Samsung One UI 9 startet: Diese Galaxy-Geräte bekommen das Update

Samsung bringt One UI 9 auf weitere Galaxy-Geräte. Die neue Oberfläche erweitert Galaxy AI um kontextbezogene Vorschläge, neue Funktionen für Videos, Dokumente und Übersetzungen sowie zusätzliche Werkzeuge für Sicherheit und Datenschutz.

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Samsung One UI 9 startet: Diese Galaxy-Geräte bekommen das Update

Samsung hat mit der Verteilung von One UI 9 begonnen und erweitert damit die Software seiner aktuellen Galaxy-Geräte um mehrere AI-gestützte Funktionen. Der offizielle Rollout startete am 16. September zunächst für das Galaxy S26, Galaxy S26+ und Galaxy S26 Ultra. Auf den neuen Foldables Galaxy Z Fold8 Ultra, Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Flip8 sowie auf dem Galaxy S26 FE ist die Oberfläche bereits verfügbar, die  monrose.de berichtet mit samsung.com.

Im Mittelpunkt steht nicht allein ein neues Design. Samsung will alltägliche Arbeitsschritte verkürzen und Funktionen stärker miteinander verbinden. Chats können beispielsweise direkt zu einem Kalendereintrag führen, Videos lassen sich nachträglich auf eine bestimmte Person ausrichten und Sicherheitsinformationen erscheinen gebündelt in der persönlichen Tagesübersicht.

Samsung One UI 9 startet: Diese Galaxy-Geräte bekommen das Update
Samsung One UI 9 startet: Diese Galaxy-Geräte bekommen das Update

One UI 9 soll vor allem dort Zeit sparen, wo bislang mehrere Apps und einzelne Arbeitsschritte nötig waren. Viele Neuerungen reagieren auf den gerade sichtbaren Inhalt oder auf gespeicherte Informationen. Voraussetzung bleibt bei zahlreichen Funktionen allerdings ein Samsung Account.

Samsung startet den Rollout von One UI 9

Der Start erfolgt schrittweise. Den Anfang macht die Galaxy-S26-Serie, während mehrere 2026 vorgestellte Geräte bereits ab Werk beziehungsweise seit ihrer Einführung mit der neuen Benutzeroberfläche arbeiten.

Damit baut Samsung seine Softwarestrategie rund um Galaxy AI weiter aus. Die einzelnen AI-Funktionen sollen weniger isoliert wirken und stärker in typische Nutzungssituationen eingebunden werden. Statt eine bestimmte Anwendung öffnen und mehrere Menüs durchsuchen zu müssen, erscheinen passende Aktionen teilweise direkt im aktuellen Kontext.

Zu den zentralen Neuerungen gehören:

  • Now Nudge mit kontextbezogenen Vorschlägen,
  • Meine FanCam zur automatischen Verfolgung einer Person im Video,
  • anpassbare Karten in Now Brief,
  • Creative Studio für situationsbezogene Bildideen,
  • ein überarbeiteter Dolmetscher,
  • ein verbesserter Dokumentenscanner,
  • strukturiertere Zusammenfassungen im Diktiergerät,
  • Security Brief und AI-gestützte Datenschutzwarnungen.

Nicht jede Funktion steht auf jedem Galaxy-Modell in identischem Umfang zur Verfügung. Sprache, Region, Gerätemodell und verwendete Apps können darüber entscheiden, welche Optionen tatsächlich angeboten werden.

Now Nudge macht aus Chat-Inhalten direkte Aktionen

Eine der auffälligeren Erweiterungen heißt Now Nudge. Die Funktion analysiert den aktuellen Nutzungskontext und bietet passende nächste Schritte an, ohne dass Nutzer Informationen zunächst manuell in eine andere Anwendung übertragen müssen.

Wird beispielsweise in einem Chat ein Treffen vereinbart, kann One UI 9 daraus eine passende Kalenderaktion anbieten. Ebenso können Orte oder Reservierungsinformationen direkt aus einer Unterhaltung weiterverwendet werden.

Das klingt zunächst nach einer kleinen Komfortfunktion, kann im Alltag aber mehrere Zwischenschritte einsparen. Datum und Uhrzeit müssen nicht mehr zwingend kopiert, der Kalender separat geöffnet und anschließend ein neuer Termin von Hand ausgefüllt werden.

„Der eigentliche Vorteil solcher kontextbezogenen Funktionen liegt nicht in einem einzelnen AI-Effekt, sondern in der Verkürzung wiederkehrender Abläufe.“

Now Nudge arbeitet dabei nicht völlig unabhängig von den installierten Diensten. Samsung nennt unter anderem Samsung Messages, Google Messages, Google Chat und Kalender als unterstützte Umgebungen. Die Verfügbarkeit kann je nach Land, Region und Sprache variieren.

Meine FanCam hält Personen automatisch im Bild

Mit Meine FanCam erhält auch die Videobearbeitung eine neue AI-Funktion. Sie kann in einem bereits aufgenommenen Video eine ausgewählte Person verfolgen und den Bildausschnitt automatisch an deren Bewegung anpassen.

Das ist beispielsweise bei Sportaufnahmen, Tanzvideos oder Aufführungen interessant. Statt ein komplettes Video manuell neu zuzuschneiden, lässt sich der Fokus nachträglich auf die gewünschte Person legen.

Verändert sich die Szene, passt die Software den Ausschnitt an. Dadurch können Aufnahmen schneller für soziale Netzwerke oder private Clips vorbereitet werden.

Die Funktion benötigt einen Samsung Account. Samsung weist außerdem darauf hin, dass Meine FanCam nicht bei jedem Video funktioniert. Ist kein geeignetes Motiv vorhanden, kann die automatische Verfolgung nicht genutzt werden, und auch die Genauigkeit des Ergebnisses wird nicht garantiert.

FunktionHauptaufgabeWichtige Voraussetzung
Now NudgeAktionen aus aktuellem Kontext vorschlagenSamsung Account, unterstützte Apps
Meine FanCamPerson im Video automatisch verfolgengeeignetes Videomotiv
Now Briefpersönliche Tagesinformationen bündelnSamsung Account
Creative StudioBildideen und Inhalte generierenNetzwerkverbindung
DolmetscherGespräche übersetzen und Verlauf anzeigenteils Sprachpaket erforderlich
Security BriefSicherheitswarnungen bündelnkompatibles Galaxy-Gerät

Now Brief lässt sich stärker an den Alltag anpassen

Samsung erweitert mit One UI 9 auch Now Brief. Nutzer können stärker bestimmen, welche Karten in ihrer persönlichen Zusammenfassung auftauchen.

Zur Auswahl gehören unter anderem Informationen aus den Bereichen Wetter, Wellness und Video. Dadurch lässt sich die Übersicht stärker auf die eigenen Routinen abstimmen, anstatt allen Nutzern dieselbe Kombination von Informationen anzuzeigen.

Personalisierte Inhalte hängen von den Daten ab, deren Nutzung zuvor erlaubt wurde. Samsung schränkt außerdem ein, dass automatisch erzeugte Ergebnisse nicht in jedem Fall korrekt sein müssen. Auch die Verfügbarkeit einzelner Karten kann sich nach Land, Sprache, Gerätemodell und installierten Anwendungen unterscheiden.

Die stärkere Personalisierung macht Now Brief flexibler. Gleichzeitig entscheidet die erteilte Datenfreigabe darüber, welche persönlichen Inhalte überhaupt berücksichtigt werden können. Wer möglichst wenig Daten verwenden lassen möchte, erhält entsprechend weniger individualisierte Vorschläge.

Creative Studio schlägt passende Bildideen vor

Neu ist außerdem Creative Studio. Das System kann bevorstehende Ereignisse berücksichtigen und dazu passende Ideen für generierte Bilder vorschlagen.

Samsung One UI 9 startet: Diese Galaxy-Geräte bekommen das Update
Samsung One UI 9 startet: Diese Galaxy-Geräte bekommen das Update

Steht beispielsweise der Geburtstag einer befreundeten Person bevor, könnte One UI 9 eine passende Grußkarte oder ein thematisches Motiv vorschlagen. Damit verbindet Samsung Kalender- und Kontextinformationen mit generativen Werkzeugen.

Für Creative Studio sind eine Internetverbindung und die Anmeldung mit einem Samsung Account erforderlich. Nicht alle Funktionen stehen in jedem Land oder auf jedem Modell zur Verfügung. Samsung garantiert außerdem nicht, dass generierte Resultate immer inhaltlich korrekt oder für den gewünschten Zweck geeignet sind.

Für Sticker gelten zusätzliche technische Einschränkungen. Sie sind an die Samsung-Tastatur gebunden und können über Quick Share mit kompatiblen Galaxy-Geräten geteilt werden.

Dolmetscher soll Gespräche übersichtlicher machen

Auch die Übersetzungsfunktionen wurden überarbeitet. Der Dolmetscher erhält in One UI 9 eine Ansicht, in der frühere Gesprächsbeiträge schneller aufgerufen werden können.

Das soll vor allem längere Unterhaltungen übersichtlicher machen. Bereits übersetzte Aussagen verschwinden nicht sofort aus dem Zusammenhang, sondern können einfacher erneut betrachtet werden.

Zusätzlich spricht Samsung von einer schnelleren Übersetzung im Konversationsmodus. In Verbindung mit kompatiblen Galaxy Buds soll auch die Wiedergabe beschleunigt werden, wodurch Gespräche mit unterschiedlichen Sprachen weniger häufig unterbrochen werden sollen.

„Bei Übersetzungsfunktionen bleibt die Geschwindigkeit nur ein Teil der Qualität. Ebenso relevant ist, ob frühere Aussagen schnell wiedergefunden und dem richtigen Gesprächskontext zugeordnet werden können.“

Je nach Sprache muss zuvor ein Sprachpaket heruntergeladen werden. Die Verfügbarkeit ist nicht für alle Sprachen identisch, zudem übernimmt Samsung keine Garantie für die vollständige Genauigkeit maschineller Übersetzungen.

Dokumentenscanner erkennt problematische Vorlagen besser

One UI 9 überarbeitet außerdem den Dokumentenscanner. Besonders bei Buchseiten, leicht gewölbten Vorlagen und umgeknickten Ecken soll weniger manuelle Nacharbeit erforderlich sein.

Eine verbesserte Radierer-Funktion kann störende Elemente entfernen. Gleichzeitig wurden Ansichten für kompatible Galaxy-Geräte mit größeren Displays optimiert.

Die Technik hat jedoch klare Grenzen. Dokumente müssen grundsätzlich rechteckig erkennbar sein, alle vier Ecken sollten sichtbar bleiben und die Vorlage muss einen ausreichend großen Teil des Kamerabildes einnehmen. Sehr starke Schatten, Überdeckungen oder extreme Wölbungen können die Verarbeitung weiterhin beeinträchtigen.

Für typische Bürosituationen ergeben sich dadurch mehrere Einsatzbereiche:

  1. Verträge oder Briefe schneller digitalisieren.
  2. Seiten aus Büchern trotz leichter Wölbung erfassen.
  3. Kleine störende Elemente aus Scans entfernen.
  4. Mehrere Vorlagen nacheinander importieren und bearbeiten.
  5. Fertige Dokumente unter anderem als JPEG oder PDF speichern.

Damit zielt Samsung nicht nur auf private Schnappschüsse, sondern auch auf produktive Aufgaben, die bislang häufig eine separate Scanner-App erforderlich machten.

Diktiergerät strukturiert Zusammenfassungen besser

Auch der Transkriptions-Assistent in der Diktiergerät-App wird mit One UI 9 erweitert. Automatisch erzeugte Zusammenfassungen sollen übersichtlicher erscheinen und wichtige Inhalte schneller erfassbar machen.

Samsung setzt dafür unter anderem auf Überschriften und Tabellen. Gerade bei längeren Besprechungen oder Sprachaufnahmen können einzelne Themen dadurch klarer voneinander getrennt werden.

Die Funktion benötigt eine Netzwerkverbindung und einen Samsung Account. Für die Verarbeitung gelten technische Voraussetzungen, darunter kompatible App-Versionen und eine maximale Audiodauer von weniger als drei Stunden. Die Zusammenfassungsfunktion wird außerdem erst verfügbar, wenn genügend Text für eine sinnvolle Verarbeitung vorhanden ist.

Security Brief bündelt Warnungen an einer Stelle

Neben Komfort und AI rückt Samsung mit One UI 9 auch Sicherheit und Datenschutz stärker in den Vordergrund. Security Brief bringt entsprechende Hinweise direkt in Now Brief unter.

Dort können beispielsweise Warnungen vor Schadsoftware, Apps aus unbekannten Quellen oder unnötigen Berechtigungen auftauchen. Statt Sicherheitsinformationen über mehrere Menüs zu verteilen, sollen relevante Hinweise dadurch schneller sichtbar werden.

Datenschutzwarnungen ergänzen dieses Konzept. Die Analyse erfolgt laut Samsung direkt auf dem Gerät und kann beispielsweise ungewöhnliche oder überflüssige Zugriffe auf Berechtigungen im Hintergrund erkennen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede potenzielle Gefahr automatisch gefunden wird. Samsung weist ausdrücklich darauf hin, dass AI-basierte Datenschutzwarnungen möglicherweise nicht alle relevanten Faktoren berücksichtigen.

Garantie und Care rückt direkt in die Einstellungen

Mit „Garantie und Care“ bündelt Samsung weitere Verwaltungsfunktionen direkt im Einstellungsbereich. Dort können Nutzer den Garantiestatus verbundener Mobilgeräte überprüfen und eine Selbstdiagnose starten.

Auch Samsung Care+ lässt sich von dort verwalten. Falls technische Hilfe notwendig wird, soll ein Servicetermin mit wenigen Schritten gebucht werden können.

Die Funktion ist weniger spektakulär als neue AI-Werkzeuge, betrifft im Alltag aber einen Bereich, für den Nutzer bislang oft verschiedene Support-Seiten oder Apps aufsuchen mussten.

Welche Geräte unterstützen die neuen Datenschutzwarnungen?

Samsung nennt für die AI-gestützten Datenschutzwarnungen eine längere Liste kompatibler Smartphones und Tablets. Dazu gehören nicht nur Modelle der neuen S26-Generation.

Unterstützung ist laut den vorliegenden Angaben unter anderem für Geräte aus folgenden Baureihen vorgesehen:

  • Galaxy S26 und Galaxy S26 Ultra,
  • Galaxy S25 und Galaxy S25 FE,
  • Galaxy S24, S24 FE, S23 und S23 FE,
  • Galaxy Z Fold8 Ultra, Z Fold8 und Z Flip8,
  • Galaxy Z Fold7 und Z Flip7,
  • Galaxy Z Fold6 und Z Flip6,
  • Galaxy Z Fold5 und Z Flip5,
  • Galaxy Tab S11 und Tab S11 Ultra,
  • Galaxy Tab S10+ und Tab S10 Ultra,
  • Galaxy Tab S9+ und Tab S9 Ultra.

Diese Liste bezieht sich ausdrücklich auf die Datenschutzwarnungen und bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Funktionen von One UI 9 auf allen genannten Geräten identisch verfügbar sind.

One UI 9 setzt stärker auf kontextbezogene Hilfe

Samsung verschiebt den Schwerpunkt seiner mobilen AI damit weiter. Einzelne generative Funktionen bleiben zwar Bestandteil des Systems, auffälliger ist jedoch die stärkere Verbindung mit alltäglichen Aufgaben.

Ein Termin aus einer Nachricht, eine automatisch verfolgte Person im Video, strukturierte Sprachaufnahmen oder Warnungen vor problematischen Berechtigungen sind keine voneinander unabhängigen Demonstrationen mehr. Sie sollen direkt dort auftauchen, wo sie gebraucht werden.

Für Nutzer bleibt dabei entscheidend, welche Funktionen das eigene Gerät, die Region und die gewählte Sprache tatsächlich unterstützen. Bei mehreren Diensten sind außerdem ein Samsung Account oder eine Internetverbindung notwendig.

Mit dem Rollout auf der Galaxy-S26-Serie beginnt nun die breitere Verteilung von One UI 9. Die neue Version bringt vor allem mehr Kontextfunktionen, zusätzliche AI-Werkzeuge und eine engere Verzahnung von Produktivität und Datenschutz. Wie groß der praktische Unterschied im Alltag ausfällt, hängt jedoch stärker als bisher davon ab, welche Galaxy-Hardware und welche unterstützten Dienste verwendet werden.