Warum Gen Z schlechter lernt als frühere Generationen

Generation Z erzielt schwächere schulische Leistungen als frühere Generationen. Forscher machen exzessive Bildschirmnutzung verantwortlich.

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Warum Gen Z schlechter lernt als frühere Generationen

Die Generation Z, geboren etwa zwischen 1997 und 2010, sorgt zunehmend für Diskussionen in Wissenschaft und Politik. Aktuelle Analysen zeigen, dass diese Altersgruppe als erste moderne Generation schlechtere schulische Leistungen erbringt als ihre Vorgänger. Besonders brisant: Viele junge Menschen unterschätzen laut Experten das Ausmaß dieser Entwicklung und bewerten ihre eigenen Fähigkeiten deutlich zu positiv, die monrose.de berichtet mit nypost.com.

Noch nie zuvor in der jüngeren Bildungsgeschichte wurde ein solcher Rückschritt in so vielen Ländern gleichzeitig gemessen. Forscher sprechen von einem Wendepunkt.

Messbarer Leistungsabfall bei Generation Z

Internationale Vergleichsstudien und standardisierte Tests liefern ein klares Bild. In mehreren Kernbereichen zeigen sich deutliche Defizite. Betroffen sind unter anderem Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Lesekompetenz, mathematisches Verständnis sowie exekutive Funktionen.

Neurowissenschaftler betonen, dass diese Ergebnisse nicht auf Einzelfälle zurückzuführen sind, sondern einen langfristigen Trend widerspiegeln. Besonders auffällig ist, dass der Rückgang erstmals generationenübergreifend messbar ist.

„Zum ersten Mal schneiden junge Menschen bei akademischen Tests schlechter ab als die Generation vor ihnen“, erklärt ein führender Neurowissenschaftler in einer Anhörung vor politischen Entscheidungsträgern.

Dauerhafte Bildschirmzeit als zentraler Faktor

Als Hauptursache nennen Experten die ständige Nutzung digitaler Geräte. Jugendliche verbringen heute einen Großteil ihres wachen Tages vor Bildschirmen – sowohl in der Schule als auch in der Freizeit. Digitale Lernmittel ersetzen dabei zunehmend klassische Lehrmethoden.

Warum Gen Z schlechter lernt als frühere Generationen
Warum Gen Z schlechter lernt als frühere Generationen

Wissenschaftler weisen darauf hin, dass das menschliche Gehirn nicht für oberflächliches Scrollen optimiert ist, sondern für tiefes Lernen, Wiederholung und sozialen Austausch.

Lernen wird dadurch fragmentiert. Inhalte werden überflogen, statt intensiv verarbeitet. Genau hier sehen Forscher die größte Gefahr.

Digitale Bildung unter Kritik

Besonders kritisch wird der Einsatz sogenannter EdTech-Lösungen betrachtet. Tablets, Laptops und Lern-Apps sollen Unterricht effizienter machen, führen laut Studien jedoch häufig zum Gegenteil. Statt Konzentration fördern sie Ablenkung und verkürzte Aufmerksamkeitsspannen.

Typische Auswirkungen digital geprägten Lernens:

  • geringere Lesetiefe
  • schwächeres Langzeitgedächtnis
  • reduzierte Problemlösefähigkeit
  • sinkende Frustrationstoleranz

Experten fordern daher eine Neubewertung digitaler Konzepte im Bildungsbereich.

Internationale Entwicklung bestätigt den Trend

Der Leistungsabfall beschränkt sich nicht auf einzelne Länder. Daten aus über 80 Staaten zeigen ein ähnliches Muster: Sobald digitale Technologien flächendeckend in Schulen eingeführt werden, sinken die messbaren Lernerfolge signifikant.

Ein Bildungsforscher fasst es so zusammen:

„Überall dort, wo digitale Technik den Unterricht dominiert, gehen die Leistungen zurück. Technologie ersetzt keine pädagogische Tiefe.“

Selbstüberschätzung als zusätzliches Problem

Ein weiterer Aspekt verschärft die Situation: Viele Angehörige der Generation Z halten sich trotz objektiver Daten für besonders leistungsfähig. Psychologen sprechen von einer Diskrepanz zwischen Selbstbild und tatsächlicher Kompetenz.

Warum Gen Z schlechter lernt als frühere Generationen
Warum Gen Z schlechter lernt als frühere Generationen

Diese Überzeugung erschwert Reformen, da Defizite nicht als solche wahrgenommen werden. Gleichzeitig steigt die Frustration, wenn Erwartungen im Studium oder Berufsleben nicht erfüllt werden.

Vergleich zentraler Lernfaktoren

BereichFrühere GenerationenGeneration Z
Lesekompetenzhochdeutlich gesunken
Konzentrationsfähigkeitstabilstark reduziert
LernmethodenBücher, VertiefungScreens, Kurzformate
Selbstwahrnehmungrealistischhäufig überschätzt

Forderungen nach Kurswechsel in Schulen

Angesichts der Ergebnisse mehren sich Stimmen, die einen Rückzug digitaler Technik aus Klassenzimmern fordern. Stattdessen sollen klassische Lernformen wieder gestärkt werden: Lesen, Schreiben, Diskussionen und längere Konzentrationsphasen.

Ziel sei es, kommenden Generationen – insbesondere Generation Alpha – bessere Voraussetzungen für kognitive Entwicklung zu bieten.

Bildungsexperten sind sich einig: Ohne grundlegende Änderungen drohen langfristige Folgen für Arbeitsmarkt, Innovation und gesellschaftliche Stabilität.

Ein Weckruf für Bildungspolitik und Gesellschaft

Die Debatte um Generation Z ist mehr als eine Momentaufnahme. Sie stellt grundlegende Fragen nach dem richtigen Umgang mit Technologie, Lernen und Entwicklung. Klar ist: Der aktuelle Trend zwingt Politik, Schulen und Eltern zum Umdenken.

Ob es gelingt, die Balance zwischen Digitalisierung und geistiger Tiefe wiederherzustellen, wird entscheidend dafür sein, wie leistungsfähig die nächste Generation tatsächlich sein kann.