The Witcher 3 Remastered: Diese Hardware braucht das Upgrade

CD Projekt nennt die PC-Anforderungen für The Witcher 3 Remastered. Für 1080p reichen 12 GB RAM, für Path Tracing wird eine RTX 5080 empfohlen.

11 Min lesen
The Witcher 3 Remastered: Diese Hardware braucht das Upgrade

CD Projekt Red hat kurz vor der Veröffentlichung die vollständigen Witcher 3 Remastered Systemanforderungen für den PC genannt. Die Spanne fällt ungewöhnlich groß aus: Während für 1080p mit niedrigen Einstellungen bereits eine Geforce GTX 1660 und 12 GByte Arbeitsspeicher ausreichen sollen, verlangt die höchste Qualitätsstufe deutlich modernere Hardware,  die  monrose.de berichtet mit golem.de.

Vor allem Path Tracing treibt die Anforderungen nach oben. Für Ultra-Einstellungen nennt der Entwickler eine Geforce RTX 5080, 24 GByte RAM und einen Core i9-13900K beziehungsweise Ryzen 7 9800X3D. Gleichzeitig gibt es eine klare Änderung beim Betriebssystem: Windows 10 gehört nicht mehr zu den offiziell unterstützten Plattformen.

The Witcher 3 Remastered unterstützt Windows 10 nicht mehr

Unabhängig davon, ob Spieler minimale Details oder maximale Grafikqualität verwenden, führt CD Projekt Red in allen veröffentlichten PC-Konfigurationen ausschließlich Windows 11 in der 64-Bit-Version auf.

Damit fällt Windows 10 aus dem offiziellen Support. Das bedeutet zunächst nicht zwingend, dass sich das Spiel unter Windows 10 überhaupt nicht starten lässt. CD Projekt Red garantiert für dieses Betriebssystem jedoch keinen regulären Support mehr.

The Witcher 3 Remastered: Diese Hardware braucht das Upgrade
The Witcher 3 Remastered: Diese Hardware braucht das Upgrade

Der Entwickler begründet den Schritt mit dem auslaufenden beziehungsweise bereits reduzierten Support anderer beteiligter Unternehmen. Microsoft hat den regulären Support für Windows 10 beendet, während auch Nvidia seine Unterstützung älterer Windows-Plattformen schrittweise zurückfährt.

„Wir werden Windows 10 nicht mehr länger unterstützen“, erklärt CD Projekt Red zur Betriebssystem-Anforderung der Remastered-Version.

Für PC-Spieler ist diese Vorgabe durchaus relevant. Ein Rechner kann bei Prozessor, Grafikkarte und Arbeitsspeicher alle Mindestanforderungen erfüllen und trotzdem außerhalb der offiziell unterstützten Konfiguration liegen, wenn weiterhin Windows 10 installiert ist.

Technisch leistungsfähige ältere Gaming-PCs werden damit nicht automatisch unbrauchbar. Entscheidend ist vielmehr die Kombination aus Hardware und Betriebssystem. Wer langfristig Updates und offiziellen Support erwartet, kommt bei der Remastered-Version an Windows 11 nicht vorbei.

Mindestanforderungen bleiben überraschend moderat

Auf der anderen Seite setzt CD Projekt Red die Einstiegshürde bei der Hardware vergleichsweise niedrig an. Für Full-HD-Auflösung mit 1.920 × 1.080 Pixeln und einem Ziel von 30 Bildern pro Sekunde nennt das Studio einen Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 5 2600.

Als Nvidia-Grafikkarte reicht laut Tabelle eine Geforce GTX 1660. Bei AMD wird eine Radeon RX 5500 XT mit 8 GByte Videospeicher genannt. Interessant ist außerdem, dass die Intel Arc B580 ebenfalls zu den unterstützten Optionen gehört.

Beim Arbeitsspeicher werden für diese Konfiguration 12 GByte verlangt.

Damit dürften zahlreiche Gaming-Rechner der vergangenen Jahre zumindest grundsätzlich in der Lage sein, die überarbeitete Version auszuführen. Allerdings handelt es sich bei den Mindestanforderungen um ein Szenario mit 30 fps und entsprechend reduzierten Grafikeinstellungen.

Die wichtigsten Eckdaten für den Einstieg:

  • Auflösung von 1080p
  • Zielwert von 30 fps
  • Intel Core i5-8400 oder AMD Ryzen 5 2600
  • Geforce GTX 1660 oder Radeon RX 5500 XT mit 8 GByte
  • alternativ Intel Arc B580
  • 12 GByte Arbeitsspeicher
  • SSD mit mindestens 60 GByte freiem Speicher
  • Windows 11 mit 64 Bit

Für die Version aus dem Epic Games Store werden beim Speicherplatz 90 GByte angegeben. Bei anderen PC-Versionen nennt CD Projekt Red 60 GByte SSD-Speicher.

Witcher 3 Remastered: Systemanforderungen im Vergleich

Deutlich interessanter wird die Tabelle, sobald höhere Auflösungen, Ray Tracing oder Path Tracing ins Spiel kommen. Zwischen dem Minimum und der maximalen Qualitätsstufe liegen mehrere GPU-Generationen.

EinstellungAuflösung und FPSGrafikkarte NvidiaArbeitsspeicher
Minimum1080p, 30 fpsGTX 166012 GByte
Empfohlen1080p, 60 fpsRTX 2060 Super16 GByte
Ultra1440p, 60 fpsRTX 3070 Ti24 GByte
RT Minimum1080p, 30 fpsRTX 2060 Super16 GByte
RT Empfohlen1440p, 60 fpsRTX 408024 GByte
Path Tracing Ultra2160p, 60 fps mit DLSSRTX 508024 GByte

Bereits für die klassische Ultra-Stufe ohne das maximale Path-Tracing-Szenario steigt der RAM-Bedarf auf 24 GByte. Als Prozessor empfiehlt CD Projekt Red dafür einen Core i7-13700K oder Ryzen 7 7700X.

Beim Wechsel auf Ray Tracing werden die Unterschiede noch deutlicher. Für 1440p mit 60 fps und hohen RT-Einstellungen nennt das Studio eine RTX 4080 auf Nvidia-Seite.

RTX 5080 wird für maximales Path Tracing empfohlen

Die höchste Stufe richtet sich eindeutig an Besitzer aktueller High-End-PCs. Wer Path Tracing in Ultra nutzen und gleichzeitig 4K-Auflösung anvisieren möchte, benötigt laut Entwickler eine Nvidia-Grafikkarte aus der Blackwell-Generation.

Konkret steht die Geforce RTX 5080 in der Tabelle. Hinzu kommen 24 GByte Arbeitsspeicher und ein Intel Core i9-13900K oder AMD Ryzen 7 9800X3D.

Der angegebene Zielwert liegt bei 60 fps in 2160p. Allerdings wird dieses Szenario ausdrücklich in Verbindung mit DLSS genannt. Die interne Renderauflösung muss daher nicht der ausgegebenen 4K-Auflösung entsprechen.

Für die höchste Grafikstufe wird weniger der reine Start des Spiels zum Problem als die Kombination aus 4K-Ausgabe, Path Tracing und einem stabilen 60-fps-Ziel.

Die Vorgaben zeigen zugleich, wie stark sich die verschiedenen Presets unterscheiden. Ein Spieler mit einer älteren Mittelklasse-GPU kann The Witcher 3 Remastered grundsätzlich nutzen, während sämtliche neuen Beleuchtungseffekte auf maximaler Stufe eine vollkommen andere Leistungsklasse voraussetzen.

AMD Radeon RX 9070 XT schafft laut CD Projekt 1440p mit Ray Tracing

Nvidia ist nicht die einzige Option. CD Projekt Red nennt in mehreren Kategorien ausdrücklich Grafikkarten von AMD und Intel.

Für die empfohlenen Einstellungen bei 1080p und 60 fps wird beispielsweise eine Radeon RX 6600 XT aufgeführt. Für Ultra in 1440p soll eine Radeon RX 6800 XT ausreichen.

Besonders interessant ist die Radeon RX 9070 XT. Sie wird für 1440p, 60 fps und die empfohlene Ray-Tracing-Konfiguration genannt. Eine direkte AMD-Alternative zur RTX 5080 beim maximalen Path-Tracing-Profil führt die Tabelle dagegen nicht auf.

The Witcher 3 Remastered: Diese Hardware braucht das Upgrade
The Witcher 3 Remastered: Diese Hardware braucht das Upgrade

Intel ist ebenfalls vertreten, allerdings hauptsächlich in den niedrigeren Leistungsstufen. Die Arc B580 wird für Minimum, Recommended und bestimmte Ray-Tracing-Konfigurationen genannt.

Bei Ultra soll sie laut Angaben unter Verwendung von XeSS eingesetzt werden können. Für die anspruchsvollsten RT- und Path-Tracing-Presets fehlt dagegen eine entsprechende Intel-Empfehlung.

24 GByte RAM sind nicht grundsätzlich erforderlich

Die Zahl von 24 GByte Arbeitsspeicher könnte auf den ersten Blick den Eindruck erwecken, dass viele PCs aufgerüstet werden müssen. Das trifft laut Systemtabelle jedoch nur auf bestimmte Qualitätsstufen zu.

Für die niedrigsten Einstellungen werden lediglich 12 GByte verlangt. Bei den empfohlenen 1080p-Einstellungen und beim RT-Minimum steigt der Bedarf auf 16 GByte.

Erst Ultra, RT Recommended und Path Tracing Ultra sind mit 24 GByte angegeben.

Damit ergibt sich folgende Abstufung:

  • 12 GByte RAM für 1080p und 30 fps auf Minimum
  • 16 GByte RAM für 1080p und 60 fps auf empfohlenen Einstellungen
  • 16 GByte RAM für das minimale Ray-Tracing-Profil
  • 24 GByte RAM für Ultra in 1440p
  • 24 GByte RAM für anspruchsvolles Ray Tracing
  • 24 GByte RAM für Path Tracing Ultra

Ein PC mit 16 GByte RAM fällt also keineswegs automatisch durch das Raster. Für Full HD und moderate Einstellungen liegt er innerhalb der offiziellen Vorgaben. Erst bei höheren Presets setzt CD Projekt deutlich mehr Arbeitsspeicher voraus.

Welche Prozessoren werden benötigt?

Auch bei den CPUs reicht die Spanne von älteren Mittelklasse-Modellen bis zu modernen Gaming-Prozessoren.

Als Einstieg nennt CD Projekt Red den Core i5-8400 und Ryzen 5 2600. Für 1080p bei 60 fps steigen die Anforderungen auf einen Core i7-8700K beziehungsweise Ryzen 5 3600X.

Ultra in 1440p verlangt laut Tabelle einen Core i7-13700K oder Ryzen 7 7700X. Für die minimale Ray-Tracing-Stufe werden Core i7-11700K und Ryzen 7 5800X angegeben.

Ganz oben stehen schließlich Core i9-13900K und Ryzen 7 9800X3D für das Path-Tracing-Ultra-Profil.

Damit ist nicht jede Qualitätsstufe ausschließlich GPU-limitiert. Besonders das 60-fps-Ziel und die komplexeren Grafikeinstellungen gehen mit deutlich höheren CPU-Empfehlungen einher.

Kostenloses Upgrade für Besitzer des Originals

The Witcher 3 Remastered erscheint am 29. September 2026. Besitzer des ursprünglichen Spiels sollen die neue Version als kostenloses Upgrade erhalten.

Das dürfte die Zahl potenzieller Spieler erheblich erhöhen, weil kein erneuter Kauf notwendig ist. Gleichzeitig stellt sich für Besitzer älterer PCs die Frage, welche der neuen Grafikfunktionen sie tatsächlich verwenden können.

Die gute Nachricht steckt in den Mindestanforderungen: Für das reine Spielen der Remastered-Version ist keine RTX-5000-Grafikkarte nötig. Selbst eine GTX 1660 gehört offiziell noch zur Einstiegskonfiguration. Wer auf Ray Tracing verzichten und Einstellungen reduzieren kann, bekommt deutlich mehr Spielraum.

Die RTX 5080 ist erst für das Extremprofil mit Path Tracing, Ultra-Details, 4K-Ausgabe und 60-fps-Ziel vorgesehen. Zwischen diesem Szenario und den Mindestanforderungen liegen mehrere sinnvoll abgestufte Presets.

Für viele bestehende Gaming-PCs dürfte deshalb weniger die reine Hardwareleistung zur entscheidenden Hürde werden. Überraschender ist die Betriebssystem-Vorgabe: Selbst ein ausreichend schneller Rechner gehört ohne Windows 11 64 Bit nicht mehr zur offiziell unterstützten PC-Konfiguration von The Witcher 3 Remastered.