Eine auffällige Szene in Assassin’s Creed Black Flag Resynced bringt neue Bewegung in die Spekulationen um den Schauplatz von Assassin’s Creed Hexe. In einem Animus-Riss erscheint die Nürnberger Lorenzkirche, obwohl das Bauwerk mit der Piratengeschichte von Edward Kenway auf den ersten Blick nichts zu tun hat, die monrose.de berichtet mit gamepro.de.
Die Darstellung dürfte kaum zufällig gewählt sein. In derselben Sequenz tauchen bekannte Orte aus früheren Teilen der Reihe auf, darunter die Pyramiden aus Assassin’s Creed Origins, Bauwerke aus Odyssey und Tempelanlagen aus Shadows. St. Lorenz passt jedoch zu keinem bereits veröffentlichten Hauptspiel. Dadurch wirkt die Kirche wie eine Vorschau auf ein noch nicht vollständig vorgestelltes Projekt.
Ubisoft bestätigt damit noch nicht ausdrücklich den Schauplatz von Codename Hexe. Die Auswahl des Bauwerks liefert jedoch einen konkreteren Anhaltspunkt als der bisher veröffentlichte Ankündigungstrailer. Nürnberg rückt damit erstmals direkt in den Mittelpunkt der Spekulationen.

St. Lorenz erscheint in einem Animus-Riss
Der neue Hinweis stammt nicht aus einem unscharfen Foto einer internen Präsentation. Die Kirche ist als Bestandteil von Black Flag Resynced direkt in einem Animus-Riss zu sehen. Diese Sequenzen verbinden verschiedene Epochen und Schauplätze innerhalb der Assassin’s-Creed-Reihe.
Bei dem gezeigten Bauwerk handelt es sich offenbar um St. Lorenz Nürnberg. Die gotische Kirche entstand in mehreren Bauphasen zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert und gehört zu den markantesten historischen Gebäuden der Stadt. Charakteristische Elemente der Westfassade, darunter die beiden Türme und die große Fensterrose, machen eine Verwechslung mit anderen Kirchen wenig wahrscheinlich.
Die Auswahl ist aus zwei Gründen bemerkenswert:
- St. Lorenz war bisher kein zentraler Schauplatz eines veröffentlichten Assassin’s-Creed-Spiels.
- Nürnberg liegt in einer Region, die zu den vermuteten historischen Kulissen von Codename Hexe passt.
- Der Animus-Riss zeigt ansonsten Orte, die klar mit bekannten Serienteilen verbunden sind.
- Ubisoft nutzt seine Spiele regelmäßig, um Figuren, Ereignisse oder kommende Inhalte anzudeuten.
„Die Nürnberger Kirche wirkt in dieser Reihe bekannter Schauplätze wie ein bewusst platzierter Ausblick auf ein noch nicht enthülltes Kapitel.“
Die Szene ist deshalb mehr als ein beliebiges historisches Hintergrundbild. Würde Ubisoft lediglich europäische Architektur präsentieren wollen, hätte das Studio zahlreiche bereits etablierte Orte aus der Ezio-Trilogie, Unity oder Valhalla verwenden können. Stattdessen erscheint ein Gebäude, das unmittelbar zu den Gerüchten über Hexe passt.
Warum Nürnberg zum Hexe-Setting passen würde
Berichte und frühere Leaks ordnen Codename Hexe den europäischen Hexenverfolgungen des 16. oder 17. Jahrhunderts zu. Nürnberg wäre für ein solches Szenario geografisch und politisch interessant, auch wenn die Stadt historisch nicht Teil eines deutschen Nationalstaats im heutigen Sinn war.
Während des vermuteten Handlungszeitraums gehörte Nürnberg als Freie Reichsstadt zum Heiligen Römischen Reich. Die Formulierung AC Hexe Deutschland beschreibt daher den heutigen geografischen Standort, nicht die damalige staatliche Ordnung. Für eine historisch genaue Einordnung müsste von einer Handlung auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands gesprochen werden.
Nürnberg bietet Ubisoft mehrere Ebenen für Missionen und Erkundung. Die dicht bebaute Altstadt eignet sich für Verfolgungen über Dächer, während Stadtmauern, Türme, Kirchen und unterirdische Anlagen klassische Elemente des Assassin’s-Creed-Spieldesigns ermöglichen. Gleichzeitig könnte das Umland mit Wäldern, Dörfern und abgelegenen Kultstätten einen deutlichen Kontrast schaffen.
| Möglicher Schauplatz | Bedeutung für das Spiel |
|---|---|
| Nürnberger Altstadt | Dichte Bebauung, Dächer, Märkte und bewachte Straßen |
| St. Lorenz | Religiöses Zentrum und möglicher Orientierungspunkt |
| Stadtmauer | Infiltration, Fluchtwege und militärische Kontrolle |
| Wälder im Umland | Verfolgungen, Rituale und versteckte Lager |
| Dörfer und Gerichtsorte | Geschichten über Anklagen, Angst und Machtmissbrauch |
Die Hexenprozesse im Heiligen Römischen Reich fanden nicht an einem einzigen Ort statt. Deshalb muss die Darstellung von St. Lorenz nicht bedeuten, dass das gesamte Spiel ausschließlich in Nürnberg angesiedelt ist. Denkbar wäre eine Karte mit mehreren Städten oder Regionen, die unterschiedliche Formen der Verfolgung zeigt.
Die Verbindung zu Würzburg bleibt möglich
Frühere Berichte brachten vor allem Würzburg mit Codename Hexe in Verbindung. Dort erreichten die Hexenverfolgungen im frühen 17. Jahrhundert ein besonders großes Ausmaß. Nürnberg und Würzburg liegen beide im heutigen Franken, gehören heute zu Bayern und könnten innerhalb einer zusammenhängenden Spielwelt dargestellt werden.
Die Entfernungen zwischen historischen Städten lassen sich in Assassin’s Creed deutlich verkürzen. Schon frühere Teile kombinierten reale Orte, Landschaften und Gebäude zu einer spielbaren Version der jeweiligen Region. Eine fränkische Karte könnte deshalb Nürnberg, Würzburg und kleinere Siedlungen miteinander verbinden, ohne deren tatsächliche geografische Dimension exakt abzubilden.
Die Kirche widerlegt die Würzburg-Gerüchte daher nicht. Sie erweitert vielmehr das mögliche Gebiet. Codename Hexe könnte mehrere Zentren der Region miteinander verknüpfen.
Ein solches Konzept würde dem Spiel mehr historische und spielerische Vielfalt geben. Nürnberg könnte als wirtschaftlich bedeutende Reichsstadt auftreten, während Würzburg stärker mit Prozessen, kirchlicher Macht und öffentlicher Verfolgung verbunden wäre. Dazwischen könnten Wälder und ländliche Gebiete als Rückzugsräume dienen.
Ubisoft deutet Hexe bisher nur vorsichtig an
Codename Hexe wurde bereits 2022 als neues großes Assassin’s-Creed-Projekt angekündigt. Der kurze Trailer zeigte keine Stadt, keine spielbare Figur und keinen konkreten Zeitraum. Zu sehen waren ein dunkler Wald, Feuer und ein aus Zweigen gefertigtes Assassinensymbol.
Der damalige Franchise-Verantwortliche Marc-Alexis Côté beschrieb das Projekt als eine andere Art von Assassin’s-Creed-Spiel. Diese Aussage passt zu Berichten, wonach Hexe kompakter, düsterer und stärker auf eine lineare Handlung ausgerichtet sein könnte als Valhalla oder Shadows.
„Codename Hexe soll keine einfache Wiederholung der zuletzt verwendeten Open-World-Formel werden, sondern eine eigenständige Identität erhalten.“
Offiziell bestätigt sind bislang nur wenige Grundlagen. Ubisoft Montreal entwickelt das Spiel, während wesentliche Angaben zur Hauptfigur, zum Kampfsystem und zur Größe der Welt weiterhin fehlen. Auch Nürnberg wurde vom Unternehmen nicht ausdrücklich als Schauplatz genannt. Die Kirche in Black Flag Resynced ist deshalb als Hinweis zu verstehen, nicht als vollständige Enthüllung.
Der Aufbau der Animus-Sequenz erhöht dennoch ihre Bedeutung. Die dort gezeigten Monumente stehen erkennbar für bestimmte Assassin’s-Creed-Epochen. St. Lorenz bildet die auffällige Ausnahme und könnte jene Lücke markieren, die Hexe später im historischen Panorama der Reihe füllt.
Was der Nürnberg-Hinweis über die Spielwelt verrät
Sollte Assassin’s Creed Hexe Nürnberg tatsächlich als wichtigen Schauplatz nutzen, wäre mit einer stärker urbanen Spielwelt zu rechnen als zunächst vermutet. Der erste Trailer hatte vor allem Erwartungen an Wälder, abgelegene Siedlungen und eine bedrückende Atmosphäre geweckt.
Die Lorenzkirche deutet dagegen auf große Städte mit komplexen Machtstrukturen hin. In einer Reichsstadt könnten weltliche Behörden, Geistliche, Kaufleute, Handwerkszünfte und geheime Gruppen um Einfluss kämpfen. Anschuldigungen wegen Hexerei könnten dabei sowohl religiöse als auch wirtschaftliche oder persönliche Motive haben.
Für den Spielablauf ergeben sich mehrere mögliche Schwerpunkte:
- Die Hauptfigur könnte beschuldigte Personen aus Gefängnissen oder bewachten Häusern befreien.
- Ermittlungsmissionen könnten zeigen, wie Gerüchte und manipulierte Aussagen entstehen.
- Attentatsziele könnten Richter, Informanten oder Mitglieder eines gegnerischen Ordens sein.
- Verfolgungen durch enge Gassen und über Kirchendächer könnten den klassischen Parkour stärken.
- Wälder außerhalb der Stadt könnten für Schleichen, Alchemie und vorbereitete Fallen genutzt werden.
Eine kleinere, dichter gestaltete Karte würde zu den bisherigen Gerüchten über eine stärker fokussierte Struktur passen. Statt zahlreiche Regionen mit wiederkehrenden Nebenaufgaben zu füllen, könnte Ubisoft einzelne Bezirke mit mehr Innenräumen, vertikalen Wegen und wechselnden Sicherheitsstufen entwickeln.

Ein düsteres Thema allein macht noch kein ungewöhnliches Assassin’s Creed. Entscheidend wird sein, wie eng historische Verfolgung, persönliche Geschichte und Schleichmechanik miteinander verbunden sind.
Historischer Schauplatz braucht präzise Einordnung
Die Bezeichnung „Hexenprozesse in Deutschland“ ist für Suchanfragen verständlich, historisch aber verkürzt. Im 16. und 17. Jahrhundert existierte Deutschland nicht als einheitlicher Nationalstaat. Städte und Territorien besaßen unterschiedliche Herrschaftsformen, Gesetze und religiöse Strukturen.
Gerade diese Zersplitterung könnte Hexe erzählerisch nutzen. Eine beschuldigte Person wäre in einer Freien Reichsstadt möglicherweise anderen Behörden und Verfahren ausgesetzt als in einem geistlichen Fürstentum. Grenzen zwischen den Gebieten könnten Fluchtwege eröffnen, aber auch neue Gefahren schaffen.
Für Nürnberg müsste Ubisoft zusätzlich berücksichtigen, dass die Stadt nicht automatisch für sämtliche großen Verfolgungswellen der Region steht. Ein Spiel kann historische Orte kombinieren, sollte deren politische und rechtliche Unterschiede jedoch nicht vollständig einebnen.
„Nürnberg wäre nicht nur eine dekorative mittelalterliche Kulisse. Der Status als Freie Reichsstadt könnte Konflikte schaffen, die in einer beliebigen deutschen Stadt nicht funktionieren würden.“
Die Architektur von St. Lorenz passt zeitlich problemlos zu einer Handlung im 16. oder 17. Jahrhundert. Die Kirche war damals bereits seit Generationen ein prägender Bestandteil des Stadtbilds. Ubisoft müsste für die digitale Rekonstruktion allerdings spätere Veränderungen, Kriegszerstörungen und moderne Restaurierungen ausblenden.
Wann Assassin’s Creed Hexe erscheinen könnte
Der Assassin’s Creed Hexe Release wird in aktuellen Berichten häufig für 2027 erwartet. Ubisoft hat bislang jedoch keinen verbindlichen Veröffentlichungstermin genannt. Auch ein konkretes Zeitfenster, Plattformdetails und Vorbestellungsinformationen fehlen weiterhin.
Eine größere Präsentation könnte den endgültigen Namen, die Hauptfigur und das historische Gebiet enthüllen. Der Auftritt von St. Lorenz in Black Flag Resynced schafft dafür eine erkennbare Vorbereitung. Fans können den Ort bereits identifizieren, bevor Ubisoft ihn in einem Trailer oder einer Gameplay-Demonstration offiziell einordnet.
Für eine vollständige Enthüllung wären vor allem diese Angaben relevant:
- die genaue Jahreszahl der Handlung,
- die spielbare Hauptfigur,
- Nürnberg, Würzburg oder weitere Städte als Schauplätze,
- Größe und Aufbau der Spielwelt,
- Verhältnis zwischen historischen Ereignissen und übernatürlichen Elementen,
- Veröffentlichungstermin und unterstützte Plattformen.
Berichte über einen möglichen Start im Jahr 2027 bleiben unbestätigt. Codename Hexe befindet sich weiterhin in Entwicklung, während Ubisoft das Projekt offiziell als eigenständigen großen Teil der Reihe führt.
Nürnberg wird zum stärksten sichtbaren Hinweis
Die Darstellung von St. Lorenz ist der bislang deutlichste im Spiel selbst platzierte Hinweis auf einen Schauplatz von Codename Hexe. Sie bestätigt weder Nürnberg als alleinige Spielstadt noch die vermutete Handlung während der Hexenverfolgungen. Im Zusammenhang mit den bekannten Gerüchten wirkt die Auswahl der Kirche jedoch gezielt.
Nürnberg könnte Teil einer größeren fränkischen Region sein, die auch Würzburg, ländliche Gebiete und mehrere politische Territorien umfasst. Damit würde Ubisoft eine Spielwelt erhalten, die städtischen Parkour, düstere Waldgebiete und historische Machtkonflikte miteinander verbindet. Bis zur offiziellen Vorstellung bleibt St. Lorenz ein Teaser, aber kein beliebiges Architekturmotiv.