Die Veränderungen bei der Sparkasse gehen weiter. Nach dem massiven Abbau von Geldautomaten, der Schließung zahlreicher Filialen und der Einstellung mehrerer digitaler Angebote folgt nun der nächste Schritt, die monrose.de berichtet mit bitbetnews.com.
Ein weiterer Online-Dienst wird abgeschaltet, was für viele Kundinnen und Kunden konkrete Konsequenzen hat. Die Frist läuft bis März 2026, doch schon jetzt wird klar: Wer betroffen ist, sollte sich frühzeitig vorbereiten.
Der Hintergrund ist bekannt. Die Bargeldnutzung in Deutschland nimmt seit Jahren ab, gleichzeitig steigen die Kosten für Betrieb und Sicherheit. Besonders Automatensprengungen haben den Aufwand erheblich erhöht. Die Sparkasse reagiert darauf mit einem umfassenden Umbau ihres Angebots.
Tausende Geldautomaten und hunderte Filialen verschwunden
Die Zahlen verdeutlichen die Entwicklung. Gab es im Jahr 2018 noch rund 25.500 Sparkasse Geldautomaten, so waren es Ende 2023 bereits etwa 4.500 weniger. Auch das Filialnetz schrumpft kontinuierlich. Allein im Jahr 2024 wurden knapp 180 Zweigstellen geschlossen.
Ein Bankexperte ordnet das so ein:
„Der Rückzug aus der Fläche ist kein Sonderfall. Klassische Bankstrukturen verlieren an Bedeutung, während digitale Angebote im Fokus stehen.“
Für viele Kundinnen und Kunden bedeutet das längere Wege oder den vollständigen Verzicht auf persönliche Beratung. Gerade ältere Menschen spüren diese Entwicklung besonders stark. Die Sparkasse steht damit vor einem Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Versorgung.

Bereits 2024: Zwei bekannte Dienste eingestellt
Schon Ende 2024 hatte die Sparkasse mehrere digitale Angebote gestrichen. Das Online-Bezahlverfahren Giropay wurde zum 31. Dezember eingestellt. Es ermöglichte sichere Zahlungen im Online-Handel sowie Echtzeitüberweisungen. Ebenfalls zum Jahresende verschwand die Kwitt-App, die schnelle Geldtransfers zwischen Smartphones erlaubte.
Beide Dienste wurden durch Wero, ein neues europaweites Überweisungsverfahren, ersetzt. Der Vorteil liegt laut Sparkasse in der Geschwindigkeit, denn Überweisungen sollen innerhalb von zehn Sekunden beim Empfänger ankommen.
Ein Nutzer kommentiert:
„Die neuen Lösungen sind schnell, aber man muss sich ständig umstellen. Das nervt viele Kunden.“
Jetzt trifft es S-Trust: Abschaltung im März 2026
Nun folgt der nächste Einschnitt. Die Sparkasse hat angekündigt, den Dienst S-Trust vollständig einzustellen. Auf einer Informationsseite heißt es, dass S-Trust am 31. März 2026 abgeschaltet wird. Bereits zum 30. Januar 2026 werden alle bestehenden Verträge gekündigt.
Zwischen dem 30. Januar und dem 31. März 2026 können Kundinnen und Kunden den Dienst noch kostenfrei im bisherigen Umfang nutzen. Danach ist endgültig Schluss. Die Sparkasse weist ausdrücklich darauf hin, dass gespeicherte Dokumente und Passwörter rechtzeitig gesichert oder exportiert werden müssen.

Was war S-Trust überhaupt?
S-Trust war ein Dokumenten- und Passwort-Manager der Sparkasse. Der Dienst ermöglichte es, sensible Daten verschlüsselt in der Cloud zu speichern. Dazu zählten unter anderem Passwörter, wichtige Unterlagen und sogenannte Notfallordner.
Zu den wichtigsten Funktionen gehörten:
- Verschlüsselte Cloud-Speicherung
- Verwaltung von Passwörtern und Dokumenten
- Anbindung an die Sparkassen-App
- Kostenloser Basistarif mit 100 MB Speicher
- Integriertes E-Postfach
Vor allem sicherheitsbewusste Nutzer schätzten das Angebot, da es direkt in das Sparkassen-Ökosystem eingebunden war.
Welche Alternative empfiehlt die Sparkasse?
Als Ersatz nennt die Sparkasse den Dienst SecureSafe eines Schweizer Anbieters. Dieser bietet ebenfalls eine verschlüsselte Speicherung sensibler Daten an. Allerdings ist das Angebot kostenpflichtig. Die Preise beginnen bei mindestens 1,16 Euro pro Monat.
Ein Verbraucherschützer warnt:
„Kostenlose Dienste werden zunehmend eingestellt. Verbraucher sollten genau prüfen, ob sich ein kostenpflichtiger Wechsel lohnt.“
Damit steht für viele Kunden die Frage im Raum, ob sie auf externe Anbieter ausweichen oder ihre Daten künftig anders organisieren möchten.
Überblick: Welche Sparkasse-Dienste wurden eingestellt?
Zur besseren Einordnung hilft ein kurzer Überblick über die jüngsten Änderungen:
| Dienst | Status | Zeitpunkt |
|---|---|---|
| Giropay | eingestellt | 31.12.2024 |
| Kwitt | eingestellt | 31.12.2024 |
| S-Trust | endet vollständig | 31.03.2026 |
Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie stark sich das Serviceangebot der Sparkasse verändert.
Umbau mit Folgen für Kunden
Die Sparkasse befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Weniger Bargeld, weniger Filialen und weniger eigene Online-Dienste prägen die aktuelle Strategie. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das mehr Eigenverantwortung und häufig auch zusätzliche Kosten.
Am Ende bleibt festzuhalten: Wer Dienste wie S-Trust genutzt hat, sollte jetzt aktiv werden, Daten sichern und Alternativen prüfen. Die Sparkasse setzt ihren Kurs fort, und weitere Anpassungen im Angebot dürften nur eine Frage der Zeit sein.