Apple veröffentlicht iOS 27.3 Beta: Health Age, neue Siri-Funktionen und Safari-Update

Mit iOS 27.3 testet Apple eines der umfangreichsten Updates seit dem Start von iOS 27. Die neue Version überarbeitet Health, erweitert Siri und Safari und bringt zusätzliche Funktionen für StandBy, Apple Music, Fitness+, Freeform und das faltbare iPhone Duo.

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Apple veröffentlicht iOS 27.3 Beta: Health Age, neue Siri-Funktionen und Safari-Update

Apple hat die erste Entwickler-Beta von iOS 27.3 freigegeben und damit eine ungewöhnlich umfangreiche Aktualisierung für iOS 27 gestartet. Im Mittelpunkt stehen eine neu gestaltete Health-App, zusätzliche Fähigkeiten für Siri AI, neue Safari-Optionen und Verbesserungen für das faltbare iPhone Duo. Gleichzeitig erweitert Apple mehrere kleinere Systembereiche, darunter StandBy, Apple Music, Fitness+, Freeform und das Kontrollzentrum, die monrose.de berichtet mit bild.de.

Nicht alle Funktionen können jedoch sofort von deutschen Nutzern ausprobiert werden. Die neue Health-Oberfläche unterstützt Deutsch zunächst nicht, während Siri AI in der Europäischen Union weiterhin eingeschränkt bleibt. Für Nutzer außerhalb dieser Beschränkungen zeigt die erste Beta allerdings bereits, in welche Richtung Apple das System weiterentwickelt.

Die Änderungen verteilen sich diesmal nicht nur auf einzelne Designdetails. Mehrere zentrale Apple-Apps bekommen neue Funktionen, während bestehende Dienste enger miteinander verbunden werden. Da es sich um eine Entwickler-Beta handelt, kann sich der Funktionsumfang bis zur regulären Veröffentlichung noch verändern.

Neue Health-App berechnet mit Health Age das biologische Alter

Eine der auffälligsten Neuerungen betrifft Apple Health. Apple ordnet Gesundheits- und Fitnessdaten neu und bündelt aktuelle Informationen unter anderem im Bereich „Insights“. Dort erscheinen beispielsweise Aktivitätsringe, Herzfrequenz, Schlafdaten und weitere Messwerte an einem zentralen Ort.

Apple Intelligence soll diese Daten auswerten und daraus persönliche Hinweise ableiten. Dabei berücksichtigt das System nicht nur einzelne Messungen, sondern auch gespeicherte Ziele und längerfristige Entwicklungen.

Besonders interessant ist der Bereich „Longevity“. Dort führt Apple mit „Health Age“ eine Kennzahl ein, die den körperlichen Zustand mit dem tatsächlichen Alter vergleichen soll. Grundlage dafür sind unter anderem Daten einer kompatiblen Apple Watch.

Apple veröffentlicht iOS 27.3 Beta: Health Age, neue Siri-Funktionen und Safari-Update
Apple veröffentlicht iOS 27.3 Beta: Health Age, neue Siri-Funktionen und Safari-Update

Für die Berechnung können verschiedene Messwerte einfließen:

  • Ruhepuls,
  • Herzfrequenzvariabilität,
  • VO2max,
  • Schlafdaten,
  • langfristige Aktivitätswerte,
  • weitere verfügbare Gesundheitsinformationen.

Die langfristigen Daten werden nach Themen wie Herzgesundheit, Schlaf, mentales Wohlbefinden, Bewegung, Stoffwechsel, Gehör und Ernährung sortiert. Dadurch soll weniger eine Momentaufnahme als vielmehr ein längerfristiges Bild des persönlichen Gesundheitszustands entstehen.

Datenschutz-Einordnung: Gesundheitsdaten gehören zu den sensibelsten Informationen auf einem Smartphone. Entscheidend ist deshalb nicht nur, welche Kennzahlen eine App berechnet, sondern auch, wo die Verarbeitung stattfindet und welche Daten dafür tatsächlich genutzt werden.

Für deutsche Nutzer gibt es derzeit eine Einschränkung. Die neu gestaltete Health-App steht in der ersten Beta nicht auf Deutsch zur Verfügung. Wer die neuen Bereiche testen möchte, benötigt daher eine unterstützte Systemsprache.

Health Age ist keine medizinische Diagnose

Die Bezeichnung „biologisches Alter“ dürfte schnell für Aufmerksamkeit sorgen. Apples Health Age ist jedoch in erster Linie eine aus verschiedenen Messwerten errechnete Orientierung und kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose.

Die Idee dahinter ist leicht verständlich: Zwei Menschen mit demselben Geburtsjahr können bei Ausdauer, Herz-Kreislauf-Werten, Schlaf und körperlicher Aktivität deutlich voneinander abweichen. Health Age versucht, solche Unterschiede in einer leichter verständlichen Kennzahl zusammenzuführen.

BereichBeispiele für verwendbare Informationen
HerzRuhepuls, Herzfrequenzvariabilität
FitnessVO2max, Aktivität
SchlafSchlafdauer und Schlafqualität
Bewegunglangfristige Aktivitätsdaten
Stoffwechselverfügbare Gesundheitswerte
Wohlbefindenlangfristige Trends
Ernährunggespeicherte Informationen

Für Nutzer könnte dadurch vor allem die Entwicklung über mehrere Monate interessant werden. Eine einzelne Zahl erhält mehr Kontext, wenn gleichzeitig erkennbar ist, welche Faktoren sie beeinflussen.

Safari bekommt vertikale Tabs und einen flexibleren Dunkelmodus

Auch Safari in iOS 27.3 wird sichtbar verändert. Tabs können künftig vertikal in einer Seitenleiste angeordnet werden. Das soll insbesondere dann für mehr Übersicht sorgen, wenn viele Webseiten gleichzeitig geöffnet sind.

Auf einem klassischen iPhone ist der zusätzliche Platz begrenzt. Interessanter wird die Funktion deshalb auf größeren Displays, auf dem iPad und vor allem auf dem faltbaren iPhone Duo. Dort kann eine Seitenleiste sinnvoller genutzt werden, ohne dass der eigentliche Webseitenbereich zu stark verkleinert wird.

Hinzu kommt ein anpassungsfähiger Dunkelmodus. Safari kann damit auch Webseiten abdunkeln, deren Betreiber keinen eigenen Dark Mode anbieten.

Entwickler-Einordnung: Vertikale Tabs sind weniger eine optische Spielerei als eine Reaktion auf größere und breitere Displays. Gerade bei Multitasking kann eine seitliche Tab-Liste schneller erfassbar sein als eine lange horizontale Reihe.

Für Nutzer, die regelmäßig mit vielen geöffneten Tabs arbeiten, dürfte die Änderung zu den praktischeren Neuerungen der Version gehören.

Siri AI kann mehr Aufgaben direkt in Apps erledigen

Bei Siri AI versucht Apple, den Assistenten stärker zum Werkzeug für konkrete Aktionen zu machen. Statt lediglich Informationen anzuzeigen oder Apps zu öffnen, soll Siri innerhalb unterstützter Anwendungen mehr Arbeit übernehmen.

In Mail kann der Assistent beispielsweise dabei helfen, Newsletter-Abonnements zu beenden oder kürzlich gesendete Nachrichten zurückzurufen. Safari erhält ebenfalls tiefere Siri-Integration. Dort kann die KI Tabs verwalten, doppelte Seiten schließen oder den Browserverlauf entfernen.

Auch andere Apple-Apps werden einbezogen. Zu den vorgesehenen Bereichen gehören unter anderem:

  1. Nachrichten und Kommunikation,
  2. Kalender und Termine,
  3. Fotos und Medien,
  4. Musik,
  5. Dateien und Dokumente,
  6. Safari und Webinhalte.

In der Dateien-App kann Siri bei der Organisation von Dokumenten helfen und bestimmte alte Dateien entfernen. Für Entwickler ist außerdem eine Schnittstelle vorgesehen, über die eigene Apps entsprechende Funktionen anbieten können.

Sprachlich wird Siri AI um traditionelles Chinesisch, Vietnamesisch, Türkisch und Norwegisch erweitert.

Für Nutzer in Deutschland bleibt allerdings ein entscheidender Haken: Siri AI steht in der EU in dieser Form zunächst nicht vollständig zur Verfügung. Damit fällt ein Teil der interessantesten iOS-27.3-Neuerungen in Deutschland vorerst weg.

Gerade bei Siri wird deutlich, dass dieselbe iOS-Version je nach Region sehr unterschiedlich wirken kann. Ein Nutzer kann zahlreiche neue KI-Aktionen erhalten, während sie auf einem technisch identischen Gerät in einem anderen Land fehlen. Die Versionsnummer allein sagt deshalb immer weniger über den tatsächlich verfügbaren Funktionsumfang aus.

iPhone Duo lässt sich leichter mit einer Hand bedienen

Für das faltbare iPhone Duo bringt iOS 27.3 mehrere Anpassungen. Besonders relevant ist ein neuer Ein-Hand-Modus, der Bedienelemente auf dem breiten Außendisplay besser erreichbar machen soll.

Anders als bei klassischen iPhones muss der Bildschirminhalt dabei nicht einfach nur nach unten verschoben werden. Das breitere Format des Außendisplays macht vor allem die gegenüberliegende Seite schwerer erreichbar. Deshalb kann die Oberfläche seitlich näher an den Daumen bewegt werden.

Apple nimmt zusätzlich Veränderungen an der Tastatur des Außendisplays vor. Einige Tasten werden neu angeordnet, schmaler oder kleiner dargestellt. Gleichzeitig erhält die Leertaste mehr Platz.

Die Anpassungen wirken auf den ersten Blick unspektakulär, betreffen jedoch einen Bereich, der bei einem faltbaren Smartphone im Alltag ständig genutzt wird. Ein großes Außendisplay bringt nur dann Vorteile, wenn zentrale Bedienelemente auch mit einer Hand erreichbar bleiben.

Apple veröffentlicht iOS 27.3 Beta: Health Age, neue Siri-Funktionen und Safari-Update
Apple veröffentlicht iOS 27.3 Beta: Health Age, neue Siri-Funktionen und Safari-Update

Praxis-Einordnung: Bei einem Foldable entscheidet nicht allein die Größe des geöffneten Displays über den Bedienkomfort. Ebenso wichtig ist, wie gut sich das geschlossene Gerät im Alltag mit einer Hand steuern lässt.

StandBy kommt mit zusätzlichen Möglichkeiten auf ältere iPhones

Apple erweitert außerdem den StandBy-Modus. Die Neuerungen sollen künftig nicht nur den neuesten Geräten vorbehalten bleiben, sondern bereits ab dem iPhone 11 verfügbar sein, sofern das jeweilige Modell iOS 27.3 unterstützt.

StandBy zeigt Informationen an, wenn das iPhone passend positioniert wird, und kann das Smartphone beispielsweise in eine Uhr, einen Kalender oder eine kompakte Informationsanzeige verwandeln.

Mit iOS 27.3 baut Apple diese Funktion weiter aus. Dadurch gewinnt StandBy vor allem für Geräte an Bedeutung, die nachts auf einem Ladegerät stehen oder tagsüber auf einem Schreibtisch verwendet werden.

Im Zusammenspiel mit größeren Displays und dem iPhone Duo zeigt sich ein Muster: Apple versucht, freie Bildschirmfläche stärker für dauerhaft sichtbare Informationen zu nutzen.

Apple Music führt Selfie Sing ein

Eine ungewöhnlichere Neuerung findet sich in Apple Music. Mit „Selfie Sing“ wird die bestehende Karaoke-Funktion um Videoaufnahmen erweitert.

Nutzer können sich beim Mitsingen mit der Frontkamera aufnehmen. Währenddessen erscheinen die Liedtexte auf dem Bildschirm. Nach der Aufnahme lassen sich Stimme und Effekte anpassen, bevor das Video gespeichert oder geteilt wird.

Die Funktion ist zunächst nicht für jedes Stück verfügbar. Unterstützte Titel werden innerhalb von Apple Music entsprechend angeboten.

Selfie Sing verbindet damit drei bisher getrennte Bereiche: synchronisierte Songtexte, die Sing-Funktion von Apple Music und die Frontkamera des iPhones. Apple macht aus einer reinen Musikfunktion dadurch ein Werkzeug für kurze persönliche Videos.

Fitness+ bekommt ein vierwöchiges Kraftprogramm

Auch Apple Fitness+ erhält mit iOS 27.3 eine größere Erweiterung. Das neue Angebot „Gym Strength“ erstellt ein Krafttraining über vier Wochen.

Dabei kann das Programm verschiedene Faktoren berücksichtigen, darunter Trainingsziele, Erfahrung, verfügbare Zeit und vorhandene Geräte. Nutzer erhalten damit nicht nur einzelne Videos, sondern einen länger angelegten Trainingsplan.

Interessant ist dabei die stärkere Verbindung zwischen Fitness+ und den Gesundheitsfunktionen des Systems. Während Health langfristige Daten analysiert, soll Fitness+ konkretere Trainingsangebote liefern. Auf diese Weise rücken Datenauswertung und praktische Aktivität näher zusammen.

Für Apple ist das ein logischer Ausbau des Fitness-Angebots. Statt ausschließlich einzelne Workouts anzubieten, entwickelt sich der Dienst stärker in Richtung strukturierter Trainingsprogramme.

Freeform und Kontrollzentrum erhalten kleinere Verbesserungen

Auch abseits der großen Apps gibt es Veränderungen. Freeform bekommt zusätzliche Werkzeuge zum Erstellen eigener Formen. Ein Teil dieser Funktionen ist an ein Creator-Studio-Abonnement gebunden.

Neu sind außerdem weitere Möglichkeiten zur Gestaltung von Boards. Damit richtet sich Freeform stärker an Nutzer, die das Programm nicht nur für einfache Notizen, sondern für umfangreichere Projekte, Brainstormings oder visuelle Planung einsetzen.

Im Kontrollzentrum wird der Umgang mit VPN-Verbindungen praktischer. Statt einen VPN-Zugang lediglich ein- oder auszuschalten, soll schneller zwischen mehreren eingerichteten Verbindungen gewechselt werden können.

Diese Änderung ist klein, kann für Nutzer mit privaten und beruflichen VPN-Profilen aber deutlich hilfreicher sein als manche auffälligere Designanpassung.

Die wichtigsten Neuerungen von iOS 27.3 im Überblick

BereichNeuerung
HealthInsights, Longevity und Health Age
Sirizusätzliche Aktionen innerhalb von Apps
Safarivertikale Tabs und adaptiver Dunkelmodus
iPhone Duoverbesserte Ein-Hand-Bedienung und Tastatur
StandByerweiterte Funktionen für unterstützte iPhones
Apple MusicSelfie Sing
Fitness+vierwöchiges Gym-Strength-Programm
Freeformzusätzliche Form- und Gestaltungswerkzeuge
Kontrollzentrumschnellerer Wechsel zwischen VPNs

Damit fällt iOS 27.3 wesentlich umfangreicher aus als ein typisches Zwischenupdate, das hauptsächlich Fehlerkorrekturen und Sicherheitsverbesserungen enthält. Apple nutzt die Version, um mehrere bereits bestehende Systembereiche gleichzeitig auszubauen.

Was deutsche iPhone-Nutzer bei iOS 27.3 beachten müssen

Die erste Entwickler-Beta zeigt bereits einen großen Teil der geplanten Neuerungen, doch nicht alles ist in Deutschland gleichermaßen nutzbar. Besonders deutlich wird das bei Health und Siri AI.

Die überarbeitete Health-App ist zunächst nicht deutsch lokalisiert. Siri AI bleibt innerhalb der Europäischen Union eingeschränkt. Andere Neuerungen wie Safari-Anpassungen, StandBy-Erweiterungen, Änderungen am Kontrollzentrum oder die Bedienverbesserungen für das iPhone Duo sind davon nicht in gleicher Weise betroffen.

Hinzu kommt der Beta-Status. Funktionen können während der Testphase verändert, ergänzt oder wieder entfernt werden. Für ein produktiv genutztes Hauptgerät ist eine frühe Entwickler-Version deshalb weniger interessant als für Entwickler und Nutzer, die neue Funktionen gezielt ausprobieren möchten.

iOS 27.3 zeichnet sich dennoch schon jetzt als eines der größeren Updates innerhalb des iOS-27-Zyklus ab. Vor allem die neue Health-App mit Health Age, die tieferen Siri-Aktionen und die Anpassungen für das iPhone Duo verändern mehr als nur das Erscheinungsbild. Für Nutzer in Deutschland bleibt die entscheidende Frage allerdings nicht nur, welche Funktionen Apple entwickelt, sondern welche davon zum regulären Start tatsächlich auf Deutsch und innerhalb der EU freigeschaltet werden.