Reformationstag 2026: in welchen Bundesländern Feiertag

Am 31. Oktober 2026 ist Reformationstag, aber nicht überall arbeitsfrei. Neun Bundesländer feiern den Tag als gesetzlichen Feiertag. Was gilt für Arbeit, Schule und Einkauf?

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Reformationstag 2026: in welchen Bundesländern Feiertag

Der Reformationstag 2026 fällt auf Samstag, den 31. Oktober. In neun deutschen Bundesländern ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag, während in sieben weiteren Ländern keine entsprechende Feiertagsregelung gilt. Wer einkaufen, arbeiten oder einen Ausflug planen möchte, sollte deshalb wissen, welche Vorschriften am eigenen Standort gelten, die monrose.de berichtet.

Der Gedenktag erinnert an Martin Luther und die Reformation des Christentums im 16. Jahrhundert. Gleichzeitig hat der 31. Oktober ganz praktische Auswirkungen auf Öffnungszeiten, Arbeitspläne und die Planung des Herbstwochenendes. Besonders interessant ist, dass vier norddeutsche Bundesländer den Reformationstag erst 2018 dauerhaft als gesetzlichen Feiertag eingeführt haben.

Was bedeutet Reformationstag 2026?

Der Reformationstag wird jedes Jahr am 31. Oktober begangen. Er erinnert an die Veröffentlichung von Martin Luthers 95 Thesen im Jahr 1517, die traditionell mit der Schlosskirche in Wittenberg verbunden wird. Luther kritisierte darin unter anderem den Ablasshandel und löste damit eine kirchliche Auseinandersetzung aus, aus der sich die Reformation entwickelte.

Die Bewegung veränderte das religiöse Leben in Europa. Es entstanden evangelische Kirchen, Gottesdienste wurden neu gestaltet und die Bibelübersetzung ins Deutsche gewann an Bedeutung. Die Reformation beeinflusste darüber hinaus Bildung, Sprache und gesellschaftliche Debatten.

Reformationstag 2026: in welchen Bundesländern Feiertag
Reformationstag 2026: in welchen Bundesländern Feiertag

Der Reformationstag ist ein kirchlicher Gedenktag mit einer Bedeutung, die weit über die evangelische Kirche hinausgeht.

Anders als der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist der 31. Oktober kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Die Länder bestimmen selbst, welche zusätzlichen Tage arbeitsfrei sind. Daher unterscheidet sich die Feiertagsregelung zwischen Nord-, Ost- und Süddeutschland.

In welchen Bundesländern ist der 31. Oktober Feiertag?

In neun Bundesländern gilt der Reformationstag als gesetzlicher Feiertag. Dazu gehören:

  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

In diesen Ländern gelten grundsätzlich die gesetzlichen Feiertagsregelungen. Viele Behörden und Einzelhandelsgeschäfte bleiben geschlossen, während für bestimmte Branchen Ausnahmen bestehen.

In den übrigen sieben Bundesländern ist der Reformationstag kein gesetzlicher Feiertag:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Dort ist der 31. Oktober grundsätzlich ein regulärer Kalendertag. Im Jahr 2026 fällt er allerdings ohnehin auf einen Samstag, sodass sich die üblichen Samstagsöffnungszeiten und Arbeitspläne auf die konkrete Situation auswirken.

Übersicht der Bundesländer

BundeslandReformationstag gesetzlicher Feiertag?
BrandenburgJa
BremenJa
HamburgJa
Mecklenburg-VorpommernJa
NiedersachsenJa
SachsenJa
Sachsen-AnhaltJa
Schleswig-HolsteinJa
ThüringenJa
Baden-WürttembergNein
BayernNein
BerlinNein
HessenNein
Nordrhein-WestfalenNein
Rheinland-PfalzNein
SaarlandNein

Die rechtlichen Grundlagen sind in den jeweiligen Landesregelungen festgelegt. Einen konkreten Überblick bietet beispielsweise das Feiertagsrecht des Landes Niedersachsen.

Warum ist der Reformationstag nicht überall ein Feiertag?

Die Unterschiede hängen mit der Geschichte und den religiösen Traditionen der deutschen Länder zusammen. In vielen ostdeutschen Regionen besitzt die evangelische Kirche eine lange Tradition. Dort gehört der Reformationstag seit Langem zum gesetzlichen Feiertagskalender.

Eine wichtige Veränderung gab es 2018. Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein führten den 31. Oktober dauerhaft als gesetzlichen Feiertag ein. Anlass war unter anderem das 500. Jubiläum der Reformation im Jahr 2017, als der Gedenktag einmalig in ganz Deutschland arbeitsfrei war.

Die Einführung des Feiertags im Norden sollte auch Unterschiede bei der Zahl gesetzlicher Feiertage zwischen den Bundesländern ausgleichen.

In Süddeutschland spielen dagegen katholisch geprägte Feiertage eine größere Rolle. Bayern und Baden-Württemberg kennen beispielsweise besondere Regelungen rund um Fronleichnam und Allerheiligen. Dadurch unterscheidet sich die Verteilung arbeitsfreier Tage zwischen den Regionen.

Was gilt für Arbeit, Schule und Geschäfte?

Der gesetzliche Status wirkt sich auf verschiedene Bereiche des Alltags aus. Allerdings bedeutet ein Feiertag nicht automatisch, dass alle Einrichtungen geschlossen bleiben oder sämtliche Beschäftigten frei haben.

Arbeit und Beschäftigung

In den neun Feiertagsländern gelten grundsätzlich die gesetzlichen Bestimmungen zum Feiertagsschutz. Viele Büros, Behörden und reguläre Betriebe bleiben geschlossen. Ausnahmen gibt es unter anderem im Gesundheitswesen, bei Rettungsdiensten, in der Pflege und in anderen Bereichen, die eine kontinuierliche Versorgung gewährleisten müssen.

Da der 31. Oktober 2026 auf einen Samstag fällt, entsteht für Beschäftigte mit einer klassischen Montag-bis-Freitag-Woche kein zusätzlicher freier Werktag. Wer regelmäßig samstags arbeitet, sollte die Regelungen des Betriebs sowie die geltenden arbeitsvertraglichen oder tariflichen Bestimmungen prüfen.

Geschäfte und Supermärkte

In den neun Feiertagsländern bleiben viele reguläre Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. Für Tankstellen, Verkaufsstellen an Bahnhöfen und Flughäfen sowie bestimmte andere Betriebe können gesetzliche Ausnahmen gelten.

In den sieben übrigen Ländern ist der Reformationstag kein gesetzlicher Feiertag. Geschäfte können dort grundsätzlich im Rahmen der geltenden Samstagsöffnungszeiten öffnen. Die tatsächlichen Öffnungszeiten hängen vom Standort und vom jeweiligen Geschäft ab.

Schulen und Herbstferien

In den Feiertagsländern findet am 31. Oktober grundsätzlich kein regulärer Schulunterricht statt. In den übrigen Bundesländern ist der schulische Status gesondert zu prüfen. Herbstferien und gesetzliche Feiertage sind zwei unterschiedliche Dinge.

Wer mit Kindern verreist oder einen Familienausflug plant, sollte deshalb den offiziellen Ferienkalender des jeweiligen Bundeslandes prüfen. So lässt sich vermeiden, dass eine schulfreie Zeit irrtümlich mit einem gesetzlichen Feiertag gleichgesetzt wird.

So planst du den 31. Oktober 2026 richtig

Die folgenden Schritte helfen, den Feiertag ohne unnötige Überraschungen zu planen.

  1. Bundesland prüfen: Entscheidend ist, ob der Arbeitsort oder der geplante Aufenthaltsort in einem der neun Feiertagsländer liegt.
  2. Arbeitsplan kontrollieren: Bei regelmäßiger Samstagsarbeit sind die betrieblichen und gesetzlichen Regelungen maßgeblich.
  3. Öffnungszeiten überprüfen: Supermärkte, Einkaufszentren und Dienstleister können unterschiedliche Öffnungszeiten haben.
  4. Schulferien abgleichen: Familien sollten die Herbstferien und mögliche schulische Sonderregelungen berücksichtigen.
  5. Ausflüge vorbereiten: Museen, touristische Attraktionen und öffentliche Einrichtungen können an Feiertagen abweichende Öffnungszeiten haben.

Der Reformationstag liegt 2026 unmittelbar vor Allerheiligen am Sonntag, dem 1. November. Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ein gesetzlicher Feiertag. Dadurch unterscheiden sich die regionalen Feiertagskonstellationen am Monatswechsel erheblich.

Auch die Zeitumstellung fällt in diese Phase des Jahres. Die Uhren werden bereits am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Alle Details stehen im Beitrag zur Zeitumstellung 2026 in Deutschland.

Häufige Fehler rund um den Reformationstag

Bei der Planung entstehen häufig Missverständnisse, weil kirchliche Tradition, gesetzliche Feiertage und schulfreie Zeiten miteinander verwechselt werden.

  • Alle Bundesländer gleich behandeln: Der Reformationstag ist nur in neun Ländern ein gesetzlicher Feiertag.
  • Automatisch ein langes Wochenende erwarten: 2026 fällt der 31. Oktober auf einen Samstag. Für viele Beschäftigte entsteht dadurch kein zusätzlicher freier Werktag.
  • Schulferien mit Feiertagen verwechseln: Auch ohne gesetzlichen Feiertag können Herbstferien stattfinden.
  • Geschlossene Geschäfte überall erwarten: Die Öffnungszeiten hängen vom Bundesland und den jeweiligen gesetzlichen Ausnahmen ab.
  • Allerheiligen übersehen: Am 1. November gelten in fünf Bundesländern eigene Feiertagsregelungen.

Für die Planung zählt nicht nur der Wohnort, sondern auch der konkrete Arbeitsort und die dort geltende Feiertagsregelung.

Die Geschichte des Reformationstags

Die traditionelle Verbindung zwischen dem 31. Oktober und Martin Luthers 95 Thesen geht auf das Jahr 1517 zurück. Luther wandte sich gegen bestimmte Praktiken der damaligen Kirche und forderte eine Diskussion über den Ablasshandel. Die Überlieferung berichtet, dass er die Thesen an der Tür der Schlosskirche in Wittenberg anschlug. Ob der Anschlag exakt in dieser Form stattfand, wird von Historikern diskutiert.

Die Reformation entwickelte sich zu einer Bewegung, die die christlichen Kirchen in Europa dauerhaft veränderte. Neue evangelische Kirchen entstanden, religiöse Schriften wurden stärker verbreitet und die deutsche Bibelübersetzung gewann großen Einfluss auf Sprache und Bildung.

Der Reformationstag erinnert deshalb nicht nur an eine einzelne historische Handlung. Er steht für einen tiefgreifenden religiösen und gesellschaftlichen Wandel, dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen.

Wer sich für weitere saisonale Termine interessiert, findet im Beitrag zum Herbstanfang 2026 und seiner Bedeutung ergänzende Informationen zum Kalender und zur Herbstzeit.

FAQ zum Reformationstag 2026

Wann ist der Reformationstag 2026?

Der Reformationstag findet am Samstag, dem 31. Oktober 2026, statt. Das Datum bleibt jedes Jahr gleich.

In welchen Bundesländern ist der Reformationstag 2026 ein Feiertag?

Gesetzlicher Feiertag ist er in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Ist der Reformationstag in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen ein Feiertag?

Nein. In diesen drei Bundesländern ist der 31. Oktober kein gesetzlicher Reformationstagsfeiertag. In Bayern und Nordrhein-Westfalen ist allerdings Allerheiligen am 1. November ein gesetzlicher Feiertag.

Reformationstag 2026: in welchen Bundesländern Feiertag
Reformationstag 2026: in welchen Bundesländern Feiertag

Haben Geschäfte am Reformationstag 2026 geöffnet?

In den neun Feiertagsländern bleiben viele Einzelhandelsgeschäfte geschlossen. In den übrigen Ländern gelten grundsätzlich die regulären Samstagsöffnungszeiten, soweit keine anderen Einschränkungen bestehen.

Warum wird der Reformationstag gefeiert?

Der Gedenktag erinnert an Martin Luther und den Beginn der Reformation im 16. Jahrhundert. Die Bewegung führte zur Entstehung evangelischer Kirchen und veränderte die religiöse Geschichte Europas.

Wer das Herbstwochenende plant, sollte zuerst den Feiertagsstatus am jeweiligen Standort und anschließend die Öffnungszeiten von Geschäften, Behörden und Ausflugszielen prüfen. So lassen sich Einkäufe, Familienbesuche und Reisen rund um den 31. Oktober 2026 zuverlässig organisieren.