Der Bußgeldkatalog 2026 zeigt, welche finanziellen und weiteren Folgen Verkehrsverstöße in Deutschland haben. Wer zu schnell fährt, während der Fahrt ein Smartphone benutzt oder falsch parkt, muss je nach Verstoß mit einem Verwarnungsgeld, einem Bußgeld, Punkten in Flensburg oder einem Fahrverbot rechnen. Dieser Überblick erklärt die geltenden Regelsätze, typische Sonderfälle und die wichtigsten Schritte nach einem Bußgeldbescheid, die monrose.de berichtet.
Was bedeutet Bußgeldkatalog 2026?
Der Bußgeldkatalog ist die Grundlage für die Bemessung vieler Sanktionen bei Verkehrsordnungswidrigkeiten. Er ist in der Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV) geregelt und enthält unter anderem die Regelsätze für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Parkverstöße, die verbotswidrige Nutzung elektronischer Geräte sowie Alkohol- und Drogendelikte im Straßenverkehr.
Für Autofahrer ist eine Unterscheidung entscheidend: Ein geringfügiger Verstoß kann mit einem Verwarnungsgeld erledigt sein, während schwerere Verstöße ein förmliches Bußgeldverfahren auslösen. Hinzu kommen gegebenenfalls Punkte im Fahreignungsregister oder ein zeitlich begrenztes Fahrverbot.

Ein vermeintlich kleiner Verkehrsfehler kann deutlich teurer werden, sobald andere gefährdet oder geschädigt werden.
Die maßgeblichen Vorschriften stehen in der StVO, im Straßenverkehrsgesetz (StVG) und in der BKatV. Die amtliche Fassung der Verordnung wurde 2026 geändert; deshalb ist für die rechtliche Einordnung die jeweils geltende Gesetzesfassung maßgeblich. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass sämtliche bekannten Bußgeldsätze zum Jahreswechsel neu festgesetzt wurden.
Verwarnungsgeld oder Bußgeld?
Ein Verwarnungsgeld kommt insbesondere bei geringfügigen Ordnungswidrigkeiten infrage. Es beträgt im Regelfall 5 bis 55 Euro. Wird die Verwarnung wirksam angenommen und das Geld fristgerecht bezahlt, ist die Angelegenheit grundsätzlich erledigt.
Ein förmlicher Bußgeldbescheid kann dagegen zusätzliche Gebühren und Auslagen verursachen. Bei einem Bußgeld von mindestens 60 Euro kommen häufig Punkte oder weitere Folgen hinzu, wobei die konkrete Einordnung vom Tatbestand abhängt.
Was kostet ein Verkehrsverstoß insgesamt?
Die im Katalog aufgeführten Beträge sind Regelsätze und nicht in jedem Fall der endgültige Gesamtbetrag. Bei einem förmlichen Bußgeldbescheid kommen regelmäßig Gebühren von fünf Prozent der Geldbuße, mindestens jedoch 25 Euro, sowie Auslagen hinzu.
| Bestandteil | Bedeutung |
|---|---|
| Verwarnungsgeld | Für geringfügige Verstöße, üblicherweise 5 bis 55 Euro |
| Geldbuße | Sanktion bei einer Ordnungswidrigkeit nach dem einschlägigen Tatbestand |
| Gebühren und Auslagen | Zusätzliche Verfahrenskosten bei einem Bußgeldbescheid |
| Punkte | Eintragung bei bestimmten, dafür vorgesehenen Verkehrsverstößen |
| Fahrverbot | Zeitweiliges Verbot, Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen |
Geschwindigkeitsüberschreitung 2026 – die wichtigsten Bußgelder
Zu schnelles Fahren zählt zu den häufigsten Gründen für einen Bußgeldbescheid. Entscheidend ist, wie weit die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde und ob der Verstoß innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften stattfand.
Die folgenden Regelsätze gelten für gewöhnliche Pkw und vergleichbare Fahrzeuge bei fahrlässigen Verstößen. Für besondere Fahrzeuggruppen und bestimmte Wiederholungsfälle können abweichende Regelungen gelten. Maßgeblich ist außerdem die festgestellte Überschreitung nach dem vorgeschriebenen Toleranzabzug.
Bußgeldtabelle für Pkw
| Überschreitung | Innerorts | Außerorts |
|---|---|---|
| Bis 10 km/h | 30 € | 20 € |
| 11–15 km/h | 50 € | 40 € |
| 16–20 km/h | 70 € | 60 € |
| 21–25 km/h | 115 € | 100 € |
| 26–30 km/h | 180 € | 150 € |
| 31–40 km/h | 260 € | 200 € |
| 41–50 km/h | 400 € | 320 € |
| 51–60 km/h | 560 € | 480 € |
| 61–70 km/h | 700 € | 600 € |
| Mehr als 70 km/h | 800 € | 700 € |
Die Tabelle nennt die regulären Geldbußen. Ein Fahrverbot kann bei einzelnen Überschreitungen hinzukommen.
Wann drohen Punkte und Fahrverbot?
Bei erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen sind neben dem Geldbetrag weitere Konsequenzen möglich. Innerorts fällt die Sanktion in vielen Fällen höher aus als außerorts, weil das Unfallrisiko im dichter bebauten Verkehrsraum besonders relevant ist.
Typische Beispiele:
- Ab 21 km/h zu viel kann ein Punkt im Fahreignungsregister hinzukommen.
- Bei 31 bis 40 km/h über dem Limit innerorts beträgt die Regelgeldbuße 260 Euro; regelmäßig ist ein Monat Fahrverbot vorgesehen.
- Bei 41 bis 50 km/h zu viel innerorts sieht der Katalog 400 Euro und einen Monat Fahrverbot vor.
- Bei besonders hohen Überschreitungen können mehrere Monate Fahrverbot und zwei Punkte anfallen.
Ein Sonderfall betrifft Wiederholungstäter: Wer innerhalb eines Jahres nach Rechtskraft einer Entscheidung erneut mindestens 26 km/h zu schnell fährt, muss regelmäßig mit einem Fahrverbot rechnen.
Beispiel aus dem Alltag
Ein Autofahrer fährt innerorts nach Toleranzabzug 31 km/h schneller als erlaubt. Bei einem gewöhnlichen Pkw liegt der Regelsatz bei 260 Euro. Hinzu kommen regelmäßig ein Monat Fahrverbot, ein Punkt sowie die Kosten des Bußgeldverfahrens.
Auf einer Landstraße können dieselben 31 km/h über dem Limit eine geringere Geldbuße auslösen. Das bedeutet aber nicht, dass eine solche Überschreitung ungefährlich wäre: Kurven, schlechte Sicht und Gegenverkehr erhöhen das Risiko auch außerhalb geschlossener Ortschaften.
Handy am Steuer – welche Strafen 2026 gelten
Die Nutzung eines Smartphones während der Fahrt kann teuer werden, selbst wenn nur eine kurze Nachricht gelesen wird. Das Verbot betrifft nicht allein Mobiltelefone, sondern auch andere elektronische Geräte zur Kommunikation, Information oder Navigation.
Nach § 23 Absatz 1a StVO dürfen solche Geräte grundsätzlich nur unter den dort festgelegten Bedingungen verwendet werden. Das Gerät darf insbesondere nicht aufgenommen oder gehalten werden; außerdem muss die Bedienung mit den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen vereinbar sein.
„Wer ein Fahrzeug führt, darf ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist, nur benutzen, wenn hierfür das Gerät weder aufgenommen noch gehalten wird.“
Bußgelder für elektronische Geräte
| Verstoß | Geldbuße | Weitere Folgen |
|---|---|---|
| Elektronisches Gerät verbotswidrig benutzt | 100 € | Keine Regelpunkte bei diesem Grundtatbestand |
| Mit Gefährdung | 150 € | 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot |
| Mit Sachbeschädigung | 200 € | 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot |
| Verbotene Gerätenutzung beim Radfahren | 55 € | In der Regel keine Punkte |
Bei der Beurteilung kommt es auf die konkrete Situation an. Wer das Smartphone an einer roten Ampel verwendet, darf nicht automatisch davon ausgehen, dass dies erlaubt ist. Bei einem Kraftfahrzeug muss der Motor für die gesetzliche Ausnahme grundsätzlich vollständig ausgeschaltet sein; die automatische Start-Stopp-Funktion reicht nicht aus.
Die sicherste Lösung ist eine Navigation, die vor Fahrtbeginn eingestellt wird. Nachrichten und Anrufe gehören in eine Pause, nicht in den laufenden Verkehr.
Parken und Halten – diese Verstöße werden teuer
Parkverstöße wirken häufig harmlos, können aber erhebliche Folgen haben, wenn Gehwege blockiert, Rettungswege versperrt oder andere Verkehrsteilnehmer behindert werden. Der Bußgeldkatalog unterscheidet deshalb zwischen einfachem Falschparken und Situationen mit konkreter Behinderung, Gefährdung oder Sachbeschädigung.
Häufige Parkverstöße im Überblick
| Verstoß | Regelsatz |
|---|---|
| Unzulässig auf dem Geh- oder Radweg geparkt | 55 € |
| Geh- oder Radwegparken mit Behinderung | 70 € |
| Geh- oder Radwegparken mit Gefährdung | 80 € |
| In zweiter Reihe geparkt | 55 € |
| In zweiter Reihe länger als 15 Minuten geparkt | 85 € |
| Unberechtigt auf einem E-Auto-Parkplatz geparkt | 55 € |
| Unberechtigt auf einem Carsharing-Parkplatz geparkt | 55 € |
| In einer Feuerwehrzufahrt geparkt | 55 € |
| Feuerwehrzufahrt blockiert und Rettungsfahrzeug behindert | 100 € |
Die Werte beziehen sich auf die im Katalog aufgeführten Standardtatbestände. Weitere Folgen hängen unter anderem von der Dauer, der konkreten Behinderung und den Umständen des Einzelfalls ab. Auch Abschleppkosten können hinzukommen, wenn das Fahrzeug entfernt werden muss.

Halteverbot, Parkverbot und Rettungswege
Halten und Parken sind rechtlich nicht identisch. Wer sein Fahrzeug nur kurz abstellt, kann bereits gegen ein Halteverbot verstoßen. Besonders teuer wird es, wenn dadurch Einsatzfahrzeuge nicht passieren können oder andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.
Ein häufiger Fehler ist das Abstellen des Autos vor einer Feuerwehrzufahrt, weil dort scheinbar ausreichend Platz bleibt. Entscheidend ist nicht die persönliche Einschätzung, sondern ob die Zufahrt freigehalten werden muss und ob das Fahrzeug andere behindert.
Für Elektroautos und Carsharing-Fahrzeuge gelten ebenfalls ausgewiesene Stellflächen. Eine Parkberechtigung für die Umgebung erlaubt nicht automatisch das Abstellen auf jedem reservierten Parkplatz.
Alkohol, Cannabis und andere berauschende Mittel
Alkohol am Steuer kann bereits bei vergleichsweise niedrigen Messwerten rechtliche Folgen haben. Für Kraftfahrzeugführer gilt grundsätzlich die Grenze von 0,5 Promille beziehungsweise 0,25 mg/l Atemalkohol, sofern keine strengeren Regeln oder andere Tatbestände greifen.
Für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gilt ein Alkoholverbot. Beim Fahren unter dem Einfluss von Cannabis ist außerdem der gesetzliche THC-Grenzwert zu beachten. Bei Mischkonsum von Cannabis und Alkohol gelten verschärfte Sanktionen.
Bußgelder bei Alkohol- und Cannabisverstößen
| Verstoß | Geldbuße | Fahrverbot |
|---|---|---|
| Erster Verstoß gegen die 0,5-Promille-Grenze | 500 € | 1 Monat |
| Wiederholter Verstoß nach entsprechender Voreintragung | 1.000 € | 3 Monate |
| Weiterer einschlägiger Wiederholungsverstoß | 1.500 € | 3 Monate |
| Fahren unter dem Einfluss bestimmter berauschender Mittel | 500 € | 1 Monat |
| THC ab 3,5 ng/ml in Verbindung mit Alkohol | 1.000 € | 1 Monat |
| Alkohol- oder Cannabisverstoß in der Probezeit beziehungsweise vor dem 21. Geburtstag | 250 € | Nicht allein aufgrund dieses Regelsatzes |
Bei den genannten Wiederholungsfällen und beim Mischkonsum können zusätzliche Punkte eingetragen werden. Je nach Sachverhalt kann ein Verkehrsverstoß auch eine Straftat darstellen, etwa bei Fahruntüchtigkeit oder einer konkreten Gefährdung anderer.
Die gesetzliche Promillegrenze ist keine Garantie für sicheres Fahren. Bereits geringere Alkoholmengen können die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, insbesondere bei Müdigkeit, Dunkelheit oder schwierigen Straßenverhältnissen.
Punkte in Flensburg – wann der Führerschein gefährdet ist
Das Fahreignungsregister beim Kraftfahrt-Bundesamt erfasst bestimmte Verkehrsverstöße. Die Punkte sollen wiederholte oder besonders gefährliche Verstöße sichtbar machen und können langfristig Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis haben.
Das System arbeitet mit drei Stufen:
- 1 Punkt: bestimmte schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten.
- 2 Punkte: besonders schwerwiegende Ordnungswidrigkeiten sowie bestimmte Straftaten.
- 3 Punkte: Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis.
Die Grenzen im Fahreignungsregister
| Punktestand | Folge |
|---|---|
| 1–3 Punkte | Vormerkung |
| 4–5 Punkte | Ermahnung |
| 6–7 Punkte | Verwarnung |
| 8 Punkte | Entziehung der Fahrerlaubnis |
Die zuständige Behörde informiert bei bestimmten Punkteständen über den aktuellen Status. Ein freiwilliges Fahreignungsseminar kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen zum Punkteabbau beitragen. Bei vier bis fünf Punkten ist ein Abbau von einem Punkt möglich, allerdings grundsätzlich nur einmal innerhalb von fünf Jahren.
Nicht jeder Verkehrsverstoß führt zu Punkten. Ebenso wenig bedeutet eine Geldbuße von 60 Euro automatisch, dass ein Punkt eingetragen wird. Ausschlaggebend ist der konkrete Tatbestand im Katalog.
Wer bereits mehrere Eintragungen hat, sollte deshalb nicht nur auf die Geldbeträge einzelner Bescheide achten, sondern auch den eigenen Punktestand prüfen.
Weitere Verkehrsverstöße und ihre Folgen
Neben Geschwindigkeit, Smartphone und Parken gibt es zahlreiche weitere Regelverstöße, die im Alltag leicht übersehen werden. Dazu zählen das Missachten der Rettungsgasse, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, Verstöße beim Überholen und das unerlaubte Befahren gesperrter Verkehrsflächen.
Typische Sanktionen
| Verstoß | Mögliche Sanktion |
|---|---|
| Sicherheitsgurt nicht angelegt | 30 € |
| Kind ohne vorgeschriebene Sicherung befördert | 60 €, 1 Punkt |
| Rettungsgasse nicht gebildet | 200 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot |
| Rettungsgasse verbotswidrig benutzt | 240 €, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot |
| Unzulässiges Überholen mit Gefährdung | Je nach Tatbestand höhere Geldbuße und gegebenenfalls Punkte |
| Bahnübergang trotz geschlossener Schranke mit dem Auto überquert | 700 €, 2 Punkte, 3 Monate Fahrverbot |
Die genaue Sanktion richtet sich nach dem Tatbestand und den Umständen. Insbesondere bei der Rettungsgasse wird zwischen dem bloßen Nichtbilden und dem unberechtigten Befahren einer bereits gebildeten Gasse unterschieden. Bei einer konkreten Gefährdung oder Sachbeschädigung können höhere Regelsätze greifen.
Was ist 2026 neu?
Die Bezeichnung „Bußgeldkatalog 2026“ bedeutet nicht, dass alle Sanktionen zum 1. Januar 2026 neu eingeführt wurden. Viele der heute geltenden Regelsätze gehen auf die Änderungen zurück, die am 9. November 2021 in Kraft traten.
Für die rechtliche Prüfung zählt die aktuelle Fassung der BKatV. Eine Änderung der Verordnung kann einzelne Regelungen betreffen, ohne dass damit automatisch sämtliche Bußgelder steigen. Pauschale Behauptungen über flächendeckend neue Strafen sollten deshalb anhand der jeweiligen gesetzlichen Bestimmung geprüft werden.
Bußgeldbescheid erhalten – so gehst du richtig vor
Ein Bußgeldbescheid sollte nicht ungeprüft abgelegt oder sofort bezahlt werden, wenn Zweifel an der Messung oder an den Angaben bestehen. Gleichzeitig ist es riskant, Fristen verstreichen zu lassen, weil sich dadurch die Möglichkeiten einer rechtlichen Prüfung einschränken können.
- Bescheid und Tatvorwurf prüfen. Stimmen Kennzeichen, Datum, Ort und Beschreibung des Verstoßes?
- Fristen notieren. Ein Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid muss grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung eingelegt werden.
- Beweismittel sichern. Messprotokolle, Fotos, Zeugenaussagen und andere relevante Unterlagen können für die Prüfung entscheidend sein.
- Kosten und Risiken abwägen. Bei einem Einspruch können weitere Verfahrenskosten entstehen, insbesondere wenn das Verfahren vor Gericht endet.
- Rechtzeitig fachlichen Rat einholen. Bei drohendem Fahrverbot, mehreren Punkten oder Zweifeln an einer Messung kann anwaltliche Beratung sinnvoll sein.
Ein Einspruch sollte sich auf nachvollziehbare Gründe stützen. Dazu gehören beispielsweise Zweifel an der Fahreridentifizierung, mögliche Messfehler oder Unstimmigkeiten bei den Angaben im Bescheid. Nicht jede abweichende Erinnerung an eine Fahrt reicht aus, um eine Sanktion erfolgreich anzufechten.
Wer einen Bescheid prüfen lassen möchte, sollte außerdem beachten, dass ein Einspruch nicht automatisch zu einer Reduzierung des Bußgelds führt. Die zuständige Behörde beziehungsweise das Gericht beurteilt den konkreten Fall anhand der vorliegenden Beweise und der gesetzlichen Regelungen.
Häufige Fragen zum Bußgeldkatalog 2026
Wie hoch ist das Bußgeld für 20 km/h zu schnell?
Bei einem gewöhnlichen Pkw beträgt der Regelsatz 70 Euro innerorts und 60 Euro außerorts, wenn die Überschreitung nach Toleranzabzug festgestellt wurde. Für diese Überschreitung allein ist normalerweise kein Punkt vorgesehen.
Ab wann gibt es Punkte in Flensburg?
Punkte werden bei den im Fahreignungsregister vorgesehenen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten eingetragen. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 bis 25 km/h führt in der Regel zu einem Punkt. Andere Verstöße können je nach Schwere ebenfalls Punkte nach sich ziehen.
Wann droht ein Fahrverbot?
Ein Fahrverbot kann bei besonders hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen, wiederholten erheblichen Verstößen, Alkohol- und Drogendelikten sowie weiteren schwerwiegenden Tatbeständen angeordnet werden. Die genaue Dauer ergibt sich aus dem einschlägigen Regelsatz und den Umständen des Falls.
Sind die Bußgelder 2026 gestiegen?
Nicht alle Bußgelder wurden zum Jahresbeginn 2026 pauschal erhöht. Viele der bekannten Sanktionen beruhen weiterhin auf früheren Änderungen der BKatV. Ob ein konkreter Verstoß anders bewertet wird, lässt sich anhand der aktuell geltenden Vorschrift feststellen.
Wie lange bleiben Punkte in Flensburg gespeichert?
Die Tilgungsfristen hängen von der Art der Eintragung ab. Für viele Ordnungswidrigkeiten mit einem Punkt gilt eine Frist von zweieinhalb Jahren, bei bestimmten schwerwiegenderen Verstößen mit zwei Punkten sind es fünf Jahre. Straftaten mit drei Punkten unterliegen regelmäßig einer längeren Frist. Die jeweiligen Fristen laufen grundsätzlich unabhängig voneinander.
Kann ein Bußgeldbescheid angefochten werden?
Ja. Gegen einen förmlichen Bußgeldbescheid ist grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch möglich. Ob sich dieser lohnt, hängt von der Beweislage, dem Vorwurf und den möglichen Verfahrenskosten ab.
Wer die eigenen Autokosten besser planen möchte, sollte auch technische Prüfpflichten und laufende Ausgaben im Blick behalten. Die Monrose-Ratgeber zu überzogenem TÜV und den drohenden Strafen, zum Unterschied zwischen HU und AU und zum Kfz-Versicherungsvergleich 2026 ergänzen den Überblick über typische Kosten rund ums Auto. Wer einen Bescheid erhält, sollte zuerst den konkreten Tatbestand und die Einspruchsfrist prüfen und erst danach über die nächsten Schritte entscheiden.