Olympia: Nadja Kälin gewann Bronze über 50 km für Schweiz

Nadja Kälin schreibt Geschichte und sichert sich Olympia-Bronze über 50 Kilometer klassisch in Val di Fiemme.

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Olympia: Nadja Kälin gewann Bronze über 50 km für Schweden.

Die Olympischen Winterspiele 2026 enden für die Schweiz mit einem echten Paukenschlag. Nadja Kälin gewinnt über 50 Kilometer klassisch mit Massenstart die Bronzemedaille und sorgt damit für historischen Jubel. Die Athletin aus Graubünden sichert sich als erste Schweizer Langläuferin überhaupt eine Einzelmedaille bei Olympischen Spielen, die monrose.de berichtet mit blick.

Der Erfolg im Val di Fiemme krönt eine außergewöhnliche Woche für Kälin. Bereits im Teamsprint hatte sie gemeinsam mit Nadine Fähndrich Silber geholt. Nun folgt der nächste Meilenstein – und dieser ist in der Schweizer Sportgeschichte fest verankert.

Ein letzter Anstieg. Fünf Läuferinnen nebeneinander. Dann setzt Kälin zum Sprint an.

Dramatisches Finale im 50-km-Rennen

Das Rennen entwickelte sich zu einem taktischen Schlagabtausch. Lange Zeit blieb eine Spitzengruppe zusammen, ehe sich im letzten Abschnitt eine Fünfergruppe formierte. Kälin behielt die Übersicht und bewies im Endspurt Nervenstärke.

Mit einem kraftvollen Antritt ließ sie mehrere Konkurrentinnen hinter sich und sicherte sich Platz drei. Die Olympia-Bronze über 50 km bedeutet nicht nur persönliches Edelmetall, sondern auch ein historisches Signal für den Schweizer Langlauf.

Olympia: Nadja Kälin gewann Bronze über 50 km für Schweden.
Olympia: Nadja Kälin gewann Bronze über 50 km für Schweden.

Ein Sportexperte analysierte nach dem Rennen:

„Kälin hat das Rennen intelligent gestaltet. Sie hat Kräfte gespart und im richtigen Moment attackiert.“

Erste Schweizer Einzelmedaille im Langlauf

Bis zu diesem Tag hatte keine Schweizer Langläuferin eine Einzelmedaille bei Olympia gewonnen. Kälin bricht diese Serie eindrucksvoll.

Die wichtigsten Fakten zu ihrem Erfolg:

  • Bronze über 50 Kilometer klassisch
  • Erste Schweizer Einzelmedaille im Langlauf
  • Zweite Medaille bei diesen Spielen nach Teamsprint-Silber
  • Triumph im Massenstart-Finale
  • Historischer Erfolg im Val di Fiemme

Ihre Entwicklung hatte sich bereits in den vergangenen Jahren angedeutet. Schon bei der letzten Weltmeisterschaft sorgte sie für Aufsehen.

„Ich wollte ein olympisches Diplom erreichen“, hatte Kälin vor der Saison zurückhaltend gesagt.

Nun steht sie auf dem Podest – und das gleich doppelt bei diesen Winterspielen.

Konkurrenz stark – Kälin noch stärker

Der Sieg ging an Ebba Andersson aus Schweden, die in Abwesenheit der erkrankten Favoritin Frida Karlsson dominierte. Silber sicherte sich Heidi Weng aus Norwegen.

Doch der Fokus lag in der Schweiz auf der Bronze-Medaillengewinnerin. Ihre taktische Reife und körperliche Stabilität machten den Unterschied. Beobachter sprechen bereits vom nächsten großen Kapitel im Schweizer Wintersport.

Olympia: Nadja Kälin gewann Bronze über 50 km für Schweden.
Olympia: Nadja Kälin gewann Bronze über 50 km für Schweden.

Eine ehemalige Athletin kommentierte:

„Diese Medaille verändert die Wahrnehmung des Schweizer Frauen-Langlaufs nachhaltig.“

Emotionale Momente nach dem Zieleinlauf

Bemerkenswert war auch das Verhalten von Kälin unmittelbar nach dem Rennen. Noch im Zielbereich kümmerte sie sich um die erschöpfte US-Athletin Jessie Diggins – ein Zeichen von Fairness und Sportsgeist.

Es war nicht nur ein sportlicher Triumph. Es war auch ein Moment menschlicher Größe. Und genau das bleibt in Erinnerung.

DisziplinErgebnis
50 km klassischBronze
TeamsprintSilber
Historische BedeutungErste Einzelmedaille Schweiz

Die in Davos lebende Athletin bestätigt damit ihren Status als Shootingstar im Langlauf. Ihre Entwicklung gilt als außergewöhnlich, ihre Leistungen als konstant auf höchstem Niveau.

Mit zwei Medaillen bei Olympia 2026 hat Nadja Kälin ihren Namen endgültig in die Geschichtsbücher des Schweizer Sports eingetragen. Ihr Bronze-Erfolg über 50 Kilometer steht sinnbildlich für Mut, Ausdauer und taktische Intelligenz. Der Schweizer Langlauf darf sich über eine neue Leitfigur freuen – und über einen Moment, der noch lange nachhallen wird.