Der HSV sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal nicht nur sportlich, sondern auch strukturell. Im TV-Format „Doppelpass“ auf Sport1 stand Claus Costa, aktueller Sportdirektor der Hamburger, im Mittelpunkt. Diskutiert wurde nicht nur die sportliche Entwicklung des Vereins, sondern vor allem die offene Frage rund um die Nachfolge von Stefan Kuntz als Sportvorstand, die monrose.de berichtet mit abendblatt.de.
Der 41-Jährige präsentierte sich souverän, ruhig und selbstbewusst. Zwar musste er zu Beginn der Sendung wegen einer Floskel drei Euro ins sogenannte Phrasenschwein zahlen, doch es blieb der einzige kleine Fauxpas. Im weiteren Verlauf erhielt Costa viel Lob von Moderator Thomas Helmer sowie den Experten Steffen Effenberg und Steffen Freund.
Der Auftritt wirkte kontrolliert. Die Botschaften waren klar. Und die öffentliche Wahrnehmung veränderte sich spürbar.

Wird Claus Costa zum neuen Sportvorstand?
Die zentrale Frage des Tages lautete: Könnte Claus Costa den vakanten Posten als HSV-Sportvorstand übernehmen? Moderator Helmer deutete eine mögliche interne Lösung an.
„Ich hätte da eine Idee“, sagte Helmer mit Blick auf Costa.
Er verwies auf die aktuelle Führungskonstellation mit Costa, Alleinvorstand Eric Huwer und Trainer Merlin Polzin, die aus seiner Sicht für Stabilität sorgt. Auch Moderatorin Lena Cassel sprach sich gegen eine externe Lösung aus. Namen wie Sebastian Kehl, Hasan Salihamidzic, Oliver Bierhoff oder Ralf Rangnick waren zuletzt in Medienberichten aufgetaucht.
Cassel erklärte:
„Du hast Ruhe. Warum sollst du dir jetzt einen großen Namen holen? Es läuft in dieser Konstellation.“
Costa selbst blieb diplomatisch. Er betonte, dass die Entscheidung nicht in seinem Kompetenzbereich liege und verwies auf die enge Zusammenarbeit mit Huwer. Dennoch wird deutlich: Seine Rolle beim HSV wird zunehmend prominenter wahrgenommen.
Kaderplanung und Transfers im Fokus
Neben der Vorstandsdiskussion ging es auch um sportliche Themen. Besonders hervorgehoben wurde der gelungene Kaderumbruch im vergangenen Sommer. Experten lobten die Transferstrategie und die gezielte Verstärkung des Teams.
Ein TV-Analyst kommentierte:
„Der HSV wirkt strukturierter und klarer in seiner sportlichen Ausrichtung als in den vergangenen Jahren.“
Im Zentrum der Diskussion stand zudem die Zukunft von Luka Vuskovic. Costa stellte klar, dass vertraglich kaum Spielraum bestehe. Dennoch gebe es emotionale Aspekte, die Hoffnung machen könnten.
Er sagte:
„Natürlich gibt es diese romantische Idee, dass Luka mit seinem Bruder Mario zusammenspielt.“
Die Personalie Vuskovic – Fakten und Perspektiven
Die Situation rund um Mario Vuskovic, der nach vierjähriger Sperre im November wieder spielberechtigt sein wird, sorgt weiterhin für Debatten. Laut Costa befindet sich Mario in einem hervorragenden Fitnesszustand und arbeite mit großer Disziplin.

Wichtige Punkte zur Vuskovic-Thematik:
- Luka Vuskovic steht bei Tottenham unter Vertrag
- Vertragliche Rückholoption gilt als wahrscheinlich
- Mario Vuskovic kehrt nach Sperre zurück
- Emotionale Komponente durch mögliche Brüder-Kombination
- HSV sucht sportliche Perspektiven im Sommer
Steffen Freund dämpfte jedoch die Erwartungen vieler Fans.
„Tottenham wird ihn definitiv zurückholen. Er spielt zu stark. Ich sehe kaum eine Chance für den HSV.“
Öffentliche Wahrnehmung und strategische Signale
Fakt ist: Claus Costa nutzt mediale Auftritte zunehmend strategisch. Seine Präsenz im Doppelpass sendet ein klares Signal. Der Verein positioniert ihn als zentrale Figur der sportlichen Zukunft.
Die Diskussion um die HSV-Vorstandsfrage zeigt, wie sehr Stabilität derzeit im Fokus steht. In einer Phase, in der sportlicher Erfolg und interne Ruhe zusammenfallen, erscheint eine interne Lösung für viele Beobachter logisch.
| Thema | Aktueller Stand | Bewertung |
|---|---|---|
| Kuntz-Nachfolge | offen | interne Lösung möglich |
| Costa-Rolle | Sportdirektor | zunehmende Präsenz |
| Vuskovic-Transfer | unklar | geringe Vertragsoption |
| HSV-Führung | Huwer & Costa | stabile Konstellation |
Die Personaldebatte ist mehr als nur ein Titelthema. Sie steht symbolisch für die strategische Ausrichtung des Vereins. Und sie entscheidet mit über die nächsten sportlichen Schritte.
Der HSV befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Die Kombination aus sportlicher Entwicklung, ruhiger Führungsstruktur und klarer Kommunikation sorgt für Aufmerksamkeit über Hamburg hinaus. Claus Costa bleibt dabei im Zentrum der Diskussion – als Architekt des aktuellen Kaders und möglicher Kandidat für höhere Aufgaben.
Ob er tatsächlich die Nachfolge von Stefan Kuntz antreten wird, bleibt offen. Doch sein Auftritt im Fernsehen hat gezeigt, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und die Debatte nicht scheut. Für den HSV könnte diese Personalie richtungsweisend werden – sportlich wie strukturell.