Fahrgäste der Kölner Verkehrs-Betriebe müssen sich im Jahr 2026 auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Mehrere umfangreiche Bauarbeiten sollen das Stadtbahnnetz modernisieren und langfristig stabilisieren. Besonders betroffen sind dabei die stark frequentierten Linien 1, 7 und 9. In einigen Abschnitten kommt es zu vollständigen Sperrungen, die mehrere Wochen andauern. Pendlerinnen und Pendler müssen daher frühzeitig Alternativen einplanen, die monrose.de berichtet mit t-online.de.
Die Maßnahmen werden gemeinsam von der Stadt Köln und den KVB umgesetzt. Ziel ist es, notwendige Sanierungen gebündelt durchzuführen, um spätere Einzelbaustellen zu vermeiden. Trotz dieser Strategie lassen sich Einschränkungen im täglichen Verkehr nicht vermeiden. Besonders rechtsrheinische Stadtteile werden spürbar betroffen sein. Die KVB rechnen in diesen Bereichen mit deutlichen Umstellungen im Fahrplan.
Bauarbeiten gezielt in den Ferien geplant
Um die Belastung für Fahrgäste möglichst gering zu halten, legen Stadt und KVB die größten Bauarbeiten bewusst in die Schulferien. In diesen Zeiträumen ist erfahrungsgemäß weniger Berufsverkehr unterwegs. Daher konzentrieren sich die Hauptmaßnahmen auf die Oster-, Sommer- und Herbstferien. Dennoch werden auch Gelegenheitsfahrgäste und Touristinnen und Touristen Einschränkungen bemerken.
Zusätzlich kommt es zeitweise zu Unterbrechungen im Innenstadtbereich. Besonders die Streckenabschnitte zwischen Heumarkt und Neumarkt sind betroffen. Diese Bereiche zählen zu den wichtigsten Knotenpunkten im Kölner Stadtbahnnetz. Entsprechend groß sind die Auswirkungen auf den gesamten Verkehrsfluss. Ersatzkonzepte sollen die Folgen abfedern.
Erste Sperrungen ab Ende März
Die ersten größeren Bauarbeiten beginnen bereits Ende März. Ab dem 28. März wird ein zentraler Streckenabschnitt modernisiert. Dabei steht unter anderem die Erneuerung eines Hochwasserschutztors im Bereich der Mindener Straße im Fokus. Die Arbeiten sollen bis zum Ende der Osterferien abgeschlossen sein. In dieser Zeit kommt es zu geänderten Linienführungen.
Züge der Linie 1 fahren aus westlicher Richtung regulär bis zum Heumarkt. Von dort werden sie jedoch in eine andere Richtung umgeleitet. Die Linie 9 wird bereits am Neumarkt getrennt und wendet dort. Rechtsrheinisch enden die Fahrten an der Station Messe/Deutz. Diese Einschränkungen wiederholen sich in ähnlicher Form während der Herbstferien.
Sommerferien bringen die größten Einschränkungen
Die umfangreichsten Arbeiten sind für die Sommerferien vorgesehen. Zwischen Mitte Juli und Anfang September wird die Strecke der Linie 1 zwischen Heumarkt und Bensberg vollständig gesperrt. Insgesamt sind rund 20 Haltestellen betroffen. Fahrgäste müssen in diesem Zeitraum auf Ersatzverkehre ausweichen. Besonders für Pendler bedeutet dies längere Fahrzeiten.
Auch die Linien 7 und 9 sind in den Sommerferien betroffen. Die Linie 7 wird zwischen Heumarkt und Messe/Deutz getrennt. Die Linie 9 verkehrt nur eingeschränkt zwischen Neumarkt und Messe/Deutz. Die KVB setzen in diesen Abschnitten Busse ein, die den regulären Linienverlauf möglichst genau nachfahren. Dennoch ist mit Verzögerungen zu rechnen.
Herbstferien mit weiteren Sperrungen
Auch in den Herbstferien werden größere Bauarbeiten fortgesetzt. In dieser Phase kommt es erneut zu Trennungen zwischen Innenstadt und rechtsrheinischem Netz. Die Linie 1 wird wieder zwischen Heumarkt und Messe/Deutz unterbrochen. Die Linie 9 endet ebenfalls am Neumarkt beziehungsweise Messe/Deutz. Damit setzen sich die Einschränkungen über mehrere Monate fort.
Die KVB weisen darauf hin, dass diese gebündelte Vorgehensweise langfristig Vorteile bringen soll. Statt häufiger kleiner Baustellen gibt es wenige, aber umfangreiche Maßnahmen. Für Fahrgäste bedeutet das zwar temporär größere Einschnitte. Langfristig soll der Betrieb jedoch zuverlässiger werden. Voraussetzung ist Geduld während der Bauphasen.
Ersatzverkehr und alternative Verbindungen
Während aller Sperrungen richten die KVB Ersatzbusse ein. Diese verkehren auf den betroffenen Streckenabschnitten und halten an möglichst vielen regulären Haltestellen. Zusätzlich bleibt der Bahnhof Messe/Deutz über andere Stadtbahnlinien erreichbar. Auch S-Bahnen und Regionalzüge bieten alternative Verbindungen. Fahrgäste sollten diese Optionen bei ihrer Routenplanung berücksichtigen.
Die KVB empfehlen, vor Fahrtantritt aktuelle Informationen zu prüfen. Gerade in den ersten Tagen nach Beginn einer Sperrung kann es zu Anpassungen kommen. Wer flexibel bleibt und etwas mehr Zeit einplant, kann Verzögerungen besser ausgleichen. Besonders zu Stoßzeiten ist mit höherem Fahrgastaufkommen zu rechnen.
Warum die Bauarbeiten notwendig sind
Hinter den Maßnahmen stehen umfangreiche Sanierungen der Infrastruktur. Dazu zählen Schienen, Oberleitungen sowie Signal- und Elektrotechnik. Im Abschnitt zwischen Merheim und Bensberg werden zudem Arbeiten an der Gleisanlage durchgeführt. Zusätzlich nutzt die Stadt die Sperrungen für Brandschutz- und Umgestaltungsarbeiten an wichtigen Haltestellen. Besonders der Bereich Messe/Deutz steht dabei im Fokus.
Die Stadt Köln betont, dass die gebündelte Umsetzung mehrere Vorteile hat. Die Gesamtbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner soll reduziert werden. Gleichzeitig können Sperrpausen effizient genutzt werden. Auch wenn die Einschränkungen für Fahrgäste spürbar sind, sollen sie langfristig zu einem stabileren Betrieb führen. Die Bauarbeiten gelten daher als notwendige Investition in die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs.