FRITZ!OS 8.50 und neue FRITZ!Boxen: Das bringt FRITZ! zur IFA nach Berlin

FRITZ! bringt zur IFA neue Router für Glasfaser und 5G, einen besonders schnellen Wi-Fi-7-Repeater sowie zahlreiche Funktionen von FRITZ!OS 8.50.

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FRITZ!OS 8.50 und neue FRITZ!Boxen: Das bringt FRITZ! zur IFA nach Berlin

FRITZ! nutzt die IFA in Berlin für eine umfangreiche Produktoffensive. Neben den neuen Flaggschiff-Modellen FRITZ!Box DSL/Fiber 7-90 im überarbeiteten Gehäusedesign stehen mehrere Router für Glasfaser und 5G, ein besonders leistungsfähiger Repeater sowie das kommende FRITZ!OS 8.50 im Mittelpunkt, die  monrose.de berichtet mit hardwareluxx.de.

Die FRITZ!Box IFA 2026-Neuheiten zeigen dabei klar, wohin sich das Heimnetz entwickelt: 10-Gigabit-Ethernet, Wi-Fi 7 und Multi-Gigabit-Glasfaser wandern zunehmend aus dem professionellen Netzwerkbereich in Geräte für Privathaushalte. Gleichzeitig erweitert FRITZ! seine Software um neue Sicherheits-, Smart-Home- und Komfortfunktionen.

FRITZ!Box 5630 XGS wird zum neuen Glasfaser-Basismodell

Eine der wichtigsten Neuvorstellungen ist die FRITZ!Box 5630 XGS. Das Modell richtet sich an Haushalte mit sehr schnellen Glasfaseranschlüssen und besitzt ein integriertes Modem, das Datenraten von bis zu 10 GBit/s unterstützt.

FRITZ!OS 8.50 und neue FRITZ!Boxen: Das bringt FRITZ! zur IFA nach Berlin
FRITZ!OS 8.50 und neue FRITZ!Boxen: Das bringt FRITZ! zur IFA nach Berlin

Damit zielt FRITZ! auf Anschlüsse, deren Leistung weit über klassischem Gigabit-Internet liegt. Gleichzeitig bleibt der Router flexibel, denn über den WAN-Anschluss kann er auch hinter einem externen Optical Network Terminal, kurz ONT, betrieben werden.

Auf der kabelgebundenen Seite gibt es einen WAN/LAN-Port mit bis zu 10 GBit/s sowie drei zusätzliche Gigabit-LAN-Anschlüsse. Für normale Endgeräte reicht das weiterhin aus, während der schnelle Port beispielsweise für einen leistungsfähigen Rechner, NAS-Speicher oder Switch interessant wird.

Auch beim WLAN setzt der Hersteller auf die aktuelle Generation. Wi-Fi 7 bei FRITZ! erreicht bei diesem Modell nach Herstellerangaben bis zu 2.880 MBit/s im 5-GHz-Band und bis zu 688 MBit/s über 2,4 GHz.

ModellHauptverbindungWLANSchnelle LAN-Ports
FRITZ!Box 5630 XGSGlasfaser bis 10 GBit/sWi-Fi 71 × 10 GBit/s
FRITZ!Box 6835 5G5G-MobilfunkWi-Fi 71 × 2,5 GBit/s
FRITZ!Repeater 6700 ProMesh/WLANQuadband Wi-Fi 710 + 2,5 GBit/s

Zusätzlich verfügt die FRITZ!Box 5630 XGS über USB 3.0 und einen analogen Telefonanschluss. Schnurlose Telefone werden per DECT eingebunden, für kompatible Smart-Home-Produkte steht DECT ULE bereit.

Technisch interessant ist vor allem die Kombination aus integriertem 10-Gigabit-Glasfasermodem und 10-Gigabit-LAN. Dadurch kann ein schneller Anschluss genutzt werden, ohne dass bereits am ersten internen Netzwerkport eine Gigabit-Grenze entsteht.

FRITZ!Box 6835 5G kombiniert Mobilfunk und Wi-Fi 7

Für Nutzer ohne festen Glasfaser-, Kabel- oder DSL-Anschluss bringt FRITZ! die neue FRITZ!Box 6835 5G. Das kompakte Modell setzt auf Mobilfunk und soll über Carrier Aggregation Downloadraten von bis zu 2 GBit/s erreichen.

Im Upload nennt der Hersteller bis zu 900 MBit/s. Welches Mobilfunknetz verwendet wird, lässt sich über eine klassische SIM-Karte oder eine E-SIM festlegen.

Besonders interessant ist die Stromversorgung. Die FRITZ!Box 6835 5G wird über USB-C betrieben und kann deshalb nicht nur an einem Netzteil, sondern grundsätzlich auch an einer geeigneten Powerbank genutzt werden. Dadurch eignet sich das Gerät beispielsweise für temporäre Arbeitsplätze, Ferienhäuser oder Einsatzorte, an denen kein klassischer Breitbandanschluss vorhanden ist.

Der USB-C-Anschluss erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich. Ein 5G-Router muss damit nicht dauerhaft an einer Steckdose hängen. Gerade für mobile oder vorübergehende Netzwerke kann das im Alltag praktischer sein als ein klassisches proprietäres Netzteil.

Beim WLAN unterstützt das Gerät Wi-Fi 7 auf 2,4 und 5 GHz. FRITZ! nennt eine aggregierte Datenrate von bis zu 3,6 GBit/s.

Für kabelgebundene Geräte stehen zwei Ethernet-Anschlüsse bereit. Einer erreicht 2,5 GBit/s, der zweite arbeitet mit bis zu 1 GBit/s.

FRITZ! Failsafe macht den 5G-Router zum Backup

Die FRITZ!Box 6835 5G soll nicht ausschließlich als primärer Internetrouter eingesetzt werden. Sie kann auch Teil einer Ausfallsicherung werden.

Mit FRITZ! Failsafe lässt sich der Mobilfunkrouter mit einer weiteren FRITZ!Box kombinieren. Bricht beispielsweise die DSL-, Kabel- oder Glasfaserverbindung aus, kann die 5G-Verbindung als Ersatz dienen.

Für Homeoffice, kleinere Unternehmen oder Haushalte mit besonders hoher Abhängigkeit vom Internet ist dieses Szenario interessant. Ein Ausfall des Festnetzanschlusses muss dann nicht automatisch bedeuten, dass sämtliche Online-Dienste bis zur Behebung der Störung unerreichbar bleiben.

Zu den wichtigsten Einsatzmöglichkeiten gehören:

  • Internetzugang an Standorten ohne Festnetzanschluss,
  • mobile Nutzung über USB-C und Powerbank,
  • temporäre Netzwerkversorgung auf Reisen oder Veranstaltungen,
  • 5G-Backup bei Ausfall von DSL, Kabel oder Glasfaser,
  • schnelles WLAN über Wi-Fi 7,
  • kabelgebundene Anbindung mit bis zu 2,5 GBit/s.

Der praktische Nutzen hängt allerdings stark vom verfügbaren Mobilfunknetz ab. Die theoretischen Spitzenwerte lassen sich nur erreichen, wenn Netzabdeckung, Frequenzen, Auslastung und Mobilfunktarif entsprechend mitspielen.

FRITZ!Repeater 6700 Pro soll bis zu 18 GBit/s schaffen

Noch höhere Zahlen nennt FRITZ! für den neuen FRITZ!Repeater 6700 Pro. Das Quadband-Modell soll über alle WLAN-Bänder hinweg auf eine aggregierte Datenrate von bis zu 18 GBit/s kommen.

Der Repeater arbeitet mit Wi-Fi 7 und nutzt insgesamt vier Funkbereiche: 6 GHz, zweimal 5 GHz sowie 2,4 GHz. Durch das zusätzliche 5-GHz-Band kann ein Teil der Funkkapazität gezielt für die Verbindung innerhalb eines Mesh-Netzes verwendet werden.

FRITZ!OS 8.50 und neue FRITZ!Boxen: Das bringt FRITZ! zur IFA nach Berlin
FRITZ!OS 8.50 und neue FRITZ!Boxen: Das bringt FRITZ! zur IFA nach Berlin

Das kann vor allem bei drahtlosen Mesh-Konfigurationen Vorteile bringen. Wenn der Repeater einen eigenen schnellen Funkweg zur FRITZ!Box nutzen kann, bleibt mehr Kapazität für verbundene Endgeräte übrig.

Alternativ lässt sich der Repeater kabelgebunden ins Heimnetz integrieren. Dafür stehen ein 10-Gigabit- und ein 2,5-Gigabit-LAN-Anschluss zur Verfügung.

Ein Repeater mit 10-Gigabit-Ethernet zeigt, dass Wi-Fi 7 die Anforderungen an kabelgebundene Heimnetze verändert. Wer mehrere schnelle WLAN-Bänder gleichzeitig nutzen möchte, kann mit einem einzelnen Gigabit-Port zunehmend an Grenzen stoßen.

Die angegebenen 18 GBit/s sind dabei nicht mit der tatsächlichen Geschwindigkeit eines einzelnen Smartphones oder Notebooks gleichzusetzen. Es handelt sich um die addierten theoretischen Datenraten der verschiedenen Funkbänder. Im Alltag hängen die erreichbaren Werte unter anderem von Endgerät, Entfernung, Funkumgebung und Netzwerkauslastung ab.

FRITZ!OS 8.50 bringt neue Sicherheitsfunktionen

Neben neuer Hardware wird auch FRITZ!OS 8.50 ein wichtiges Thema auf der IFA. Die kommende Softwareversion erweitert unter anderem Netzwerkverwaltung, Sicherheit, Smart Home und Bedienkomfort.

Eine neue DNS-Filterung soll es ermöglichen, den Zugriff auf unerwünschte oder potenziell gefährliche Inhalte gezielter zu kontrollieren. Das kann insbesondere für Familien, aber auch für kleinere Netzwerke mit klaren Zugriffsregeln interessant sein.

Geplant ist außerdem eine automatische Priorisierung des Internetverkehrs. Anwendungen mit hohen Anforderungen an Reaktionszeiten sollen dadurch bevorzugt behandelt werden können.

Dazu zählen beispielsweise:

  1. Videotelefonie und Online-Konferenzen,
  2. Sprachkommunikation über das Internet,
  3. Online-Gaming,
  4. andere Echtzeitanwendungen mit empfindlichen Latenzzeiten.

Auch FRITZ! Failsafe wird mit dem neuen Betriebssystem weiter ausgebaut. Dadurch rückt die Absicherung des Internetzugangs stärker in die reguläre Routerverwaltung.

Einfacher Modus für FRITZ!Fon richtet sich auch an ältere Nutzer

FRITZ! arbeitet nicht nur an höheren Datenraten. Beim FRITZ!Fon ist ein neuer einfacher Modus vorgesehen, der die Benutzeroberfläche übersichtlicher machen soll.

Das Konzept richtet sich unter anderem an ältere Menschen oder Nutzer, die keine komplexe Menüstruktur benötigen. Große und klar zugängliche Grundfunktionen können dabei wichtiger sein als zahlreiche Einstellmöglichkeiten auf mehreren Unterebenen.

Vorgesehen sind außerdem Funktionen für automatisierte Notrufe. Wie diese im Detail konfiguriert werden und welche Modelle sämtliche Funktionen erhalten, dürfte mit der weiteren Einführung von FRITZ!OS 8.50 konkreter werden.

Die Neuerungen zeigen eine zweite Entwicklungsrichtung neben Wi-Fi 7 und Multi-Gigabit-Netzen. Nicht jede Verbesserung muss höhere Datenraten bringen. Bedienbarkeit und verlässliche Notfallfunktionen können für bestimmte Nutzergruppen mindestens ebenso relevant sein.

MyFRITZ!App bekommt Smart Check

Auch die MyFRITZ!App wird funktional erweitert. Eine zentrale Neuerung trägt den Namen Smart Check.

Die Funktion soll eine FRITZ!Box im Hintergrund analysieren und anschließend Vorschläge zur Optimierung des Heimnetzes liefern. Dabei können beispielsweise WLAN-Signalstärke, Gerätestandorte oder ungünstige Verbindungen eine Rolle spielen.

Damit versucht FRITZ!, typische Netzwerkprobleme verständlicher aufzubereiten. Viele Nutzer erkennen zwar, dass das WLAN in einem bestimmten Raum langsam ist, können aber ohne technische Kenntnisse nur schwer beurteilen, ob der Routerstandort, ein Repeater oder die Verbindung des Endgeräts die Ursache ist.

Zusätzlich sollen Shop- und Servicebereiche stärker in die App integriert werden. Auch ein Zugang zum FRITZ!-Chatbot ist vorgesehen.

FRITZ!Box 5690 Pro wird zur Matter Bridge

Beim Smart Home erweitert FRITZ! die Funktionen der FRITZ!Box 5690 Pro. Sie soll mit FRITZ!OS 8.50 als Matter Bridge eingesetzt werden können.

Damit lassen sich kompatible Smart-Home-Geräte, die bereits über die FRITZ!Box eingebunden sind, in andere Matter-Umgebungen integrieren. Das betrifft sowohl FRITZ!-Produkte als auch geeignete Geräte anderer Hersteller.

Der Vorteil liegt in der Verbindung bisher getrennter Plattformen. Geräte können dadurch je nach Konfiguration auch über Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa gesteuert werden.

Für bestehende FRITZ!-Smart-Home-Nutzer könnte die Matter Bridge der FRITZ!Box 5690 Pro besonders interessant sein, weil nicht jedes bereits installierte Gerät selbst eine native Matter-Unterstützung benötigt. Die FRITZ!Box übernimmt stattdessen die Vermittlung zwischen den Systemen.

Neue FRITZ!Box-Generation setzt auf mehr als nur schnelleres WLAN

Die IFA-Neuheiten zeigen eine klare technische Richtung. FRITZ! erweitert sein Portfolio gleichzeitig bei Glasfaser, Mobilfunk, WLAN und Smart Home.

Die FRITZ!Box 5630 XGS bringt ein integriertes 10-Gigabit-Modem in ein neues Glasfaser-Basismodell. Die FRITZ!Box 6835 5G kombiniert schnellen Mobilfunk mit Wi-Fi 7, USB-C und einer möglichen Backup-Funktion. Der FRITZ!Repeater 6700 Pro wiederum zielt mit vier Funkbändern und bis zu 18 GBit/s aggregierter WLAN-Leistung auf besonders anspruchsvolle Mesh-Netze.

Mindestens ebenso relevant dürfte FRITZ!OS 8.50 werden. DNS-Filterung, automatische Datenpriorisierung, Smart Check, ein vereinfachter FRITZ!Fon-Modus und Matter-Unterstützung verändern Funktionen, die im Alltag häufiger genutzt werden als maximale Laborwerte bei WLAN oder Ethernet.

Damit besteht die neue FRITZ!-Generation nicht nur aus schnelleren Routern. Der Hersteller verbindet Multi-Gigabit-Hardware zunehmend mit automatisierter Netzwerkverwaltung, Ausfallsicherheit und einer stärkeren Verzahnung verschiedener Smart-Home-Plattformen.