FRITZ!OS 8.50 ist da: Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten das Update

AVM beziehungsweise FRITZ! rollt FRITZ!OS 8.50 schrittweise für ausgewählte Router aus. Zu den ersten unterstützten Modellen gehören die FRITZ!Box 7530 AX, 7690, 5630 und 5690. Das Update bringt einen DNS-Filter, Verbesserungen für das Heimnetz und neue Smart-Home-Funktionen.

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FRITZ!OS 8.50 ist da: Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten das Update

FRITZ! rollt mit FRITZ!OS 8.50 eine neue Softwareversion für seine Router aus. Nach einer längeren Testphase mit frühen Funktionen in den Laborversionen erreicht das Update nun die ersten Geräte in der finalen Fassung. Zum Start sind vier Modelle dabei: die FRITZ!Box 7530 AX, 7690, 5630 und 5690, die monrose.de berichtet mit t3n.de.

Das Update bringt mehrere Neuerungen für das Heimnetz. Dazu gehören ein DNS-Filter zum Blockieren bestimmter Werbeeinblendungen, eine Netzwerkprüfung über die MyFRITZ!App und eine verbesserte Priorisierung zeitkritischer Verbindungen. Auch Nutzer von Smart-Home-Geräten profitieren von erweiterten Routinen und Anpassungen beim Geofencing.

Die Verteilung erfolgt schrittweise. Deshalb steht die neue Version nicht zwingend gleichzeitig für alle kompatiblen Router bereit.

FRITZ!OS 8.50 Update: Diese Router sind bereits dabei

Nach Angaben des vorliegenden Berichts erhalten zunächst vier FRITZ!Box-Modelle die finale Version von FRITZ!OS 8.50. Weitere Geräte sollen in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Ein vollständiger Zeitplan für die Verteilung an sämtliche unterstützten Router liegt bislang nicht vor.

Zu den ersten Modellen mit dem neuen System gehören:

  • FRITZ!Box 7530 AX
  • FRITZ!Box 7690
  • FRITZ!Box 5630
  • FRITZ!Box 5690

Für Besitzer dieser Geräte lohnt sich ein Blick in die Benutzeroberfläche des Routers. Dort lässt sich prüfen, ob die neue Firmware bereits angeboten wird. Falls das Update noch nicht verfügbar ist, kann das an der schrittweisen Freigabe liegen und muss nicht auf ein Problem mit dem Gerät hindeuten.

FRITZ!OS 8.50 ist da: Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten das Update
FRITZ!OS 8.50 ist da: Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten das Update

Ein gestaffelter Rollout ist bei Router-Updates nicht ungewöhnlich. Die Verteilung erfolgt dabei nicht zwangsläufig an alle Nutzer am selben Tag. Auch bei grundsätzlich unterstützten Modellen kann es deshalb etwas dauern, bis das Update angezeigt wird.

Was bringt FRITZ!OS 8.50? Die wichtigsten Neuerungen

Mit FRITZ!OS 8.50 konzentriert sich der Hersteller auf Funktionen, die den Alltag im Heimnetz erleichtern sollen. Neben der Verwaltung von Netzwerkverbindungen geht es um die Filterung bestimmter Inhalte und um Automatisierungen für Smart-Home-Geräte.

Besonders auffällig ist der neue DNS-Filter. Hinzu kommen eine erweiterte Netzwerkdiagnose in der MyFRITZ!App und eine automatische Priorisierung für Verbindungen, bei denen Verzögerungen besonders störend sind.

FunktionWas sie bietet
DNS-FilterKann bestimmte Werbeeinblendungen auf Geräten im Heimnetz blockieren
Smart CheckZeigt Informationen zum Router und zum Netzwerk in der MyFRITZ!App
VerbindungspriorisierungBevorzugt zeitkritische Anwendungen wie Videoanrufe
Smart-Home-RoutinenBietet vorgefertigte Abläufe und flexiblere Auslöser
GeofencingVerbessert standortabhängige Automatisierungen

Welche Funktionen im Detail zur Verfügung stehen, kann vom verwendeten Router und den angeschlossenen Geräten abhängen. Nicht jede Neuerung muss auf sämtlichen FRITZ!Box-Modellen identisch umgesetzt sein.

DNS-Filter in FRITZ!OS 8.50: Werbung im Heimnetz reduzieren

Eine der zentralen Neuerungen ist ein integrierter DNS-Filter. Er soll dabei helfen, bestimmte Werbeeinblendungen auf mehreren Geräten im Heimnetz zu unterdrücken. Dazu können beispielsweise Smartphones, Tablets und verbundene Smart-TVs gehören.

DNS steht für Domain Name System. Dieser Dienst übersetzt Internet-Domainnamen in die für die Kommunikation benötigten IP-Adressen. Ein Filter kann Anfragen anhand festgelegter Regeln behandeln und so den Zugriff auf bestimmte bekannte Werbe- oder Tracking-Domains verhindern.

Der Vorteil eines solchen Ansatzes liegt darin, dass die Filterung auf Netzwerkebene erfolgen kann. Nutzer müssen dafür nicht zwangsläufig auf jedem einzelnen Gerät eine separate Lösung installieren.

Allerdings ist ein DNS-Filter kein vollständiger Werbeblocker für sämtliche Inhalte. Werbung, die direkt über dieselben Domains wie die eigentlichen Inhalte ausgeliefert wird, lässt sich auf diese Weise unter Umständen nicht zuverlässig entfernen. Auch die genaue Filterwirkung hängt von den verfügbaren Regeln und der jeweiligen Konfiguration ab.

Werbung lässt sich mit einer DNS-Filterung reduzieren, aber nicht in jeder Anwendung vollständig ausschalten. Der tatsächliche Effekt kann je nach Website, Streamingdienst und Gerät unterschiedlich ausfallen. Für bestimmte Inhalte können zusätzliche Einstellungen oder separate Filterlösungen weiterhin erforderlich sein.

MyFRITZ!App erhält einen Smart Check für das Heimnetz

Auch die MyFRITZ!App wird mit FRITZ!OS 8.50 um eine Funktion erweitert. Der sogenannte Smart Check soll den Zustand der FRITZ!Box und des gesamten Netzwerks übersichtlich darstellen. Zusätzlich kann die App Empfehlungen anzeigen, mit denen sich das Heimnetz verbessern lässt.

Das ist besonders dann hilfreich, wenn die Internetverbindung nicht die erwartete Leistung erreicht oder einzelne Geräte Schwierigkeiten bei der Verbindung haben. Statt verschiedene Einstellungen einzeln durchsuchen zu müssen, erhalten Nutzer eine zentrale Übersicht über den Zustand ihres Netzwerks.

Die Empfehlungen können als Orientierung dienen, wenn es beispielsweise um die Verbindung von Geräten oder die allgemeine Netzwerkqualität geht. Welche konkreten Hinweise die App im Einzelfall anzeigt, hängt von der erkannten Situation ab.

Die Funktion ersetzt allerdings keine vollständige technische Diagnose bei komplexen Störungen. Probleme beim Internetanbieter, defekte Kabel oder Fehler auf einzelnen Endgeräten lassen sich nicht zwangsläufig allein über eine Routerprüfung beheben.

Bessere Priorisierung für Videotelefonie und Homeoffice

Mit der neuen Firmware verbessert FRITZ! außerdem die automatische Priorisierung von Netzwerkverbindungen. Zeitkritische Anwendungen wie Videoanrufe sollen bevorzugt behandelt werden, wenn andere Verbindungen die verfügbare Bandbreite stark beanspruchen.

Das ist insbesondere für Haushalte interessant, in denen mehrere Personen gleichzeitig das Internet nutzen. Während eine Person an einer Videokonferenz teilnimmt, können andere beispielsweise große Dateien herunterladen, Spiele aktualisieren oder Videos streamen.

Ohne eine geeignete Priorisierung können solche parallelen Aktivitäten zu Verzögerungen, Bildaussetzern oder einer schlechteren Sprachqualität führen. Die neue Funktion soll dafür sorgen, dass wichtige Echtzeitverbindungen einen angemessenen Anteil der verfügbaren Netzwerkressourcen erhalten.

Eine Priorisierung erhöht allerdings nicht die vertraglich gebuchte Internetgeschwindigkeit. Ist die Leitung dauerhaft ausgelastet oder die Verbindung zum Anbieter gestört, kann auch eine bessere Verteilung der vorhandenen Bandbreite die Ursache nicht vollständig beseitigen.

Smart Home: FRITZ!OS 8.50 erweitert Automatisierungen

Auch für Smart-Home-Anwendungen enthält FRITZ!OS 8.50 neue Möglichkeiten. Der Hersteller integriert vordefinierte Routinen, die typische Alltagssituationen abdecken sollen. Dazu gehört beispielsweise ein Ablauf für das Verlassen des Hauses.

Solche Routinen können mehrere Aktionen miteinander verbinden und die Bedienung kompatibler Geräte vereinfachen. Statt einzelne Komponenten nacheinander zu steuern, lässt sich ein vorbereiteter Ablauf nutzen.

Zusätzlich sollen selbst erstellte Routinen künftig mehrere Auslöser unterstützen. Das erweitert die Möglichkeiten, verschiedene Bedingungen miteinander zu kombinieren. Auch das Geofencing wurde verbessert, sodass standortabhängige Automatisierungen flexibler eingesetzt werden können.

Geofencing bezeichnet eine Funktion, bei der ein Gerät oder eine Anwendung auf das Betreten oder Verlassen eines definierten geografischen Bereichs reagiert. Im Smart Home kann dies beispielsweise dazu dienen, bestimmte Abläufe beim Verlassen des Hauses auszulösen.

Die konkrete Umsetzung hängt von den unterstützten Geräten und den eingerichteten Regeln ab. Vor der Nutzung sollte deshalb geprüft werden, welche Komponenten mit dem jeweiligen Router und der vorhandenen Smart-Home-Konfiguration zusammenarbeiten.

FRITZ!OS 8.40 Labor oder finale Version 8.50?

Wer nicht auf die endgültige Freigabe für sein Modell warten möchte, kann bei einigen Geräten auf Laborversionen zurückgreifen. Laut dem vorliegenden Bericht enthält die FRITZ!OS-8.40-Laborversion bereits erste Funktionen, die später in FRITZ!OS 8.50 eingeflossen sind.

FRITZ!OS 8.50 ist da: Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten das Update
FRITZ!OS 8.50 ist da: Diese FRITZ!Box-Modelle erhalten das Update

Dabei handelt es sich jedoch um Testsoftware. Sie kann noch Fehler enthalten oder sich im Funktionsumfang von der späteren stabilen Version unterscheiden.

MerkmalFRITZ!OS 8.40 LaborFRITZ!OS 8.50 final
ZweckTest neuer FunktionenReguläre Softwareversion
VerfügbarkeitAbhängig vom unterstützten ModellSchrittweise Freigabe
StabilitätMögliche Fehler und EinschränkungenFür den regulären Einsatz vorgesehen
EmpfehlungFür Nutzer, die Testversionen bewusst einsetzenFür den normalen Betrieb vorzuziehen

Für Router, die im Homeoffice, für Sicherheitsgeräte oder für andere wichtige Verbindungen eingesetzt werden, ist eine stabile Firmware in der Regel die vernünftigere Wahl. Ein Wechsel auf eine Testversion sollte nur erfolgen, wenn die möglichen Einschränkungen bekannt sind.

So lässt sich FRITZ!OS 8.50 installieren

Ob das Update bereits verfügbar ist, lässt sich direkt über die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box überprüfen. Die genaue Menüführung kann abhängig von der Firmware und dem Modell leicht variieren.

In der Regel sind folgende Schritte notwendig:

  1. Die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box öffnen.
  2. Den Bereich für Updates beziehungsweise die Firmware-Verwaltung aufrufen.
  3. Nach einer neuen FRITZ!OS-Version suchen.
  4. Falls FRITZ!OS 8.50 angeboten wird, die Installation starten.
  5. Warten, bis der Router den Aktualisierungsvorgang abgeschlossen und die Verbindung wiederhergestellt hat.

Während der Installation kann die Internetverbindung vorübergehend unterbrochen werden. Deshalb sollte das Update nicht zu einem Zeitpunkt gestartet werden, an dem eine stabile Verbindung zwingend benötigt wird.

Wenn FRITZ!OS 8.50 noch nicht angeboten wird, empfiehlt es sich, die Verfügbarkeit später erneut zu prüfen. Die schrittweise Verteilung bedeutet, dass auch unterstützte Geräte die Aktualisierung möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

Wann kommen weitere FRITZ!Box-Modelle an die Reihe?

Die Liste der unterstützten Router soll nach und nach wachsen. Der Hersteller plant laut dem Ausgangsbericht, FRITZ!OS 8.50 im Verlauf der kommenden Wochen und Monate für weitere Modelle freizugeben. Welche Geräte als Nächstes folgen und wann die Verteilung abgeschlossen sein wird, ist bislang nicht genau bekannt.

Für Besitzer älterer FRITZ!Boxen ist deshalb entscheidend, ob das eigene Modell weiterhin Softwareupdates erhält. Die bloße Zugehörigkeit zur FRITZ!Box-Reihe bedeutet nicht automatisch, dass jede neue Firmware für sämtliche Geräte bereitgestellt wird.

Die neue Version bringt Verbesserungen bei DNS-Filterung, Netzwerkdiagnose, Verbindungspriorisierung und Smart-Home-Automatisierung. Für die ersten vier Modelle steht die finale Fassung laut dem vorliegenden Bericht bereits bereit; weitere Nutzer müssen gegebenenfalls noch warten.