Im Schweizer Skigebiet Savognin hat sich ein tragisches Lawinenunglück ereignet. Ein 49-jähriger deutscher Staatsbürger kam dabei ums Leben. Medienberichten zufolge handelt es sich um den Dortmunder Schlossherrn Felix zu Knyphausen, der von einer Lawine erfasst und vollständig verschüttet wurde. Sein 15-jähriger Sohn überlebte das Unglück, die monrose.de berichtet mit t-online.de.
Die Lawinengefahr in Graubünden war in den vergangenen Tagen erheblich. In der Region galt die zweithöchste Warnstufe, zeitweise sogar die höchste Gefahrenstufe.
Wie es zur Tragödie kam
Nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden befand sich die Gruppe außerhalb der markierten Piste, als sich die Schneemassen lösten. Mehrere Personen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Vater und Sohn jedoch wurden von der Lawine vollständig erfasst.
Der Jugendliche konnte gerettet werden. Für den Vater kam jede Hilfe zu spät. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb der 49-Jährige noch am Unglücksort.

Der Schnee kam plötzlich. Sekunden entschieden über Leben und Tod. Die Rettungskräfte kämpften vergeblich.
Ein Bergrettungsexperte erklärt:
„Abseits der markierten Pisten ist das Risiko deutlich höher. Schon kleine Schneebewegungen können eine Lawine auslösen.“
Identität des Opfers: Felix zu Knyphausen
Zwar bestätigten die Behörden zunächst nur, dass es sich um einen Deutschen mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen handelt. Laut Medienberichten soll es sich jedoch um Felix zu Knyphausen, Eigentümer von Schloss Bodelschwingh in Dortmund, handeln.
Das Wasserschloss im Renaissancestil gilt als eine der letzten privat geführten Schlossanlagen im Ruhrgebiet. Seit 1302 ist es im Besitz der Erbauerfamilie.
Ein Historiker aus Nordrhein-Westfalen kommentiert:
„Schloss Bodelschwingh ist ein kulturelles Erbe mit jahrhundertelanger Geschichte. Der Verlust trifft nicht nur die Familie, sondern auch die Region.“
Aktuelle Lawinenlage in der Schweiz
In den Alpen fiel in den vergangenen Tagen viel Neuschnee. Die Lawinenwarnstufe wurde im Wallis und in Graubünden auf die zweithöchste Stufe angehoben.
| Region | Warnstufe | Einschätzung |
|---|---|---|
| Graubünden | Hoch | Zweithöchste Stufe |
| Wallis | Hoch | Zweithöchste Stufe |
| Teile Alpen | Sehr hoch (zeitweise) | Höchste Gefahrenstufe |
Experten warnen besonders vor Touren abseits gesicherter Pisten.
Wichtige Sicherheitshinweise bei erhöhter Lawinengefahr:
- Nur markierte Pisten nutzen
- Lawinenlagebericht täglich prüfen
- Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel) mitführen
- Geführte Touren bevorzugen
- Wetter- und Schneeverhältnisse realistisch einschätzen
Ein Lawinenforscher betont:
„Die Kombination aus Neuschnee, Wind und Temperaturschwankungen ist besonders gefährlich.“
Warum Lawinen so unberechenbar sind
Lawinen entstehen, wenn sich Schneeschichten voneinander lösen. Häufig sind es kleine Auslöser – ein Schritt, eine Skispur oder ein Temperaturwechsel – die die Schneemassen ins Rutschen bringen.
Die Lawinengefahr Schweiz 2026 war in den letzten Tagen außergewöhnlich hoch. Besonders gefährdet sind Hänge mit steiler Neigung und frischem Triebschnee.

Die Berge wirken ruhig. Doch unter der Oberfläche herrscht Spannung. Eine falsche Bewegung genügt.
Ein Meteorologe erklärt:
„Bei intensiven Schneefällen innerhalb kurzer Zeit steigt das Risiko exponentiell.“
Auswirkungen auf die Region
Der Vorfall sorgt für Bestürzung in Savognin und darüber hinaus. Die Tragödie verdeutlicht erneut, wie ernst Warnstufen genommen werden müssen.
Neben den persönlichen Folgen für die Familie des Verstorbenen steht auch die Debatte über Sicherheitsbewusstsein im Wintersport im Fokus. Die Lawinengefahr in den Alpen bleibt ein zentrales Thema, insbesondere in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen.
Felix zu Knyphausen hinterlässt Familie und ein historisches Erbe. Sein Tod bei dem Lawinenabgang in Savognin zeigt, wie schnell sich Wintersport in den Bergen in eine lebensbedrohliche Situation verwandeln kann. Die aktuellen Warnstufen und die extremen Schneemengen unterstreichen, dass Vorsicht in alpinen Regionen oberste Priorität haben muss.