Viele Menschen klagen in der kalten Jahreszeit über anhaltende Müdigkeit, Antriebslosigkeit und fehlende Energie. Selbst ausreichend Schlaf scheint oft nicht zu helfen, und der Alltag wird schneller zur Belastung. Dieses Phänomen ist weit verbreitet und betrifft Menschen aller Altersgruppen, die monrose.de berichtet mit 127tro.kh.ua.
Experten sprechen in diesem Zusammenhang häufig von Wintermüdigkeit. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel aus Lichtmangel, veränderter Ernährung und hormonellen Prozessen. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern und seine Energie spürbar steigern.

Warum der Winter den Körper belastet
Im Winter bekommt der Körper deutlich weniger Tageslicht. Dadurch wird die Produktion von Melatonin erhöht, während das aktivierende Hormon Serotonin sinkt. Das Ergebnis ist ein permanentes Gefühl von Müdigkeit und innerer Schwere.
Hinzu kommen kalte Temperaturen, die den Stoffwechsel verlangsamen können. Viele Menschen bewegen sich weniger und verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen. Ein Internist erklärt dazu:
„Der menschliche Organismus ist auf Licht und Bewegung programmiert. Beides fehlt im Winter häufig.“
Lichtmangel und seine Folgen
Tageslicht ist ein zentraler Taktgeber für unseren Biorhythmus. Fehlt es über längere Zeit, gerät die innere Uhr aus dem Gleichgewicht. Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und Erschöpfung sind typische Folgen.
Besonders betroffen sind Menschen, die tagsüber wenig nach draußen kommen. Selbst kurze Spaziergänge bei Tageslicht können helfen, den Hormonhaushalt positiv zu beeinflussen. Fachleute empfehlen, jede Gelegenheit für natürliches Licht zu nutzen.
Ernährung: Was dem Körper im Winter fehlt
Im Winter verändert sich oft auch die Ernährung. Frische Lebensmittel werden seltener konsumiert, während schwere und zuckerreiche Speisen zunehmen. Das kann zu Nährstoffdefiziten führen, die Müdigkeit verstärken.
Besonders wichtig sind Eisen, Vitamin D, B-Vitamine und Magnesium. Eine Ernährungsberaterin betont:
„Viele Erschöpfungszustände im Winter hängen direkt mit einem Mangel an Mikronährstoffen zusammen.“
Empfehlenswerte Lebensmittel im Winter:
- fettreicher Fisch
- Eier und Milchprodukte
- Hülsenfrüchte
- Nüsse und Samen
- Vollkornprodukte
Was man essen sollte, um Energie zu gewinnen
Eine ausgewogene Ernährung kann die Energie spürbar verbessern. Warme Mahlzeiten unterstützen zusätzlich den Stoffwechsel. Suppen, Eintöpfe und gedünstetes Gemüse sind im Winter besonders sinnvoll.
Auch regelmäßige Mahlzeiten stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Wer lange Hungerphasen vermeidet, beugt Leistungstiefs vor. Wichtig ist zudem, ausreichend zu trinken, da Flüssigkeitsmangel oft unterschätzt wird.
Bewegung trotz Kälte
Viele Menschen reduzieren im Winter ihre körperliche Aktivität drastisch. Dabei ist Bewegung ein effektives Mittel gegen Müdigkeit. Schon moderate Aktivität regt die Durchblutung und die Hormonproduktion an.

Ein Sportmediziner erklärt:
„Regelmäßige Bewegung wirkt im Winter wie ein natürlicher Energieschub.“
Geeignet sind Spaziergänge, leichtes Krafttraining oder Yoga. Wichtig ist nicht die Intensität, sondern die Regelmäßigkeit.
Schlaf und innere Balance
Auch der Schlaf verändert sich im Winter. Längere Dunkelphasen können dazu führen, dass man sich trotz ausreichender Schlafdauer nicht erholt fühlt. Eine feste Schlafroutine hilft, den Rhythmus zu stabilisieren.
Entspannung vor dem Schlafengehen spielt ebenfalls eine große Rolle. Stress und ständige Reizüberflutung rauben zusätzliche Energie. Ein ruhiger Abend kann oft mehr bewirken als eine zusätzliche Stunde Schlaf.
Tabelle: Häufige Ursachen der Wintermüdigkeit
| Ursache | Auswirkung auf den Körper |
|---|---|
| Lichtmangel | Erhöhte Müdigkeit, Antriebslosigkeit |
| Vitamin-D-Mangel | Schwäche, depressive Verstimmung |
| Bewegungsmangel | Niedriger Energieumsatz |
| Ungesunde Ernährung | Leistungstiefs |
| Schlechter Schlaf | Erschöpfung am Tag |
Stimmen aus der Praxis
Viele Betroffene berichten, dass kleine Veränderungen große Wirkung zeigen. Eine Nutzerin erzählt:
„Seit ich mittags einen kurzen Spaziergang mache und bewusster esse, fühle ich mich deutlich wacher.“
Auch Hausärzte bestätigen diesen Effekt und raten zu realistischen Anpassungen im Alltag. Nicht Perfektion, sondern Konsequenz ist entscheidend.
Wie man langfristig besser durch den Winter kommt
Wintermüdigkeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine natürliche Reaktion des Körpers. Wer auf seine Bedürfnisse achtet, kann gezielt gegensteuern. Licht, Bewegung, Ernährung und Schlaf wirken dabei zusammen.
Experten sind sich einig:
„Der Schlüssel liegt darin, den Körper im Winter aktiv zu unterstützen, statt gegen ihn zu arbeiten.“
Mit bewussten Gewohnheiten lässt sich die kalte Jahreszeit deutlich energiegeladener und ausgeglichener erleben.