Heizöl kostet zum Wochenende (16. Oktober 2026) im Bundesdurchschnitt rund 168 bis 169 Euro je 100 Liter bei einer Bestellung von 3.000 Litern. Das ist gut 2 Euro weniger als vor einer Woche – nach einem Zwischenhoch am Mittwoch. Vom Rekord Mitte September ist der Preis knapp 11 Euro entfernt.
Laut Heizoel24-Marktbericht vom 16.10.2026 lag der Durchschnittspreis am Freitagmorgen bei 168,44 Euro, der Vergleichsportal-Anbieter esyoil meldete rund 169 Euro und ein Minus von etwa 3 Euro gegenüber dem Vortag. Diese Seite wird jeden Freitag aktualisiert.
Heizölpreise diese Woche im Überblick (KW 42)
| Tag | Ø-Preis je 100 Liter* | Was den Preis bewegte |
|---|---|---|
| Mo, 12.10. | 167,20 € (Schluss) | Hohe Nachfrage zum Wochenstart |
| Di, 13.10. | 168,70 € (mittags) | Angriffe auf Tanker am Golf, Gewinnmitnahmen beim Rohöl |
| Mi, 14.10. | 171,34 € (Schluss) | Höchster Wert der Woche |
| Do, 15.10. | 168,82 € (Schluss) | IEA senkt Nachfrageprognose, mehr Öl aus dem Golf |
| Fr, 16.10. | 168,44 € (morgens) | Schnellere Freigabe von Notreserven, russische Dieselexporte |
*Bundesdurchschnitt bei 3.000 Litern inkl. MwSt., Werte laut Heizoel24-Marktberichten. Ihr regionaler Preis kann deutlich abweichen.
Zum Vergleich: Am 16. September 2026 erreichte der Durchschnittspreis mit 179,02 Euro den höchsten Wert der vergangenen drei Jahre. Vor drei Monaten kosteten 100 Liter noch rund 37 Euro weniger als heute.
Warum ist Heizöl diese Woche etwas günstiger geworden?
- Notreserven: Die Internationale Energieagentur will bereits beschlossene Reserven schneller freigeben, darunter rund 20 Millionen Barrel Diesel. Das drückt vor allem auf den Gasöl-Preis, aus dem Heizöl abgeleitet wird.
- Mehr Angebot: Russland meldete nach einer Vereinbarung mit den USA erste Dieselexporte; Washington prüft laut Marktberichten, Sanktionen gegen Tanker der sogenannten Schattenflotte zu lockern.
- Schwächere Nachfrage: Die IEA hat ihre Verbrauchsprognose für 2026 erneut gesenkt.
- Stärkerer Euro: Der Euro notierte am Freitag bei rund 1,12 US-Dollar, Heizöl wird dadurch für Käufer in Deutschland etwas billiger.
Rohöl der Sorte Brent kostete am Freitag dennoch rund 105 US-Dollar je Barrel – ein hohes Niveau. Die Lage an der Straße von Hormus bleibt angespannt, die US-Rohölbestände sanken laut Energieministerium um 8,6 Millionen Barrel, und Angriffe auf russische Raffinerien wurden wieder aufgenommen. Hinzu kommen niedrige Rheinpegel, die die Frachtkosten für Binnenschiffe hoch halten.
Wie geht es nächste Woche weiter?
Heizoel24 erwartet in seiner Vier-Wochen-Einschätzung für Rohöl und Heizöl einen konstanten Verlauf, ausdrücklich ohne Gewähr. Marktbeobachter sehen die Entlastung als gering, solange die Konflikte am Persischen Golf und in der Ukraine ungelöst sind. Eine verlässliche Preisprognose gibt es nicht – Ausschläge von mehreren Euro an einem Tag waren in den vergangenen Wochen die Regel.
Wie stark die Preise zuletzt schwankten, zeigt auch unser Bericht Heizölpreise sinken um bis zu fünf Euro: Jetzt noch vor dem Winter kaufen? aus der Vorwoche.
Was Sie jetzt tun sollten
- Tankstand prüfen: Reicht der Vorrat bis Januar, müssen Sie nicht in Eile bestellen. Ist der Tank fast leer, lohnt Abwarten auf einen Rückgang kaum.
- Teilmenge erwägen: Wer unsicher ist, kann zunächst nur einen Teil bestellen und den Rest später nachkaufen – so verteilt sich das Preisrisiko.
- Mehrere Angebote vergleichen: Regionale Händler und Portale liegen oft einige Euro je 100 Liter auseinander. Achten Sie auf Lieferzeit, Zahlungsart und mögliche Zuschläge für Kleinmengen.
- Sammelbestellung mit Nachbarn: Größere Liefermengen an einem Ort senken häufig den Literpreis.
- Langfristig planen: Welche Pflichten künftig für Öl- und Gasheizungen gelten, lesen Sie in unserem Überblick zum Heizungsgesetz 2026 (GEG). Bei Fragen zur Modernisierung hilft eine unabhängige Energieberatung, etwa der Verbraucherzentrale.
Alle Preisangaben ohne Gewähr; sie stellen keine Kaufempfehlung dar.
Foto: Heizöltanks in einem Keller. Flux Garden, CC BY-SA 2.5, Wikimedia Commons.