iPhone 18 Pro könnte um 300 Dollar teurer werden: Das ist der Grund

Das iPhone 18 Pro könnte laut Analyst Jeff Pu bis zu 300 Dollar teurer werden. Speicherpreise und der neue 2-nm-Chip treiben die Kosten.

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iPhone 18 Pro könnte um 300 Dollar teurer werden: Das ist der Grund

Apple könnte seine kommenden Pro-Smartphones deutlich teurer anbieten als die aktuelle Generation. Der Analyst Jeff Pu von GF Securities erwartet beim iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max einen Preisaufschlag von 250 bis 300 US-Dollar. Damit würde Apple eine Schwelle überschreiten, die selbst für Käufer von Premium-Smartphones spürbar wäre, die  monrose.de berichtet mit heise.de.

Die Prognose ist noch keine offizielle Preisankündigung. Apple hat das iPhone 18 Pro am 4. August 2026 weder vorgestellt noch technische Daten oder Verkaufspreise bestätigt. Hinter der ungewöhnlich hohen Schätzung stehen jedoch nachvollziehbare Kostenfaktoren: stark gestiegene Speicherpreise, knappe Produktionskapazitäten und der erwartete Wechsel auf einen teureren Zwei-Nanometer-Prozessor.

Der neue Preis steht noch nicht fest. Das Smartphone wurde noch nicht offiziell präsentiert. Die Zahl von 300 Dollar bleibt eine Analystenprognose.

iPhone 18 Pro könnte um 300 Dollar teurer werden: Das ist der Grund
iPhone 18 Pro könnte um 300 Dollar teurer werden: Das ist der Grund

Jeff Pu erwartet einen deutlichen Preissprung

Nach der Einschätzung von Jeff Pu könnte der iPhone 18 Pro Preis in den USA von derzeit 1.099 Dollar beim iPhone 17 Pro auf 1.349 bis 1.399 Dollar steigen. Beim größeren Pro-Max-Modell wäre ein Anstieg von 1.199 Dollar auf bis zu 1.499 Dollar möglich.

Apple verlangt im US-Onlineshop aktuell mindestens 1.099 Dollar für das iPhone 17 Pro und 1.199 Dollar für das iPhone 17 Pro Max. In Deutschland beginnen die Modelle bei 1.299 beziehungsweise 1.449 Euro.

ModellAktueller US-PreisMöglicher neuer PreisMöglicher Aufschlag
iPhone 17 Pro1.099 Dollar1.349 bis 1.399 Dollar250 bis 300 Dollar
iPhone 17 Pro Max1.199 Dollarbis zu 1.499 Dollarbis zu 300 Dollar
iPhone 18 Pro in Deutschlandnoch nicht angekündigtnicht bestätigtderzeit nicht seriös berechenbar
iPhone 18 Pro Max in Deutschlandnoch nicht angekündigtnicht bestätigtderzeit nicht seriös berechenbar

Eine direkte Umrechnung in Euro wäre irreführend. Apple kalkuliert Preise für Deutschland nicht allein über den Wechselkurs. Mehrwertsteuer, Logistik, Währungsabsicherung und die Preisstrategie für den europäischen Markt fließen ebenfalls ein.

Jeff Pu hält einen Aufschlag von 250 bis 300 Dollar für realistisch, falls Apple die höheren Komponentenkosten nicht vollständig durch eine niedrigere Gewinnmarge auffängt.

Speicherkrise belastet die Smartphone-Hersteller

Der wichtigste Kostentreiber ist die weltweite Speicherkrise in der Technikbranche. Betreiber großer KI-Rechenzentren benötigen enorme Mengen schneller Speicherbausteine. Hersteller richten deshalb einen größeren Teil ihrer Kapazitäten auf besonders profitable Chips für Server und KI-Beschleuniger aus.

Für Produzenten von Smartphones, Tablets und Computern bleiben dadurch weniger Komponenten verfügbar. Besonders betroffen sind Arbeitsspeicher und NAND-Flash, auf dem Betriebssystem, Apps, Fotos und Videos gespeichert werden. Steigt der Einkaufspreis beider Bauteile gleichzeitig, verteuert sich das komplette Gerät.

Counterpoint Research geht davon aus, dass Speicher inzwischen einen erheblich größeren Anteil an den Herstellungskosten hochwertiger Smartphones ausmacht. Das Unternehmen untersuchte die erwartete Komponentenrechnung des kommenden Pro-Max-Modells und errechnete für eine umfangreich ausgestattete Variante einen Kostenanstieg von nahezu 300 Dollar. Diese Summe bezieht sich auf die Herstellungskosten eines bestimmten Modells, nicht automatisch auf den späteren Aufschlag im Apple Store.

Die Preisentwicklung wird vor allem von diesen Faktoren beeinflusst:

  • höhere Einkaufspreise für DRAM-Arbeitsspeicher;
  • teurerer NAND-Speicher für 256 GB, 512 GB und 1 TB;
  • starke Nachfrage aus dem KI- und Servergeschäft;
  • begrenzte Kapazitäten für moderne Halbleiter;
  • höhere Kosten für besonders leistungsfähige Chipverfahren;
  • Apples Ziel, die Marge der Pro-Modelle zu schützen.

Die Counterpoint-Analyse deutet nicht darauf hin, dass jedes iPhone 18 Pro exakt 300 Dollar mehr kosten muss. Apple könnte einen Teil der Belastung selbst übernehmen oder höhere Aufschläge auf Modelle mit viel Speicher konzentrieren.

Der Zwei-Nanometer-Chip verteuert die Produktion

Als zweiter Grund gilt der erwartete Wechsel auf einen neuen Prozessor. Das iPhone 18 Pro soll erstmals einen A20-Pro-Chip im 2-nm-Verfahren erhalten. Kleinere Fertigungsstrukturen können höhere Leistung und eine bessere Energieeffizienz ermöglichen, sind zu Beginn der Serienproduktion aber besonders teuer.

TSMC hat die Herstellung von Chips im Zwei-Nanometer-Verfahren bereits aufgenommen. Im zweiten Quartal 2026 entfielen drei Prozent des Wafer-Umsatzes des Auftragsfertigers auf diese Technologie. Das bestätigt die Verfügbarkeit des Verfahrens, nicht jedoch dessen Einsatz im kommenden iPhone. Apple hat die Bezeichnung A20 Pro und die Fertigungstechnik bislang nicht offiziell genannt.

Neue Chipgenerationen verursachen am Anfang höhere Kosten, weil die Produktionslinien teuer sind und zunächst weniger funktionsfähige Chips aus einem Wafer gewonnen werden können. Gleichzeitig konkurrieren Smartphone-Hersteller mit Anbietern von KI-Hardware um moderne Fertigungskapazitäten.

Ein kleinerer Fertigungsprozess bedeutet nicht automatisch einen ebenso großen Leistungssprung. Entscheidend sind die Architektur, die Kühlung und die Software. Für Apple dürfte vor allem die Kombination aus Effizienz und Leistung relevant sein.

Jeff Pu sieht das Zusammentreffen beider Entwicklungen als Problem. Apple muss möglicherweise gleichzeitig mehr für Speicher und den Hauptprozessor bezahlen. Ein Preisanstieg wäre dann wahrscheinlicher, sofern der Konzern seine bisherige Gewinnspanne halten möchte.

Tim Cook bezeichnete höhere Preise als unvermeidlich

Apple hat bereits die Preise mehrerer anderer Produkte angehoben. Macs und iPads wurden in verschiedenen Märkten teurer, während das Unternehmen die US-Preise der aktuellen iPhone-Generation zunächst unverändert ließ.

Tim Cook erklärte im Juni 2026, Preiserhöhungen seien wegen der gestiegenen Kosten für Speicher und Massenspeicher „leider unvermeidlich“. Konkrete Angaben zum iPhone 18 machte der damalige Apple-Chef dabei nicht.

„Preiserhöhungen sind leider unvermeidlich“, sagte Tim Cook zur Belastung durch teure Speicherkomponenten.

Auch Japan liefert ein mögliches Signal für Apples neue Preisstrategie. Dort stieg der Preis des iPhone 17 Pro mit 256 GB auf 194.800 Yen. Zuvor hatte das Modell 179.800 Yen gekostet. Das entspricht einem Aufschlag von rund 8,3 Prozent. Der offizielle japanische Apple Store führt das Gerät derzeit zum höheren Preis.

Ob Apple Japan bewusst als Testmarkt nutzt, ist nicht belegt. Wechselkurse und regionale Kosten können ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Die Erhöhung zeigt dennoch, dass der Konzern auch beim iPhone nicht grundsätzlich an unveränderten Preisen festhält.

So könnte Apple den Aufschlag verteilen

Ein einheitlicher Preissprung von 300 Dollar bei allen Varianten ist nur eines von mehreren möglichen Szenarien. Apple kann die Mehrkosten unterschiedlich auf die Modellreihe verteilen.

Denkbar sind vier Preisstrategien:

  1. Apple hebt die Einstiegspreise von Pro und Pro Max vollständig an.
  2. Der Aufschlag fällt beim Basismodell kleiner und bei 512-GB- oder 1-TB-Versionen größer aus.
  3. Apple erhöht die Preise moderat und akzeptiert vorübergehend eine niedrigere Marge.
  4. Der Konzern kombiniert höhere Preise mit Trade-in-Angeboten, Ratenzahlung und Mobilfunkrabatten.

Die wahrscheinlichste Lösung könnte eine Staffelung nach Speicherkapazität sein. Speicher ist der zentrale Kostentreiber, weshalb Varianten mit 512 GB oder 1 TB stärker betroffen sein könnten. Damit ließe sich der beworbene Einstiegspreis niedriger halten, während Käufer umfangreicher Ausstattungen einen größeren Teil des Kostenanstiegs tragen.

Für das iPhone 18 Pro Max fällt diese Frage besonders ins Gewicht. Das Modell richtet sich an Kunden, die bereits heute bereit sind, für ein größeres Display, längere Akkulaufzeit und mehr Speicher deutlich mehr zu bezahlen.

Welche Neuerungen den höheren Preis rechtfertigen könnten

Bisherige Berichte nennen mehrere technische Änderungen. Dazu gehören der erwartete Zwei-Nanometer-Chip, eine kleinere Aussparung für die Frontsensoren und mögliche Verbesserungen der Kamera. Auch eine variable Blende wird diskutiert.

Keine dieser Neuerungen wurde von Apple bestätigt. Vor der Präsentation können sich technische Details ändern oder auf spätere Generationen verschieben.

Sollte der Preisanstieg um bis zu 300 Dollar tatsächlich kommen, müsste Apple den Mehrwert des neuen Modells besonders deutlich erklären. Nutzer wechseln ihre Smartphones inzwischen seltener, weil ältere Geräte länger unterstützt werden und die Unterschiede zwischen zwei aufeinanderfolgenden Generationen oft gering bleiben.

Das könnte sich auf die Nachfrage auswirken:

  • Besitzer eines iPhone 17 Pro dürften einen Wechsel genauer prüfen;
  • Käufer könnten häufiger zum normalen iPhone 18 greifen;
  • ältere Pro-Modelle könnten im Handel attraktiver werden;
  • Ratenzahlung und Eintauschprogramme gewinnen an Bedeutung;
  • Modelle mit weniger Speicher könnten stärker nachgefragt werden.

Jeff Pu sieht deshalb Unsicherheit bei den Verkaufszahlen. Er stufte die Apple-Aktie von „Kaufen“ auf „Halten“ herab. Ein hoher Preis bei begrenztem Zusatznutzen könnte den üblichen Austauschzyklus verlängern.

Was das iPhone 18 Pro in Deutschland kosten könnte

Für den deutschen Markt existiert noch keine belastbare Preisprognose. Das aktuelle iPhone 17 Pro startet bei 1.299 Euro, das Pro Max bei 1.449 Euro. Würde Apple einen ähnlich großen absoluten Aufschlag wie in den USA durchsetzen, könnten die neuen Modelle deutlich über diesen Marken liegen.

Eine einfache Addition von 250 oder 300 Euro ist trotzdem nicht zuverlässig. Apple kann den Europreis anders staffeln, Wechselkursschwankungen absichern oder die Speicheroptionen verändern. Denkbar wäre auch, dass der Konzern den Einstiegspreis durch eine andere Basiskonfiguration beeinflusst.

Die Suchanfrage iPhone 18 Pro Preis Deutschland wird deshalb erst nach der offiziellen Präsentation eindeutig beantwortet werden können. Bis dahin bleiben Beträge oberhalb von 1.500 Euro für das Pro und deutlich höhere Preise für das Pro Max mögliche Szenarien, aber keine bestätigten Zahlen.

iPhone 18 Pro könnte um 300 Dollar teurer werden: Das ist der Grund
iPhone 18 Pro könnte um 300 Dollar teurer werden: Das ist der Grund

Was Käufer jetzt wissen sollten

Ein Preisaufschlag beim iPhone 18 Pro ist angesichts höherer Speicher- und Chipkosten plausibel. Die von Jeff Pu genannten 250 bis 300 Dollar markieren jedoch eine Prognose am oberen Ende der bisherigen Schätzungen. Apple könnte die Belastung teilweise übernehmen oder vor allem auf teure Speichervarianten verteilen.

Bestätigt sind bislang die höheren Kosten in der Halbleiterbranche, die laufende Zwei-Nanometer-Produktion bei TSMC und Apples frühere Preiserhöhungen bei anderen Geräten. Der endgültige Preis, die Ausstattung und der Verkaufsstart des iPhone 18 Pro bleiben offen, bis Apple die neue Generation offiziell präsentiert.