Microsoft hat die Preise seiner aktuellen Xbox-Konsolen zum 1. August 2026 weltweit angepasst. In Deutschland steigen die offiziellen Verkaufspreise je nach Modell um 150 bis 200 Euro. Die Xbox Preise Deutschland erreichen damit ein Niveau, das den bisherigen Abstand zwischen einer günstigen Einsteigerkonsole und einem leistungsstärkeren Premiumgerät deutlich verkleinert, die monrose.de berichtet mit t-online.de.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei der Xbox Series S. Das Modell wurde ursprünglich als preiswerter Einstieg in die aktuelle Konsolengeneration vermarktet, kostet mit 1 TB Speicher nun jedoch 599,99 Euro. Für die Xbox Series X mit Laufwerk verlangt Microsoft inzwischen 799,99 Euro.

Die technischen Daten der Konsolen ändern sich durch die Preisanpassung nicht. Käufer erhalten weder zusätzlichen Speicher noch mehr Leistung. Bezahlt werden ausschließlich die gestiegenen Hardware- und Produktionskosten.
Neue Xbox-Preise gelten seit dem 1. August 2026
Die Xbox Preiserhöhung 2026 betrifft alle regulär angebotenen Modelle der Series-S- und Series-X-Reihe. Die kleinste Xbox Series S mit 512 GB kostet im deutschen Microsoft Store nun 499,99 Euro statt bisher 349,99 Euro. Das entspricht einem Aufschlag von 150 Euro.
Bei den drei anderen Varianten steigt der Preis jeweils um 200 Euro. Die Xbox Series S mit 1 TB erreicht 599,99 Euro, während die digitale Xbox Series X mit derselben Speicherkapazität nun 749,99 Euro kostet. Für die Series X mit UHD-Blu-ray-Laufwerk werden 799,99 Euro verlangt. Die aktuellen Beträge sind bereits im deutschen Microsoft Store eingetragen.
| Xbox-Modell | Alter Preis | Neuer Preis | Aufschlag | Anstieg |
|---|---|---|---|---|
| Xbox Series S 512 GB | 349,99 Euro | 499,99 Euro | 150 Euro | rund 42,9 Prozent |
| Xbox Series S 1 TB | 399,99 Euro | 599,99 Euro | 200 Euro | rund 50 Prozent |
| Xbox Series X Digital 1 TB | 549,99 Euro | 749,99 Euro | 200 Euro | rund 36,4 Prozent |
| Xbox Series X mit Laufwerk 1 TB | 599,99 Euro | 799,99 Euro | 200 Euro | rund 33,3 Prozent |
Der Xbox Series S Preis steigt prozentual am stärksten. Bei der 1-TB-Version beträgt die Erhöhung exakt 50 Prozent. Damit kostet das kompakte Digitalmodell inzwischen genauso viel wie manche leistungsstärkere Konsole vor früheren Preisrunden.
Die Series S verliert einen erheblichen Teil ihres bisherigen Preisvorteils.
Series X kostet heute 300 Euro mehr als zum Marktstart
Der neue Xbox Series X Preis macht den langfristigen Anstieg besonders sichtbar. Als Microsoft die Series X mit Laufwerk im November 2020 in Deutschland veröffentlichte, lag die unverbindliche Preisempfehlung bei 499,99 Euro. Im August 2026 werden für dieselbe Speicherkapazität 799,99 Euro verlangt.
Innerhalb einer laufenden Konsolengeneration beträgt der Unterschied damit 300 Euro. Der Preis ist um rund 60 Prozent gestiegen, obwohl Prozessor, Grafikchip, Arbeitsspeicher und grundlegende Ausstattung unverändert bleiben. Üblicherweise werden ältere Konsolen im Verlauf ihres Produktzyklus günstiger oder durch kompaktere Revisionen ersetzt. Bei der Xbox Series X verläuft die Preisentwicklung in die entgegengesetzte Richtung.
Auch die Series S mit 512 GB erreicht nun den früheren Einführungspreis der Series X. Käufer zahlen für das heutige Einstiegsmodell somit fast genauso viel wie 2020 für Microsofts damalige Spitzenkonsole.
Aus Marktsicht verschiebt sich damit die Preisgrenze einer klassischen Konsole. Geräte für knapp 800 Euro konkurrieren nicht mehr nur mit anderen Konsolen, sondern zunehmend mit vorkonfigurierten Gaming-PCs und leistungsfähigen Handhelds.
Warum Microsoft die Konsolenpreise erhöht
Microsoft begründet die Anpassung vor allem mit höheren Kosten für Speicherbausteine und Arbeitsspeicher. Nach Angaben des Unternehmens haben sich die Einkaufspreise für Konsolenspeicher und RAM mehr als verzweieinhalbfacht. Bis zum Herbst 2027 rechnet der Hersteller mit einer weiteren Verdoppelung.
„Die Preise für Konsolenspeicher und Arbeitsspeicher haben sich mehr als verzweieinhalbfacht“, erklärte Microsoft.
NAND-Flash-Speicher wird für die interne SSD einer Konsole benötigt. Arbeitsspeicher ist ebenfalls fest in der Hardware verbaut und lässt sich bei Xbox-Geräten nicht nachträglich gegen günstigere Komponenten austauschen. Steigen die Einkaufspreise, betrifft das deshalb jede produzierte Einheit.
Microsoft erklärte zudem, mehrere Monate gemeinsam mit Zulieferern nach Alternativen gesucht zu haben. Das Unternehmen verweist auf eine branchenweite Komponentenkrise, die zahlreiche Hersteller von Unterhaltungselektronik belastet. Konsolen seien von dieser Entwicklung besonders betroffen, weil sie häufig mit geringen Margen oder sogar unterhalb ihrer Herstellungskosten verkauft werden. Einnahmen sollen später über Spiele, digitale Käufe, Zubehör und Abonnements entstehen.
Die höheren Microsoft Konsolenpreise zeigen, dass dieses Geschäftsmodell unter steigenden Komponentenkosten schwieriger aufrechtzuerhalten ist. Ein Preisaufschlag von bis zu 200 Euro deutet darauf hin, dass kleinere Einsparungen bei Verpackung, Logistik oder Zubehör nicht mehr ausreichen.
Warum die Erhöhung in Deutschland höher ausfällt
In den USA steigen die Preise laut Microsoft um 100 US-Dollar bei Modellen mit 512 GB und um 150 US-Dollar bei Varianten mit 1 TB. In Deutschland betragen die Aufschläge dagegen 150 beziehungsweise 200 Euro.
Ein direkter Vergleich der Zahlen greift jedoch zu kurz. Deutsche Verkaufspreise enthalten bereits 19 Prozent Mehrwertsteuer. In den USA wird die jeweilige Sales Tax in der Regel erst beim Kauf hinzugefügt und unterscheidet sich je nach Bundesstaat und Ort.
Trotzdem fällt die Belastung für deutsche Käufer hoch aus. Drei der vier angebotenen Modelle verteuern sich um jeweils 200 Euro. Besonders beim Einstiegssystem Series S wird sichtbar, dass Microsoft die europäischen Preisstufen neu geordnet hat, statt den US-Aufschlag lediglich zum aktuellen Wechselkurs umzurechnen.
Für Haushalte, die eine zweite Konsole oder ein günstiges Gerät für Kinder suchen, wird die Series S dadurch schwerer zu rechtfertigen.
Das 2-TB-Modell verschwindet aus dem Sortiment
Parallel zur Preiserhöhung stellt Microsoft die Xbox Series X 2 TB Galaxy Black Special Edition ein. Das Modell bleibt im deutschen Store vorerst sichtbar, wird dort jedoch als nicht vorrätig geführt. Sein zuletzt angezeigter Preis liegt bei 699,99 Euro und damit sogar unter dem neuen Preis der regulären Series X mit 1 TB.
Die Entscheidung wirkt zunächst widersprüchlich, passt aber zur Begründung des Unternehmens. Eine Konsole mit doppelt so großer SSD benötigt mehr NAND-Speicher und ist dadurch stärker von steigenden Komponentenpreisen betroffen. Statt die Sonderedition noch teurer anzubieten, nimmt Microsoft sie aus dem regulären Programm.

Für Nutzer mit großen digitalen Bibliotheken bleiben Speichererweiterungskarten oder externe Laufwerke als Alternative. Spiele, die speziell für Xbox Series X und Series S optimiert wurden, können jedoch nicht in jedem Fall direkt von einem gewöhnlichen USB-Laufwerk gestartet werden. Dadurch können zusätzliche Kosten entstehen, die beim eigentlichen Konsolenkauf nicht sichtbar sind.
Ein größeres Laufwerk war bislang ein komfortabler Weg, mehrere umfangreiche Spiele gleichzeitig installiert zu halten. Mit dem Ende der 2-TB-Version wird diese Ausstattung zu einer Kombination aus Konsole und separater Speichererweiterung.
Welche günstigeren Kaufmöglichkeiten Microsoft plant
Um die Folgen der höheren Preise abzufedern, hat Microsoft mehrere Verkaufs- und Finanzierungsmodelle angekündigt. Die konkrete Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Händler und der Region ab. Vorgesehen sind unter anderem folgende Möglichkeiten:
- kurzfristige, zinsfreie Ratenzahlungen für ausgewählte Hardwarekäufe;
- Finanzierungen mit null Prozent effektivem Jahreszins für bis zu zwölf Monate;
- Programme für gebrauchte und eingetauschte Konsolen;
- zertifiziert generalüberholte Xbox-Geräte unterhalb des regulären Neupreises;
- Gutschriften oder Auszahlungen beim Eintausch einer älteren Konsole.
Im deutschen Microsoft Store kostet eine zertifiziert generalüberholte Xbox Series X derzeit 649,99 Euro. Eine überholte Series S mit 512 GB wird für 399,99 Euro geführt, die Variante mit 1 TB für 499,99 Euro. Damit liegen selbst einige Refurbished-Angebote auf dem Niveau früherer Neugerätepreise.
Wer nach Xbox kaufen Deutschland sucht, dürfte deshalb häufiger bei gebrauchten Geräten, Händleraktionen und Restbeständen landen. Kurzfristig können einzelne Shops noch Konsolen mit älterer Preiskennzeichnung anbieten. Solche Bestände dürften jedoch verschwinden, sobald Händler neue Lieferungen zu höheren Einkaufspreisen erhalten.
Was die neuen Preise für Käufer bedeuten
Die Xbox Series S bleibt das günstigste aktuelle Modell von Microsoft, ihr Abstand zur Series X ist jedoch kleiner geworden. Zwischen der Series S mit 1 TB und der digitalen Series X liegen nur noch 150 Euro. Käufer erhalten für diesen Aufpreis eine deutlich leistungsfähigere Hardware, höhere Auflösungen und mehr Reserven für anspruchsvolle Spiele.
Bei der Series X mit Laufwerk wird die Entscheidung schwieriger. Ein Preis von 799,99 Euro rückt die Konsole in einen Bereich, in dem auch Gaming-PCs, Premium-Handhelds und Konkurrenzmodelle berücksichtigt werden. Ein Laufwerk kann langfristig Geld sparen, weil gebrauchte Spiele, Leihversionen und reduzierte Disc-Ausgaben nutzbar bleiben. Die Anschaffung selbst ist aber erheblich teurer geworden.
Microsoft reagiert mit Finanzierungen, generalüberholten Geräten und geplanten Gebrauchtprogrammen. Diese Angebote senken nicht den eigentlichen Listenpreis, sondern verteilen die Belastung oder verschieben Käufer in den Secondhand-Markt. Seit dem 1. August 2026 steht deshalb nicht nur die Wahl zwischen Series S und Series X im Mittelpunkt, sondern auch zwischen Neuware, Restbestand, Refurbished-Konsole und Gebrauchtgerät.