2 zurück: die zweigeteilte Heckklappe. Der obere, verglaste Teil lässt sich separat öffnen. So können kleinere Gegenstände eingeladen werden, ohne dass die gesamte Heckklappe nach unten geklappt werden muss.
Das ist besonders hilfreich, wenn ein anderes Fahrzeug dicht hinter dem Smart parkt. Der untere Teil öffnet wie bei den Vorgängern nach unten und kann zugleich als Ablagefläche dienen. Die Konstruktion gehört zu jenen praktischen Details, die sich aus den kompakten Abmessungen des Fahrzeugs ergeben.
Das Kofferraumvolumen beträgt 305 Liter. Für Einkäufe, Taschen und kleinere Gepäckstücke ist das eine brauchbare Größe, auch wenn der Smart #2 weiterhin kein Ersatz für einen klassischen Familienwagen mit großem Gepäckraum ist.
Technische Daten und Reichweite des Smart #2
Die größte Veränderung betrifft den elektrischen Antrieb und die Batterie. Während der letzte elektrische Fortwo mit einem 17,6-kWh-Akku nur auf eine vergleichsweise geringe Reichweite kam, erhält der Smart #2 eine Batterie mit 35,8 kWh Kapazität.
Nach den veröffentlichten Angaben soll das für bis zu 290 Kilometer nach WLTP reichen. Damit verbessert sich die rechnerische Reichweite deutlich. Im tatsächlichen Betrieb hängt sie allerdings unter anderem von Außentemperatur, Geschwindigkeit, Heizungsnutzung und Fahrstil ab.
Die wichtigsten bislang genannten technischen Daten im Überblick:
| Merkmal | Smart #2 |
|---|---|
| Fahrzeuglänge | 2,75 Meter |
| Sitzplätze | 2 |
| Batterie | 35,8 kWh |
| WLTP-Reichweite | bis zu 290 Kilometer |
| Elektromotor | 60 kW |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h |
| Beschleunigung von 0 auf 100 km/h | 11,6 Sekunden |
| Schnellladen über CCS | bis zu 65 kW |
| Ladezeit von 10 auf 80 Prozent | rund 20 Minuten |
| Kofferraumvolumen | 305 Liter |
| Wendekreis | unter 7 Meter |
Die angegebenen Werte machen deutlich, dass der Smart #2 in erster Linie für kurze und mittlere Strecken konzipiert ist. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h kann er grundsätzlich auch auf Autobahnen eingesetzt werden. Die Beschleunigung auf 100 km/h in 11,6 Sekunden reicht für typische Anforderungen im Stadtverkehr und auf Landstraßen aus.
Bei längeren Autobahnfahrten fällt die Reichweite voraussichtlich geringer aus als im WLTP-Zyklus. Bei höherem Tempo steigt der Energieverbrauch, sodass die theoretischen 290 Kilometer nicht ohne Weiteres auf schnelle Überlandfahrten übertragen werden können.
Der technische Fortschritt zeigt sich vor allem in der Kombination aus größerer Batterie, höherer Höchstgeschwindigkeit und einer Schnellladefunktion. Der Smart bleibt dennoch ein Stadtauto und kein ausgewiesener Langstreckenwagen.
Wie alltagstauglich ist die neue Batterie?
Für Pendler, die täglich überschaubare Strecken zurücklegen, könnte die größere Batterie einen spürbaren Vorteil bieten. Wer beispielsweise hauptsächlich zwischen Wohnung, Arbeitsplatz, Supermarkt und Freizeitaktivitäten unterwegs ist, dürfte mit einer einzigen Ladung mehrere Tage auskommen können. Die tatsächliche Zahl der möglichen Fahrten hängt von der täglichen Kilometerleistung und den Einsatzbedingungen ab.
Für längere Reisen ist eine genauere Planung erforderlich. Bei einer Autobahnfahrt über mehrere hundert Kilometer können zusätzliche Ladestopps notwendig werden. Die CCS-Schnellladefunktion soll dabei helfen, die Standzeiten zu begrenzen.

Mit einer Ladeleistung von bis zu 65 kW fällt die Spitzenleistung zwar niedriger aus als bei vielen größeren Elektroautos. Smart gibt jedoch eine Ladezeit von rund 20 Minuten für den Bereich zwischen 10 und 80 Prozent an. Ob dieser Wert unter unterschiedlichen Temperaturen und an verschiedenen Ladesäulen erreicht wird, hängt von den jeweiligen Ladebedingungen ab.
Smart #2 laden: Unterschiede zwischen Pure und Pure+
Neben der Batterie ist die Ladeleistung beim Kauf ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Die Basisversion Pure kann Wechselstrom mit bis zu 7,4 kW aufnehmen. Wer eine höhere AC-Ladeleistung von 11 kW nutzen möchte, muss zur Variante Pure+ greifen.
Der Aufpreis beträgt laut den genannten Preisinformationen 1.000 Euro. Zusätzlich gehört bei dieser Ausstattung ein beheizbarer Fahrersitz zur Serienausstattung. Für den Beifahrer ist diese Funktion in der beschriebenen Konfiguration dagegen nicht vorgesehen.
Der Unterschied ist im Alltag relevant, weil viele Elektroautos regelmäßig an einer privaten Wallbox oder an öffentlichen AC-Ladepunkten geladen werden. Eine höhere Ladeleistung kann die Standzeit verkürzen, sofern die jeweilige Ladestation ausreichend Leistung bereitstellt.
Die maximale Ladeleistung allein entscheidet nicht darüber, wie schnell ein Elektroauto wieder einsatzbereit ist. Auch die verfügbare Infrastruktur und die tatsächliche Ladeleistung während des gesamten Vorgangs spielen eine Rolle. Für die Auswahl der passenden Ausstattung zählt deshalb das persönliche Ladeprofil.
Die Schnellladefunktion über CCS ergänzt die AC-Ladung. Damit stehen grundsätzlich zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung: das langsamere Laden im Alltag und das schnellere Nachladen unterwegs.
Preise und Ausstattung des Smart #2 in Deutschland
Der Einstiegspreis des neuen Smart #2 liegt bei 19.990 Euro. Smart plant vier Ausstattungslinien: Pure, Pure+, Premium und Couture Edition. Die Unterschiede betreffen unter anderem die Ladeausstattung, Komfortmerkmale und die verfügbaren Farben.
Die Basisversion Pure richtet sich vor allem an Käufer, die ein möglichst preisgünstiges Elektroauto für den Stadtverkehr suchen. Wer eine AC-Ladeleistung von 11 kW und einen beheizbaren Fahrersitz möchte, muss mindestens 1.000 Euro zusätzlich für den Pure+ einplanen.
Bei den Farben gibt es ebenfalls Unterschiede. Für Pure und Pure+ sind nach den vorliegenden Angaben vor allem Weiß, Schwarz und Grau vorgesehen. Auffälligere Lackierungen wie Gelb, Gold oder Rot sind der höher positionierten Premium-Ausführung vorbehalten.
Die folgende Übersicht zeigt die bislang genannten Preise und Ausstattungsunterschiede:
| Ausstattung | Preis | Genannte Merkmale |
|---|---|---|
| Pure | ab 19.990 Euro | AC-Laden mit 7,4 kW |
| Pure+ | ab 20.990 Euro | AC-Laden mit 11 kW, beheizbarer Fahrersitz |
| Premium | ab 24.490 Euro | Erweiterte Farbauswahl, darunter auffällige Lackierungen |
| Couture Edition | [Preis уточнить] | Preis und genaue Ausstattung noch zu bestätigen |
Für die Couture Edition liegt in den genannten Angaben kein bestätigter Preis vor. Auch die vollständige Ausstattung aller vier Varianten lässt sich anhand der bisher verfügbaren Informationen nicht abschließend vergleichen.
Beim Kauf wird daher nicht allein der Grundpreis entscheidend sein. Relevant sind auch die gewünschte Ladeleistung, die Komfortausstattung und mögliche Aufpreise für Farben oder zusätzliche Optionen. Wer das Auto überwiegend in der Stadt nutzt und zu Hause laden kann, wird andere Prioritäten setzen als jemand, der regelmäßig öffentliche Ladepunkte verwendet.
Wann kommt der neue Smart #2 auf den Markt?
Der Verkaufsstart des Smart #2 in Deutschland ist für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen. Damit positioniert Smart das Fahrzeug für den Übergang in das neue Modelljahr. Ein genauer Termin für den Beginn der Auslieferungen ist in den vorliegenden Angaben noch nicht genannt.
Für Interessenten sind neben dem Verkaufsstart vor allem die Verfügbarkeit der einzelnen Ausstattungslinien und die endgültigen Bestellbedingungen relevant. Auch die Lieferzeiten können beeinflussen, wann das Fahrzeug tatsächlich im Alltag eingesetzt werden kann.
Noch offen sind außerdem mögliche weitere Karosserievarianten. Dazu zählen eine Version mit Faltdach und die Frage, ob Smart das Konzept später um ein zusätzliches Modell mit vier Sitzplätzen erweitern wird. Eine konkrete Bestätigung für solche Varianten liegt bislang nicht vor.
Der Smart #2 soll zunächst vor allem die Rolle des kompakten Zweisitzers übernehmen. Sein Einsatzgebiet bleibt damit klar umrissen: kurze Wege, begrenzte Parkflächen und ein Alltag, in dem Wendigkeit wichtiger ist als maximale Transportkapazität.
Für wen lohnt sich der Smart #2?
Das Fahrzeug richtet sich vor allem an Stadtbewohner, Pendler und Haushalte, die ein kleines Elektroauto als Zweitwagen suchen. Die kompakten Abmessungen und der Wendekreis von weniger als sieben Metern sind Vorteile beim Parken und Rangieren. Gleichzeitig ermöglichen die Batterie mit 35,8 kWh und die angegebene Reichweite von bis zu 290 Kilometern eine größere Flexibilität als beim früheren elektrischen Fortwo.
Vor allem diese Einsatzbereiche passen zum Konzept:
- Tägliche Fahrten zur Arbeit innerhalb der Stadt oder im nahen Umland.
- Einkäufe und kurze Besorgungen mit begrenztem Gepäck.
- Fahrten zu Parkplätzen, an denen größere Fahrzeuge Schwierigkeiten haben.
- Nutzung als Zweitwagen für Haushalte mit einem zusätzlichen Langstreckenfahrzeug.
- Regelmäßige Kurzstrecken mit der Möglichkeit, zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden.
Weniger geeignet ist das Modell für Haushalte, die regelmäßig vier oder fünf Personen transportieren müssen. Auch bei häufigen Autobahnfahrten über große Entfernungen bieten größere Elektroautos mit mehr Platz und höheren Reichweiten deutliche Vorteile.
Der Smart #2 setzt nicht auf möglichst viel Fahrzeug für möglichst viele Aufgaben. Seine Stärken liegen in der kompakten Bauweise, der elektrischen Alltagstauglichkeit und den praktischen Details für enge Parklücken. Ob das Gesamtpaket überzeugt, hängt deshalb stark vom persönlichen Einsatzprofil ab.
Mit einem Einstiegspreis von 19.990 Euro bleibt der neue Smart zudem in einem Preisbereich, in dem Käufer die Anschaffungskosten genau mit anderen Elektro-Kleinwagen vergleichen dürften. Entscheidend werden dabei nicht nur Reichweite und Motorleistung sein, sondern auch die tatsächliche Serienausstattung, die Ladebedingungen und der Liefertermin.
Der Smart #2 führt das Fortwo-Konzept mit modernerer Technik und einem deutlich größeren Akku fort. Die wichtigsten Eckdaten stehen mit 2,75 Metern Länge, 35,8 kWh Batteriekapazität und bis zu 290 Kilometern WLTP-Reichweite bereits fest. Mit dem geplanten Marktstart zum Jahreswechsel 2026/2027 rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die vier Ausstattungslinien im deutschen Handel positionieren und welche Variante für den täglichen Stadtverkehr das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.