Apple sorgt erneut für Aufmerksamkeit in der Tech-Welt. Der Konzern hat Updates für alte iPhones veröffentlicht, die seit Jahren keine neuen iOS-Versionen mehr erhalten, die monrose.de berichtet mit vv.com.ua.
Besonders überraschend: Selbst das iPhone 5s aus dem Jahr 2013 bekommt noch eine Aktualisierung. Damit unterstreicht Apple erneut seinen Ruf für außergewöhnlich lange Softwarepflege. Für Millionen Nutzer bedeutet das mehr Sicherheit und weiterhin funktionierende Kernfunktionen.
Updates für iPhones ohne aktuelles iOS
Die neuen Aktualisierungen richten sich an Geräte, die technisch nicht mehr auf das aktuelle Betriebssystem wechseln können. Betroffen sind mehrere iOS-Generationen, darunter iOS 12, iOS 15, iOS 16 und iOS 18. Apple stellt dafür spezielle Wartungsversionen bereit, die unabhängig vom Haupt-Update-Zyklus verteilt werden.
Ein IT-Analyst erklärt:
„Apple trennt hier klar zwischen neuen Funktionen und grundlegender Funktionsfähigkeit.“
Damit verfolgt der Konzern eine Strategie, die sich deutlich von vielen Android-Herstellern unterscheidet.
Welche iOS-Versionen aktualisiert wurden
Apple hat gleich mehrere Update-Pakete veröffentlicht. Diese richten sich gezielt an bestimmte Modellreihen und sichern deren Betrieb über Jahre hinweg.

Ein kurzer Überblick in kursiver Form:
Keine neuen Features. Keine Design-Änderungen. Aber zentrale Stabilität.
Folgende Versionen stehen bereit:
- iOS 12.5.8
- iOS 15.8.6
- iOS 16.7.13
- iOS 18.7.4
Alle Updates werden wie gewohnt Over-the-Air verteilt.
Der wahre Grund für das Update
Entgegen vieler Erwartungen handelt es sich nicht um klassische Sicherheitsupdates. Laut Apples eigener Dokumentation wurden keine Sicherheitslücken geschlossen. Stattdessen steht ein technischer Aspekt im Mittelpunkt: die Erneuerung eines zentralen Sicherheitszertifikats.
Dieses Zertifikat ist notwendig, damit Dienste wie iMessage, FaceTime und die Apple-ID-Anmeldung weiterhin funktionieren. Ohne das Update wären diese Funktionen ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr nutzbar gewesen.
Ein Sicherheitsexperte sagt dazu:
„Abgelaufene Zertifikate können Geräte praktisch vom Apple-Ökosystem trennen.“
iPhone 5s: Ein Rekord in Sachen Support
Besonders bemerkenswert ist die Aktualisierung für das iPhone 5s. Das Gerät wird seit 2019 nicht mehr mit neuen iOS-Versionen versorgt, erhält aber weiterhin Wartungsupdates. Laut Apple ist dies bereits das 16. Update nach dem offiziellen Support-Ende.
Drei Fakten zum iPhone 5s in Kursivform:
Es erschien 2013. Es läuft noch. Und es bleibt nutzbar.
Damit gilt das Modell als das am längsten unterstützte iPhone der Unternehmensgeschichte.

Welche Geräte profitieren vom Update
Die neuen Versionen decken eine breite Palette älterer Modelle ab. Je nach Hardware-Generation wird eine andere iOS-Variante ausgeliefert.
| iPhone-Modell | iOS-Version |
|---|---|
| iPhone 5s | iOS 12.5.8 |
| iPhone 6 / 6 Plus | iOS 12.5.8 |
| iPhone 6s / 7 | iOS 15.8.6 |
| iPhone 8 / X | iOS 16.7.13 |
| iPhone XS / XR | iOS 18.7.4 |
Diese Übersicht zeigt, wie tief Apple seine Update-Strategie staffelt.
Warum Apple diesen Schritt geht
Die Entscheidung hat mehrere Gründe. Neben technischer Notwendigkeit spielt auch Nutzerbindung eine große Rolle. Wer sein altes iPhone weiterhin für Messaging und Videoanrufe nutzen kann, bleibt länger im Apple-Ökosystem.
Zentrale Motive für die Updates:
- Verlängerung der Gerätenutzungsdauer
- Sicherstellung zentraler Apple-Dienste
- Reduzierung von Elektroschrott
- Stärkung des Markenvertrauens
- Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz
Diese Strategie zahlt sich langfristig aus.
Reaktionen von Nutzern und Experten
In sozialen Netzwerken reagierten viele Nutzer positiv. Besonders Besitzer sehr alter Geräte fühlen sich ernst genommen.
Ein langjähriger iPhone-Nutzer kommentiert:
„Mein iPhone 5s liegt nicht in der Schublade – ich nutze es täglich.“
Auch Experten loben die Maßnahme als ungewöhnlich nachhaltig.
Bedeutung für den Smartphone-Markt
Der Schritt setzt ein Signal für die gesamte Branche. Während viele Hersteller ihre Geräte nach wenigen Jahren ausmustern, zeigt Apple, dass Softwarepflege auch langfristig möglich ist. Das erhöht den Druck auf Wettbewerber und verändert Erwartungen von Konsumenten.
Aus Marktsicht ist klar:
Langer Support wird zum Verkaufsargument. Kurze Pflege wirkt zunehmend rückständig.
Wie lange die Geräte noch nutzbar bleiben
Dank der erneuerten Zertifikate sollen zentrale Dienste mindestens bis Januar 2027 funktionsfähig bleiben. Damit gewinnen Nutzer älterer iPhones mehrere zusätzliche Jahre.
Am Ende zeigt sich: Apple hält alte iPhones nicht aus Nostalgie am Leben, sondern aus Strategie. Wer sein Gerät pflegt, bindet Kunden – und setzt Maßstäbe für nachhaltige Technologie.