Rückruf von Sumach-Gewürz: Verbotene Sudan-Farbstoffe in Charge ME2552508 nachgewiesen

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Gemahlener Sumach. Foto: Miansari66, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Wer gemahlenen Sumach der Marke Ikleel Algabal in der 200-Gramm-Packung zu Hause hat, sollte das Gewürz nicht mehr verwenden: In der Charge ME2552508 wurden die in Lebensmitteln nicht zugelassenen Farbstoffe Sudan I und Sudan IV nachgewiesen. Die Ware kann zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.

Die Warnung hat das Land Hessen am 20. Oktober 2026 auf dem Behördenportal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht. Inverkehrbringer ist die Firma Alfred-Walter Haag (Badiel) aus Limburg an der Lahn. Neben den Sudan-Farbstoffen fanden die Prüfer laut Meldung auch die Farbstoffe E 122 (Azorubin) und E 124 (Cochenillerot A).

Welche Packung ist betroffen?

Produkt Charge MHD Händler
Sumach gemahlen, 200 Gramm, Marke Ikleel Algabal (ME TRADE INTL), Barcode 8 682943 441717 ME2552508 01.09.2027 Inverkehrbringer: Alfred-Walter Haag (Badiel), Limburg an der Lahn; Verkaufsstellen nennt die Meldung nicht

Laut Behörde wurde das Gewürz in sieben Bundesländern verkauft: Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Da keine Handelsketten genannt sind, lohnt sich ein Blick auch auf Packungen aus kleineren Lebensmittel- und Feinkostgeschäften.

Wie gefährlich sind Sudan-Farbstoffe?

Sudan I und IV sind synthetische Azofarbstoffe. Nach Angaben der Behörde können sie nach dem Verzehr im Körper in krebserregende Abbauprodukte aufgespalten werden. In Lebensmitteln dürfen sie nicht enthalten sein; üblicherweise werden solche Farbstoffe etwa für Mineralöl- und Wachserzeugnisse genutzt, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erläutert.

Zur Einordnung: Zu Sudan I schreibt das LGL, dass gelegentlicher Verzehr belasteter Lebensmittel nach heutigem Kenntnisstand höchstwahrscheinlich nicht zu einer Gesundheitsgefährdung führt. Wer mit dem Sumach gekocht hat, muss also nicht in Panik geraten – den Rest sollte er aber nicht weiter verbrauchen. Bei Sorgen um die eigene Gesundheit ist die Hausarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Gewürze stehen derzeit häufiger auf der Warnliste: Erst vor wenigen Tagen wurde Bohnenkraut von Lebensbaum wegen Pyrrolizidinalkaloiden zurückgerufen.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Packung prüfen: Marke Ikleel Algabal, 200 Gramm, Los ME2552508, MHD 01.09.2027.
  2. Nicht mehr verwenden: Das Unternehmen bittet dringend, den Verzehr einzustellen.
  3. Zurückbringen: Das Produkt kann in der Einkaufsstätte zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird laut Meldung auch ohne Kassenbon erstattet.
  4. Nachfragen: Fragen beantwortet Badiel per E-Mail an info@badiel.eu; Details stehen in der Verbraucherinformation des Unternehmens (PDF).

Foto: Gemahlener Sumach. Miansari66, gemeinfrei, Wikimedia Commons.