Lange Nacht des Impfens 2026 in Deutschland: Wo die Grippeimpfung am Abend möglich ist

Die Lange Nacht des Impfens findet am 12. November statt. Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitsämter bieten zusätzliche Möglichkeiten für die Grippeimpfung. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Impfkampagne im November.

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Lange Nacht des Impfens 2026 in Deutschland: Wo die Grippeimpfung am Abend möglich ist

Am 12. November steht in Deutschland erneut die Grippeimpfung außerhalb der üblichen Sprechzeiten im Mittelpunkt. Bei der bundesweiten Langen Nacht des Impfens sollen Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitsämter ihre Türen bis in die Abendstunden öffnen, damit sich mehr Menschen gegen Influenza schützen lassen können. Die Aktion richtet sich insbesondere an Personen, die tagsüber wenig Zeit haben oder Schwierigkeiten haben, einen passenden Impftermin zu finden, die monrose.de berichtet mit apotheken-umschau.de.

Organisiert wird die Initiative zum vierten Mal in Folge vom Bundesverband der Versorgungsapotheker (BVVA). Die Veranstaltung ist in diesem Jahr in eine weitere bundesweite Kampagne eingebettet: Das Bundesministerium für Gesundheit hat erstmals eine Aktionswoche Impfen vom 9. bis zum 15. November ausgerufen.

Damit soll die Aufmerksamkeit für Impfungen erhöht und der Zugang zu entsprechenden Angeboten erleichtert werden. Die Organisatoren setzen dabei auf zusätzliche Öffnungszeiten, eine bessere Erreichbarkeit der Impfstellen und die Möglichkeit, den Schutz vor Grippe unkompliziert in den Alltag zu integrieren.

Lange Nacht des Impfens 2026: Apotheken öffnen am Abend

Viele Menschen verschieben eine Grippeimpfung, weil sie während der regulären Öffnungszeiten arbeiten, familiäre Verpflichtungen haben oder keinen festen Hausarzt betreuen. Die Lange Nacht des Impfens soll diese Hürden verringern. Am 12. November können teilnehmende Einrichtungen ihre Impfangebote bis in die Abendstunden ausweiten.

Lange Nacht des Impfens 2026 in Deutschland: Wo die Grippeimpfung am Abend möglich ist
Lange Nacht des Impfens 2026 in Deutschland: Wo die Grippeimpfung am Abend möglich ist

Die Initiative wird von Heike Gnekow, Apothekerin aus Hamburg und Vorsitzende des BVVA, unterstützt. Sie sieht in der Aktion eine Möglichkeit, mehr Menschen für den Grippeschutz zu gewinnen. Nach ihrer Einschätzung liegen die Impfquoten in Deutschland weiterhin unter dem gewünschten Niveau.

„Wir wollen mit der Aktion ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig der Schutz vor Grippe ist“, erklärt Heike Gnekow.

Das Konzept richtet sich nicht ausschließlich an ältere Menschen. Auch Berufstätige, Personen ohne feste hausärztliche Betreuung und Menschen mit eingeschränkter zeitlicher Flexibilität sollen von den zusätzlichen Angeboten profitieren.

Ein Impftermin muss nicht zwangsläufig in den Arbeitstag fallen. Gerade längere Öffnungszeiten können die Entscheidung für eine Impfung erleichtern. Die Aktion soll deshalb möglichst viele Menschen dort erreichen, wo sie ohnehin medizinische Versorgung suchen.

Aktionswoche Impfen vom 9. bis 15. November

Die Lange Nacht des Impfens fällt 2026 in die Aktionswoche Impfen, die das Bundesministerium für Gesundheit erstmals vom 9. bis zum 15. November ausruft. Durch die zeitliche Verbindung sollen Impfangebote stärker in den Mittelpunkt rücken und zusätzliche Einrichtungen zur Teilnahme motiviert werden.

Für die Organisatoren ist die Zusammenarbeit mit dem Ministerium ein wichtiger Schritt, um die Reichweite der Initiative zu vergrößern. Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitsämter können die Aktionswoche nutzen, um auf ihre Impfleistungen aufmerksam zu machen und zusätzliche Termine anzubieten.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass die Beteiligung deutlich gewachsen ist. Während sich 2023 nach Angaben des BVVA zunächst rund 40 Apotheken an der Aktion beteiligten, waren es 2025 bereits etwa 380 Impfstellen im gesamten Bundesgebiet. Dazu gehörten unterschiedliche Einrichtungen, die gemeinsam Impfungen gegen Grippe und COVID-19 ermöglichten.

Bei der Langen Nacht des Impfens im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge rund 17.000 Impfungen gegen Influenza und COVID-19 verabreicht. Die Zahl verdeutlicht, wie groß die Nachfrage nach zeitlich flexiblen Angeboten sein kann.

JahrUmfang der Initiative
2023Rund 40 teilnehmende Apotheken zu Beginn der Aktion
2025Etwa 380 Impfstellen bundesweit
2025Rund 17.000 Impfungen gegen Grippe und COVID-19 während der Aktion

Die Zahlen beziehen sich auf die Angaben des Veranstalters zur bisherigen Entwicklung. Sie zeigen zugleich, dass die Initiative inzwischen über einzelne Apotheken hinausgeht und verschiedene Teile der ambulanten Versorgung einbezieht.

Grippeimpfung in der Apotheke: Termine und Wartezeiten

Die Möglichkeit, sich in einer Apotheke gegen Grippe impfen zu lassen, wird von vielen Menschen genutzt. Nach Angaben der Bochumer Apothekerin Dr. Inka Krude beteiligt sich ihre Apotheke seit dem Start im Jahr 2023 an der Langen Nacht des Impfens. Sie berichtet von einer hohen Nachfrage und einem großen Interesse an den zusätzlichen Öffnungszeiten.

„Im vergangenen Jahr haben wir es kaum geschafft, alle Interessierten zu impfen“, berichtet Krude über die Erfahrungen mit der Aktion.

In vielen teilnehmenden Apotheken können Termine vorab online gebucht werden. Einige Einrichtungen nehmen zusätzlich Menschen ohne vorherige Anmeldung auf. Allerdings kann die spontane Teilnahme bei großem Andrang zu längeren Wartezeiten führen. Krude zufolge mussten Kurzentschlossene im vergangenen Jahr vereinzelt bis zu zwei Stunden warten.

Wer die Grippeimpfung in Deutschland im Rahmen der Abendaktion nutzen möchte, sollte deshalb einige praktische Punkte berücksichtigen:

  • Vorab prüfen, welche Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitsämter teilnehmen.
  • Wenn möglich, einen Impftermin online reservieren.
  • Die Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtung kontrollieren.
  • Bei der Terminvereinbarung klären, ob die Impfung ohne vorherige Anmeldung möglich ist.
  • Vor dem Besuch erfragen, welche Unterlagen oder Informationen benötigt werden.

Eine vorherige Anmeldung kann nicht nur die Wartezeit verkürzen, sondern erleichtert den Impfstellen auch die Planung. Wer keinen Termin erhält, kann sich nach alternativen Einrichtungen in der Umgebung erkundigen.

Die Nachfrage kann von Ort zu Ort unterschiedlich ausfallen. Besonders gefragte Apotheken sollten deshalb frühzeitig kontaktiert werden. Eine feste Terminvereinbarung ist meist die bessere Wahl als ein spontaner Besuch.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Influenza-Impfung richtet sich nicht nur an Menschen ab 60 Jahren. Zwar wird älteren Personen wegen ihres erhöhten Risikos für schwere Krankheitsverläufe besondere Aufmerksamkeit gewidmet, doch auch andere Bevölkerungsgruppen können von der Impfung profitieren.

Zu den Personengruppen, für die eine Grippeimpfung besonders relevant ist, gehören:

  • Menschen ab 60 Jahren.
  • Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, beispielsweise Diabetes oder Asthma.
  • Menschen, die beruflich häufig Kontakt zu anderen Personen haben.
  • Personen, die Angehörige oder andere Menschen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko pflegen.
  • Weitere Gruppen, für die eine saisonale Influenza-Impfung nach den geltenden Empfehlungen vorgesehen ist.

Die konkrete Impfempfehlung hängt unter anderem vom Alter, dem Gesundheitszustand und möglichen beruflichen oder familiären Kontakten ab. Die jeweils aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) bieten dafür eine wichtige Orientierung.

Jüngere Menschen verzichten mitunter auf eine Impfung, weil sie annehmen, diese sei ausschließlich für Seniorinnen und Senioren vorgesehen. Diese Annahme greift zu kurz. Auch bestimmte Vorerkrankungen können das Risiko für Komplikationen erhöhen, unabhängig davon, ob eine Person bereits 60 Jahre alt ist.

„Die Altersempfehlung ist eher als Signal zu verstehen, dass Seniorinnen und Senioren ganz besonders auf ihren Schutz achten sollten“, erläutert Apothekerin Dr. Inka Krude.

Wer unsicher ist, ob eine Impfung empfohlen wird, kann sich in einer Arztpraxis oder einer teilnehmenden Apotheke beraten lassen. Dabei können auch bestehende Erkrankungen, frühere Impfungen und mögliche individuelle Besonderheiten berücksichtigt werden.

Wer übernimmt die Kosten der Grippeimpfung?

Für viele Menschen ist neben der Verfügbarkeit auch die Finanzierung entscheidend. Nach Angaben der beteiligten Apothekerin übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Grippeimpfung, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Welche Leistungen im konkreten Fall übernommen werden, richtet sich nach den geltenden Empfehlungen und den jeweiligen Versicherungsbedingungen. Personen, die nicht sicher sind, ob ihre Impfung abgedeckt ist, können dies vor dem Termin bei ihrer Krankenkasse oder der Impfstelle klären.

Bei der Planung empfiehlt es sich, folgende Fragen vorab zu beantworten:

  1. Gehört die betreffende Person zu einer Gruppe, für die eine Grippeimpfung empfohlen wird?
  2. Bietet die gewünschte Apotheke oder Praxis die Impfung im Rahmen der Aktion an?
  3. Ist eine Terminreservierung erforderlich?
  4. Werden die Kosten von der eigenen Krankenkasse übernommen?
  5. Gibt es gesundheitliche Besonderheiten, die vor der Impfung besprochen werden sollten?

Diese Vorbereitung hilft, unnötige Wege zu vermeiden und offene Fragen bereits vor dem Impftermin zu klären.

Warum die Grippeimpfung vor der Wintersaison wichtig ist

Influenza ist eine ansteckende Atemwegserkrankung, die deutlich schwerer verlaufen kann als eine gewöhnliche Erkältung. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen. Auch bei anderen Erwachsenen kann die Erkrankung zu erheblichen Beschwerden und einer längeren Ausfallzeit führen.

Lange Nacht des Impfens 2026 in Deutschland: Wo die Grippeimpfung am Abend möglich ist
Lange Nacht des Impfens 2026 in Deutschland: Wo die Grippeimpfung am Abend möglich ist

Die saisonale Impfung soll das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs verringern. Wie gut sie schützt, hängt unter anderem davon ab, welche Influenzaviren in der jeweiligen Saison zirkulieren und wie gut der Impfstoff zu diesen Viren passt. Ein vollständiger Schutz vor jeder Infektion ist nicht garantiert.

Die Lange Nacht des Impfens setzt deshalb nicht nur auf eine einzelne Veranstaltung, sondern auf einen leichteren Zugang zu Impfangeboten. Wenn mehr Einrichtungen längere Öffnungszeiten anbieten, können auch Menschen erreicht werden, die einen Termin während des Tages nur schwer wahrnehmen können.

Ein zusätzlicher Impftermin am Abend kann für Berufstätige den entscheidenden Unterschied machen. Gleichzeitig erleichtern gut erreichbare Impfstellen die Organisation für Menschen ohne feste hausärztliche Anlaufstelle. Entscheidend bleibt, dass die Impfung zur persönlichen gesundheitlichen Situation passt.

So finden Interessierte eine teilnehmende Impfstelle

Informationen zur Langen Nacht des Impfens werden online bereitgestellt. Dazu gehört eine Übersicht beziehungsweise Karte mit teilnehmenden Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitsämtern. Über die jeweiligen Angebote können Interessierte prüfen, welche Einrichtung für sie infrage kommt und ob eine vorherige Anmeldung notwendig ist.

Die Veranstalter empfehlen, nach Möglichkeit vorab einen Termin zu vereinbaren. Das hilft, den Besucherandrang besser zu verteilen und Wartezeiten zu reduzieren. Wer keinen Termin buchen kann, sollte sich direkt bei der gewünschten Impfstelle nach den Bedingungen für spontane Besuche erkundigen.

Auch die regulären Impfangebote außerhalb der Sonderaktion bleiben eine Möglichkeit. Wer den 12. November nicht nutzen kann, kann sich über andere Termine bei Arztpraxen und teilnehmenden Apotheken informieren.

Fazit: Mehr Möglichkeiten für den Grippeschutz im November

Die Lange Nacht des Impfens am 12. November 2026 soll den Zugang zur Grippeimpfung erleichtern und mehr Menschen erreichen, die tagsüber wenig Zeit haben. Zusammen mit der Aktionswoche Impfen vom 9. bis zum 15. November entsteht ein bundesweiter Schwerpunkt, an dem sich Apotheken, Arztpraxen und Gesundheitsämter beteiligen können.

Die bisherigen Zahlen zeigen, dass das Angebot seit 2023 deutlich gewachsen ist. Wer sich impfen lassen möchte, sollte die teilnehmenden Einrichtungen in der eigenen Umgebung prüfen, möglichst einen Termin vereinbaren und bei Fragen zu Empfehlungen oder Kosten eine medizinische Beratungsstelle kontaktieren.