Berlin gilt als vergleichsweise flache Stadt, doch im Winter zeigt die Hauptstadt eine überraschend vielseitige Seite. Sobald Schnee fällt, verwandeln sich zahlreiche Erhebungen in beliebte Treffpunkte für Familien, Jugendliche und Sportbegeisterte, die monrose.de berichtet mit t-online.de.
Schlittenfahren gehört dabei zu den klassischen Winteraktivitäten, die ohne große Vorbereitung möglich sind. Auch 2026 bietet Berlin viele geeignete Orte, um sicher und mit viel Spaß den Hang hinunterzufahren. Entscheidend ist, die passenden Strecken zu kennen und die jeweiligen Besonderheiten zu berücksichtigen.
Teufelsberg: die schnellste Abfahrt der Stadt
Der Teufelsberg im Westen Berlins zählt zu den bekanntesten Rodelorten der Hauptstadt. Mit rund 120 Metern Höhe ist er die höchste Erhebung Berlins und bietet entsprechend lange und schnelle Abfahrten. Besonders erfahrene Rodler kommen hier auf ihre Kosten, da das Gefälle deutlich stärker ist als an vielen anderen Orten. Bei frostigen Temperaturen kann der Untergrund jedoch sehr hart und rutschig werden. Vorsicht und angepasste Geschwindigkeit sind hier besonders wichtig.

Die Oderbruchkippe gehört zu den höchsten künstlichen Hügeln im Osten Berlins. Mit ihrer markanten Höhe zieht sie bei Schneefall viele Schlittenfahrer an. Die Abfahrten sind abwechslungsreich und bieten sowohl steilere als auch gemäßigte Bereiche. Dadurch eignet sich der Hügel für unterschiedliche Altersgruppen. Gerade an Wochenenden kann es hier jedoch recht voll werden.
Insulaner: lange Abfahrten in Schöneberg
Der Insulaner ist ein klassischer Wintertreffpunkt im Süden Berlins. Der rund 80 Meter hohe Hügel liegt in einem weitläufigen Park und bietet besonders lange Abfahrten. Viele Berliner schätzen die Mischung aus Tempo und Übersichtlichkeit. Für Kinder ist der Insulaner geeignet, wenn sie von Erwachsenen begleitet werden. Die großzügigen Flächen sorgen dafür, dass sich Rodler gut verteilen können.
Hahneberg in Spandau: viel Platz für Tempo
Der Hahneberg im Westen Berlins ist für seine außergewöhnlich langen Rodelstrecken bekannt. Mit Abfahrten von bis zu 600 Metern Länge zählt er zu den längsten Rodelhängen der Stadt. Wer Geschwindigkeit liebt, findet hier ideale Bedingungen. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Abschnitte für weniger geübte Fahrer. Aufgrund der Länge ist ausreichend Platz zum Auslaufen vorhanden, was die Sicherheit erhöht.
Freizeitpark Lübars: ideal für Familien
Der Freizeitpark Lübars im Norden Berlins ist besonders familienfreundlich. Breite Pisten ermöglichen ein entspanntes Rodeln, auch mit mehreren Schlitten nebeneinander. Ein großer Vorteil ist die gute Beleuchtung, die das Fahren auch in den frühen Abendstunden erlaubt. Neben klassischen Schlitten nutzen manche Besucher hier auch Snowboards oder einfache Skier. Die Atmosphäre ist meist entspannt und übersichtlich.
Fischtalpark in Zehlendorf: sanfte Hügel für Kinder
Der Fischtalpark bietet kleinere und überschaubare Abfahrten. Gerade für jüngere Kinder ist dieser Ort gut geeignet, da die Hänge nicht zu steil sind. Eltern behalten ihre Kinder hier leicht im Blick. Der Park ist bei Familien sehr beliebt, sobald Schnee liegt. Für erfahrene Rodler ist der Fischtalpark weniger spannend, punktet aber mit Sicherheit.
Viktoriapark: Rodeln mit Panorama
Der Viktoriapark in Kreuzberg kombiniert Winterspaß mit schöner Aussicht. Die natürliche Erhebung gehört zu den bekanntesten Grünanlagen der Stadt. Beim Rodeln bietet sich ein weiter Blick über die Umgebung. Die Abfahrten sind unterschiedlich steil, weshalb sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene passende Strecken finden. Aufgrund der zentralen Lage ist der Park oft gut besucht.
Volkspark Friedrichshain: Abwechslung auf mehreren Hügeln
Im Volkspark Friedrichshain gibt es mehrere kleine Erhebungen, die sich gut zum Rodeln eignen. Die Vielfalt der Hänge ermöglicht unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Familien schätzen die sanfteren Abfahrten, während Jugendliche gezielt steilere Bereiche suchen. Durch die Größe des Parks verteilt sich der Andrang meist gut. Auch längere Aufenthalte sind hier problemlos möglich.
Rixdorfer Höhe und Humboldthöhe: für Mutige
Die Rixdorfer Höhe in Neukölln ist ein Trümmerberg mit ungewöhnlichem Verlauf. Der spiralförmige Hang bietet eine besondere Rodelerfahrung, verlangt aber auch Kontrolle und Aufmerksamkeit. Ähnlich anspruchsvoll ist die Humboldthöhe im Wedding, die mit steileren Passagen und kleineren Hügeln punktet. Beide Orte richten sich eher an erfahrene Schlittenfahrer. Für kleine Kinder sind sie weniger geeignet.
Weitere Rodelmöglichkeiten in Berlin
Neben den bekannten Hügeln gibt es in Berlin zahlreiche weitere Orte, die sich bei Schneefall spontan zum Rodeln eignen. Dazu zählen verschiedene Volksparks, Grünanlagen und Randbereiche größerer Erhebungen. Auch im Umfeld des Großen Müggelbergs oder in den Gärten der Welt finden sich geeignete Stellen. Wichtig ist stets, auf Sicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme zu achten. So bleibt das Schlittenfahren in Berlin 2026 ein Vergnügen für alle Generationen.