Das FritzOS 8.40 Update ist in einer experimentellen Labor-Version für zahlreiche Router, Repeater und Mesh-Geräte verfügbar. Der Hersteller erweitert damit den Kreis der Geräte, auf denen neue Funktionen vor der regulären Veröffentlichung getestet werden können. Zu den unterstützten Modellen gehören unter anderem die Fritzbox 5690 Pro, die Fritzbox 7690 und die Fritzbox 7590 AX, die monrose.de berichtet mit t3n.de.
Die Aktualisierung bringt je nach Gerät unterschiedliche Neuerungen. Dazu zählen zusätzliche Möglichkeiten für Smart-Home-Automatisierungen, eine verbesserte Priorisierung von Internetverbindungen, neue Funktionen für Videokonferenzen und Anpassungen bei der Telefonie. Allerdings handelt es sich noch nicht um die endgültige Softwareversion. Wer auf eine dauerhaft zuverlässige Internetverbindung angewiesen ist, sollte deshalb vor der Installation die möglichen Risiken einer Beta-Version berücksichtigen.
FritzOS 8.40 Labor: Diese Geräte erhalten das Update
Mit der neuen Labor-Version erweitert Fritz den bisherigen Testlauf auf weitere Modelle. Die Software richtet sich an Nutzer, die neue Funktionen vor der offiziellen Freigabe ausprobieren und Rückmeldungen zur Entwicklung geben möchten.
Die Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Gerät ab. Nicht jede Fritzbox erhält dieselben Funktionen, und auch die Neuerungen innerhalb der Software können sich je nach Hardware unterscheiden.
Nach den vorliegenden Angaben ist die Labor-Version für folgende Geräte vorgesehen:
Fritzbox-Router
- Fritzbox 4050
- Fritzbox 4630
- Fritzbox 4690
- Fritzbox 5590 Fiber
- Fritzbox 5690 Pro
- Fritzbox 5690 XGS
- Fritzbox 6660
- Fritzbox 6670
- Fritzbox 6690
- Fritzbox 6690 Pro
- Fritzbox 6850 5G
- Fritzbox 6850 5G V2
- Fritzbox 6850 4G
- Fritzbox 6850 LTE
- Fritzbox 7510
- Fritzbox 7530 AX
- Fritzbox 7590
- Fritzbox 7590 AX
- Fritzbox 7620
- Fritzbox 7630
- Fritzbox 7690
Fritz-Repeater und Mesh-Geräte
- Fritz-Repeater 6000
- Fritz-Repeater 3000 AX
- Fritz-Repeater 1200 AX
- Fritz-Mesh-Set 1600
Damit umfasst die genannte Geräteliste unterschiedliche Produktklassen. Sie reicht von DSL-Routern über Glasfasergeräte bis hin zu Modellen mit Mobilfunkanbindung und WLAN-Repeatern.
Die Aufnahme in das Laborprogramm bedeutet nicht, dass jedes Gerät sämtliche Neuerungen erhält. Welche Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Modell und dem dafür vorgesehenen Softwarestand ab.
Welche Neuerungen bringt FritzOS 8.40?
Das Update ist kein einheitliches Funktionspaket, das auf allen Geräten identisch aussieht. Einige Router erhalten gezielte Erweiterungen für das Smart Home, während andere zusätzliche Einstellungen für die Internetverbindung, Telefonie oder Netzwerkverwaltung bekommen.
Besonders umfangreich fallen die beschriebenen Änderungen bei der Fritzbox 7590 AX aus. Das Modell soll unter anderem eine neue Funktion zur Priorisierung von Internetverbindungen erhalten. Außerdem werden Verbesserungen für den Wechsel von DSL auf Glasfaser und die Erkennung von Videokonferenzen genannt.
Die wichtigsten Neuerungen lassen sich in mehrere Bereiche einteilen:
- Netzwerkverwaltung und automatische Priorisierung
- Erkennung und bevorzugte Behandlung von Videokonferenzen
- Erweiterte Regeln für Smart-Home-Automatisierungen
- Neue Möglichkeiten für Notfallkontakte und Telefonie
- Verbesserungen bei der Einrichtung eines Glasfaseranschlusses
Welche dieser Funktionen mit einem konkreten Gerät verfügbar sind, sollte anhand der zugehörigen Versionshinweise geprüft werden.
Fritzbox 7590 AX erhält neue Netzwerkfunktionen
Die Fritzbox 7590 AX gehört zu den Geräten, für die besonders viele Änderungen beschrieben werden. Eine neue Priorisierungsfunktion soll dafür sorgen, dass die Internetverbindung entsprechend den Anforderungen der laufenden Anwendungen verwaltet wird.
Das ist vor allem in Haushalten interessant, in denen mehrere Personen gleichzeitig online sind. Während eine Person an einer Videokonferenz teilnimmt, kann eine andere große Dateien herunterladen oder Videos streamen. Wenn das Netzwerk stark ausgelastet ist, können solche parallelen Aktivitäten die Qualität von Echtzeitanwendungen beeinträchtigen.

Eine intelligente Priorisierung kann helfen, bestimmte Datenströme bevorzugt zu behandeln. Sie erhöht jedoch nicht automatisch die gebuchte Bandbreite des Internetanschlusses. Ist die Leitung grundsätzlich zu langsam, kann auch eine bessere Verteilung der verfügbaren Ressourcen die Kapazität nicht ersetzen.
Zusätzlich ist ein Einrichtungsassistent für den Wechsel von DSL auf Glasfaser vorgesehen. Ein solcher Assistent kann die Konfiguration vereinfachen, wenn ein Haushalt von einem klassischen DSL-Anschluss auf einen Glasfaseranschluss umsteigt.
Videokonferenzen sollen automatisch erkannt werden
Eine weitere angekündigte Funktion betrifft Videokonferenzen. Die Fritzbox soll entsprechende Verbindungen automatisch erkennen und bei der Datenübertragung priorisieren können.
Davon können Menschen profitieren, die regelmäßig über Microsoft Teams, Zoom oder vergleichbare Dienste arbeiten. Eine stabile Verbindung ist bei Videotelefonaten besonders wichtig, weil Verzögerungen und Paketverluste die Sprach- und Bildqualität beeinträchtigen können.
Eine automatische Priorisierung kann Engpässe im Heimnetz reduzieren. Sie ersetzt jedoch weder eine ausreichend dimensionierte Internetleitung noch eine stabile Verbindung zwischen Router und Endgerät.
Die tatsächliche Wirkung hängt von der Auslastung des Netzwerks, dem Anschluss und der jeweiligen Anwendung ab.
Neue Smart-Home-Funktionen für ausgewählte Fritzboxen
Auch der Bereich Smart Home wird mit FritzOS 8.40 erweitert. Welche Möglichkeiten hinzukommen, unterscheidet sich von Modell zu Modell.
Für die Fritzbox 5590 Fiber werden beispielsweise zusätzliche Filterlisten für DNS-Anfragen aus dem Heim- und Gastnetz genannt. DNS-Anfragen dienen dazu, Domainnamen den zugehörigen Netzwerkadressen zuzuordnen. Filtermöglichkeiten können dabei helfen, bestimmte Anfragen nach festgelegten Regeln zu behandeln.
Darüber hinaus sollen zusätzliche Auslöser für Smart-Home-Routinen verfügbar werden. Automatisierungen lassen sich damit flexibler an bestimmte Ereignisse oder Bedingungen knüpfen. Auch eine Überlastungsschaltung für kompatible intelligente Fritz-Steckdosen gehört zu den beschriebenen Neuerungen.
Solche Funktionen können im Alltag nützlich sein, wenn mehrere vernetzte Geräte miteinander zusammenarbeiten. Beispielsweise lassen sich Automatisierungen an bestimmte Zustände koppeln, ohne jede Aktion manuell auslösen zu müssen.
Der Nutzen hängt davon ab, welche Smart-Home-Geräte bereits vorhanden sind und welche Automatisierungen tatsächlich unterstützt werden.
Nicht jede Funktion ist automatisch mit jedem Zubehör kompatibel. Vor der Installation lohnt es sich daher, die für das eigene Modell vorgesehenen Änderungen zu prüfen.
SOS-Ruf und vereinfachte Bedienung für Fritz Fon
FritzOS 8.40 soll auch die Telefoniefunktionen erweitern. Für zahlreiche Geräte wird ein SOS-Ruf beschrieben, bei dem bis zu vier Notfallnummern hinterlegt werden können. Im Ernstfall sollen diese Kontakte nacheinander angerufen werden.
Eine solche Funktion kann für Haushalte interessant sein, in denen die Telefonie über die Fritzbox organisiert wird und eine einfache Möglichkeit für Notrufe an private Kontaktpersonen gewünscht ist. Sie sollte jedoch nicht mit einem garantierten Notrufdienst verwechselt werden. Die Funktionsweise hängt von der konkreten Konfiguration und den unterstützten Geräten ab.
Zusätzlich ist ein vereinfachter Modus für Fritz Fon vorgesehen. Er soll die Bedienung beim Telefonieren erleichtern, insbesondere für ältere Menschen, die mit einer übersichtlicheren Benutzeroberfläche besser zurechtkommen.
Für bestimmte DECT-Telefone sollen sich außerdem Softkeys als Schnellwahltasten konfigurieren lassen. Diese Tasten können mit einer Rufnummer oder einer Funktion belegt werden. Dadurch werden häufig benötigte Aktionen leichter erreichbar.

Eine vereinfachte Bedienung kann die tägliche Nutzung erleichtern, wenn wichtige Funktionen ohne mehrere Men Schritte erreichbar sein sollen.
Die konkreten Möglichkeiten hängen vom Telefonmodell und dem jeweiligen Softwarestand ab. Nicht jedes Fritz Fon oder DECT-Gerät unterstützt automatisch alle neuen Optionen.
FritzOS 8.40 installieren: So funktioniert das Labor-Update
Wer die neuen Funktionen vor der regulären Veröffentlichung ausprobieren möchte, muss die passende Labor-Datei manuell herunterladen und installieren. Dafür sollte ausschließlich die für das eigene Fritzbox-Modell vorgesehene Version verwendet werden.
Der Ablauf besteht grundsätzlich aus wenigen Schritten. Vor dem Start sollte jedoch sichergestellt sein, dass die Installation zur vorhandenen Hardware passt und die aktuelle Routerkonfiguration gesichert ist.
- Die passende Labor-Version für das eigene Modell auf der offiziellen Herstellerseite suchen.
- Die Hinweise zur jeweiligen Version lesen und die richtige Datei herunterladen.
- Die Weboberfläche der Fritzbox im Browser öffnen.
- Im Menü den Bereich „System“ und anschließend „Update“ aufrufen.
- Die heruntergeladene FritzOS-Datei entsprechend den angezeigten Anweisungen auswählen und installieren.
- Warten, bis die Aktualisierung abgeschlossen ist und der Router wieder erreichbar ist.
Die Bezeichnungen einzelner Menüpunkte können je nach Gerät und Softwarestand leicht abweichen. Deshalb sollten die Installationshinweise der jeweiligen Labor-Version Vorrang haben.
Vor der Aktualisierung empfiehlt sich eine Sicherung der Einstellungen. Außerdem sollte der Router während des Vorgangs nicht vom Strom getrennt werden. Eine unterbrochene Installation kann zu Problemen beim anschließenden Start führen.
Lohnt sich die Installation der FritzOS-8.40-Beta?
Eine Labor-Version ist in erster Linie für Nutzer gedacht, die neue Funktionen testen möchten und mit möglichen Fehlern umgehen können. Obwohl die Software bereits auf mehreren Geräten verfügbar ist, kann sie noch Probleme enthalten, die in einer stabilen Veröffentlichung nicht mehr auftreten sollen.
Besonders vorsichtig sollten Haushalte sein, in denen der Router für Homeoffice, geschäftliche Kommunikation, Telefonie oder andere wichtige Aufgaben benötigt wird. Ein Fehler in der Netzwerkverwaltung kann in solchen Situationen deutlich störender sein als eine fehlende neue Funktion.
Vor der Installation sollten deshalb einige Punkte berücksichtigt werden:
- Ist das eigene Modell ausdrücklich für die Labor-Version vorgesehen?
- Werden die neuen Funktionen im Alltag tatsächlich benötigt?
- Ist eine Sicherung der aktuellen Routereinstellungen vorhanden?
- Kann ein vorübergehender Ausfall der Internetverbindung verkraftet werden?
- Ist die Rückkehr zu einer stabilen Version im Problemfall ausreichend dokumentiert?
Wer hauptsächlich eine zuverlässige Internetverbindung benötigt, fährt in der Regel besser damit, auf die finale Version von FritzOS 8.40 zu warten. Technikinteressierte Nutzer können dagegen von einem frühen Zugriff profitieren, sofern sie die Risiken einer Testversion kennen.
FritzOS 8.40: Was Nutzer jetzt beachten sollten
Mit der erweiterten Labor-Version erhalten zahlreiche Fritzboxen, Repeater und Mesh-Geräte Zugang zu neuen Funktionen. Besonders interessant sind die automatische Priorisierung von Netzwerkverkehr, zusätzliche Smart-Home-Regeln sowie die geplanten Verbesserungen bei Telefonie und Einrichtung von Glasfaseranschlüssen.
Die Neuerungen sind allerdings nicht auf jedem Gerät identisch. Wer die Aktualisierung installieren möchte, sollte deshalb die Modellliste und die jeweiligen Versionshinweise genau prüfen. Auch der Unterschied zwischen einer experimentellen Labor-Version und einem regulären Update bleibt entscheidend.
Für Nutzer, die neue Funktionen früh testen möchten, ist FritzOS 8.40 eine Gelegenheit, die Weiterentwicklung des Fritz-Ökosystems kennenzulernen. Wer hingegen auf einen störungsfreien Betrieb angewiesen ist, sollte zunächst die stabile Veröffentlichung abwarten.