Wer Final Fantasy 7 bisher nur dem Namen nach kennt, bekommt gerade einen ungewöhnlich günstigen Einstieg in eines der größten Rollenspielprojekte von Square Enix. Final Fantasy 7 Rebirth ist in der PS5-Version im Angebot und kostet 24,99 Euro, während der ursprüngliche Verkaufspreis bei 79,99 Euro lag, die monrose.de berichtet mit gamepro.de.
Damit sinkt der Preis um 55 Euro beziehungsweise knapp 69 Prozent. Für ein Spiel, das auf Metacritic bei 92 von 100 Punkten steht und erst 2024 erschienen ist, fällt der Rabatt entsprechend deutlich aus. Interessant ist das Angebot jedoch nicht nur wegen des Preises: Rebirth nimmt einen der bekanntesten Abschnitte des PlayStation-Klassikers von 1997 und baut ihn zu einem wesentlich größeren modernen Rollenspiel aus.
Final Fantasy 7 Rebirth für 24,99 Euro im Angebot
Das aktuelle PS5-Angebot für Final Fantasy 7 Rebirth richtet sich sowohl an langjährige Fans der Reihe als auch an Spieler, die den zweiten Teil der Remake-Trilogie bisher ausgelassen haben. Die Standardfassung wird für 24,99 Euro angeboten.

Im Vergleich zum ursprünglichen Preis ergibt sich folgende Rechnung:
| Version | Ursprünglicher Preis | Angebotspreis |
|---|---|---|
| Final Fantasy 7 Rebirth PS5 | 79,99 Euro | 24,99 Euro |
| Preisnachlass | 55,00 Euro | rund 69 Prozent |
| Metacritic-Wertung PS5 | 92/100 | 145 Kritiken |
Wer den Vorgänger ebenfalls noch nicht besitzt, kann außerdem nach einem Bundle mit Final Fantasy 7 Remake Ausschau halten. Gerade für Neueinsteiger ist diese Variante inhaltlich sinnvoller, weil Rebirth direkt an die Ereignisse des ersten Remake-Teils anschließt.
24,99 Euro verändern die Ausgangslage deutlich. Rebirth bietet den Umfang eines großen Vollpreis-Rollenspiels, kostet im Angebot aber nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Preises. Für PS5-Spieler, die ohnehin mit Final Fantasy 7 geliebäugelt haben, ist das deshalb ein besonders interessanter Zeitpunkt.
Warum Final Fantasy 7 Rebirth so gute Bewertungen erhalten hat
Rebirth ist keine einfache grafische Neuauflage des Spiels von 1997. Square Enix verwendet die Geschichte, Figuren und Schauplätze des Originals als Grundlage, erweitert sie aber erheblich.
Der erste Teil der modernen Trilogie spielte fast vollständig in Midgar. In Rebirth verlassen Cloud, Tifa, Aerith, Barret und Red XIII die gewaltige Industriestadt und brechen in eine wesentlich offenere Spielwelt auf. Damit verändert sich auch das Spielgefühl.
Statt überwiegend durch kompakte Stadtgebiete zu ziehen, erkundet die Gruppe große Regionen mit unterschiedlichen Landschaften, Siedlungen und Nebenaktivitäten. Grüne Ebenen wechseln sich mit Küstengebieten, Wüsten, Industrieanlagen und fantastischen Orten ab.
„Rebirth fühlt sich weniger wie eine bloße Restaurierung eines Klassikers und stärker wie eine umfangreiche Neuinterpretation seiner Welt an.“
Genau dieser Ansatz gehört zu den Gründen für die hohen Wertungen. Das Final Fantasy 7 Remake für PS5 verbindet nostalgische Elemente mit Spielsystemen, die deutlich näher an modernen Action-Rollenspielen liegen.
Die Welt ist deutlich größer als im ersten Remake
Eine klassische Open World ist Final Fantasy 7 Rebirth streng genommen nicht. Statt einer einzigen vollständig zusammenhängenden Karte besteht die Welt aus mehreren großen, offen erkundbaren Regionen.
Innerhalb dieser Gebiete können Spieler aber weitgehend selbst entscheiden, wohin sie gehen. Später stehen unterschiedliche Fortbewegungsmöglichkeiten zur Verfügung, darunter die für die Serie typischen Chocobos.
Die Regionen bieten unter anderem:
- optionale Kämpfe und besondere Gegner
- versteckte Gegenstände und Materialien
- Nebenquests mit zusätzlichen Geschichten
- Aussichtspunkte und Erkundungsaufgaben
- Chocobo-Aktivitäten
- Minispiele
- zusätzliche Herausforderungen für die Gruppe
- optionale Bossgegner
Dadurch wird aus einem Abschnitt, der im PS1-Original teilweise nur wenige Minuten beanspruchte, eine wesentlich umfangreichere Reise.
Das kann allerdings auch eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Wer ausschließlich der Hauptgeschichte folgen möchte, muss nicht jede Kartenmarkierung abarbeiten. Spieler, die gerne erkunden und ihre Gruppe optimieren, können dagegen viele zusätzliche Stunden in den Regionen verbringen.
Kampfsystem verbindet Echtzeit-Action und Rollenspiel
Auch im Kampf entfernt sich Rebirth deutlich vom klassischen Final Fantasy 7. Das Original von 1997 arbeitete mit einem rundenbasiert geprägten ATB-System. Die Neuinterpretation setzt dagegen auf direkte Bewegung, Ausweichmanöver, Blocken und Echtzeitangriffe.
Die taktischen Elemente verschwinden trotzdem nicht.
Charaktere besitzen eigene Fähigkeiten und Rollen. Cloud kämpft anders als Barret, Aerith oder Tifa, während Materia weiterhin darüber entscheidet, welche Zauber und Zusatzfähigkeiten zur Verfügung stehen. Im Gefecht kann jederzeit zwischen Mitgliedern der aktiven Gruppe gewechselt werden.
Neu hinzugekommen beziehungsweise deutlich ausgebaut wurden Synergie-Attacken, bei denen zwei Figuren gemeinsam spezielle Aktionen ausführen. Dadurch gewinnen die Beziehungen innerhalb der Gruppe auch spielmechanisch an Bedeutung.
„Die Stärke des Kampfsystems liegt darin, dass schnelle Action und taktische Entscheidungen parallel funktionieren.“
Gerade auf höheren Schwierigkeitsgraden reicht simples Angreifen deshalb nicht aus. Gegner besitzen Schwächen, unterschiedliche Angriffsmuster und Mechaniken, die gezielt ausgenutzt werden müssen.
Rebirth verändert den PS1-Klassiker bewusst
Final Fantasy 7 Rebirth versucht nicht, jede Szene des Originals exakt nachzubauen. Die Entwickler erweitern bekannte Orte, verschieben einzelne Ereignisse und erzählen manche Abschnitte wesentlich ausführlicher.
Das dürfte Fans des Spiels von 1997 teilweise überraschen. Gleichzeitig ermöglicht dieser Ansatz, Figuren mehr Zeit zu geben. Neben Cloud und Aerith erhalten beispielsweise Tifa, Barret und Red XIII ausführlichere persönliche Geschichten.
Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren spielen eine größere Rolle. Entscheidungen und gemeinsame Aktivitäten beeinflussen teilweise, wie einzelne Szenen verlaufen und mit welchem Gruppenmitglied Cloud bestimmte Momente erlebt.
Das Original bleibt überall erkennbar. Rebirth kopiert es aber nicht Szene für Szene. Gerade diese Mischung aus Wiedererkennen und Veränderung macht einen großen Teil der Spannung aus.
Kann man direkt mit Final Fantasy 7 Rebirth anfangen?
Technisch ja, inhaltlich ist es nicht die beste Variante.
Rebirth bildet den zweiten Teil einer geplanten Trilogie. Der erste Teil, Final Fantasy 7 Remake, erzählt die Ereignisse in Midgar und führt wichtige Figuren sowie zentrale Konflikte ein. Rebirth setzt anschließend die Reise fort.
Wer direkt mit Teil zwei startet, kann dem grundsätzlichen Geschehen folgen, verliert jedoch einiges an Kontext. Beziehungen zwischen den Figuren, frühere Ereignisse und bestimmte Wendungen entfalten deutlich mehr Wirkung, wenn der Vorgänger bekannt ist.
Für Neueinsteiger bieten sich deshalb drei Möglichkeiten an:
- Zuerst Final Fantasy 7 Remake spielen und danach Rebirth starten.
- Das PS1-Original von 1997 spielen und anschließend zur Remake-Reihe wechseln.
- Direkt mit Rebirth beginnen und die wichtigsten Ereignisse des Vorgängers über die vorhandene Zusammenfassung kennenlernen.
Die erste Variante ist für Spieler am sinnvollsten, die das moderne Projekt komplett erleben möchten.
Wie viel Spiel bekommt man für 24,99 Euro?
Der niedrige Preis bedeutet bei Rebirth keineswegs einen geringen Umfang. Wer hauptsächlich die Geschichte verfolgt, kann bereits viele Stunden beschäftigt sein. Nebenquests, Erkundung, optionale Kämpfe und Minispiele erhöhen die Spielzeit deutlich.

Besonders auffällig ist die Vielfalt. Das Spiel wechselt regelmäßig zwischen großen Story-Sequenzen, Erkundung, Kämpfen und kleineren Aktivitäten. Manche Minispiele bleiben kurze Unterbrechungen, andere besitzen eigene Mechaniken und Herausforderungen.
Dazu kommt ein umfangreiches Fortschrittssystem. Waffen, Materia, Fähigkeiten und Gruppen-Kombinationen lassen sich an unterschiedliche Spielstile anpassen.
Mit einer Metacritic-Wertung von 92 Punkten auf PS5 gehört Rebirth zudem zur kleinen Gruppe der besonders hoch bewerteten Spiele seiner Plattformgeneration. Der Wert basiert auf mehr als hundert Kritiken und macht deutlich, dass die positive Aufnahme nicht nur auf einzelne Rezensionen zurückgeht.
Für wen lohnt sich das Angebot besonders?
Zum Preis von 24,99 Euro ist das Spiel vor allem für PS5-Besitzer interessant, die große storybasierte Rollenspiele mögen. Kenntnisse des Final-Fantasy-Franchise sind hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.
Besonders gut passt Rebirth zu Spielern, die:
- eine lange Einzelspieler-Kampagne suchen
- actionreiches RPG-Gameplay mit taktischen Elementen mögen
- gerne große Gebiete erkunden
- Wert auf aufwendig inszenierte Figuren und Zwischensequenzen legen
- bereits Final Fantasy 7 Remake gespielt haben
- den Klassiker von 1997 in neuer Form erleben möchten
Weniger passend ist das Spiel für Nutzer, die ausschließlich kurze, lineare Abenteuer bevorzugen. Rebirth nimmt sich viel Zeit für Figuren, Nebenhandlungen und die Erkundung seiner Regionen.
Ein starker Zeitpunkt für den Einstieg in die Remake-Trilogie
Mit einem Preis von 24,99 Euro ist Final Fantasy 7 Rebirth im Angebot deutlich günstiger als zum Verkaufsstart. Gegenüber den ursprünglichen 79,99 Euro bleiben 55 Euro Ersparnis, während Umfang und technische Produktion weiterhin auf dem Niveau eines großen AAA-Rollenspiels liegen.
Für Kenner des Originals bietet Rebirth viele bekannte Momente in völlig neuer Form. Neueinsteiger erhalten ein modernes Action-RPG mit großen Gebieten, einer umfangreichen Geschichte und einem vielseitigen Kampfsystem.
Wer den ersten Remake-Teil noch nicht gespielt hat, sollte allerdings nicht nur auf den niedrigsten Einzelpreis schauen. Ein günstiges Bundle mit Final Fantasy 7 Remake kann für Neulinge die bessere Wahl sein, weil Clouds Reise dann von Anfang an nachvollziehbar bleibt. Für alle, die den Vorgänger bereits abgeschlossen haben, ist der aktuelle Rebirth-Preis dagegen eine der attraktivsten Gelegenheiten, den nächsten Abschnitt der Geschichte nachzuholen.