Die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor sorgt international für Schlagzeilen. Der frühere Prinz wurde am Donnerstag in Norfolk in Polizeigewahrsam genommen. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal und dem Verdacht auf Amtsmissbrauch während seiner früheren Tätigkeit als britischer Handelsbeauftragter. Besonders brisant: Die Festnahme erfolgte an seinem 66. Geburtstag, die monrose.de berichtet mit focus.de.
Nach Angaben der zuständigen Ermittlungsbehörden wurde ein Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt festgenommen. Parallel dazu laufen Hausdurchsuchungen in Norfolk und Berkshire.
Ermittlungen wegen möglicher Weitergabe vertraulicher Informationen
Im Zentrum der Untersuchungen steht der Vorwurf, Andrew habe während seiner Zeit als Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergeleitet. Konkrete Details zu den angeblichen Dokumenten wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die Polizei betonte, dass die eingeleiteten Ermittlungen nicht automatisch eine strafrechtliche Schuld bedeuten. Dennoch ist der öffentliche Druck enorm.

„Im Rahmen der Ermittlungen wurde ein Mann in den Sechzigern festgenommen. Er befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam“, teilten die Behörden mit.
Der Zeitpunkt der Festnahme verstärkt die Symbolik des Falls. Geburtstag und Gewahrsam fallen auf denselben Tag. Die öffentliche Aufmerksamkeit ist entsprechend hoch.
Rolle der veröffentlichten Epstein-Akten
In kürzlich publik gewordenen Dokumenten aus dem Umfeld des Epstein-Komplexes wurden E-Mails entdeckt, die nahelegen sollen, dass Andrew Berichte offizieller Auslandsbesuche weitergeleitet haben könnte. Medien berichteten über mögliche Inhalte zu Reisen nach Hongkong, Vietnam und Singapur.
Rechtsexperten weisen darauf hin, dass der Vorwurf des Misconduct in Public Office in Großbritannien als schwerwiegend gilt. Er betrifft Amtsträger, die ihre Position missbrauchen oder vertrauliche Informationen unrechtmäßig nutzen.
Ein britischer Jurist erklärte:
„Sollte sich der Verdacht bestätigen, hätte das erhebliche rechtliche Konsequenzen. Allerdings gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.“
Frühere Konsequenzen für Andrew Mountbatten-Windsor
Bereits in der Vergangenheit hatte der frühere Prinz infolge seiner Verbindungen zu Epstein zahlreiche Titel und militärische Ehren verloren. Er zog sich aus öffentlichen Aufgaben zurück und verließ sein Anwesen auf dem Gelände von Schloss Windsor.

Opfer von Epstein, darunter Virginia Giuffre, hatten Andrew schwere Vorwürfe gemacht. Diese bestritt er stets. Die aktuellen Ermittlungen betreffen jedoch insbesondere mögliche Pflichtverletzungen während seiner offiziellen Tätigkeit.
| Aspekt | Aktueller Stand |
|---|---|
| Festnahme | 19. Februar 2026 |
| Verdacht | Amtsmissbrauch im öffentlichen Amt |
| Durchsuchungen | Norfolk und Berkshire |
| Bezug | Epstein-Skandal |
| Status | Polizeigewahrsam |
Reaktion des Königshauses
Der Fall belastet erneut das britische Königshaus. König Charles III. hatte bereits zuvor erklärt, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen unterstützen zu wollen. Ein Sprecher des Palastes betonte, dass die konkreten Vorwürfe von Andrew selbst zu klären seien.
„Sollte sich die Polizei an uns wenden, werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten kooperieren“, hieß es aus dem Umfeld des Palastes.
Zugleich unterstrich das Königshaus seine Solidarität mit allen Opfern von Missbrauch. Die Entwicklungen werfen erneut Fragen zur Verantwortung öffentlicher Amtsträger auf.
Die Ermittlungen stehen noch am Anfang. Die Durchsuchungen laufen. Das öffentliche Interesse bleibt enorm.
Die Andrew Mountbatten-Windsor Festnahme im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal markiert einen weiteren Wendepunkt in einer Affäre, die das britische Königshaus seit Jahren begleitet. Während die Polizei Beweise prüft und mögliche Pflichtverletzungen untersucht, bleibt offen, welche juristischen Schritte folgen werden. Klar ist jedoch: Der Fall wird die Debatte über Transparenz, Verantwortung und Rechenschaft im öffentlichen Amt weiter anheizen.