Bahnreisende im Raum Dortmund müssen noch bis Freitag, 6. November 2026, mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Wegen Brückenarbeiten fallen auf mehreren Streckenabschnitten Züge der Linien RE7, RE13, RE57 und RB53 aus. Besonders betroffen sind Verbindungen zwischen Dortmund, Schwerte, Unna, Holzwickede und Hagen, die monrose.de berichtet mit t-online.de.
Die Arbeiten laufen bereits seit dem 30. Oktober. Nach den Angaben des Bahnunternehmens Eurobahn sollen die Einschränkungen am 6. November gegen 21 Uhr enden. Fahrgäste müssen bis dahin teilweise auf Ersatzbusse, andere Regionalzüge oder die Dortmunder Stadtbahn ausweichen.
Die Sperrungen betreffen nicht jede Linie auf ihrer gesamten Strecke. Je nach Verbindung ändern sich sowohl der ausgefallene Abschnitt als auch die angebotene Alternative. Vor allem beim RE57 kommt noch eine zusätzliche Störung hinzu.
Zugausfälle rund um Dortmund dauern bis Freitag
Die Zugausfälle in Dortmund sind Folge von Brückenarbeiten auf mehreren wichtigen Strecken im östlichen Ruhrgebiet. Die Bauphase begann am Freitag, 30. Oktober, um 21 Uhr und soll nach derzeitiger Planung eine Woche dauern.
Für Pendler bedeutet das Einschränkungen an mehreren aufeinanderfolgenden Werktagen. Wer regelmäßig zwischen Dortmund und Schwerte oder weiter in Richtung Hagen unterwegs ist, kann seine gewohnte Direktverbindung teilweise nicht nutzen.
Betroffen sind vier Linien:
- RE7 zwischen Holzwickede und Hagen Hauptbahnhof,
- RE13 zwischen Unna und Hagen Hauptbahnhof,
- RE57 zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Schwerte sowie zusätzlich zwischen Schwerte und Fröndenberg,
- RB53 zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Schwerte.
Für die ausgefallenen Streckenabschnitte gelten unterschiedliche Ersatzkonzepte. Teilweise fahren Busse, an anderen Stellen empfiehlt Eurobahn den Umstieg auf reguläre Bahn- oder Stadtbahnlinien.

Eurobahn weist darauf hin, dass sich die Einschränkungen je nach Linie deutlich unterscheiden. Fahrgäste sollten deshalb nicht von einem einheitlichen Ersatzfahrplan für alle vier Verbindungen ausgehen.
RE7 zwischen Holzwickede und Hagen fällt aus
Auf der Linie RE7 zwischen Holzwickede und Hagen kommt es während der Bauarbeiten zu Teilausfällen. Züge können diesen Abschnitt nicht wie gewohnt bedienen.
Für die Strecke wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Reisende müssen dadurch zusätzliche Umsteigezeit einplanen. Busse benötigen auf solchen Ersatzstrecken häufig länger als Regionalzüge und halten nicht zwangsläufig direkt dort, wo normalerweise der Bahnsteigzugang liegt.
Gerade für Reisende mit Anschlusszügen in Hagen kann das relevant sein. Der bisherige Fahrplan lässt sich während der Bauphase nicht ohne Weiteres auf die Ersatzverbindung übertragen.
Wer über Hagen hinaus weiterfahren möchte, sollte mehr Zeit zwischen Busankunft und Anschlusszug einplanen. Schon wenige Minuten Verzögerung können sonst eine längere Wartezeit verursachen. Das gilt besonders in den Hauptverkehrszeiten.
RE13 fällt zwischen Unna und Hagen aus
Auch Fahrgäste der Linie RE13 sind von den Bauarbeiten betroffen. Die Züge entfallen zwischen Unna und Hagen Hauptbahnhof.
Eurobahn nennt für diese Verbindung eine Kombination aus Bahn und Ersatzbus als Alternative. Reisende können zunächst die RE7 bis Holzwickede nehmen. Dort besteht Anschluss an den Ersatzverkehr der RE7 in Richtung Hagen.
Damit entsteht für Fahrgäste aus Unna ein zusätzlicher Umstieg.
| Linie | Ausfallender Abschnitt | Vorgesehene Alternative |
|---|---|---|
| RE7 | Holzwickede – Hagen Hbf | Ersatzbusse |
| RE13 | Unna – Hagen Hbf | RE7 bis Holzwickede, danach Ersatzbus |
| RE57 | Dortmund Hbf – Schwerte | RB59 oder U41 bis Dortmund-Hörde, danach Ersatzbus |
| RE57 | Schwerte – Fröndenberg | zusätzlicher Ersatzverkehr |
| RB53 | Dortmund Hbf – Schwerte | RB59 oder U41 bis Dortmund-Hörde, danach Ersatzbus |
Die Tabelle zeigt zugleich, warum eine pauschale Aussage wie „zwischen Dortmund und Hagen fahren keine Züge“ nicht zutrifft. Einige Abschnitte bleiben befahrbar, andere können über alternative Linien umgangen werden.
RE57 hat zusätzliche Probleme zwischen Schwerte und Fröndenberg
Beim RE57 reicht die ursprünglich vorgesehene Einschränkung inzwischen nicht mehr aus. Neben dem Ausfall zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Schwerte können die Züge auch zwischen Schwerte und Fröndenberg nicht verkehren.
Als Grund nennt Eurobahn eine Unregelmäßigkeit bei den Bauarbeiten. Dadurch musste für den zusätzlichen Abschnitt ebenfalls ein Ersatzverkehr eingerichtet werden.
Das trifft insbesondere Reisende, die über Schwerte hinaus in Richtung Fröndenberg fahren. Sie müssen mit einem weiteren Wechsel zwischen Bahn und Bus rechnen.
Nach Angaben des Bahnunternehmens wurde zwischen Schwerte und Fröndenberg ein zusätzlicher Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Für den Abschnitt zwischen Dortmund und Schwerte gibt es dagegen mehrere Möglichkeiten. Zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Dortmund-Hörde können Fahrgäste die RB59 nutzen. Zusätzlich steht die Stadtbahnlinie U41 zur Verfügung.
Ab Dortmund-Hörde fahren Ersatzbusse weiter nach Schwerte.
RB53 zwischen Dortmund und Schwerte ebenfalls betroffen
Die RB53 Dortmund–Schwerte fährt während der Bauarbeiten ebenfalls nicht durchgehend. Zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Schwerte entfallen die regulären Zugverbindungen.
Die empfohlenen Alternativen entsprechen auf diesem Abschnitt weitgehend denen des RE57. Von Dortmund Hauptbahnhof können Fahrgäste entweder mit der RB59 oder mit der U41 nach Dortmund-Hörde fahren. Dort ist der Umstieg auf den Schienenersatzverkehr erforderlich.
Das macht Dortmund-Hörde während der Bauphase zu einem besonders wichtigen Umsteigepunkt.
Für Fahrgäste, die dort normalerweise nur durchfahren würden, verlängert sich die Reise durch den Wechsel vom Zug oder von der Stadtbahn in den Bus. Hinzu kommt, dass Ersatzhaltestellen nicht immer unmittelbar am normalen Bahnhofseingang liegen.
Der kürzeste Weg auf dem Linienplan ist während der Bauarbeiten nicht automatisch die schnellste Verbindung. Ein zusätzlicher Umstieg kann die Reise deutlich verlängern. Deshalb lohnt sich die Prüfung der konkreten Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt.
Welche Alternativen Fahrgäste nutzen können
Eurobahn hat für die betroffenen Abschnitte unterschiedliche Ersatzmöglichkeiten vorgesehen. Welche davon sinnvoll ist, hängt vom Ausgangspunkt und vom Ziel ab.
Für Reisende sind vor allem folgende Verbindungen relevant:
- Zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Dortmund-Hörde können RB59 und U41 als Alternative dienen.
- Zwischen Dortmund-Hörde und Schwerte verkehren Ersatzbusse.
- Zwischen Holzwickede und Hagen Hauptbahnhof ist für die RE7 ebenfalls ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
- Reisende der RE13 können über Holzwickede fahren und dort auf den Ersatzverkehr wechseln.
- Zwischen Schwerte und Fröndenberg gibt es wegen der zusätzlichen Probleme beim RE57 einen eigenen Ersatzverkehr.
Gerade morgens und am späten Nachmittag ist mit mehr Fahrgästen in den alternativen Verbindungen zu rechnen. Pendler, Schüler und Reisende verteilen sich während eines länger dauernden Teilausfalls auf weniger reguläre Zugverbindungen.
Wer Gepäck, ein Fahrrad oder einen Kinderwagen mitführt, sollte außerdem berücksichtigen, dass die Kapazität eines Ersatzbusses deutlich geringer sein kann als die eines Regionalzuges.
Warum die Bauarbeiten so viele Verbindungen gleichzeitig treffen
Die betroffenen Strecken liegen in einem eng miteinander verbundenen regionalen Bahnnetz. Dortmund, Holzwickede, Unna, Schwerte und Hagen sind wichtige Knoten beziehungsweise Umsteigepunkte für den Regionalverkehr.
Fällt ein Abschnitt aus, wirkt sich das deshalb häufig nicht nur auf eine einzelne Linie aus. Mehrere Regionalexpress- und Regionalbahnverbindungen nutzen teilweise dieselben Strecken oder kreuzen sich an denselben Bahnhöfen.
Bei den aktuellen Bahn-Bauarbeiten in NRW kommt hinzu, dass die Sperrungen unterschiedliche Abschnitte gleichzeitig betreffen. Dadurch kann ein Fahrgast bereits auf einer Ausweichroute erneut auf einen Ersatzverkehr treffen.

Das zeigt sich besonders deutlich am RE57. Dort ist nicht nur die Strecke zwischen Dortmund und Schwerte betroffen, sondern wegen der zusätzlichen Unregelmäßigkeit auch der folgende Abschnitt bis Fröndenberg.
Für regelmäßige Pendler bedeutet die aktuelle Lage vor allem eines: Die gewohnte Abfahrtszeit allein reicht für die Reiseplanung nicht aus. Entscheidend ist, welcher Abschnitt der jeweiligen Linie tatsächlich befahren wird.
Fahrgäste sollten mehr Reisezeit einplanen
Ein Schienenersatzverkehr kann den Zug ersetzen, aber nicht dessen Fahrzeit. Busse fahren im normalen Straßenverkehr, müssen Kreuzungen passieren und können in den Stoßzeiten zusätzlich durch Staus ausgebremst werden.
Wer einen festen Termin, einen Fernverkehrszug oder eine andere Anschlussverbindung erreichen muss, sollte deshalb ausreichend Reserve einplanen. Das gilt insbesondere für Umstiege in Hagen, Dortmund oder auf weiterführende Regionalverbindungen.
Hinzu kommt, dass bei mehreren parallelen Bauarbeiten kurzfristige Änderungen möglich sind. Der zusätzliche Ausfall des RE57 zwischen Schwerte und Fröndenberg zeigt, dass sich die ursprüngliche Planung während laufender Arbeiten verändern kann.
Eine Kontrolle der Verbindung kurz vor der Abfahrt ist daher sinnvoller als ein mehrere Tage alter Fahrplan.
Wann die Einschränkungen enden sollen
Der aktuelle Zeitraum für die Arbeiten ist klar begrenzt. Die Bahn-Sperrungen bis 6. November sollen am Freitag um 21 Uhr enden.
Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben die beschriebenen Teilausfälle auf RE7, RE13, RE57 und RB53 relevant. Danach soll der Verkehr auf den betroffenen Abschnitten wieder regulär möglich sein, sofern sich der Bauablauf nicht weiter verändert.
Für Pendler ist vor allem der Freitagabend entscheidend. Eine Angabe wie „bis Freitag“ bedeutet nicht, dass die Züge bereits am Freitagmorgen wieder normal verkehren. Die Einschränkungen gelten nach der angekündigten Planung noch während des gesamten Tages bis 21 Uhr.
Die Zeitangabe ist für Wochenendfahrten wichtig. Wer am Freitagnachmittag unterwegs ist, muss noch mit Ersatzverkehr rechnen. Erst nach dem vorgesehenen Ende der Arbeiten soll sich die Lage normalisieren.
Was Reisende zwischen Dortmund und Hagen jetzt wissen müssen
Die Bauarbeiten treffen vier häufig genutzte Regionalverbindungen gleichzeitig, aber auf unterschiedlichen Abschnitten. RE7, RE13, RE57 und RB53 sind daher nicht vollständig eingestellt. Entscheidend sind Startbahnhof, Ziel und der jeweilige Teilabschnitt.
Zwischen Dortmund und Schwerte stehen über Dortmund-Hörde mit RB59, U41 und Ersatzbussen mehrere Alternativen zur Verfügung. Auf dem Weg nach Hagen wird besonders Holzwickede zum wichtigen Umsteigepunkt. Beim RE57 kommt zusätzlich der Ersatzverkehr zwischen Schwerte und Fröndenberg hinzu.
Bis Freitag, 6. November 2026, um 21 Uhr sollten Fahrgäste rund um Dortmund deshalb mit längeren Fahrzeiten und zusätzlichen Umstiegen rechnen. Wer seine Verbindung unmittelbar vor der Abfahrt prüft und ausreichend Zeit für den Ersatzverkehr einplant, reduziert vor allem das Risiko, anschließende Züge oder feste Termine zu verpassen.