Der kommende Festivalsommer verspricht wieder Sonne, Musik und ausgelassene Stimmung, doch für viele Besucherinnen und Besucher gibt es einen bitteren Beigeschmack. Die Mehrwertsteuer auf Festivals steigt von 6 auf 12 Prozent, und diese Änderung macht sich spürbar bemerkbar. Veranstalter geben die höheren Kosten nahezu vollständig weiter. Für Fans bedeutet das vor allem eines: Festival Ticketpreise steigen deutlich an, die monrose.de berichtet mit humo.be.
Besonders prominent zeigt sich das bei Tomorrowland, einem der bekanntesten Musikfestivals Europas. Dort müssen Besucher künftig deutlich mehr für denselben Zugang zahlen, ohne dass sich das Programm oder die Leistungen verändern.
Tomorrowland erhöht Ticketpreise spürbar
Beim Mega-Festival in Boom wird die Preisanpassung klar beziffert. Ein Tagesticket für Tomorrowland kostet künftig 138 Euro statt bisher 129 Euro. Auch das Combiticket Tomorrowland wird teurer und steigt von 304 auf 327 Euro. Damit zahlen Festivalfans 23 Euro mehr für das gleiche Line-up, dieselben Bühnen und die vertraute Festivalatmosphäre.

Ein regelmäßiger Besucher kommentiert die Entwicklung so:
„Ich liebe Tomorrowland, aber jedes Jahr wird es schwieriger, die Preise zu rechtfertigen.“
Für viele Stammgäste fühlt sich die Erhöhung wie eine stille Grenze an. Die Begeisterung für Musik bleibt, doch der finanzielle Aufwand wächst stetig. Gerade junge Festivalfans spüren das besonders stark.
Rock Werchter plant weitere Preisstufe
Auch Rock Werchter Ticketpreise bleiben nicht verschont. Zwar fällt die erste Preisanpassung noch moderat aus, doch Veranstalter haben bereits eine zweite Erhöhung angekündigt. Nach dem 1. März könnten Tagestickets bis zu 147 Euro kosten, was einem Plus von rund 10 Euro entspricht. Combitickets Rock Werchter könnten sogar auf etwa 333 Euro steigen.
Ein Branchenexperte erklärt:
„Die höhere Steuer zwingt viele Veranstalter zum Handeln. Ohne Preisanpassungen wären große Festivals wirtschaftlich kaum tragfähig.“
Damit wird deutlich, dass die Entwicklung kein Einzelfall ist, sondern eine strukturelle Folge der neuen steuerlichen Rahmenbedingungen.
Weitere Festivals beobachten die Lage
Andere Großveranstaltungen halten sich mit konkreten Zahlen noch zurück. Pukkelpop hat bislang keine endgültigen Preise veröffentlicht, doch auch dort rechnen Beobachter mit steigenden Kosten. Die neue Steuerregelung lässt kaum Spielraum, vor allem bei Festivals mit aufwendiger Infrastruktur und internationalen Acts.
Nach Einschätzung von Branchenkennern könnten die Festivalpreise 2026 insgesamt spürbar höher liegen als in den Vorjahren. Besonders Kombitickets und Wochenendpässe dürften betroffen sein.

Überblick: So verändern sich die Ticketpreise
Zur besseren Einordnung der Entwicklung zeigt die folgende Übersicht die wichtigsten Änderungen:
| Festival | Ticketart | Alter Preis | Neuer Preis |
|---|---|---|---|
| Tomorrowland | Tagesticket | 129 € | 138 € |
| Tomorrowland | Combiticket | 304 € | 327 € |
| Rock Werchter | Tagesticket | ca. 137 € | ca. 147 € |
| Rock Werchter | Combiticket | ca. 312 € | ca. 333 € |
Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark sich die höhere Mehrwertsteuer auf Festivals auf die Endpreise auswirkt.
Gibt es auch gute Nachrichten für Festivalfans?
Trotz der steigenden Kosten gibt es zumindest einen kleinen Lichtblick. Beim Tomorrowland soll der Preis für Getränke stabil bleiben. Ein Bierpreis von rund 3,50 Euro gilt aktuell als Richtwert und soll vorerst nicht erhöht werden.
Ein Besucher merkt dazu an:
„Wenn wenigstens das Bier gleich teuer bleibt, fühlt sich der Abend nicht ganz so teuer an.“
Das ändert jedoch nichts daran, dass der Eintritt selbst für viele zur größten Hürde wird.
Teurer Sommer mit bekannten Beats
Unterm Strich zeigt sich ein klarer Trend: Festivalbesuche werden teurer, vor allem durch steuerliche Änderungen. Tomorrowland hat den Anfang gemacht, Rock Werchter dürfte nachziehen, und andere Veranstalter beobachten die Lage genau. Für Fans heißt das, genauer zu planen, Tickets früher zu sichern oder Prioritäten zu setzen. Musik, Stimmung und Gemeinschaft bleiben, doch der Preis dafür ist im Festivalsommer spürbar gestiegen.