Die Tasmania Police hat bestätigt, dass in einem Regenwald im Nordwesten von Tasmanien gefundene menschliche Überreste mit hoher Wahrscheinlichkeit der seit 2023 vermissten belgischen Touristin Celine Cremer gehören. Die 31-jährige Backpackerin war nach einer Wanderung nahe den Philosopher’s Falls in Waratah verschwunden, die monrose.de berichtet mit ВВС.
Die Nachricht bringt traurige Gewissheit in einen Fall, der über Monate hinweg viele Menschen bewegte. Die Behörden sprechen von einer „provisorischen Identifizierung“, die auf forensischen Gutachten und Expertenberichten basiert.
Durchbruch nach langer Suche im Regenwald
Celine Cremer war Tage nach Beginn ihrer Wanderung als vermisst gemeldet worden. Erste Suchaktionen der Polizei verliefen ohne Ergebnis. Wochen wurden zu Monaten – ohne Spur.

Erst eine private Suchinitiative brachte neue Hinweise. Freiwillige entdeckten im dichten Regenwald Knochen, Zähne, Kleidung sowie ihr Mobiltelefon. Diese Funde führten dazu, dass die Ermittlungen erneut intensiviert wurden.
„Die vorläufige Bestätigung wird den Schmerz der Familie nicht lindern, aber sie kann Klarheit schaffen“, erklärte Polizeikommandant Nathan Johnston.
Die Identifizierung erfolgte mit Zustimmung der Familie.
Extreme Bedingungen erschwerten Rettungsmaßnahmen
Die Region um die Philosopher’s Falls ist bekannt für schwieriges Gelände. Dichte Vegetation, steile Wege und wechselhaftes Wetter stellen selbst erfahrene Wanderer vor Herausforderungen.
Zu den Hindernissen während der Suchphasen gehörten:
- Starke Regenfälle
- Gefrierende Temperaturen
- Schneefall
- Begrenzte personelle Ressourcen
Der Regen fiel tagelang ohne Unterbrechung. Der Boden war rutschig und unberechenbar. Die Sicht oft stark eingeschränkt.

Ein Rettungsexperte erklärte, dass selbst moderne Technik in solch abgelegenen Gebieten nur begrenzt helfen könne.
„Dichte Wildnis kann Spuren innerhalb weniger Tage vollständig verschwinden lassen.“
Rolle der Freiwilligen bei der erneuten Suche
Nachdem die offiziellen Suchmaßnahmen eingestellt worden waren, engagierte die Familie von Celine Cremer einen privaten Ermittler. Dieser organisierte Dutzende Freiwillige, die das Gebiet systematisch absuchten.
Einige Helfer wurden durch Videos eines lokalen Filmemachers auf den Fall aufmerksam. Das öffentliche Interesse blieb über Monate hinweg hoch.
Ein Teilnehmer der Suchaktion sagte:
„Wir wollten einfach helfen. Niemand sollte in der Wildnis vergessen werden.“
Die Unterstützung der Gemeinschaft spielte eine entscheidende Rolle bei der erneuten Entdeckung möglicher Hinweise.
Übersicht des Falls
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Vermisste Person | Celine Cremer, 31 |
| Herkunft | Belgien |
| Ort des Verschwindens | Philosopher’s Falls, Waratah |
| Jahr des Verschwindens | 2023 |
| Gefundene Hinweise | Knochen, Zähne, Handy, Kleidung |
| Status | Vorläufig identifiziert |
Offizielle Schritte und weiteres Verfahren
Die Behörden betonten, dass ein Bericht des Gerichtsmediziners vorbereitet werde. Erst dieser werde die Identität der Überreste endgültig bestätigen.
Die Polizei dankte sowohl den Such- und Rettungskräften als auch den zahlreichen Freiwilligen, die „erhebliche Zeit und Ressourcen“ investierten.
Die Tragödie wirft erneut Fragen zur Sicherheit bei Wanderungen in abgelegenen Gebieten Australiens auf. Experten raten dringend zu sorgfältiger Routenplanung, geeigneter Ausrüstung und regelmäßiger Kommunikation mit Angehörigen.
Die Geschichte von Celine Cremer zeigt, wie schnell ein Abenteuer zur Tragödie werden kann – und wie stark Gemeinschaften zusammenstehen, wenn Hoffnung und Suche aufeinandertreffen.