Redmi K100 Pro: technische Daten, Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Xiaomi bereitet mit dem Redmi K100 Pro ein ungewöhnliches Oberklasse-Smartphone vor. Neben starker Hardware fällt besonders eine grüne Variante auf, deren Rückseite zuvor gespeichertes Licht im Dunkeln wieder abgeben kann.

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Redmi K100 Pro: technische Daten, Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Xiaomi will am 11. August 2026 in China eine neue Generation seiner Redmi-Oberklasse präsentieren. Beim Redmi K100 Pro stehen dabei nicht nur Leistung, Kamera und ein ungewöhnlich großer Akku im Mittelpunkt. Eine spezielle grüne Version bekommt eine phosphoreszierende Rückseite, auf der sich mit Licht sogar kurzzeitig sichtbare Muster erzeugen lassen. Der China-Termin für K100 Pro und K100 Pro Max wurde bereits angekündigt, die  monrose.de berichtet mit giga.de.

Für Deutschland ist die Lage weniger eindeutig. Xiaomi hat bislang weder einen offiziellen deutschen Verkaufstermin noch einen Euro-Preis für das K100 Pro genannt. Naheliegend ist stattdessen eine spätere internationale Variante unter der Marke POCO, wie es bei vorherigen Geräten der Redmi-K-Serie bereits praktiziert wurde.

Redmi K100 Pro: technische Daten, Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Redmi K100 Pro: technische Daten, Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Redmi K100 Pro bekommt eine Rückseite, die mit Licht reagiert

Der auffälligste Unterschied zu gewöhnlichen Smartphones steckt nicht im Display, sondern auf der Rückseite. Xiaomi zeigt für das K100 Pro eine Farbvariante namens Firefly Chasing Light, die tagsüber als kräftiges, transparent wirkendes Grün erscheint und bei Dunkelheit einen Leuchteffekt erzeugen kann.

Dafür benötigt das Smartphone keine zusätzlichen LEDs. Zwischen Glasrückseite und Farbschicht befindet sich phosphoreszierendes Material, das einfallendes Licht aufnehmen und anschließend für eine gewisse Zeit wieder abgeben kann. Wird beispielsweise mit einer Taschenlampe ein Muster auf die Rückseite gezeichnet, kann dieses Muster danach im Dunkeln sichtbar bleiben.

Das Konzept braucht keine App. Der Leuchteffekt benötigt keine separate Stromversorgung. Entscheidend ist allein, dass das Material zuvor ausreichend Licht aufgenommen hat.

Genau darin unterscheidet sich die Idee von bereits bekannten beleuchteten Smartphone-Gehäusen. Modelle mit integrierten LEDs erzeugen ihre Effekte aktiv und benötigen dafür Elektronik sowie Energie aus dem Akku. Xiaomi setzt bei der Firefly-Variante dagegen auf die Materialeigenschaften der Rückseite.

Technik-Einordnung: Der eigentliche Reiz liegt weniger in der Helligkeit als in der Personalisierung. Eine Smartphone-Rückseite wird dadurch zu einer temporären Fläche für Lichtmuster, ohne dass zusätzliche Display- oder LED-Technik eingebaut werden muss.

Ob Xiaomi genau diese Sonderfarbe später auch außerhalb Chinas verkauft, ist noch offen. Gerade spezielle Farbvarianten und limitierte Designs werden bei chinesischen Smartphone-Herstellern nicht automatisch für den europäischen Markt übernommen.

Redmi K100 Pro technische Daten gehen weit über das Design hinaus

Unter der auffälligen Oberfläche steckt Hardware, die klar auf die Oberklasse zielt. Xiaomi hat für das Modell einen Snapdragon 8 Elite Gen 5 V Series bestätigt. Die Variante trägt die Modellkennung SM8850-1-AB und wird mit einem zusätzlichen Grafikchip kombiniert, der unter anderem bei Spielen für stabilere Darstellung und höhere Bildraten sorgen soll.

Redmi nennt für das Gerät in eigenen Leistungstests mehr als 4,09 Millionen Punkte im AnTuTu-Benchmark. Solche Herstellerwerte sind allerdings nicht mit unabhängigen Tests eines Seriengeräts gleichzusetzen. Interessanter ist deshalb, dass Xiaomi parallel ein aufwendiges 3D-Kühlsystem vorsieht, um die Leistung unter längerer Belastung besser kontrollieren zu können.

AusstattungRedmi K100 Pro
Display6,59 Zoll OLED
Bildwiederholratebis 185 Hz
Spitzenhelligkeitbis 4.500 Nits unter definierten Messbedingungen
ProzessorSnapdragon 8 Elite Gen 5 V Series
Akku8.580 mAh
Laden per Kabelbis 100 Watt
Kabelloses Ladenbis 50 Watt
Hauptkamera200 MP mit OIS
Marktstart11. August 2026 in China

Mehrere dieser Kerndaten wurden bereits vor der Präsentation durch Redmi selbst kommuniziert. Dazu zählen Display, Prozessor, Akku, Ladeleistung und zentrale Kameradaten.

185 Hz und 4.500 Nits beim neuen OLED-Display

Das Smartphone erhält ein 6,59 Zoll großes 185-Hz-OLED. Für das neue Displaymaterial verwendet Redmi die Bezeichnung M11. Das Unternehmen nennt eine Spitzenhelligkeit von 4.500 Nits bei einer definierten Teilflächenmessung und eine Farbraumabdeckung von 90 Prozent des BT.2020-Farbraums.

Die 185 Hz richten sich vor allem an Nutzer, die schnelle Spiele auf dem Smartphone spielen. Xiaomi hat bereits angekündigt, dass mehr als 30 Titel eine native Darstellung mit bis zu 185 Bildern pro Sekunde unterstützen sollen. Bei mehreren populären FPS-Spielen sind zusätzliche Optimierungen vorgesehen.

Im normalen Alltag dürfte der Unterschied gegenüber 120 oder 144 Hz deutlich weniger auffallen. Beim Scrollen, Lesen oder Ansehen klassischer Videos entstehen aus 185 Hz nicht automatisch sichtbare Vorteile. Dazu muss auch die jeweilige Anwendung die hohe Bildrate unterstützen.

Für Gaming-Smartphones wird die reine Hertz-Zahl zunehmend nur ein Teil der Gleichung. Touch-Erkennung, konstante Leistung unter Last und der Energieverbrauch des Panels entscheiden darüber, ob eine hohe Bildrate praktisch nutzbar bleibt.

Der Akku erreicht 8.580 mAh und lädt auch kabellos

Xiaomi setzt beim K100 Pro auf einen 8.580-mAh-Akku mit Silizium-Kohlenstoff-Technik. Der Hersteller nennt einen Siliziumanteil von 26 Prozent und eine Energiedichte von 945 Wh/l. Das ermöglicht eine hohe Kapazität, ohne das Gerät allein wegen des Akkus in die Dimensionen einer kleinen Powerbank wachsen zu lassen.

Geladen wird mit bis zu 100 Watt per Kabel oder maximal 50 Watt kabellos. Zusätzlich unterstützt das Smartphone Reverse Charging mit bis zu 27 Watt über Kabel sowie bis zu 22,5 Watt drahtlos. Damit kann das K100 Pro theoretisch auch Zubehör oder ein zweites kompatibles Smartphone mit Energie versorgen.

Zur Ausstattung gehören damit mehrere Punkte, die vor allem bei intensiver Nutzung relevant werden:

  • sehr großer Silizium-Kohlenstoff-Akku mit 8.580 mAh;
  • kabelgebundenes Schnellladen mit bis zu 100 Watt;
  • Wireless Charging mit bis zu 50 Watt;
  • Reverse Charging über Kabel und drahtlos;
  • 3D-Kühlsystem für längere Belastung;
  • zusätzlicher Grafikchip für Spiele.

Die Kombination aus 185-Hz-Anzeige und großem Akku zeigt, welche Zielgruppe Redmi im Blick hat. Hohe Bildraten und leistungsstarke Chips treiben den Energieverbrauch nach oben, weshalb die Akkukapazität bei diesem Gerät funktional zur übrigen Hardware passt.

Xiaomi verbaut eine 200-MP-Hauptkamera

Das Kamerasystem besteht aus drei Modulen. Bestätigt ist eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung. Hinzu kommen eine Ultraweitwinkelkamera und ein Teleobjektiv, das auch Makroaufnahmen aus rund zehn Zentimetern Entfernung ermöglichen soll.

Redmi spricht außerdem von fünf abgedeckten Brennweiten beziehungsweise Aufnahmebereichen. Für die Bildqualität bedeutet eine hohe Sensorauflösung allein allerdings noch keine Garantie. Sensorgröße, Optik, Bildverarbeitung und Nachtmodus bleiben mindestens ebenso relevant und lassen sich erst nach unabhängigen Tests endgültig beurteilen.

Auf dem Papier gehört die Kamera damit klar zur Oberklasse. Ob sie mit den teureren Xiaomi-Flaggschiffen mithalten kann, wird erst ein Praxistest zeigen. Die 200-MP-Zahl allein beantwortet diese Frage nicht.

Beim K100 Pro Max geht Xiaomi noch weiter und kombiniert die 200-MP-Hauptkamera unter anderem mit einem Periskop-Teleobjektiv. Das Max-Modell bekommt außerdem ein von Bose abgestimmtes 2.1-Lautsprechersystem. Diese Ausstattung darf nicht automatisch vollständig auf das normale K100 Pro übertragen werden.

Redmi K100 Pro Preis in Deutschland bleibt offen

Beim Redmi K100 Pro Preis in Deutschland gibt es aktuell noch keine offizielle Zahl. Xiaomi-Präsident Lu Weibing hat das K100 Pro für China im Preisbereich um 4.000 Yuan eingeordnet. Das entspricht zwar rechnerisch nur einigen Hundert Euro, daraus lässt sich jedoch kein realistischer deutscher Endpreis ableiten.

Importkosten, Mehrwertsteuer, Vertrieb, Garantieleistungen und eine mögliche Positionierung als POCO-Modell verändern die Kalkulation für Europa deutlich. Auch die konkrete Speicheroption, auf die sich der chinesische Einstiegspreis bezieht, ist für einen direkten Vergleich entscheidend.

MarktAktueller Stand
ChinaVorstellung am 11. August 2026
China-PreisPositionierung um 4.000 CNY angekündigt
Deutschlandkein offizieller Preis
Europaglobaler Start bislang nicht bestätigt
Möglicher globaler NamePOCO F9 Pro wird in Berichten erwartet

Ein deutscher Preis von „rund 500 Euro“, der aus einer simplen Währungsumrechnung entsteht, wäre deshalb irreführend. Selbst wenn das chinesische Basismodell tatsächlich ungefähr in diesem umgerechneten Bereich liegt, kann die europäische Version erheblich teurer werden.

Kommt das Redmi K100 Pro als POCO F9 Pro nach Deutschland?

Zum Redmi K100 Pro Deutschland-Release gibt es am 10. August 2026 noch keine offizielle Bestätigung. Die chinesische Präsentation findet erst am 11. August statt, während Xiaomi zu einer internationalen Markteinführung noch keine konkreten Angaben veröffentlicht hat.

Ein Start unter einem anderen Namen wäre allerdings plausibel. Das Redmi K90 wurde für internationale Märkte als POCO F8 Pro adaptiert, während das K90 Pro Max die Grundlage für das POCO F8 Ultra bildete. Deshalb wird bereits über POCO F9 Pro beziehungsweise F9 Ultra als internationale Varianten der K100-Pro-Reihe spekuliert.

Dabei sind drei Punkte noch nicht geklärt:

  1. ob das K100 Pro überhaupt offiziell in Deutschland erscheint;
  2. ob Xiaomi das Gerät hier als Redmi oder als POCO verkauft;
  3. ob die leuchtende Firefly-Chasing-Light-Version Teil des europäischen Angebots wird.

Gerade der dritte Punkt könnte für Design-Fans entscheidend sein. Ein gewöhnliches weißes oder schwarzes POCO-Modell mit ähnlicher Hardware wäre technisch interessant, würde aber den ungewöhnlichsten Bestandteil des chinesischen K100 Pro verlieren.

Redmi K100 Pro: technische Daten, Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Redmi K100 Pro: technische Daten, Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Warum das leuchtende Gehäuse mehr als ein Marketing-Gag sein könnte

Smartphone-Hersteller haben sich in den vergangenen Jahren vor allem bei Kamerainseln, Materialien und zusätzlichen Displays voneinander abgesetzt. Xiaomi wählt beim K100 Pro einen deutlich einfacheren technischen Ansatz: Statt ein weiteres Display oder mehrere LEDs einzubauen, verändert ein passives Material seine Wirkung abhängig von vorheriger Lichteinwirkung.

Das spart zumindest für diesen Effekt zusätzliche Elektronik und benötigt während des Leuchtens keine Energie aus dem Smartphone-Akku. Gleichzeitig kann die Rückseite immer wieder neu mit Licht beeinflusst werden. Der Effekt verschwindet wieder, sodass neue Muster entstehen können.

Für Käufer dürfte trotzdem die Hardware den größeren Ausschlag geben. 8.580 mAh, 100-Watt-Laden, 50-Watt-Wireless-Charging, eine 200-MP-Hauptkamera und ein 185-Hz-Display sind deutlich relevantere Argumente für die tägliche Nutzung als eine leuchtende Rückseite.

Am 11. August 2026 werden mit der chinesischen Präsentation weitere Details zu Varianten, Speichergrößen und tatsächlichen Verkaufspreisen erwartet. Für deutsche Interessenten bleibt danach vor allem eine Frage offen: ob Xiaomi das Gerät beziehungsweise seine POCO-Version offiziell nach Europa bringt. Bis eine entsprechende Ankündigung erfolgt, sind weder deutscher Preis noch Verkaufsstart bestätigt.