Das Open-World-Spiel Red Dead Redemption 2 soll nur noch bis zum 17. November 2026 im Spielekatalog von PlayStation Plus Extra und Premium verfügbar sein. Wer den Western von Rockstar Games bislang nicht gespielt hat, muss sich deshalb beeilen, wenn das Abenteuer noch über das Abonnement begonnen und abgeschlossen werden soll. Allerdings ist die verfügbare Zeit knapp: Allein für die Hauptgeschichte werden ungefähr 50 Stunden Spielzeit benötigt, die monrose.de berichtet mit gamepro.de.
Der Titel gehört zu den bekanntesten Open-World-Spielen der vergangenen Jahre. Seine Stärken liegen nicht nur in der umfangreichen Handlung, sondern auch in einer detaillierten Spielwelt, zahlreichen Nebenmissionen und Begegnungen, die sich abseits der Hauptwege entdecken lassen. Gerade diese zusätzlichen Inhalte machen es schwierig, das Spiel innerhalb weniger Tage vollständig zu erleben.
Red Dead Redemption 2 verschwindet im November aus dem PS-Plus-Spielekatalog
Für Abonnenten von PlayStation Plus Extra und Premium ist der Spielekatalog eine Möglichkeit, umfangreiche Titel ohne separaten Kauf auszuprobieren. Allerdings bleiben die enthaltenen Spiele nicht unbegrenzt verfügbar. Wenn ein Titel den Katalog verlässt, endet der Zugriff über das Abonnement nach dem entsprechenden Stichtag.
Bei Red Dead Redemption 2 ist laut der vorliegenden Meldung der 17. November 2026 als letzter verfügbarer Tag vorgesehen. Wer das Spiel bislang aufgeschoben hat, sollte daher prüfen, ob sich der Einstieg noch lohnt und wie viel Zeit für die Geschichte eingeplant werden kann.
Dabei ist eine Unterscheidung wichtig: Das Entfernen aus dem Abo-Katalog bedeutet nicht automatisch, dass das Spiel vollständig aus dem PlayStation Store verschwindet. Ein separater Kauf kann weiterhin möglich sein. Auch bereits gekaufte digitale Versionen sind grundsätzlich nicht mit dem zeitlich begrenzten Zugriff über PS Plus gleichzusetzen.
Warum sich Red Dead Redemption 2 auch Jahre nach dem Release lohnt
Die Handlung spielt im Jahr 1899, als die Ära des Wilden Westens langsam zu Ende geht. Im Mittelpunkt steht Arthur Morgan, ein Mitglied der Van-der-Linde-Bande, die nach einem gescheiterten Raubzug zunehmend unter Druck gerät. Gesetzeshüter, rivalisierende Gruppen und interne Konflikte erschweren das Leben der Outlaws.
Der Einstieg ist bewusst ruhig gehalten. Das Abenteuer beginnt in einer verschneiten Bergregion, in der die Bande nach einem Ausweg aus ihrer schwierigen Lage sucht. Statt sofort große Action zu bieten, führt das Spiel schrittweise in seine Figuren, Mechaniken und Konflikte ein.
Diese Erzählweise kann zunächst Geduld verlangen. Viele Abläufe sind langsamer als in anderen Actionspielen, und auch das Bewegungssystem legt Wert auf glaubwürdige Animationen. Wer sich darauf einlässt, erlebt jedoch eine Geschichte, die sich Zeit für Beziehungen, persönliche Entscheidungen und die Entwicklung ihrer Charaktere nimmt.
Die größte Stärke des Spiels besteht darin, dass nicht jede erinnerungswürdige Szene Teil einer vorgeschriebenen Mission sein muss.
Eine riesige Spielwelt voller Geheimnisse
Die offene Welt von Red Dead Redemption 2 ist weit mehr als eine Kulisse für die Hauptgeschichte. Wälder, Gebirge, Sümpfe, kleine Siedlungen und größere Städte unterscheiden sich sowohl optisch als auch durch ihre Bewohner und Aktivitäten. Wetterwechsel, Wildtiere und zufällige Begegnungen sorgen dafür, dass Ausflüge nicht immer gleich ablaufen.

Wer ausschließlich den Missionsmarkierungen folgt, verpasst einen erheblichen Teil dieser Erfahrungen. In abgelegenen Hütten können Hinweise auf vergangene Ereignisse liegen, Höhlen verbergen ungewöhnliche Entdeckungen und an entlegenen Orten warten Geschichten, die nie zwingend abgeschlossen werden müssen.
Zu den Aktivitäten abseits der Hauptgeschichte gehören unter anderem:
- Begegnungen mit Fremden und optionale Nebenmissionen
- Erkundung verlassener Gebäude, Höhlen und abgelegener Orte
- Jagd, Angeln und Beobachtung der Tierwelt
- Schatzsuchen und das Aufspüren versteckter Gegenstände
- Zufällige Ereignisse auf Straßen und in Siedlungen
- Interaktionen mit Mitgliedern der eigenen Bande
Viele dieser Inhalte entstehen nicht durch spektakuläre Wendungen, sondern durch kleine Details. Eine zufällige Begegnung am Wegesrand kann eine längere Nebenhandlung auslösen. Andere Entdeckungen ergeben erst dann Sinn, wenn bestimmte Orte zu einem späteren Zeitpunkt erneut besucht werden.
Wie viel Spielzeit braucht Red Dead Redemption 2?
Wer das Spiel vor dem Ende seiner Verfügbarkeit bei PS Plus Extra oder Premium erleben möchte, sollte den benötigten Zeitaufwand realistisch einschätzen. Für die Hauptgeschichte werden ungefähr 50 Stunden veranschlagt. Wer zusätzlich Nebenmissionen erledigt und die Spielwelt erkundet, kann deutlich länger beschäftigt sein.
| Spielstil | Ungefährer Zeitbedarf |
|---|---|
| Hauptgeschichte mit Fokus auf zentrale Missionen | Rund 50 Stunden |
| Hauptgeschichte mit zusätzlichen Nebenaktivitäten | Etwa 70–90 Stunden |
| Umfangreicher Spieldurchlauf mit vielen optionalen Inhalten | 100 Stunden oder mehr |
| Nahezu vollständiger Abschluss | Je nach Vorgehen deutlich über 150 Stunden |
Die Angaben sind Richtwerte und hängen vom individuellen Spieltempo ab. Wer häufig die Umgebung erkundet, jagt oder optionale Aufgaben erledigt, benötigt entsprechend mehr Zeit.
Eine vollständige Erkundung bis zum 17. November dürfte für viele Spieler kaum realistisch sein, wenn sie erst jetzt anfangen. Sinnvoller kann es sein, sich auf die Hauptgeschichte und jene Nebenaktivitäten zu konzentrieren, die besonders interessant erscheinen.
Arthur Morgan und die Geschichte der Van-der-Linde-Bande
Ein wichtiger Grund für die anhaltende Popularität des Spiels ist Arthur Morgan. Er ist kein klassischer Held, sondern ein Outlaw, dessen Überzeugungen, Loyalität und Verhältnis zu seiner Bande im Laufe der Geschichte auf die Probe gestellt werden.
Die Handlung lebt von den Beziehungen innerhalb der Gruppe. Dutch van der Linde versucht, seine Leute trotz wachsender Gefahr zusammenzuhalten, während sich die Lage zunehmend zuspitzt. John Marston und weitere Mitglieder der Bande erhalten ebenfalls Raum für persönliche Konflikte und Entwicklungen.
Die Geschichte verbindet ernste Themen mit trockenem Humor und alltäglichen Momenten. Zwischen gefährlichen Überfällen und dramatischen Entscheidungen gibt es Gespräche am Lagerfeuer, Ausritte durch die Landschaft und scheinbar nebensächliche Situationen, die den Figuren mehr Tiefe verleihen.
Die Erzählung entfaltet ihre Wirkung nicht allein durch große Wendungen, sondern auch durch die vielen kleinen Begegnungen zwischen den Hauptmissionen.
Gerade deshalb ist es wenig empfehlenswert, die Geschichte lediglich im Eiltempo abzuschließen. Wer jede Mission möglichst schnell hintereinander spielt, kann zwar den zentralen Handlungsstrang erleben, verpasst aber einen Teil der Atmosphäre, die Red Dead Redemption 2 auszeichnet.
Was Spieler vor dem Ende des PS-Plus-Zugriffs beachten sollten
Wer den Titel über das Abonnement spielt, sollte vor dem 17. November prüfen, wie weit die eigene Geschichte fortgeschritten ist. Je nach verbleibender Zeit kann es sinnvoll sein, die Hauptmissionen zu priorisieren und längere Erkundungstouren auf später zu verschieben.
Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass der Zugriff über einen Abonnementkatalog an die geltenden Bedingungen des Dienstes gebunden ist. Ein Spiel, das aus dem Katalog entfernt wurde, lässt sich normalerweise nicht mehr allein aufgrund einer aktiven Extra- oder Premium-Mitgliedschaft starten. Für einen weiteren Spieldurchlauf kann dann ein separater Kauf erforderlich sein.

Vor allem für neue Spieler bleibt die Frage, ob sich der Einstieg kurz vor dem Stichtag lohnt. Wer gern ausführliche Geschichten erlebt und sich Zeit für eine offene Spielwelt nimmt, findet in Red Dead Redemption 2 ein Abenteuer, das weit über die Hauptmissionen hinausgeht. Wer dagegen nur wenige Stunden pro Woche spielen kann, wird wahrscheinlich nicht alle wichtigen Inhalte vor dem Ende der Verfügbarkeit erleben.
Red Dead Redemption 2 bleibt ein Erlebnis für geduldige Spieler
Der angekündigte Abschied aus dem PS-Plus-Spielekatalog am 17. November setzt Spieler unter Zeitdruck, ändert aber nichts an den Stärken des Rockstar-Westerns. Die Mischung aus einer dramatischen Geschichte, einer lebendigen Spielwelt und zahlreichen optionalen Aktivitäten macht den Titel auch für Neueinsteiger interessant.
Wer das Abenteuer noch über PS Plus Extra oder Premium beginnen möchte, sollte sich zunächst auf die Hauptgeschichte konzentrieren und zusätzliche Entdeckungen nach Interesse auswählen. Für einen vollständigen Spieldurchlauf reicht die verbleibende Zeit bei einem späten Einstieg möglicherweise nicht aus. Gerade die ruhigen Momente und unerwarteten Begegnungen sind jedoch ein wesentlicher Teil dessen, was Red Dead Redemption 2 zu einem besonderen Open-World-Spiel macht.