Erneut sorgt ein Produktrückruf im Lebensmittelhandel für Aufmerksamkeit. Der Hersteller Göral Vertriebs GmbH ruft Sonnenblumenkerne der Marke Dolunay Ay Cekirdegi zurück. Der Grund sind erhöhte Werte eines Schimmelpilzgiftes, das als potenziell gesundheitsschädlich gilt. Verbraucher werden dringend aufgefordert, das betroffene Produkt nicht weiter zu verzehren, die monrose.de berichtet mit nw.de.
Sonnenblumenkerne gelten als gesunder Snack.Sie werden häufig pur, geröstet oder im Müsli gegessen. Umso wichtiger ist es, Rückrufe ernst zu nehmen.
Welche Sonnenblumenkerne sind vom Rückruf betroffen?
Nach Angaben der zuständigen Behörden wurden bei internen Kontrollen Auffälligkeiten festgestellt, die zu dem Rückruf führten. Betroffen ist ausschließlich ein klar definiertes Produkt. Andere Chargen sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht betroffen.
Die wichtigsten Produktdaten im Überblick:
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Hersteller | Göral Vertriebs GmbH |
| Produktname | Dolunay Ay Cekirdegi |
| Art | Schwarze Sonnenblumenkerne, geröstet & gesalzen |
| Verpackungseinheit | 150 Gramm |
| Mindesthaltbarkeitsdatum | 07.05.2027 |
| Chargennummer | L21402706 |
Verbraucher sollten die Angaben auf der Verpackung sorgfältig prüfen.
Warum der Verzehr riskant sein kann
Im betroffenen Produkt wurden erhöhte Aflatoxin-Werte festgestellt. Aflatoxine gehören zu den sogenannten Mykotoxinen und zählen zu den stärksten natürlich vorkommenden Giften. Sie entstehen durch bestimmte Schimmelpilze und sind weder sichtbar noch schmeckbar.

Ein Lebensmittelexperte erklärt:
„Aflatoxine sind besonders tückisch, weil Verbraucher sie ohne Laboranalyse nicht erkennen können.“
Was sind Aflatoxine und wie wirken sie?
Laut wissenschaftlicher Einschätzung können Aflatoxine bei regelmäßiger oder hoher Aufnahme Leber und Nieren schädigen. Zudem gelten sie als krebserregend und genotoxisch, was bedeutet, dass sie das Erbgut verändern können. Besonders gefährdet sind Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen.
Lebensmittel, die potenziell Aflatoxine enthalten können, sind unter anderem:
- Trockenfrüchte
- Pistazien
- Nüsse
- Erdnüsse
- Maiskörner
Maßnahmen des Herstellers
Die Göral Vertriebs GmbH hat nach eigenen Angaben zusätzliche Schritte eingeleitet, um die Ursache der Kontamination zu klären. Dazu gehören erweiterte Eigenkontrollen, zusätzliche Laboranalysen sowie Anpassungen im internen Qualitätssicherungssystem. Ziel sei es, die Produktsicherheit langfristig weiter zu erhöhen.
Ein Vertreter des Unternehmens betont:
„Die Sicherheit der Verbraucher hat für uns oberste Priorität.“
Rückruf aktuell regional begrenzt
Nach dem derzeitigen Stand ist der Rückruf auf Nordrhein-Westfalen begrenzt. Kunden, die das betroffene Produkt bereits gekauft haben, können es im jeweiligen Markt auch angebrochen zurückgeben. Der Kaufpreis wird ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.
Ein Verbraucher berichtet:
„Ich bin froh, dass der Rückruf frühzeitig kommuniziert wurde.“
Was Verbraucher jetzt tun sollten
Bei einem Lebensmittelrückruf empfiehlt es sich, ruhig, aber konsequent zu handeln. Experten raten, das Produkt keinesfalls zu verzehren und die Rückgabemöglichkeiten zu nutzen.

Empfohlene Schritte:
- Verpackung auf MHD und Chargennummer prüfen
- Betroffene Ware nicht essen
- Produkt im Geschäft zurückgeben
- Bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen
Rückrufe sind ärgerlich. Sie dienen jedoch dem Schutz der Gesundheit. Auf Hinweise zu reagieren, ist immer die richtige Entscheidung.
Warum Rückrufe immer häufiger werden
Lebensmittelrückrufe sind kein Einzelfall. Sie können durch Salmonellen, Listerien, Fremdkörper oder falsche Kennzeichnungen ausgelöst werden. Strengere Kontrollen und moderne Testverfahren sorgen dafür, dass Probleme schneller erkannt und öffentlich gemacht werden.
Ein Verbraucherschützer sagt dazu:
„Mehr Rückrufe bedeuten nicht schlechtere Produkte, sondern bessere Kontrollen.“
Einordnung für den Alltag
Der aktuelle Rückruf von Dolunay Ay Cekirdegi zeigt, wie wichtig Transparenz im Lebensmittelhandel ist. Auch scheinbar harmlose Produkte wie Sonnenblumenkerne können Risiken bergen. Für Verbraucher bleibt entscheidend, auf offizielle Warnungen zu achten und im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig zu reagieren.
Am Ende steht fest: Der Rückruf der Sonnenblumenkerne von Göral ist eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Gesundheit. Wer das betroffene Produkt besitzt, sollte es konsequent aus dem Verkehr ziehen und die angebotene Erstattung nutzen.