Die Deutsche Telekom hat zum 1. Oktober 2026 die Preise für mehrere Internet- und Fernsehangebote angepasst. Betroffen sind neue Verträge für DSL und Glasfaser sowie das Streaming-Paket MagentaTV Smart-Stream. Je nach Tarifkombination zahlen Kunden monatlich bis zu fünf Euro mehr. Für Verbraucher stellt sich damit die Frage, welche Angebote teurer geworden sind und ob sich die Änderungen auch auf bereits bestehende Verträge auswirken, die monrose.de berichtet mit pcgameshardware.de.
MagentaTV Smart-Stream kostet jetzt 20 Euro im Monat
Die deutlichste Preisanpassung betrifft MagentaTV Smart-Stream. Der monatliche Preis steigt von bisher 17 Euro auf 20 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von drei Euro beziehungsweise rund 17,6 Prozent.
Das Paket verbindet das Fernsehangebot der Telekom mit zusätzlichen Streaming-Leistungen. Dazu gehören RTL+ Premium sowie werbefinanzierte Basisangebote von Netflix und Disney+. Der Dienst lässt sich auch ohne einen Internetanschluss der Telekom nutzen.
Wer das Angebot bereits abonniert hat oder einen Neuabschluss plant, sollte deshalb die monatlichen Kosten genau vergleichen. Auf zwölf Monate gerechnet summiert sich die Erhöhung auf 36 Euro, sofern der höhere Preis während des gesamten Zeitraums anfällt.
Nicht alle MagentaTV-Angebote werden teurer. Die Tarife MagentaTV Smart und MagentaTV Mega-Stream behalten ihre bisherigen monatlichen Preise von 11 beziehungsweise 30 Euro.
Die Preisänderung betrifft damit nicht das gesamte Fernsehangebot der Telekom. Entscheidend ist, welches konkrete Paket gebucht wird und ob es mit einem Internetanschluss kombiniert ist.

DSL und Glasfaser kosten ebenfalls mehr
Neben dem Streaming-Paket passt die Telekom auch die Preise verschiedener Internetanschlüsse an. Bei den regulären Magenta-Zuhause-DSL-Tarifen steigt die monatliche Grundgebühr um einen Euro. Für Magenta Zuhause XXL Hybrid und die Glasfasertarife werden jeweils zwei Euro zusätzlich pro Monat fällig.
Besonders deutlich fällt die Mehrbelastung aus, wenn Kunden einen Internetanschluss mit MagentaTV Smart-Stream kombinieren. Je nach Anschlussart erhöht sich die monatliche Rechnung um vier oder fünf Euro.
| Tarif oder Kombination | Preisänderung pro Monat | Zusätzliche Kosten pro Jahr |
|---|---|---|
| MagentaTV Smart-Stream | +3 € | +36 € |
| Magenta Zuhause DSL | +1 € | +12 € |
| Magenta Zuhause XXL Hybrid | +2 € | +24 € |
| Glasfaseranschluss | +2 € | +24 € |
| DSL mit Smart-Stream | +4 € | +48 € |
| Glasfaser mit Smart-Stream | +5 € | +60 € |
Die Jahresbeträge ergeben sich aus der jeweiligen monatlichen Preisdifferenz multipliziert mit zwölf. Sie dienen dem direkten Vergleich der Tarife und berücksichtigen keine möglichen Rabatte oder Aktionspreise.
Für Haushalte, die mehrere Telekom-Leistungen nutzen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Gesamtrechnung. Eine einzeln überschaubare Erhöhung kann sich bemerkbar machen, wenn Internet und Streaming gemeinsam abgerechnet werden.
Welche Telekom-Tarife von der Preiserhöhung betroffen sind
Die Änderungen betreffen ausgewählte Angebote und nicht pauschal sämtliche Verträge des Unternehmens. Für Kunden ist deshalb die Unterscheidung zwischen dem gebuchten Tarif und dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses entscheidend.
Von den angekündigten Anpassungen sind insbesondere folgende Angebote betroffen:
- MagentaTV Smart-Stream mit einem neuen Monatspreis von 20 Euro;
- reguläre Magenta-Zuhause-DSL-Tarife mit einem monatlichen Aufschlag von einem Euro;
- Magenta Zuhause XXL Hybrid mit zwei Euro zusätzlichen Kosten im Monat;
- Glasfaseranschlüsse mit einer Erhöhung der monatlichen Grundgebühr um zwei Euro;
- Kombinationen aus Internetanschluss und MagentaTV Smart-Stream mit insgesamt vier bis fünf Euro Mehrkosten monatlich.
Die Tarife MagentaTV Smart und MagentaTV Mega-Stream bleiben nach den vorliegenden Angaben preislich unverändert. Für Verbraucher bedeutet das, dass sich ein Vergleich der verfügbaren Pakete lohnen kann, wenn ohnehin ein Wechsel oder eine Anpassung des Streaming-Angebots geplant ist.
Müssen Bestandskunden ebenfalls mehr bezahlen?
Nach den veröffentlichten Angaben gelten die neuen Preise zunächst für Neuabschlüsse, Tarifwechsel und Vertragsverlängerungen. Kunden, die ihren bestehenden Vertrag unverändert fortführen, behalten vorerst ihre bisherigen Konditionen.
Das betrifft auch bereits abgeschlossene Glasfaserverträge, bei denen der Anschluss noch nicht aktiviert wurde. Allein die spätere Freischaltung führt nach den genannten Angaben nicht automatisch dazu, dass die neuen Preise gelten.
Wer allerdings seinen Vertrag verlängert oder in einen anderen Tarif wechselt, sollte die Preisbedingungen vor dem Abschluss genau prüfen. Entscheidend ist, welche Konditionen für den konkreten Vertrag vereinbart werden.
Auch bei Angeboten mit vergünstigten Einstiegspreisen lohnt sich ein Blick auf die Vertragsunterlagen. Der monatliche Preis während einer Aktionsphase kann von der späteren regulären Grundgebühr abweichen. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten deshalb nicht nur die ersten Monate, sondern die Kosten über den gesamten betrachteten Zeitraum berücksichtigt werden.

Neukundenangebote können den Preisvergleich verändern
Trotz der Preiserhöhungen können zeitlich begrenzte Aktionen für Neukunden weiterhin eine Rolle spielen. Nach den vorliegenden Angaben lassen sich aktuelle Aktionsangebote noch bis zum 1. Februar 2027 verlängern.
Ob ein solches Angebot günstiger ist als ein anderer Tarif, hängt von den konkreten Bedingungen ab. Dazu zählen der Aktionspreis, die Dauer der Vergünstigung und die anschließend geltende monatliche Grundgebühr.
Vor einem Vertragsabschluss sollten Verbraucher deshalb mehrere Punkte vergleichen:
- den monatlichen Preis während einer möglichen Rabattphase;
- die reguläre Grundgebühr nach Ende der Aktion;
- die Mindestvertragslaufzeit und mögliche Kündigungsfristen;
- die enthaltenen Streaming-Dienste und deren jeweilige Leistungsumfänge;
- die Gesamtkosten über zwölf oder 24 Monate.
Gerade bei Streaming-Paketen ist außerdem relevant, welche Dienste tatsächlich genutzt werden. Ein günstiger wirkendes Gesamtpaket bietet nicht automatisch einen finanziellen Vorteil, wenn enthaltene Zusatzangebote im Alltag kaum Verwendung finden.
Lohnt sich ein Wechsel bei höheren Preisen?
Ob ein anderer Tarif oder Anbieter günstiger ist, lässt sich nicht allein anhand der angekündigten Preiserhöhung beurteilen. Internetgeschwindigkeit, Verfügbarkeit am Wohnort, Vertragslaufzeit und enthaltene Zusatzleistungen spielen ebenfalls eine Rolle.
Wer hauptsächlich einen Internetanschluss benötigt, sollte prüfen, ob ein Tarif ohne zusätzliche Streaming-Dienste besser zu den eigenen Anforderungen passt. Haushalte, die mehrere enthaltene Angebote regelmäßig nutzen, sollten dagegen den Gesamtpreis mit den Kosten einzelner Abonnements vergleichen.
Auch die Unterschiede zwischen DSL, Hybrid und Glasfaser sind bei der Entscheidung relevant. Ein günstigerer monatlicher Preis ist nur dann sinnvoll, wenn die technische Leistung für den jeweiligen Haushalt ausreicht und die gewünschte Verbindung am Standort verfügbar ist.
Bei einem geplanten Wechsel sollten Kunden zunächst die bestehenden Vertragsbedingungen prüfen und anschließend die tatsächlichen Gesamtkosten alternativer Angebote gegenüberstellen. Dabei ist es sinnvoll, mögliche Rabatte getrennt von den regulären Monatspreisen zu betrachten.
Was Telekom-Kunden jetzt beachten sollten
Die seit dem 1. Oktober 2026 geltenden Anpassungen verteuern ausgewählte Internet- und Streaming-Angebote der Telekom. MagentaTV Smart-Stream kostet drei Euro mehr im Monat, während DSL- und Glasfasertarife je nach Angebot um einen oder zwei Euro steigen. Bei einer Kombination aus Glasfaser und Smart-Stream beträgt die zusätzliche Belastung bis zu 60 Euro im Jahr.
Für bestehende Verträge gelten nach den vorliegenden Angaben zunächst weiterhin die vereinbarten Konditionen, solange sie unverändert fortgeführt werden. Bei Neuabschlüssen, Tarifwechseln und Vertragsverlängerungen sollten die aktuellen Preise und Aktionsbedingungen dagegen genau geprüft werden.
Wer seine monatlichen Telekom-Ausgaben senken möchte, sollte zunächst die eigene Rechnung und den tatsächlichen Leistungsbedarf vergleichen. Erst danach lässt sich entscheiden, ob der bisherige Tarif weiterhin passt oder ein anderes Angebot langfristig günstiger ist.