Corona, Grippe oder Erkältung? So lassen sich die Symptome unterscheiden. Behandlung und Unterschiede

Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Fieber können auf eine Erkältung, Influenza oder COVID-19 hinweisen. Welche Symptome typisch sind, wie sich die Infektionen unterscheiden und wann ein Test oder ärztliche Hilfe sinnvoll ist.

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Corona, Grippe oder Erkältung? So lassen sich die Symptome unterscheiden. Behandlung und Unterschiede

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Müdigkeit gehören zu den häufigsten Beschwerden bei Atemwegsinfektionen. Hinter diesen Symptomen können eine gewöhnliche Erkältung, eine Influenza oder eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 stecken. Obwohl sich die Krankheitsbilder teilweise ähneln, unterscheiden sie sich beim typischen Beginn, bei möglichen Komplikationen und bei den verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten, die monrose.de berichtet.

Gerade zu Beginn einer Erkrankung ist die Einordnung schwierig. Während eine Erkältung häufig mit Halskratzen und einer laufenden Nase beginnt, setzt eine echte Grippe oft plötzlich mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl ein. COVID-19 kann sich dagegen sehr unterschiedlich äußern, von leichten Erkältungsbeschwerden bis hin zu Fieber, starken Gliederschmerzen und Atemproblemen.

Ein einzelnes Symptom reicht nicht aus, um die Ursache sicher zu bestimmen. Auch hohes Fieber beweist keine Influenza, und eine laufende Nase schließt COVID-19 nicht aus. Bei ähnlichen Beschwerden können Tests notwendig sein, um die Infektion zuverlässig zu unterscheiden.

Corona, Grippe oder Erkältung? So lassen sich die Symptome unterscheiden. Behandlung und Unterschiede
Corona, Grippe oder Erkältung? So lassen sich die Symptome unterscheiden. Behandlung und Unterschiede

Corona, Grippe oder Erkältung: Welche Symptome sind typisch?

Die drei Erkrankungen betreffen häufig die Atemwege, werden aber von unterschiedlichen Viren verursacht. COVID-19 entsteht durch SARS-CoV-2, die echte Grippe durch Influenzaviren. Eine Erkältung kann dagegen von zahlreichen verschiedenen Viren ausgelöst werden, darunter Rhinoviren und saisonale Coronaviren.

Die Beschwerden überschneiden sich erheblich. Dennoch gibt es typische Muster, die bei der ersten Einschätzung helfen können.

SymptomErkältungGrippe (Influenza)COVID-19
Beginn der BeschwerdenHäufig allmählichOft plötzlichUnterschiedlich
SchnupfenHäufigMöglichHäufig
HalsschmerzenHäufigMöglichHäufig
HustenHäufig, unterschiedlich starkOft ausgeprägt, häufig trockenHäufig
FieberEher selten oder leichtHäufig, aber nicht immerMöglich, teilweise ausgeprägt
Kopf- und GliederschmerzenMeist mildHäufig deutlichMöglich, unterschiedlich stark
Ausgeprägte ErschöpfungMöglichHäufigHäufig möglich
Verlust von Geruchs- oder GeschmackssinnUngewöhnlichUngewöhnlichMöglich, aber nicht bei allen Betroffenen

Die Tabelle zeigt typische Tendenzen, keine festen Regeln. Der Verlauf hängt unter anderem vom Alter, vom Immunsystem, von Vorerkrankungen und vom jeweiligen Erreger ab.

Erkältung beginnt häufig mit Halskratzen und Schnupfen

Eine gewöhnliche Erkältung entwickelt sich meist über mehrere Stunden oder Tage. Zunächst können ein Kratzen im Hals, Niesen oder eine verstopfte Nase auftreten. Später kommen Husten, ein Druckgefühl im Kopf und allgemeine Müdigkeit hinzu.

Fieber ist bei Erwachsenen weniger typisch als bei einer Influenza, kann aber durchaus vorkommen. Die meisten unkomplizierten Erkältungen bessern sich innerhalb von etwa ein bis zwei Wochen. Ein Husten kann länger anhalten, obwohl andere Beschwerden bereits abgeklungen sind.

Eine Erkältung ist nicht dasselbe wie eine Grippe. Der umgangssprachliche Begriff „grippaler Infekt“ bezeichnet in der Regel eine Erkältung und nicht die echte Influenza.

Grippe erkennen: Warum die Influenza oft plötzlich beginnt

Eine echte Grippe kann innerhalb kurzer Zeit zu einem ausgeprägten Krankheitsgefühl führen. Betroffene fühlen sich mitunter innerhalb weniger Stunden deutlich schlechter, bekommen Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen und entwickeln häufig einen trockenen Husten.

Anders als bei einer typischen Erkältung stehen bei der Influenza nicht immer Schnupfen und Halsschmerzen im Vordergrund. Viele Erkrankte leiden vor allem unter Erschöpfung und Schmerzen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen können.

Corona, Grippe oder Erkältung? So lassen sich die Symptome unterscheiden. Behandlung und Unterschiede
Corona, Grippe oder Erkältung? So lassen sich die Symptome unterscheiden. Behandlung und Unterschiede

Zu den typischen Beschwerden gehören:

  • plötzlich einsetzendes Fieber und Schüttelfrost
  • starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
  • trockener oder anhaltender Husten
  • ausgeprägte Müdigkeit und Schwäche
  • gelegentlich Halsschmerzen und Schnupfen

Allerdings verläuft nicht jede Influenza nach diesem Muster. Insbesondere ältere Menschen können auch ohne deutliches Fieber erkranken. Bei Kindern sind zusätzlich Magen-Darm-Beschwerden möglich.

Eine plötzlich einsetzende Erkrankung mit hohem Fieber und starken Gliederschmerzen spricht eher für eine Influenza als für eine gewöhnliche Erkältung. Eine sichere Diagnose lässt sich daraus allein jedoch nicht ableiten.

Die akute Krankheitsphase dauert häufig etwa fünf bis sieben Tage. Husten und Erschöpfung können noch länger bestehen bleiben. Bei Risikogruppen kann die Grippe außerdem zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung führen.

Coronavirus-Symptome: So kann sich COVID-19 äußern

COVID-19 kann sowohl leichte als auch schwere Beschwerden verursachen. Häufig treten Schnupfen, Halsschmerzen und Husten auf. Daneben sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit sowie gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden möglich.

Ein Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns wurde besonders zu Beginn der Pandemie häufig mit COVID-19 in Verbindung gebracht. Dieses Symptom kann weiterhin auftreten, ist aber längst nicht bei allen Infizierten vorhanden. Es eignet sich daher nicht als alleiniger Hinweis auf eine Coronavirus-Infektion.

Auch der Krankheitsbeginn ist unterschiedlich. Manche Menschen entwickeln zunächst leichte Halsbeschwerden, andere bekommen Fieber und fühlen sich innerhalb kurzer Zeit deutlich geschwächt. Bei bestimmten Betroffenen kommen Kurzatmigkeit oder Atemnot hinzu.

Ein weiteres Merkmal von COVID-19 sind mögliche länger anhaltende Beschwerden nach der akuten Infektion. Zu den möglichen Langzeitfolgen gehört Long COVID, bei dem Symptome wie Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder eingeschränkte Belastbarkeit über längere Zeit bestehen bleiben können.

COVID-19 ist nicht grundsätzlich schwerer als eine Grippe, kann aber bei bestimmten Menschen erhebliche Komplikationen verursachen. Das Risiko hängt unter anderem vom Alter, bestehenden Erkrankungen, dem Immunstatus und weiteren individuellen Faktoren ab.

Wie lässt sich eine Erkältung von Corona und Grippe unterscheiden?

Die Unterschiede zwischen Corona, Grippe und Erkältung zeigen sich vor allem im typischen Krankheitsbeginn und in der Stärke der Beschwerden. Für eine zuverlässige Unterscheidung reichen diese Merkmale jedoch nicht aus.

Eine Erkältung beginnt häufig schrittweise mit Schnupfen oder Halsschmerzen. Bei der Influenza entwickeln sich Fieber, Muskelschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl oft deutlich schneller. COVID-19 kann beide Muster nachahmen und zusätzlich weitere Beschwerden verursachen.

Besonders schwierig ist die Einschätzung bei milden Infektionen. Eine Coronavirus-Infektion kann beispielsweise ohne Fieber verlaufen und sich kaum von einer gewöhnlichen Erkältung unterscheiden. Umgekehrt kann eine Grippe bei älteren Menschen ungewöhnlich mild beginnen.

Wann ist ein Test sinnvoll?

Ein COVID-19-Schnelltest kann bei entsprechenden Beschwerden einen ersten Hinweis geben. Ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion allerdings nicht sicher aus, insbesondere wenn der Test zu früh durchgeführt wurde. Je nach Situation kann ein weiterer Test oder eine ärztliche Untersuchung sinnvoll sein.

Auch Influenza lässt sich durch geeignete Tests nachweisen. In medizinischen Einrichtungen können Testverfahren eingesetzt werden, die gleichzeitig auf SARS-CoV-2 und Influenzaviren untersuchen.

Eine gezielte Diagnose ist besonders wichtig, wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht und eine antivirale Behandlung infrage kommt.

Erkältung, Grippe und Corona behandeln: Was hilft wirklich?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, der Stärke der Beschwerden und dem individuellen Gesundheitszustand. Bei einer unkomplizierten Erkältung stehen normalerweise Maßnahmen im Vordergrund, die Symptome lindern und dem Körper ausreichend Erholung ermöglichen.

Bei Influenza und COVID-19 können in bestimmten Fällen zusätzlich antivirale Medikamente eingesetzt werden. Diese sind vor allem für Menschen mit erhöhtem Risiko für Komplikationen relevant und müssen je nach Präparat innerhalb eines begrenzten Zeitfensters nach Beginn der Beschwerden verordnet werden.

Behandlung bei einer gewöhnlichen Erkältung

Bei leichten Erkältungssymptomen helfen häufig einfache Maßnahmen:

  • ausreichend trinken, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen
  • Ruhe und genügend Schlaf
  • bei Bedarf geeignete Mittel gegen Schmerzen oder Fieber
  • Kochsalzlösungen zur Befeuchtung der Nasenschleimhäute
  • regelmäßiges Lüften und Vermeidung körperlicher Überlastung

Bei frei verkäuflichen Arzneimitteln sind mögliche Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und die richtige Dosierung zu beachten. Bei Kindern gelten teilweise andere Empfehlungen als bei Erwachsenen.

Antibiotika wirken nicht gegen Erkältungsviren. Sie kommen nur dann infrage, wenn eine bakterielle Infektion festgestellt oder medizinisch begründet vermutet wird.

Behandlung bei Grippe und COVID-19

Bei einer Influenza kann eine antivirale Therapie besonders für Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe infrage kommen. Der Nutzen hängt unter anderem davon ab, wie früh die Behandlung beginnt.

Auch gegen COVID-19 stehen antivirale Medikamente zur Verfügung. Sie sind nicht für alle Erkrankten geeignet und müssen anhand medizinischer Kriterien ausgewählt werden. Wer zu einer Risikogruppe gehört und erste Symptome entwickelt, sollte deshalb frühzeitig ärztlichen Rat einholen, statt mehrere Tage abzuwarten.

Bei Verdacht auf Influenza oder COVID-19 zählt bei Risikopatienten oft der Zeitpunkt. Eine frühe ärztliche Einschätzung kann klären, ob ein Test oder eine spezifische Behandlung sinnvoll ist.

Zu den Gruppen, die besonders aufmerksam sein sollten, zählen ältere Menschen, Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Auch bei kleinen Kindern kann eine frühzeitige medizinische Einschätzung wichtig sein.

Wie lange dauern Corona, Grippe und Erkältung?

Die Dauer hängt vom Erreger und vom individuellen Krankheitsverlauf ab. Eine unkomplizierte Erkältung bessert sich häufig innerhalb von sieben bis zehn Tagen. Husten und eine gereizte Atemwegsschleimhaut können länger bestehen bleiben.

Bei einer Grippe ist die akute Phase oft intensiver. Fieber und starke Schmerzen klingen bei unkompliziertem Verlauf meist innerhalb mehrerer Tage ab, während Erschöpfung und Husten noch über die erste Krankheitswoche hinaus anhalten können.

COVID-19 verläuft besonders unterschiedlich. Leichte Beschwerden können nach einigen Tagen nachlassen, während andere Symptome länger anhalten. Manche Betroffene entwickeln anhaltende Beschwerden, die ärztlich abgeklärt werden sollten.

Die Dauer allein ist kein zuverlässiges Kriterium, um die Erkrankung zu bestimmen. Auch eine gewöhnliche Erkältung kann länger dauern, und eine Grippe muss nicht in jedem Fall mit hohem Fieber einhergehen.

Wann sollte man bei Husten, Fieber oder Atemnot zum Arzt?

Viele Atemwegsinfektionen lassen sich zu Hause auskurieren. Bestimmte Symptome erfordern jedoch eine medizinische Abklärung, insbesondere wenn sie ungewöhnlich stark sind oder sich der Zustand verschlechtert.

Ärztlicher Rat ist unter anderem sinnvoll, wenn das Fieber länger als mehrere Tage anhält, Beschwerden nach einer anfänglichen Besserung erneut zunehmen oder sich eine bestehende chronische Erkrankung verschlechtert.

Bei Atemnot, anhaltenden Brustschmerzen, neuer Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen ist sofort medizinische Hilfe erforderlich. Bei akuter schwerer Atemnot sollte der Rettungsdienst verständigt werden.

Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe sollten bei ersten Anzeichen einer möglichen Influenza oder COVID-19 nicht unnötig lange warten. Die Arztpraxis sollte möglichst vor einem Besuch telefonisch informiert werden, damit geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden können.

Während einer akuten Atemwegsinfektion helfen außerdem einfache Maßnahmen, andere Menschen zu schützen. Dazu gehören regelmäßiges Lüften, sorgfältige Husten- und Niesetikette sowie das Vermeiden enger Kontakte, insbesondere zu gefährdeten Personen. In gemeinsam genutzten Innenräumen kann eine gut sitzende Maske zusätzlichen Schutz bieten.

Häufige Fragen zu Corona, Grippe und Erkältung

Kann man Corona und Grippe anhand der Symptome sicher unterscheiden?

Nein. Beide Erkrankungen können Fieber, Husten, Halsschmerzen, Müdigkeit und Gliederschmerzen verursachen. Für eine zuverlässige Unterscheidung können entsprechende Tests erforderlich sein.

Ist hohes Fieber ein Zeichen für eine Grippe?

Hohes Fieber tritt bei Influenza häufig auf, kann aber auch bei COVID-19 und anderen Infektionen vorkommen. Umgekehrt verläuft eine Grippe nicht immer mit Fieber, insbesondere bei älteren Menschen.

Welche Erkrankung beginnt meistens mit Schnupfen?

Eine gewöhnliche Erkältung beginnt häufig mit einer laufenden oder verstopften Nase und Halsschmerzen. Schnupfen kann jedoch ebenfalls bei COVID-19 und Influenza auftreten.

Helfen Antibiotika gegen Corona oder Grippe?

Nein. Antibiotika wirken gegen Bakterien und nicht gegen Viren. Bei bestimmten bakteriellen Folgeinfektionen können sie dennoch erforderlich sein. Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist, muss medizinisch beurteilt werden.

Wann sollte ein Corona- oder Grippetest durchgeführt werden?

Ein Test kann sinnvoll sein, wenn entsprechende Symptome auftreten und die Diagnose Einfluss auf weitere Maßnahmen oder eine mögliche antivirale Behandlung hat. Bei Menschen mit erhöhtem Risiko sollte die medizinische Abklärung möglichst früh erfolgen.

Wie lässt sich das Ansteckungsrisiko reduzieren?

Regelmäßiges Lüften, Händehygiene, das Vermeiden enger Kontakte während einer akuten Erkrankung und gegebenenfalls das Tragen einer gut sitzenden Maske können das Risiko einer Übertragung senken. Impfungen gegen Influenza und COVID-19 können entsprechend den aktuellen Empfehlungen zusätzlichen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bieten.

Die entscheidende Orientierung bleibt: Eine Erkältung beginnt häufig schrittweise, eine Grippe oft abrupt, und COVID-19 kann sehr unterschiedliche Symptome verursachen. Weil sich die Beschwerden überschneiden, sind Tests und eine rechtzeitige ärztliche Einschätzung bei schweren Symptomen oder erhöhtem Risiko zuverlässiger als eine Selbstdiagnose allein anhand der Krankheitszeichen.