League of Legends Classic startet im Juli: Riot bringt Season 3 zurück

League of Legends Classic erscheint am 29. Juli 2026 und orientiert sich an der dritten Saison des MOBAs. Riot kombiniert alte Champions, Gegenstände, Runen und Meisterschaften mit technischen Verbesserungen und Community-Abstimmungen.

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League of Legends Classic startet im Juli: Riot bringt Season 3 zurück

Riot Games bringt die frühen Jahre seines erfolgreichen MOBAs in einer eigenständigen Version zurück. League of Legends Classic erscheint am 29. Juli 2026 und orientiert sich hauptsächlich an der dritten Saison aus dem Jahr 2013. Spieler erhalten eine rekonstruierte Kluft der Beschwörer, ältere Champion-Fähigkeiten, klassische Gegenstände sowie frühere Systeme für Runen und Meisterschaften,  die  monrose.de berichtet mit mein-mmo.de.

Das Projekt ist allerdings keine unveränderte Kopie eines alten Spielclients. Riot übernimmt ausgewählte Mechaniken aus den Jahren 2009 bis 2013, modernisiert Grafik und Ton und ergänzt ein dauerhaftes Fortschrittssystem. Die Entwickler wollen damit sowohl Veteranen als auch Spieler erreichen, die League of Legends erst nach den großen Überarbeitungen kennengelernt haben.

League of Legends Classic startet im Juli: Riot bringt Season 3 zurück
League of Legends Classic startet im Juli: Riot bringt Season 3 zurück

League Classic soll langsamer und übersichtlicher sein als das aktuelle League of Legends. Champions besitzen wieder deutlicher erkennbare Stärken und Schwächen. Gleichzeitig bleiben technische Verbesserungen erhalten, die den Einstieg weniger mühsam machen sollen.

League of Legends Classic basiert auf Season 3

Als spielerische Grundlage dient die dritte League-of-Legends-Saison von 2013. Diese Phase gilt unter langjährigen Spielern als eine prägende Zeit, weil sich die Rollenverteilung auf der Karte bereits gefestigt hatte, viele Champions aber noch deutlich einfachere Fähigkeiten besaßen.

Riot rekonstruiert nicht jeden Patch dieser Saison exakt. Stattdessen kombiniert das Studio bekannte Elemente aus mehreren frühen Entwicklungsphasen. Dadurch können Champions, Gegenstände und Systeme gemeinsam auftreten, die historisch nicht immer zur selben Zeit verfügbar waren.

Zum Start sind 60 Champions vorgesehen. Die Auswahl besteht aus den 40 ursprünglichen Figuren sowie 20 weiteren Charakteren, die zwischen 2009 und 2013 veröffentlicht wurden. Viele von ihnen kehren mit älteren Fähigkeitensets zurück.

Dazu gehören voraussichtlich Spielweisen, die in der modernen Version längst verschwunden sind. Als Beispiele gelten der auf Fähigkeitsstärke ausgerichtete Master Yi, die frühere Variante von Sion und Magier-Kombinationen mit dem Gegenstand Deathfire Grasp.

„League Classic ist für uns eine persönliche Angelegenheit. Spieler haben seit Jahren danach gefragt, und viele von uns bei Riot vermissen das Gefühl aus den frühen Tagen von League“, erklärte Executive Producer Paul Bellezza zur Ankündigung.

Die Entwickler wollen jedoch nicht sämtliche Schwächen der damaligen Version übernehmen. Fehleranfällige Oberflächen, unklare Darstellungen und technische Einschränkungen sollen nicht Teil des nostalgischen Erlebnisses werden.

Diese Inhalte bietet LoL Classic zum Release

Der LoL-Classic-Release erfolgt zusammen mit Patch 26.15. Der Termin fällt auf den 29. Juli 2026 und markiert zugleich den Beginn der dritten Saison des aktuellen League-Jahres.

Zum Start umfasst die Classic-Version mehrere zentrale Inhalte:

  • 60 Champions mit ausgewählten ursprünglichen Fähigkeitensets
  • eine rekonstruierte klassische Kluft der Beschwörer
  • eine PvP-Warteschlange mit Draft Pick
  • kooperative Spiele gegen computergesteuerte Gegner
  • benutzerdefinierte Partien für organisierte Gruppen
  • klassische Gegenstände aus den frühen Jahren
  • Runen, Quintessenzen und Meisterschaftsseiten
  • saisonale Classic-Pässe mit kostenlosen und kostenpflichtigen Stufen
  • ein Abstimmungssystem für zukünftige Inhalte

Die Modi konzentrieren sich zunächst auf das klassische Fünf-gegen-fünf-Erlebnis. Andere frühere Karten wie der Gewundene Wald gehören offenbar nicht zum Startpaket. Ihre Rückkehr könnte später von Abstimmungen innerhalb der Community abhängen.

Der Zugriff soll über den bestehenden League-of-Legends-Client erfolgen. Ein separates Konto oder eine zusätzliche Installation außerhalb des Riot-Clients ist damit voraussichtlich nicht erforderlich. Fortschritte und Belohnungen von Classic werden dennoch teilweise getrennt von der modernen Spielversion verwaltet.

Alte Kluft der Beschwörer kehrt modernisiert zurück

Die klassische Kluft der Beschwörer gehört zu den wichtigsten Bestandteilen des Projekts. Riot orientiert sich am Aufbau und an der Atmosphäre der älteren Karte, passt jedoch Beleuchtung, Texturen, Schatten und Umgebungsdetails an heutige technische Standards an.

Auch die Championmodelle erhalten Überarbeitungen. Sie sollen ihre damalige Form und Gestaltung behalten, gleichzeitig aber auf modernen Bildschirmen sauberer wirken. Dasselbe gilt für Soundeffekte und Musik.

BereichKlassische GrundlageAnpassung für 2026
SpielkarteKluft der Beschwörer aus der frühen LoL-ÄraÜberarbeitete Beleuchtung und Texturen
ChampionsAlte Modelle und FähigkeitensetsTechnische und visuelle Optimierungen
GegenständeFrühere Werte und aktive EffekteAngepasste Darstellung im Client
RunenRunenseiten und QuintessenzenVereinfachte Verwaltung
MeisterschaftenFrühere TalentverteilungÜbersichtlichere Benutzeroberfläche
SoundKlassische Musik und EffekteModernisierte Audioqualität

Diese Mischung dürfte nicht jedem Veteranen weit genug gehen. Ein Teil der Community wünscht sich eine möglichst genaue Wiederherstellung der damaligen Grafik, einschließlich der kantigeren Modelle und der dunkleren Kartenfarben. Andere Spieler begrüßen die technischen Anpassungen, weil eine vollständig unveränderte Version auf modernen Systemen schnell veraltet wirken könnte.

In ersten Reaktionen wird besonders darüber diskutiert, wie viel Modernisierung eine Classic-Version verträgt. Für viele Spieler entscheidet nicht allein die Grafik, sondern das langsamere Tempo und die Rückkehr klarer Champion-Rollen über das nostalgische Gefühl.

Runen und Meisterschaften werden wieder wichtig

Das moderne League of Legends verwendet ein stark vereinfachtes Runensystem. In Classic kehren dagegen Runenseiten, verschiedene Werteverbesserungen und Quintessenzen zurück. Spieler können ihre Champions dadurch bereits vor einer Partie detaillierter an eine bestimmte Rolle oder einen Gegner anpassen.

League of Legends Classic startet im Juli: Riot bringt Season 3 zurück
League of Legends Classic startet im Juli: Riot bringt Season 3 zurück

Auch die alten Meisterschaftsbäume sind wieder dabei. Punkte werden auf offensive, defensive oder unterstützende Vorteile verteilt. Die Zusammenstellung beeinflusst unter anderem Schaden, Widerstandsfähigkeit, Ressourcenverbrauch und Abklingzeiten.

Das ursprüngliche System war allerdings kostspielig und für neue Spieler schwer verständlich. Wer mehrere vollständige Runenseiten besitzen wollte, musste viel Zeit investieren und Ingame-Punkte ausgeben. Riot plant deshalb Anpassungen, damit die Rückkehr der Systeme nicht erneut dieselben Zugangshürden erzeugt.

Runen und Meisterschaften erweitern die Vorbereitung auf eine Partie. Sie erhöhen aber auch die Gefahr, dass erfahrene Spieler einen deutlichen Vorteil erhalten. Riot muss deshalb zwischen historischer Genauigkeit und einem fairen Einstieg abwägen.

Besonders wichtig wird die Frage, wie schnell neue Runen freigeschaltet werden können. Belohnungen aus dem Classic-Pass sollen dabei helfen. Dazu zählen unter anderem Ingame-Währung, zusätzliche Runenseiten und kosmetische Inhalte.

League Classic soll deutlich langsamer spielen

Das aktuelle League of Legends ist von hoher Mobilität, kurzen Reaktionsfenstern und komplexen Champion-Kombinationen geprägt. Zahlreiche Figuren besitzen Sprünge, schnelle Positionswechsel oder mehrere miteinander verbundene Effekte. In der Classic-Version soll das Tempo spürbar niedriger ausfallen.

Ältere Champions haben häufiger klar definierte Aufgaben. Ein Tank kann viel Schaden aushalten, bewegt sich aber langsam. Ein Magier verursacht hohen Schaden, ist ohne Unterstützung jedoch leicht angreifbar. Ein Schütze benötigt längere Zeit, um wichtige Gegenstände zu kaufen.

Der Unterschied zeigt sich voraussichtlich in mehreren Bereichen:

  1. Fähigkeiten verbrauchen mehr Mana und können weniger häufig eingesetzt werden.
  2. Beweglichkeit und schnelle Sprünge sind seltener.
  3. Fehler bei der Positionierung lassen sich schwerer korrigieren.
  4. Teamkämpfe beginnen langsamer und hängen stärker von klaren Rollen ab.
  5. Gegenstände besitzen teilweise mächtige aktive Fähigkeiten.
  6. Einzelne Champions haben deutlich erkennbare schlechte Matchups.

Diese Struktur kann strategische Entscheidungen verständlicher machen. Sie bringt jedoch auch alte Balanceprobleme zurück. Zielgerichtete Fähigkeiten ohne Ausweichmöglichkeit, starke Kontrollzauber und ungewöhnlich mächtige Gegenstandskombinationen gehörten fest zum damaligen Spiel.

Riot muss deshalb entscheiden, ob problematische Mechaniken unverändert bleiben oder frühzeitig angepasst werden. Eine zu starke Korrektur würde das Classic-Gefühl abschwächen. Eine zu genaue Rekonstruktion könnte wiederum bekannte Frustrationen zurückbringen.

The Council lässt die Community abstimmen

Mit The Council führt Riot ein Abstimmungssystem ein, das die weitere Entwicklung von League Classic beeinflussen soll. Spieler schalten den Zugang über ihr Classic-Level frei. Wer regelmäßig spielt und seinen Fortschritt erhöht, erhält mehr Gewicht bei ausgewählten Entscheidungen.

Die Abstimmungen könnten verschiedene Themen betreffen. Dazu gehören neue Champions, zurückkehrende Skins, zusätzliche Karten und Änderungen an der Spielbalance. Auch die Rückkehr früherer Modi wäre über dieses System denkbar.

Das Konzept erinnert stärker an Old School RuneScape als an das reguläre League of Legends. Dort entscheiden Community-Abstimmungen seit Jahren darüber, welche Inhalte in die historische Spielversion aufgenommen werden. Riot behält dennoch die technische und redaktionelle Kontrolle.

„Wir wollen keine Eins-zu-eins-Rekonstruktion der Vergangenheit. League Classic soll die Sehnsucht nach den frühen Jahren erfüllen und gleichzeitig Raum für etwas Neues bieten“, erklärte Bellezza.

Offen bleibt, welche Mehrheiten für eine Änderung erforderlich sind und wie häufig Abstimmungen stattfinden. Ebenso wichtig ist die Frage, ob besonders aktive Spieler die Entscheidungen dominieren können. Die Gewichtung über das Classic-Level könnte engagierte Nutzer belohnen, aber Gelegenheitsspieler weniger stark einbeziehen.

Saisonale Pässe und eigener Fortschritt

League Classic erhält saisonale Pässe mit einem kostenlosen und einem kostenpflichtigen Fortschrittsweg. Spieler sammeln Erfahrung, steigen innerhalb des Passes auf und erhalten unterschiedliche Belohnungen.

Geplant sind Ingame-Punkte, blaue Essenz, Runenseiten, Emotes, Titel und kosmetische Inhalte. Hinzu kommen Classic-Skins, die sich an den ursprünglichen Darstellungen der Champions zwischen 2009 und 2013 orientieren. Porträts aus älteren Versionen sollen ebenfalls freigeschaltet werden können.

Der eigene Fortschritt wird als Reise vom Anfänger bis zur Legende inszeniert. Riot greift damit typische Begriffe und Rangvorstellungen aus der frühen Community auf. Das System schafft langfristige Ziele, obwohl Classic zunächst mit einem begrenzten Champion-Pool startet.

Die kostenpflichtige Stufe dürfte zugleich Kritik auslösen. Manche Veteranen erwarten von einer historischen Version, dass alte kosmetische Inhalte ohne erneute Bezahlung verfügbar sind. Riot behandelt Classic dagegen als dauerhaft unterstütztes Produkt mit eigenen Saisons und neuen Belohnungswegen.

Warum WoW Classic als Vorbild gilt

Der Vergleich mit WoW Classic liegt nahe. Blizzard veröffentlichte 2019 eine ältere Version von World of Warcraft, nachdem Spieler jahrelang offizielle Server für frühere Erweiterungen gefordert hatten. Das Projekt entwickelte sich anschließend zu einem eigenständigen Bereich mit mehreren Varianten.

Riot verfolgt ein ähnliches Grundprinzip. Eine bekannte Version aus der Vergangenheit dient als Ausgangspunkt, wird aber nicht vollständig unverändert übernommen. Technische Verbesserungen, neue Saisonmodelle und Community-Entscheidungen sollen die Classic-Version langfristig weiterentwickeln.

Zwischen einem MMORPG und einem MOBA bestehen allerdings wesentliche Unterschiede. World of Warcraft lebt von einer großen Spielwelt, Quests und langfristigem Charakterfortschritt. League of Legends wiederholt dagegen dieselben Karten und grundlegenden Ziele in jeder Partie.

Der Erfolg von League Classic wird deshalb stärker von Spielbalance und Matchqualität abhängen. Nostalgie kann Spieler zum Start zurückbringen. Ob sie dauerhaft bleiben, entscheidet sich daran, wie abwechslungsreich die Partien mit 60 Champions sind und wie schnell Riot neue Inhalte ergänzt.

Was League of Legends Classic für das moderne LoL bedeutet

Riot teilt seine Spielerschaft künftig auf zwei deutlich unterschiedliche Versionen auf. Das moderne League bleibt schneller, komplexer und visuell auf aktuelle Champions ausgerichtet. Classic bietet dagegen eine kompaktere Auswahl und einfachere Grundfähigkeiten.

Beide Varianten können unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Ehemalige Spieler erhalten einen Grund zurückzukehren, während Neulinge einen Zugang zu früheren Entwicklungsphasen bekommen. Gleichzeitig entsteht das Risiko, dass sich Warteschlangen, Zuschauerinteresse und Ressourcen auf mehrere Produkte verteilen.

Die Entwickler müssen außerdem verhindern, dass Classic nur wenige Wochen lang als nostalgisches Ereignis funktioniert. Der Council, saisonale Pässe und schrittweise veröffentlichte Champions sollen genau dieses Problem lösen. Riot positioniert den Modus nicht als zeitlich begrenzte Veranstaltung, sondern als ausbaufähige Alternative.

Der Start am 29. Juli 2026 beantwortet zunächst nur die Frage, wann League Classic spielbar wird. Wie lange die Begeisterung anhält, hängt von Balance, Fortschritt und Community-Entscheidungen ab. Die Rückkehr alter Systeme allein wird dafür nicht ausreichen.

Mit 60 Champions, der alten Kluft der Beschwörer und bekannten Gegenständen besitzt League Classic zum Start eine klare Identität. Die Kombination aus Season-3-Gameplay und modernen technischen Anpassungen unterscheidet das Projekt sowohl vom aktuellen LoL als auch von einer unveränderten Archivversion.

Riot setzt damit auf kontrollierte Nostalgie statt auf eine exakte Zeitkapsel. Am 29. Juli zeigt sich, ob die langsameren Kämpfe, alten Runen und klassischen Champion-Fähigkeiten noch immer eine eigene Spielerschaft tragen können.