Rückruf von Himemaru Reiscracker: Glycidol über dem Grenzwert – dieses MHD ist betroffen

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Symbolbild: japanische Reiscracker. Foto: Edoderoo, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

Die SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH aus Dietzenbach ruft die Himemaru Japanese Rice Cracker, 98 Gramm zurück. Akut betroffen ist das Mindesthaltbarkeitsdatum 03.04.2027, vorsorglich gilt der Rückruf aber für alle noch gültigen MHD. Grund ist ein erhöhter Gehalt an Glycidyl-Fettsäureestern.

Die Warnung wurde am 29. Oktober 2026 auf dem behördlichen Portal lebensmittelwarnung.de veröffentlicht, erstellt von den Behörden in Hessen. Laut der Kundeninformation des Unternehmens überschreitet die gemessene Menge den gesetzlichen Grenzwert. Die Ware ist nicht verkehrsfähig und darf nicht weiterverwendet werden.

Welche Reiscracker sind betroffen?

Produkt Charge MHD Händler
Himemaru Japanese Rice Cracker (N300 Reiscracker Himemaru), 98 Gramm nicht angegeben 03.04.2027 (akut betroffen) sowie alle noch gültigen MHD keine Händler genannt; Inverkehrbringer: SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH, Dietzenbach

Die Behörden nennen keine einzelnen Handelsketten. Erkennbar ist die Packung am rot-grün-schwarz gestreiften Beutel mit der Aufschrift „Japanese Rice Cracker“ und „Himemaru“. Prüfen Sie Ihren Vorrat deshalb unabhängig davon, wo Sie eingekauft haben – auch Einkäufe im Asia-Laden oder online.

In welchen Bundesländern wurde das Produkt verkauft?

Nach derzeitigem Stand war der Snack in 14 Bundesländern im Handel: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden nicht aufgeführt.

Warum ist Glycidol ein Problem?

Glycidyl-Fettsäureester entstehen vor allem bei der Raffination pflanzlicher Fette und Öle. Bei der Verdauung wird daraus Glycidol freigesetzt. Laut lebensmittelwarnung.de hat dieser Stoff genschädigende und krebserzeugende Eigenschaften; deshalb gelten EU-weit Höchstgehalte. Wer die Cracker bereits gegessen hat und unsicher ist, bespricht das am besten mit der Hausarztpraxis.

Erst vor wenigen Tagen musste mit dem Rückruf von Abido Sumak ein weiteres Importprodukt wegen eines gesundheitsschädlichen Stoffs aus dem Handel genommen werden.

Was Sie jetzt tun sollten

  1. Prüfen Sie Vorratsschrank und Snackschublade auf Himemaru Rice Cracker in der 98-Gramm-Packung – das MHD steht auf der Beutelrückseite.
  2. Essen Sie die Cracker nicht mehr, auch wenn ein anderes MHD aufgedruckt ist: Der Rückruf umfasst alle noch gültigen Mindesthaltbarkeitsdaten.
  3. Fragen Sie im Geschäft, in dem Sie die Packung gekauft haben, nach Rückgabe und Erstattung, oder wenden Sie sich an das Unternehmen: SSP Konsumgüter Trade & Consult GmbH, E-Mail info@ssp-trade.com.
  4. Bei Fragen zur Lebensmittelüberwachung hilft die zuständige Behörde Ihres Bundeslandes weiter.

Foto: Symbolbild japanische Reiscracker, nicht das zurückgerufene Produkt. Edoderoo, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.